Bürgermeisterei
Bettingen
Die Bürgermeisterei Bettingen,
der nördlichsse Teil des Kreises
Zaarlouis, liegt zum größten Teile
in dem an landschaftlichen Schönjerten
reichen Primstale. Zu der
Bürgermeisterei gehören die Ge—
meinden Bettingen, Außen, Gresau⸗
bach, Limbach, Dörf und Hütters⸗
dorf⸗Buprich. Schon im 9 Jaohrhundert
werden die Ortschaften Bet—
ingen, Außen, Limbach und Hütters⸗
wrf⸗Buprich genannt.
Im 2. Pariser Frieden 1815 fieb
die ganze Bürgermessterei Bettingen,
die im Jahre 1787 mit Frankreich
bereinigt wurde, wieder zurück an
J ihr Mutterland Deutschland.
Bis zum Jahre 181 war Bettingen der Sitß eines Bürgermeisteramtes.
Am 1. Aprib 1851 hörte die eigene Verwaltung auf und wurde von diesem Zeitpunkte ab die
Bürgermeisteret Bettingen von Lebach in Personalunion mitverwaltet. Im Dezember 1901 erhielt
die Bürgermeisterei wieder eine eigene Verwaltung, die der Bürgerschaft zum Nutzen und Segen
gereichte.
Erst das Jahr 1897 brachte die langersehnte Eisenbahnlinie Wemmetsweiler—Nonnweiler, die
den Bezirk der Länge nach durchschnitt. Jetzt hob sich Handel und Verkehr; zwei DyoritsSteindrüche
Oster und Cie, und Dittgen und Cie. mit 150 bzw. 80 Arbeitern sind im Betriebe und versorgen
weite Strecken des Landes mit Kleinschlag und Pflastersteinen.
Zufolge des Versailler Friedensvertrages untersteht der Bezirk, wie das übrige Saargebiet, auf
15 Jahre der Verwaltung des Völkerbundes. Nach dieser Zeit haben die Einwohner darüber
abzustimmen, ob sie den gegenwärtigen Zustand beibehalten, ob sie zu Frankreich oder wieder
zu ihrem Mutterlande Deutschland zurückkehrer wollen, Wenn nicht aller Schein trügt, so wird
die Abstimmung mindestens 898 b Rückkehr zu Deutschland ergeben.
Ausgedehnde wohlgepflegte Bochwaldungen zieren die häesige Gegend und bieten Ausflügalern
lohnende Zie le
DAIXD -
Am Mande do⸗ Sonrkohlenooncx gesegen.
Günstige Kohlen -
und Kraftstrombasis
Hauptknotenpunkt
der Eisenbahnlinien:
1. nach Saargemünd
AEtraßburg,
Zweibrücken —
dandau,
Ludwigshafen
Mannheim,
Saarbrücken —
Mettz,
Münster a. St.-Bingen,
Neunkirchen —
Saarbrücken.
Straßenverbindungen:
Mainz -Paris,
Homburg — Bingen,
Homburg — Kaisers—
lautern Neustadt
Ludwigshafen,
Homburg —
Saargemünd.
3
Grenz-Zoll:
Ein- u. Ausgangskor.
Vorteilhafteste Lage
für Industrieniedersassungen.
Sitz zahlreicher
Unternehmungen der
kisen⸗, Maschinen-Gießerei⸗,
Glas⸗
Steingut⸗,
Schamotte-, Holz⸗,
Mühlen- und Bau—
Industrie.
Für Industrie-Niederlassung
geeignetes Gelände
mit Bahnanschluß
vorhanden.
Trotz Industrie
angenehme Wohn⸗
stadt, umgeben von
herrlichen gesunden
Waldungen.