Ansicht von Spiesfen
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Spiesen-Elversberg
Die Gemeinden Spiesen und Elversberg gehörten bis zum Jahre 1922
zu der Bürgermeisterei Neunkirchen. Im genannten Jahr schieden sie aus diesem
Verband aus und bilden seitdem eine eigene Bürgermeisterei. Wenn auch Elpers⸗
berg erheblich größer ist als Spiesen, so benannte man die Bürgermeisterei doch
nach letzterem, weil Spiesen eine sehr alte Siedlung ist und schon vor dem Dreißig⸗
jährigen Kriege unter den Namen Spissen und Spiesheim bestand, während Elvers⸗
berg erst auf ein Alter von etwa achtzig Jahren zurückschaut. Das Gebiet der jetzigen
Bürgermeisterei gehörte früher zur Grafschaft Nassau-Saarbrücken, zum Oberamt
Ottweiler und zur Meierei Neunkirchen. Durch den Ausbruch der französischen
Revolution Ende des vorletzten Jahrhunderts kam das Gebiet an Frankreich. Als
1810 die Stunde der Befreiung schlug, ging das Gebiet der ehemaligen Grafschaft
in den Besitß Preußens über. Die Bewohner waren stets gute Deutsche, sie sind es
noch und werden es auch in Zukunft bleiben!
Spiesen-Elvpersberg mit über 13000 Einwohnern, im südöstlichen Teile
— und
weiteren Umgebung. Herrliche Waldwege durch prächtige Buchen- und Tannen⸗
bestände, idylische Täler und Wiesengründe erfreuen hier das Auge des verwöhn—
testen Naturfreundes. In den Orten selbst sorgen zahlreiche gediegene und an⸗
genehme Gaststätten für das leibliche Wohl der Besucher. Für Vereine und größere
Gesellschaften stehen jederzeit genügend Säle und schattige Gartenanlagen zur
Verfügung. Unmittelbare Straßenbahnverbindungen (halbstündlich) nach Saar—
brücken und Neunkirchen und ein Omnibusverkehr nach dem nahen St. Ingbert
bieten die Möglichkeii zu angenehmer billiger Rückfahrt. Wochenendgäste haben
Gelegenheit zum Tennis⸗ und Schwimmiport.
der Industrieort Dillingen⸗50ar.
am Einfluß der Prims in die Saar gelegen, hat heute über
o00 Einwohner. Dillingen hat ein großes Hüttenwerk mit
Hochofenanlagen, eine Maschinenfabrik, eine Eisengießerei und
eine nicht unbedeutende Kleinindustrie, in deren Betrieben ca. 8000
Beamte, Angestellte und Arbeiter beschäftigt sind.
Der Ort ist reich an Naturschönheiten und historischen Be—
ebenheiten. Umgeben von Wäldern und Höhen, bietet er den
und Nalurliebhabern mancherlei Schönes. Das ehe—⸗
malige Schloß der Herzöge von Dillingen und der Fürsten von
Nassau⸗Saarbrücken, sowie die nahe bei Dillingen gelegene Ruine
Siersburg, sind historische Sehenswürdigkeiten und der Besich⸗
tigung wert. Der besonderen Beachtung im Ort verdienen der
parkartig angelegte gut gepflegte Volksgarten, und an hervor—
ragenden Bauten die drei Kirchen beider Konfessionen, das
Rathaus Ind rwagem
Dillingen ist mit der Staatsbahn von Saarbrücken und Trier
eicht zu erreichen. Es ist Ausgangsstation der Bahnen nach
Menß und Vrimsweiler.