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besorgen die Unterspritzenmeister besonders die Führung der
Schlauchmündungen und die Mannschaften der nicht beschäf—
tigten Abtheilungen bilden sogleich die Flügel der beiden nächst—
stehenden Reihen der Wasserträger. Die Ofsiziere aber und sämt—
liche Aufseher, welche nicht mit der Leitung der ihnen besonders
übertragenen Arbeiten beschäftigt sind, sorgen für die Ordnung
in den Reihen der Wasserträger und für die schleunigste Rollirung
der vollen und leeren Eimer, bis sie zur Ablösung ihrer Consorten
abgerufen werden, wozu ein besonderes Zeichen mit der Trompete
gegeben wird.
Die Mitglieder der Feuerwacht begeben sich auf das erste ge—
gebene Feuerzeichen zum Brandorte, woselbst die Unteroffiziere ihre
Abtheilungen ordnen und die Befehle der Offiziere erwarten. Sind
die Letzteren nicht sogleich bei der Hand, so besetzen sie selbstständig
die Eingänge der brennenden Häuser oder die außerhalb deponirten
Effeeten und sorgen dafür, daß in die Häuser Niemand unbefugter
Weise eintrete. Ebenso werden unter ihrer Leitung oder nach den
Anordnungen der Offiziere sogleich die nächsten Brandgassen be—
setzt, damit Niemand der Spritze oder der sich bildenden Reihe der
Wasserträger den Weg versperre. Die überflüssigen Mannschaften
aber treten Patrouilen an, um in dem übrigen Theile der Stadt
die Ruhe zu erhalten.
Nach gelöschtem Brande sammeln die Spritzenarbeiter alle
Eimer, und zwar nicht allein die der Gemeinde, sondern auch
alle noch vorhandenen von den Einwohnern herbeigebrachten Ge—
fäße und übergeben dieselben der Feuerwacht, welche Sorge trägt.
daß ohne erhaltene Erlaubniß von Niemand etwas weg genom
men wird.
Sobald der Befehl zum Einrücken gegeben, haben die Offi—
ziere und Aufseher unter persönlicher Verantwortlichkeit Sorge;
zu tragen, daß die Lösch-Instrumente sämtlich wieder an ihren
Platz gebracht werden. Die Oberspritzenmeister untersuchen so—
gleich jeden etwa an der Feuerspritze vorgefallenen Schaden, so
wie die Offiziere und Aufseher der Leiter- und Haken-Abtheilungen
die Feuereimer, und der älteste Spritzenmeister oder Lieutenant
macht sogleich dem Bürgermeister die nöthige Anzeige, worauf die
etwänigen Reparaturen ohne Verzug vorgenommen werden sollen
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Verhalten bei einem auswärtigen Brande.
Wird ein Brand in einer benachbarten Gemeinde angezeigt,
so sammeln die Unterspritzenmeister sogleich ihre Leute bei dem
Spritzenhause und richten alles zur Abfahrt ein, damit, sobald
die Bespannung ankömmt, abgefahren werden kann. Nur 20 Eimer
bleiben fortwährend auf der Spritze hangen, welche außerdem nur
von 2 Mann, worunter ein Spritzenmeister, bestiegen werden darf.
Die übrigen im Spritzenhause vorräthigen Eimer werden auf einen
Leiterwagen geladen, welcher zugleich zur Transportierung von
8 bis 10 Pompiers dient. Jeder andere, welcher sich erlaubt, die
Spritze zu besteigen, muß daran durchaus gehindert werden, da
mit durch Ueberladung von Menschen nicht die schnelle Fahrt ge
hindert oder die Spritze beschädigt werde.
Die aus eigenem wohlwollenden Antriebe zum Brandorte ei—
lenden Feuerwächter versehen daselbst ihren Dienst nach der ge—
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