Saarlouis
sereisftadt, zühlt 16800 Einwohner. Die zentrale Lage im mittleren Saarbecken gab der Stadt ihre historische
Bedeutung und sichert ihre Zukunft. — Die Stadt verfügt als bedeutender Kleinhandelsplat in
geschäftlicher Hinsicht über durchaus moderne und garoßstädtische Einrichtungen. In der Nachkriegszeit hat sich in
den leergewordenen Kasernen eine
stattliche Reihe von bedeutungs
vollen gewerblichen und in—
dustriellen Unternehmungen
niedergelassen. Ein großzügig aus—
gebautes Netz elektrischer Bahnen
(58,15 Kilometer mit einer jährlichen
Beförderungszahl von ungefähr 6 Mill.
Personen) ermöglichte die Umstellung
der ehemaligen Garnisonstadt zur neu⸗
zeitlichen Geschäfts-und Han—
delsstadt und sicherte auch die
stetige Entwicklung des wirt
schaftlichen Lebens nach dem
verlorenen Weltkrieg.
Gut ausgebaute Schulen, wie Gym⸗
nasium, Oberlyzeum, Gewerbeschule,
Kaufmännische Berufsschule, Heimat .
museum, Stadtbücherei mit über 30000
Bänden und ein durch die Gesellschaft
der Theater⸗ und Musikfreunde in
hervorragender Weise gefördertes
tünstlerisches Leben haben die Stadt
zum kulturellen Mittelpunkt
im mittleren Saarbecken werden lassen. — Bürgermeisteramt, Landratsamt, Oberster Gerichtshof,
Detachierte Strafkammer, Amtsgericht, Landesversicherungsamt, Versorgungsamt, Finanzamt, Oberförsterei usw.
geben Saarlouis auch das Gepräge einer Behördenstadt.
i aee atete Unebung der Stadt bielel Gelegenheit zu zahlreichen schönen Ausflügen.
Luftbila der Stadt Soarlouis.
Buhzbach — Baar
bedeutender Ind ugtt ieort des Saargebiets, 24000 Einwohner, Amisgericht
Bürgermeisteramt, Finanzamt, Katasteramt, Vosan Reform⸗Realgymnasium, Eisen⸗
bahnhaltestelle der Strecke Saarbrücken⸗Binger ruck, Straßenbahnverbindung mit Saar⸗
bruͤden, Ortsleile Sulzbach, Altenwald, Huͤhnerfeld und Neuweiler.
Größere Industrien: Steinkohlengruben, Glasfabriken,
Chemische Werke.
Umgeben von einem Kranz herrlicher Laub- und Nadelwälder, ist
Sulzbach ein bekannter Ausgangspunkt zahlreicher schöner und lohnenswerter Ausflüge.
Der Ort verdankt seinen Ramen, einer hier befindlichen — alzquelle, Diese
wurde nachweislich bereits im 14. Jahrhundert zur Salzgewinnung benutzt. Die Er⸗
giebigkeit scheint jedoch gering gewesen zu sein, da verschiedentliche spätere Versuche der
Saarbrücker Grafen immer wieder e wurden. — Sulzbach wird urkundlich
erstmalig 1354 nt Mehreren Herren gehörend, kam es später an Saarbrücken.
I Dreihigjährigen Kriege ganz zerstoͤrt, wurde der Ort erst 1728 wieder aufgebaut. Fürst
ilheün Heinrich von Sasrrbrücken errichtete hier eine Alaunhütte,
die aber ebenso wie die Vitriolfabrik wieder einging. Die heute bedeutenden Kohll e n⸗
gruben von Sulzbach werden bereits 1536 urkundlich genannt.
Als besonders empfehlenswerte Wanderungen in der Umgebung Sulz—⸗
bachs sind zu nennen; Sulzbach, Brennender Berg Mäusbachtal, St. Ingbert (Gesamt⸗
weg etwa é Kilometer); über die Göttelborner Höhe (ein überaus hervorragender
Aussichtspunkt) nach dem alten Burgstädichen Illingen (etwa 14 Kilometer); durch das
Ruhbachtal nach dem freundlichen Waldort Elversberg (5 Kilometer); zum „Großen
Stiefel“ bei St. Ingbert; zum 3 Neuhaus, dem beliebten Wanderziel, in das
reizende Netzbachtal usw. n CEusführliche Wegebeschreibung der schönsten Wande⸗
rungen um Sulzbach vgl. „Hofers Wanverbuche) Rähere Auüskunft erteilt das
Bürgermeisteramt Bulzbach.