Full text : Festschrift zu dem 100jährigen Bestehen der Feuerwehr in Merzig-Saar

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Merzig an der Saar.

Die Kreisstadt Merzig mit ea. 10000 Einwohnern liegt 187
Meter hoch. Eine schattige Allee verbindet Bahnhof und Stadt;
ein Landstädtchen friedlichen, ruhigen Fleißes, dem eine urwüchsige
Gemütlichkeit das Gepräge gibt. Der anheimelnde Eindruck wird
durch das altväterliche Gesicht der Straßenzüge und die schlichte
Einfachheit ganzer Häusergruüppen wachgerufen und verläßt uns
auch nicht beim Betreten modernerer Teile. Hat doch ein jedes Haus
das Gepräge seiner Bauperiode, und da die Entwicklung der Stadt
eine langsame war, erscheint das so erstandene Stilgemisch ganz be—
sonders reizvoll. Die malerischsten Bilder bieten sich uns im Alt—
stadtteile, entlang dem Seffersbache. Schmale, romantische Gäßchen
führen uns hin und freundlich und vertraut grüßen uns die
stillen Winkel, überragt vom nahen Kreusberg, dessen Höhe eine
schmucke Kapelle krönt. Wandern wir den etwas steilen Berg hinan,
so lohnt sich der Weg durch eine reiche Aussicht. Weit ausgebrei—
tet liegt der Saargau vor uns, vom vielgewundenen Laufe der
Saar, von einer Kette schmucker Dörfer belebt; jenseits die Höhen
des lothringischen Stufenlandes, das in etwa die französische
Grenze anzeigt, diesseits die steilen Kuppen des Hochwaldes (Huns—
rück), und wir freuen uns auf die herrlichen Wanderungen, die
uns das Gelände beiderseits der Saar verspricht.) Unmittelbar
unter uns aber liegt das Dächergewirr der Stadt, und weithin
in die Täler — in denen das Städtchen Schutz vor kalten Winden
findet — können wir die Straßenzüge verfolgen. Schöne, schattige
Alleen setzen sie nach allen Seiten fort. Rechts an die nach Hil—
bringen führende Allee grenzt der Stadtpark, der sich mit seinen
schattigen Wegen und hübschen Ausblicken bis zum naäahen Freibad
in der Saar hinzieht, während zur Linken die Sportplätze liegen.
Die Allee der Triererstraße führt uns an der Heil- und Pflegean—
stalt des Saargebietes mit ihrem Ackergut „Wiesenhof“ vorüber —
einer ehemaligen Burg mit altem Turme. In den anderen Rich—
tungen ist unser Blick bald durch die Berge gehemmt, deren Hänge
reiche Obstbestände und Weinberge tragen und im Frühlinge zuür
Zeit der Blüte ein bezaubernd schönes Bild bieten.

)Einige Ausflüge: 1. Im Kammerforst eine Reihe schöner
Wanderungen nach Mettlach (2 Std.), Brotdorf (3 Std—, einschl.
Rückweg auf der Landstraße), weitere Touren sind sehr lohnend.
2. Ausflüge bis zu 4 Stunden nach den zunächst gelegenen Ort—
schaften im Tale der Saar. 3. Ueber die Saarbrücke nach Hil—
bringen, Mechern, Fremersdorf, Siersburg. 4. Ueber Hilbringen
Mondorf, Silwingen nach dem lothr. Dorfe Waldwiese; zurück
auf der neuen Chaussee nach Hilbringen, 25 Kilometer. 5. Brot—
dorf, Bachem, Losheim, Weiskirchen, 20,5 Kilometer. 6. Nach
Broidorf, Hausbach, Britten, Greimerath, Zerf, 22 Kilometer

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