Die eisenverarbeitende Eisenindustrie
besitzt neben dem Steinkohlenbergbau und der Eisenindustrie für das Wirtschaftsleben
des Saargebiets eine nicht unerhebliche Bedeu—
tung. Die Maschinenbauindustrie, die Maschinenfabriken und
Kesselschmieden, welche im Saargebiet die Belieferung des Bergbaues
und der Großindustrie mit den zum Betrieb notwendigen Gegenständen wahrzunehmen
hatten, haben auch auf diesem Gebiete zu einer guten Entwicklung
mannigfacher Industrien im Saargebiet geführt, deren Bedeutung gleichfalls
eine sehr erhebliche ist. Das Saargebiet kann sich zunächst rühmen, schon um
Steinkohlenbergwerk und Kraftwerk Louisenthal.
die Mitte der 1770er Jahre eine Dampfmaschine im Dienst gehabt zu
haben. Allgemeinen Eingang haben Dampfmaschinen im Saargebiet erst mit
dem Übergang des Steinkohlenbergbaues vom Stollen zum Tiefbau ge—
funden. Die Anfänge einheimischer Maschinenfabriken im Saargebiet reichen
bis in die 1820er Jahre zurück. 1855 entstand die Waschinen- und Kesselfabrik
von Eduard Böcking zu Brebach, 1859 die Eisengießerei von
Schulde in Dudweiler und 1861 die Eisengießerei und Maschinenbauanstalt
von Karl Koch zu Saarbrücken. Ein hervorragender Anteil an
der neueren Entwicklung des Maschinenbaues im Saargebiet gebührt der
Firma Ehrhardt K Sehmer-Saarbrücken durch, den Ban von
Fördermaschinen, Wasserhaltungsmaschinen, Bergwerks- und Hütten⸗
maschinen, von Walzzeugmaschinen, Gebläsemaschinen, Kolbenpumpen usw
Besonderen Ruf erlangte auch die im Jahre 1877 errichtete Maschinenfabrik.
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