Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

Goorbsccter Kressblodt
Amtliches Anzeigeblatt für den Kreis Saarbrücken.

Herausgegeben vom Landratsamt Saarbrücken.

Erscheint wöchentlich

Zchriftleitung des nichtamtlichen Teiles, Oruck und Verlag von
Zebre Hoser A⸗. Sgarbruͤchen Bölklingen. — Fernsptecher
der Drucherei Nr. 22615 (Amt Saarbrücken).

Bezugspreiss für das Vierteljahr O.90 Rmö.
Anzeiagengebühren: Die 4mnal gespallene Millimeter-Zeile
oder deren Raum 10 Rpf.

Nr. 8

Mittwoch,

20. März 1935 61. Jahrg.

Inhalt:
Der Gruß des Reichskommissars an das Volk an der gebung über Förderung der Eheschließungen im Saarland
Saar (S. 39. —Bekanntmachung (S. 31). — Anordnung (S. 32). — Bezug des Amtsblattes des Saarlandes (S, 33).
Fzur Sicherung der Gemeindeverwaltung im Saarland Bekanntmachung (S. 33). — Preußisches Knappschafts⸗
S3. Añfgaben des Landesfürsorgeverbandes (S. 3). Oberversicherungsamt in Bonn (S. 33). — Deutsch-fran—
A2luflösung und Liguidation des Wohnungsbauverbandes zösisches Abkommen über die Saarschiffe und die Kohlen—
der Gemeinden des Saargebietes (S. 32). — Bezug amt— transporte von der Saar (S. 33). — Bergämter des
licher Blätter (S. 32). — Verordnung über die Orts- Zaarlandes (K. 349). — Bekanntmachung (S. 34.
klassen im Saarland (S5. 32. — Einführung der Gesetk—
Bekanntmachungen.
55 Der Gruß
des Reichskommissars an das VBolk au der Saar.
Ich brauche Sie!
Um die seelische und völkische Eingliederung in die
Nation zu vollenden, brauche ich Sie, deutsche Männer
und Frauen, als Bundesgenossen.
Alle, ohne Ausnahme, können in diesem neuen Ab—
schnitt an der Saar meine Bundesgenossen sein, wenn sie
sich frei machen von all dem irrigen Wahn, daß sie auf
ißrund von Vermögen und Titel ihre eigenen Wege gehen
können.
Die Anständigkeit der Gesinnung gegenüber der Ge—
samtheit, das ist der höchste Titel, den Adolf Hitler den
Deutschen verliehen hat.
Der Arbeiter ist unser Bundesgenosse, wenn er erkennt,
daß nicht marxistischer Zerstörungswahn ihn befreien kann,
sondern einzig und allein seine Leistung, um deren An—
erkennung, um sein Lebensrecht wir solange ringen werden,
bis dem letzten der deutschen Arbeiter sein Vaterland
zurückerobert ist.
Sozialismus im höchsten Sinn ist die Pflicht des einzelnen
am Ganzen, von dem aus ihm wiederum der Teil von
Glück und Wohlstand der gesamten Nation zufließen muß,
der ihm auf Grund fseiner Leistungen und Leistungshindabe
gebührt.
So allein wird der Titel Volksgenosse zum höchsten
Lhrentitel. Diesen Titel können weder höchste Würden
noch ärmste Not entehren, Anspruch auf ihn hat nicht
Reichtum und Rang, sondern einzig und allein die Ge—
sinnung.
Das Urteil richtet sich einzig und allein nach den Taten.
Wer sich nicht vorbehaltlos zu uns bekennen kann, der
soll wenigstens ehrlich sein und sich, wenn es auch lange
währt. erst durchringen zu uns, ohne das gefährliche
zwischenspiel des Liberalismus der Oeffentlichkeit zu geben.
Mein fieber Volksgenosse von der Saar!
Wenn du dich 15 Jahre lang durch dein politisches
Berhalten bei all den Angriffen gegen dein Vaterland
als anständiger Deutscher legitimiert hast, so kannft du
rs Erste auf eine besondere Bestätigung deiner“ An—
staͤndigtkeit verzichten.
Aß ich am 18. Oktober mich mit dem Slatus quo und
eweiten Abstimmung vor Jhnen befaßte, sprach ich das
ort von jenem Kumpel, der noch den alten Soldaten—
rtel trägt, mir der JInschrift: Gott mit unsgin
Treue fest!“
—, Iger Ichlichte Arbeiter ist es, um den wir uns in dieser
ztunde en
Der Bauer, der Be— e Arheitgesser dear MProrss.
wdenn amte, der Arbeitgeber, der Protestant,
ir stehen um diesen echten deutschen Mann aus der
»rube und sehen in ihm ein Abbild? Adols Hitler.
Wor so mancher Schlagwerter und Einstürze haben die
»roßen und Treuesten der Nation unermüdlich“ um den
inzigen Schatz gerungen. den Feulichland brguße fün feins
risten:: um die Ginigfoit

Adolf Hitler ist es gelungen, dieses Geschenk des
Himmels nunmehr endgültig aus dem Schacht einer reichen
geschichtlichen Vergangenheit zum deutschen Tage zu fördern.
Er hat seine Weltanschauung zum Vollstrecker einer tau—
endjährigen Sehnsucht gemacht.
Der innere Feind, Haß, Zwietracht, Geld- und Macht—
hzunger liegen am Boden, An ihre Stelle treten Gemein—
inn, Kameradschaft, Sozialismus, Treue im Innern und
Ehre, Recht und Friede nach außen. Wir haben das Glück,
Zeuge und Träger dieses großen Geschehens zu sein.
Ihr an der Saar habt dabei das große Verdienst, der
Welt am 13. Januar diesen deutschen Willen, dem die
deutsche Zukunft gehört, proklamiert zu haben.
Aus Eurxem unerschütterlichen Bekenntnis heraus soll
hier der Eckpfeiler im Westen des Reiches erstehen, er—
haut auf dem Fundament der Treue, gefestigt im Glauben
an die Unvergänglichkeit unseres Volkes.
Das zu vollenden sei unser Gelöbnis, unser Gebet
aber heißt immerfort:
Gott erhalte uns den Führer!
Saarbrücken, den 2. März 1935.

Bekanntmachung.
Die allgemeinen Sprechstunden des Reichskommissars sür
die Rückgliederung des Saarlandes finden jemeils an den
Freitagen
im Regierungsgebäude (Hindenburgstraße 15) statt.
Anmeldungen hierzu im Zimmer 106 des Regierungs—
gebäudes

57 Anordunng
zur Sicherung der Gemeindeverwaltung im Saarlaud.
Vom 8. März 1935.
Auf Grund des 5.1 Absatz ? des Gesetzes über die vor—
läufige Verwaltung des Saarlandes vom 30. Januar 1935
(RGBI. 1 Seite 66) o»rdne ich an:

Aus den gemeindlichen Selbstverwaltungskörpern (Kreis—
bzw. Bezirkstagen, Bürgermeistereiversammlungen, Stadt—
verordnetenversammlungen, Gemeindevertretungen) scheiden
diejenigen Mitglieder aus, die nicht bis zum 12. Januar
1935 Mitglieder der Deutschen Front geworden sind.
Das gleiche gilt von ehrenamtlichen Vorsitzenden oder
Mitgliedern der Vorstände von Gemeinden und Gemeinde—
berbänden, Deputationen, Kommissionen, Ausschüssen und
Trägern staatlicher Dder vemeindlicher Einzelehßrenämter

—

Für die Beschlußfähigkeit sowie die Feststellung etner
insachen oder besonderen Mehrheit oder Minderheit ir
Verwaltungskörperschaften von Gemeinden und Gemeinde
rarhänden gist die gesensiche oantgsätbigee 2061 *
            
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