Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

ui Acuuintirchen, 11. Bischof Louis, Berg
—— 18 Regits 24 Bergmann, woh
afi in Friebrichsthal. 16 Toda Karl, Bergmann, wohnhaft
ne wurden zu gwoi Jahren —A verurtei
Me verurteilt wegen Verweigerueg einer persönlichen an fie gea
—5 Auffordernng zuc Arbeit, von Eeiten der Wilitär
ẽrbe.
i. Wehant Zean, Bergmann, wohnhaft in Riegelsberg, wur
Fadrei Jabren Gefanguts verurteilt wegen Veleidigu
Fnos Beantten. b
Der Fatee —A *
en Erse Efaaiennwait ves Priensaerichts: acutn. Gabolde
behnnnenunntue
Besauntmachuug
Der weitere Bedarf an Saatgut (Hafer, Gerste,
Veizen, Erbsen, Feldbohnen) ist spätestens bis zum
18. April bei den zuständigen Bürgermeisterämtern
anzumelden. Die ordnungsmäßige Verwendung des
baatgutes wird nachgeprüft werden.
Bestellungen sind nicht an das Landratsamt zu
richten, sondern wie vorerwähnt an das zuständige
Bürgermeisteramt.
Saarbrücken, den 9. April 1819.
Der Landrat.

Bekauutucachuug.
Reise⸗ und Telegramm⸗ Verkehr.
. Der übermäßige Andrang des Publikums beim Paßbureau
und die Feststellung, daß es sich in den meisten Fällen um Reisen
zu privaten Zwecen handelt, die nach den Bestimmungen der fran—
zfischen Militärverwaltung nicht gestattet sind, veranlaht müß.
auf folgendes hinzuweisen:
a), Reisen dürfen nur aus nachweisbar beruflichen oder ge—
schaftlichen Gründen unternommen werden, die nötigen Bewäs—
küche sind auf dem Paßbureau vorzulegen.
b) Es werden nur solchen Personen Reiseausweise aus ge⸗
vxtigt, die in Saarbrücken ihren festen Wohnsitz haben, den vor—
geschriebenen Personalausweis (carte d'identite) besitzen und per—
onlich auf dem Paßbureau erscheinen. Dazu sind die Paßbureaus
werktäglich ununterbrochen von 8,15 Uhr vormittags bise6 Uhr
abends, und Sonn- und Festtags non s bis 12 ühr vormittacs
geöffnet.
c). Die strenge Durchführung dieser Vorschriften liegt im
Interesse der exwerbstätigen Bevoͤlkerung Saarbrückens, die not—
wendige Geschäfte oder Berufsreisen auszuführen hat und in
schwerster Weise geschädigt wird durch stundenlanges Warten bei
ben deutschen und französischen Dien tslellen infolge des Andranges
einer großen Zahl von Personen, die nicht zu reisen berechtigt sind.
Von der franzssischen Mililärbehörde 1 angeordnet, daß die
Prüfung der Reiseanträge auf ihre unbedingte Notwendigkeit zu
Berufs⸗ und Geschäftszwecken mit aller Schärfe zu erfolgen hat
2. Die neueingeführten roten Personalausweise, die zum Ver—
kehr in den Kreisen Saarbrücken, Saarlpuis, Oltweiler, Su. Wendel
und Merzig berechtigen, werden in den Polizeirevieren ausgestellt
und zwar zunächst nur für solche Personen, die nachweisen können
daß sie notwendige Geschäfte und Berufsreifen nach Orten in bieten
Bezirklen auszuführen haben.
3. Alle Telegramme sind zur Prüfung der Identität des Ab—
senders dem zuständigen Polizeirevier und darauf der französischen
Zenfurstelle Schloßplatz 15 vorzulegen.
Saarbrücken, den 10. April 1919.
Der Polizeidireltor.
J. A.:: von Salmufß

* J 22
behunnimochungen gerge behhrlon
Bekanntemachung.
Für die selbständigen Schuhmacherméister der Kreise
Saurbrũcken-Stadt und -Land, Ottweiler, St. Wendel unc
Saariouis steht ein Posten Oberleder (Bockalb und Boxrind)
zum Höchstpreis zur Verteilung. Die Verteilung erfolgt nach
der Zahl der Arbeitskräfte durch die Lederhandiler, bei denen
die betreffenden Meisster eingetragen sind. Auf die Arbeits
kraft entfäilt die Ledermenge vou etwa o Quadratfuß.
Meldungen, sind bis zum 12. April 1919 àn die tändiaeun
 Lederhàndler zu richtes.
Saarbrũcken. den M. Marz 1910.
Demob Imachungs anaschas

244)
Brebach. In der vor etnigen Tagen stattgefundenen Sitzung
des Gemeinderates von Fechingen wurde Folgendes beschlossen
Der Fluchtlinienplan für den unteren Teil'des Muhlenweget
in Neufechingen wurde dahin abgeändert, daß an der noch un—
bebauten Seite eine Vorgartenflücht in 9 Mteter Abitand vor
den gegenüberliegenden Häusern festgelegt wird. Die im Bau—
zelände dechts der Provinzialstraße in Neufechingen durch einer
früheren Fluchtlinienplan in Aussicht genommene Straße Nr. «
oll aufgehoben werden, da durch die Anlegung dieser Siraße eim
Erschwernis der Bebauung eintreten würdeEiln Antrag au
käufliche Ueberlassung eines Gemeindegrund tüchstreifens wird ab
zelehnt. — Ueber einen Antrag auf Erwerb eines Teises von
Mühlengraben hinter der Kronenmühie in Fechingen wird die Be—
chlußfassung vertagt, da noch weitere Verhaudlungen notwendic
jind. — Zwischen dem Grundstück der Witwe Wüstner in Fechinger
und dem Schulhofe soll gemeinsam ein Drahtzaun hergestell
werden. — Die Lieferung von Kleinschlag für den Ausbau der
Bliesransbacherstraße wird der Firma Schtödnu. Bus inn Theis.
dergstegen übertragen. — Eine längere Aussprache erforderte die
Unkerbringung der Schulklassen in Fechingen. Es watr früher ir
Aussicht genommen, das der Kirchengemeinde Fechingen gehörige
aber von der Zivilgemeinde benußzte alte Schulhaud neden der
Kirche zu Lehrerdientwohnungen umzubauen und dafür die jetzigt
Hauptlehrerwohnung im neuen Schulhause zu einem Klafssenraume
einzurichten. Der Gemeinderat kotnnte fsich aber mit diesen
Umbauarbeiten mit Rücksicht auf die außerordentlich hohen Koüler
nicht entschließen. Es wurde vielmehr beschlossen, die jetzige Haupt.
ehrerwohnung wieder instand zu setzen und den Klassenraum in
alten Schulhaus weiterhin für Unterrichtszwede in Venutzung zi
behalten. Der hierdurch notwendig werdende Bau eines Abort.
gebäudes beim alten Schulhause soll ausgeführt werden. — Die
durch Erkranlung einer Lehrperson und durch Vakanz einer Lehrerin
stelle entstandenen Vertretungskosten wurden bewilligt. — So
dann befaßte sich der Gemeinderat mit der Erhöhung der Amts
und Ortszulagen für die Lehrpersonen. Der Hemeinderat er
sannte die Notwendigkeit zur Echöhung der Amts- und Orts zu⸗
lagen für die Lehrer und die Gewährung von Ortszulagen an
die Lehrerinnen, die solche bis jeßt noch nucht beziehen, einstimmig
an. Da aber den Gemeinden durch das bestehende Lehrerbesol,
dungsgesetz Grenzen wegen der Höhe der zu gewährenden Zulager
gesetzt sind, so sollen, um eine Einheitlichkeit zu erzielen, zu
nächst noch weitere Verhandlungen eingeleitet werden.“ Die vor.
aussichtlich erforderlichen Beträge sollen aber in den Haushalts
plan für 1919 einge tellt werden. — Wegen der starfen Nach⸗
frage nach Kiefern-Stamm- und -Scheitholz soll bei der Regierung
die Genehmigung zu einer außerordentlichen Holzfällung beantrag
werden. Der Erlös hieraus wird zur Schuldentilgung Verwendunc
finden — Es sind Beschwerden uͤber den schlechten Zustand des
Verbindungsweges Fechingen —Güdingen vorgebracht worden. Der
Gemeinderat erkannte die Berechtigung dieser Beschwerden an. Be
Bergtung des Haushaltsplanes für 1919 soll über die zu treffende
Maßnahmen Beschluß gefaßt werden.

245) Semeinde⸗Angelegenheiten von Sulzbach.
In der Gemeinderats-Sitzung vom 3. ds. Mits. wurde be
schlossen:
1. Die Tagelöhne der Arbeiter und die ficierten Löhne de
Angestellten entsprechend zu erhöhen.
2 Den Leuten, die im Herbst den zweiten Zentner Kartoffelr
nicht voll bekommen hatten und jetzt 15 Hr. für die Kar—
toffeln zuhlen müssen. einen Zuschü von 3 Mk. pro Zentne
zu zahlen.
Dem Feldhüter Wagnert zu kündigen und die Stelle, wen⸗
möglich, durch einen Kriegsbeschädigten zu besetzen.
Als Erheber, des Wasser- und Elektrizitätsgeldes den Berg
mann August Gräber in Sulzbach einzustellen.
Den Strompreis ab 1. April zu erhöhen wie folgt: a) für
hochgespannten Strom auf 15 Pfg. pro Khr Stunde
bR.für Kraftstrom auf 25 Pfg. pro RKW.-Stunde, 0) für
Beleuchtungszwecke auf 50 Pig. pro KWV.Stunde.
Dem Verkauf der Landparzellen bei Hühnerfeld an Casper
Emmerich und Monz zuzustimmen.
Dem Polizei-Sergeanten Lind und Groß sowie dem Sekrets
Lorenz das Besoldungs-Dienstalter anderweit festzusetzen.
8. Die Anlage eines Entwässerungs-Kanals zu genehmigen.
9. Den Anträgen um Aufnahme in den Pr. U.V. zuzustimmen
10. Dem Bergmann Dörsam eine Entschädigung zu gewähren
11. Den Vergleichsvorschlag in Sachen Alsweiler s838 i
gutzuheißen.
Suslzbach-Saar, den 3. April 1919.
Der Bürgermeister

2161 Bekanntmachung,
Das Reichsamt des Innern hat dureh d5e Ministerium für
Landwirtschaft, Domanen und Forsten unter dem 8. Februait
ds. Is. folgenden Erlaß ũber die Vérsorgung des Inlande—
mit Mutterkorn gesandt:
Aus Apothekerkreisen und von Seiten der chemischen
ladusstrie wird darüber Klage geführt. daß in den i
            
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