17) Bekanntmachung.
Meme Bekanntmachung über die Bildung der Stimm—
bezirke für die Wahlen zur verfassunggebenden deutschen
Naͤlionalversammlung vom 25. Dezember v. Is. (val. Kreis⸗
blatt Nr. 84 vom 30. Dezember v. Is. S. 364) ist in folgen⸗
den Punkten richtig zu stellen:
Bürgermeisterei Brebach.
Zum Wahlvorsteher des 6. Stimmbezirks ist der In—
genieur Auguft Schömer in Neufechingen an Stelle des
Hauptlebrers Gustav Brück ernannt.
Bürgermeisterei Tudweiler.
Als Wahlraum des 1. Stimmbezirks ist der Schulsaal
im Schulhause Bergstraße 35 in Fischbach (nicht Schul—
straße 25) bestimmt.
Bürgermeistorei Fraͤedrichsthal.
Der Stellvertreter des Wahlvorstehers des 4. Stimm—
bezirs beißt Hans Johann, Bergmann in Bildstock, nicht
Haus.
Bürgermeisterei Heusweiler.
Alls Wahlraum des 2. Stimmbezirks ist der Schulsaal
in: Erdgeschoß des Schulhauses in Eiweiler bestimmt, nicht
der Schulsaal in Niedersalbach.
Dem 4. Stimmbezirk ist die Gemeinde Numborn zu—
geteilt, nicht Namborn.
Bürgermeisterei Duierschied.
Für den 1. Stimmbezirk wird als Wahlraum der
Schulsaal der Lehrerin Huppert im Schulhause in der
Hnteustraße an Stelle des Schulsaales des Lehrers Wals—
uim Schulhause vom Steinbera in Quierschied be—
immt.
ür den 2. Stimmbezirk wird als Wahlraum der
Schulsaal des Rektors Jun im Schulhause beim Rathausé
an Stelle des Schulsaales der Lehrerin Britz im Schul—⸗
hause an der Kirche in Quterschied bestimmt.
Saarbrücken, den 7. Januar 1919.
Der Landrat:
von Halfern.
Bekanntmachnug
Der Kleinverkausspreis für Salz wird vorüber—
gehend mit Rücksicht auf die schwankenden Einkaufs—
preise aufgehoben.
Saarbrücken, den 19. Januar 10919.
Der Landrat.
Bedanutnachung
Amtstierärztlicher Feststellung zufolge ist unter
den Pferden des Kohlenhändlers Heinrich Stopp, welche
im Stalle des Hausgrundstücks Ecke Beethoven- u. Sulz.
bachstr. gegenüber dem Walterhaus hierselbst unterge—
bracht find, die Räude festgestellt worden. Die zum Schutze
gegen die Weiterverbreitung der Seuche notwendigen
Maßregeln sind angeordnet worden.
Saarbrücken, den 9. Januar 1919.
Der Polizeidirektor.
J. V.:
von Salmuth.
9)
Bekanutinachnuug
Amtstierärztlicher Feststellung zufolge ist bei einem
Pferd des Metzgermeisters K. Mohr, hier Viktoriastr
7, welches im Stalle des Hausgrundstücks Sophienstr
Nr. 8 hierselbst untergebracht ist, die Räude festgestellt
worden. Die zum Schutze gegen die Weiterverbreitung
der Seuche notwendigen Maßregeln sind angeordnet
worden.
Saarbrücken, den 9. Januar 1919.
Der Polizeidirektor.
J. V.:
von Salmuth.
behunnmacungen anderer behördon.
20) Zu satz
zu den Provisorischen Anordnungen, betreffend den Anwendungen
des Befehls AM. vom 14. Dezember 1918.
Das Verzeichnis von Rohstoffen, die von Deutschland nach
den Gebieten des linken Rheinufers eingeführt werden können,
ohne vorherige Erlaubnis, wird wie folgt vervollständigt:
Leder und Häute (Felle).
Schmiersle,
Papier für Zeitungen,
Tabak,
Sand, Kalk, Ton,
Saatgut.
Der Präsident der interalliierten Kommission
der Eisenbahnen der Rheinlande.
22) Besanntmachung.
Das Eichamt Saarbrücken ist in der Zeit vom 7.1
bis 8. 2. 1919 wegen der wiederkehrenden Nacheichund
sür die links der Saar gelegenen Stadtteile Altsaarbrücken
und St. Arnual fäglich von 8C512 Uhr vormittags für
In in beseruns und Abholung von Meß- und Wiegegeräter
geöffnet.
Eichungsinspektion
für die Rhemprovinz und Hobenzollern.
23) Bekanrtmacnung.
Die Räude unter dem Vferdebestande des Spedi—
teurs Matthias Schommer zu Obervöklingen ist er—
loschen.
Die angeordneten Sperrungs⸗ und Schutzmaß
regeln sind daher aufgehoben.
Völklingen, den 6. Januar 1919.
Die Polizei-Verwaltung
Der Bürgermeister:
J. V.: Der Beigeordnete: Klonz
Kreissammelftelle
des Kreises Saarbrücken für Schul—
24) sammlungen⸗
Bekanntmachung
Von dem Versand der Teeblätter an die Firme
W H. Müller, Berlin-Wilmersdorf, muß unter den ob—
waltenden, Umständen abgesehen werden. Von Müller ent
liehene Säcke sind leer zurückzuschicken, die Teeblätter ent—
weer, unter die Kinder zu verteilen oder au Gunsten
ßer Kinder zu veräußern.
Saarbrücken, den 3. Januar 1019.
Der Leiter der Kreissammelstelle
EKreises Saarbrücken sür Schulsammlungen:
Marx, Kreisschulinspektor.
e
Saarbrücken, den 14. Januar 1913.
Der Landrat:
von Halfern.
Die jetzt zu tätigende Wahl zur verfassunggebenden
deutschen Nationalversammlung unterscheidet sich oon
der früheren Reichssstagswahl einmal durch die Ver—
größerung des Kreises der Wahlberechtigten in Folge
der Ausdehnung des Wahlrechts auf Frauen, Soldaten
und junge Leute von 20-25 Jahren und sodann durch
Anwendung des Systems der sogenannten Verhält—
niswahl. Früher galt Mehrheitswahl, d. h. der
Kandidat war gewählt, der die absolute Mehrheit der
abgegebenen Stimmen erhalten hatte. Hatte bei 100 000
abgegebenen Stimmen ein Bewerber 50001 Stimmen,
so hatte er gesiegt über seinen Gegner mit 49999
Stimmen. Letztere blieben unvertreten. Anders bei
der Verhältniswahl. Hier soll jede Parteigruppe die
dem Verhältnis ihrer Stimmenzahl entsprechende An—
zahl Sitze erhalten. Um dies durchzuführen, muß man
erstens den Wahlkreis so groß machen, daß auf ihn
eine größere Anzahl von Sitzen entfällt, die dann
nach dem Verhältnis der Stimmenzahl auf die kon—
kurrierenden Parteigruppen verteilt werden können.
So besteht der uns interessierende Wahlkreis 21 aus den
Regierungsbezirken Coblenz (außer Wetzlar) und Trier
und dem oldenburgischen Fürstentum Birkenfeld und
hat 12 Sitze in der Nationalversammlung zu bean—
spruchen. Zweitens darf bei diesem System von
dornherein nicht mehr ein Einzelbewerber, son—
dern es muß nach Wahlvorschlägen (Listen) ge—