Full text : 3.1937,1-6 (0003)

Nr. 3

1. Februar 1937

Seite 27

Gruppe 2. Fachhilfsarbeiter:
über »1 Jahre .76 49 70 45
von is 41 Jahren 61 39 56 36
„— 18 J 53 34 49 32
..186 J 30 20 28 18

Für das Beledern der Schnallen mit zuge—
schnittenem Leder erhöht sich das Entgelt je Gurt
um 5 Npf, für das Aufziehen um 15 Npf.
Das Stempeln und Firnissen ist in dem Entgelt
nicht enthalten.

Gruppe 3. Hilfsarbeiter:
über 21 Jahr .66 44 61 40
von 13 2. 21 Jahren 53 35 49 32
13 J 46 31 43 28
. 26 18 24 16

Die Tarifordnung tritt am 2. Januar 1937 in
Ktraft. Die Tarifordnung vom 30. November 1936
— Tarifregister Nr. 486/10 — (Reichsarbeitsbl. Nr. 35
vom 15. Dezember 1936 S. VI 1291) tritt außer Kraft.
Dr. Hoppe

Die Putzarbeiterinnen erhalten für die Dauer der
Lernzeit je Woche: Oriskloka Ortsklasse 11
im 1. Halbjahr 150) s .
2. „ VTn
„2. Jahr 7,500,
3. 5. 11233
Zur Ortsklasse J gehören folgende Orte:
Altenburg, Augsburg, Berlin, Beuthen (Oberschles.),
Brandenburg (Havel), Bremen, Breslau, Cassel,
Chemnitz, Darmstadt, Dortmund, Dresden und
Umgebung (ausgenommen Dippoldiswalde, Kreischa,
Possendorf und Schmiedeberg), Düsseldorf, Duisburg,
Durlach, Elbing, Essen, Frankfurt (Main), und
Umgebung, Freiberg (Sachsen), Gleiwitz, Hagen,
Halle, Hamburg, Hannover, Heidelberg, Karlsruhe,
Kiel, Köln, Königsberg (Preußen), Konstanz, Köslin,
Leipzig, Lübeck, Magdeburg, Mannheim, Meißen,
München, Münster, Nürnberg, Offenbach, Osna—
brück, Pforzheim, Plauen, Stettin, Stuttgart, Wies
baden, Weimar, Würzburg, Worms und Zwickau.
Alle übrigen Orte im Gebiete des Deutschen Reiches
gehören unter Ortsklasse II.

Tarifregister Nr. 409 /2.
Der Sondertreuhänder der
Heimarbeit für die deutsche
Festartikelindustrie

Leipzig, den 2. Dezember 1936.
R.Arb.⸗Bl. Nr. 35
vom 15. Dezember 1936.

Auf Grund der 88 20, 21 des Gesetzes über die
Heimarbeit vom 23. März 1934 (Reichsgesetzbl. IS. 214)
in Verbindung mit 8 32 Abs. 2, 8 33 des Gesetzes
zur Ordnung der nationalen Arbeit vom 20. Januar
1934 (Reichsgesetzbl. JI S. 45) erlasse ich nach Beratung
in meinem Sachverständigenausschuß folgende
Tarifordnung für Heimarbeit in der deutschen
Festartikelindustrie
zur Abänderung der bisherigen als Tarifordnungen
fortgeltenden Regelungen:
(1) Das Mindestentgelt in Gruppe J beträgt je
Stunde 20 HUpf statt bisher 18 Npf.
(2) Von dieser Aenderung betroffen werden
a) der Mindestentgeltfestsetzungsbeschluß
des früheren Gesamtfachausschusses für die Karneval⸗
und Festartikelindustrie im Deutschen Reiche in
der Fassung vom 7. Oktober 1932 (Reichsar⸗
beitsbl. S. 1J 222; auch in dem Druchstück:
Entgeltbestimmungen für die Heimarbeit in der
Festartikelindustrie usp.,, Stand vom 15. Februar
1934), betr. Festartikel aus Papier usw.,
der Mindestentgeltfestsetzungsbeschluß
des gleichen Gesamtfachausschusses vom 8. Märj;
1934 (Reichsarbeitsbl. S. J 63), betr. Auflegen
und Malen von Masken und Hülten,
die von mir erlassene Tarifordnung vom
17. Oktober 1934 (Tarifregister Nr. 409/1; Reichs⸗
arbeitsbl. S. VI 438), betr. Herstellung von
Früchten aus steifem Papier.
(3) Soweit für Festartikelheimarbeit tariflich Arbeits—
zeiten festgelegt sind (in den vom früheren Gesamt⸗
'achausschuß als allgemein verbindlich genehmigten
ariflichen Vereinbarungen, abgedruckt in dem bei 22
bezeichneten Druckstück) wirkt die Aenderung zu J sich
bei der Vervielfachung der Arbeitszeit in Lohngruppe J
mit dem Stundenentgelt aus.
(4) Soweit für Festartikelheimarbeit bindende
Berechnungsbeispiele kariflich festgesetzt sind
(für Masken und Hüte siehe bei 2b und für Wal—
nüsse siehe bei 20), erhöhen sich die bisherigen Ent—
geltsätze um ein Neuntel.

Bannemann

Tarifregisfter Nr. 486 11.
Der Sondertreuhänder der
Heimarbeit für das
Deutsche Spinnstoff⸗
rewerbe

Dresden, den 29. Dezember 1936.
R.⸗Arb.⸗Bl. Nr. 2
vom 15. Januar 1937.

Auf Grund des 8 20 Ziffer 3 des Gesetzes über
die Heimarbeit vom 23. März 1934 (Reichsgesetzbl. J
S. 214), der 88 32, Abs. 2, 33 Abs. 1 des Gesetzes
zur Ordnung der nationalen Arbeit vom 20. Januar
1934 (Reichsgesetzbl. J S. 45) erlasse ich nach Beratung
in einem Sachverständigenausschuß folgende
Tarifordnung.

Die Tarifordnung für die Herstellung von Seiler⸗
und Netzwaren von Hand vom 12. November 1934
* Tarifregister Nr. 48611 — erhält folgende Ziffer
a:
„WMa. Flechten von Armee-Sattelgurten.
Für das Flechten eines grauen Armee-Sattel—
gurtes ist einschließlich Verzieren und Verstechen
ein Entgelt von 1120 RM zu zahlen.
            
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