Full text : Verhandlungen zwischen der deutschen Regierung und der Regierungskommission des Saargebiets in Heidelberg vom 10. bis 13. April 1922

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der Regierungskommission sei nunmehr bereit, 3 der Summe 8uzu übernehmen unter gleich—
zeitiger Begrenzung dieses Anteils auf die Höchstsumme von 117,, Millionen Mark jährlich.
Der Vorsitzende der deutschen Delegation entgegnet, daß er die Nichtannahme seines
letzten Vorschlags nur außerordentlich bedauern könne. Dieser Vorschlag sei der letzte gewesen.
Er würde vorschlagen, sich mit den Sachverständigen der deutschen Delegation zu einer Sonder—
beratung zurückzuziehen, wenn er nicht ganz bestimmt wüßte, daß diese Beratung zu einer Ab—
lehnung des letzten Vorschlages der Delegation der Regicrungskommission führen würde. Bei
dieser Sachlage könne er die Erörterung über diese Frage zur Zeit nicht fortsetzen und sehe sich
genötigt, zu beantragen, daß morgen eine Schlußsitzung stattfinde.
Der Vorsitzende der Delegation der Regierungskommission ist mit diesem Vorschlag ein
verstanden.
Seitens der deutschen Delegation wird hierauf die dem vorliegenden Protokoll als Anlage 4
beigefügte Erklärung verlesen, die einen Vorschlag zu einer Gesamtregelung der noch offenstehenden
wichtigeren Fragen enthält.
Der Vorsitzende der Delegation der Regierungskommission erklärt, daß er nicht ermächtigt
sei, über die Frage der Lebensmittelzuschüsse zu verhandeln. Er habe keinen Auftrag in diesem
Sinne von der Regierungskommission, er könne daher die deutschen Vorschläge lediglich zur
Kenntnis nehmen und sie der Regierungskommission unterbreiten.
Nach einigen erläuternden Worten des Vorsitzenden der deutschen Delegation über das
weitgehende Entgegenkommen, das in dem Vorschlag der deutschen Delegation für eine Gesamt
regelung der verbleibenden Fragen enthalten sei, wird die Sitzung geschlossen.
            
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