Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

als Beisitzer:
Geheimer Justizrat Müller-Coblenz,
Gewerkschaftssekretär Brendel-Coblenz
Rechtsanwalt Dr. Esch-Trier,
Gewerkschaftssekretär Kuhnen-Saarbrücken;
II. als Stellvertreter:
Landesökonomierat Caspers-Bubenheim,
Arbeitersekretär Scherber-Coblenz;
III. als Schriftführer:
Justizrat Graeff-Coblenz.
Coblenz, den 2. Januar 1919
von Gröning, Regierungspräsident

Oeffentliche Bekannlmachung
betreffend die
sam 19. Januar 1919 stattsindenden Wahlen zur
verfassuuggebeunden
deutschen Nationalversammlung.

Auf Grund des 8 28 der Wahlordnung für die Wahlen
zur verfassunggebenden deutschen Nationalversammlung vom
30. November 1918 (R.«G.⸗Bl. S. 1353 ff.) werden für den
Wahlkreis 21 — Coblenz⸗Trier⸗Birkenfeld — nachstehend
die für die Wahl am 19. dieses Monats zugelassenen Wahl⸗
vorschläge nach den Eingang geordnet bekannt gemacht:
Wahlvorschlag A. (Deutschnationale Volkspartei).
1. Gewerkschaftssekretär Fried rich Julius, Betzorß
2. Gemeindevorsteher Wilhelm Strunk, Walterschen.
3. Maschinenausseher Aug ust Kamp, Grube Petersbach,
Gemeinde Eichelhardt.
4. Gutsbesitzer GCugen Heinemann, Cobersteiner⸗Hof
bei Altenkirchen.
5. Schlossermeiste Anton Lenz, Betzdorf.
6. Frau Mühlenbesitzer Johanna Beinhauer, Al—
tenkirchen.
7. Landwirt Friedrich Weßler, Michelbach bei Al—
tenkirchen.
8. Kreiswiesenbaumeiste Wilhelm Schäfer, Alten⸗
kirchen.
9. Landwirt Wilhelm Q5f⸗nthäler, Leuzbach.
10. Schreinermeister aAugst, Altenkirchen.
141. Eisenbahnunteraß 1Vohl, Altenkirchen.
12. Landwirt Ferdinand Hütt, Leuzbach.
Wahlvorschlag B. (Deutsche demokratische Partei und
deutsche Volfspartei).
1. Otto Pick, Gewerkschaftssekretär, Fischbach bei Saar⸗
brücken.
2. Richard Oertel, Pfarrer, Neuerkirch (Hunsrüch).
8. Walther Dörr, Rechtsanwalt in Idar.
4. August Anschütz, Ober⸗Telegraphensekretär, Saar⸗
brücken.
b. Hermann Ottendorff, Professor und Ober⸗
lyzealdirektor, Neuwied.
8. Carl Langguth, Weinhändler, Traben⸗-Trarbach.
J. Frau Dr. Lina Fischer-Eckert, ohne Berukß,
Hagen⸗Eppenhausen.
8. Sigemund Loeb, Kaufmann, Trier.
9. Karl Schneider, Eisenbahnhandwerker, Betzdorf-Sieg.
10. Johann Hild, Hüttenwerksmaurer, Saarwellingen.
114. Johann Stüdtgen, Mezgermeister, Berneastel-Cues.
12. Sudo Burret, Landwirt, Saffig bei Plaidt.
Wahlvorschlag O. (Zentrumspartei).
1. Dr. Ludwig Kaas, Professor. Trier.
2. Carl Ollmert, Redakteur, früher Gewerkschafts⸗
sekretär, Saarbrücken.
8. Bartholomäus Koßmann, Weœwerkschaftsvor⸗
mülepher. Neunkirchen wr der geg cage ꝓi
4. Mathias Neyses, Landwirt, Meckel Er— tburg)
b. Jakob Astor, Kaufmann, n e
8. Maria Schming, Vorsitzende des kath. Lehrerinnen⸗
verbandes, Aachen.
7. Josef Allekotte, Ober⸗Postsekretär, Mülheim⸗
Ruhr⸗Saarn.
8. Peter Vegendre, Direltor des Trierischen Genossen⸗
schaftsverbandes, Trier.
8. Johannes Schmitz, Oberlehrer, Andernach.
O. Adam VLillig, Redakteur, Saarlouis.
LDr. Johannes Gismann, Pfarrer, Herdorf a. b.S.
12. Dr. Josef Esch, Rechtsanwalt, Trier.

Wahlvorschlag D. Sozialdemokratische Partei).
1. Valentin Schäfer, Gewerlschaftssekretär,
Saarbrücken.
2. Franz Pokorny, Gewerkschaftssekretär, Saarbrücken.
8. David Fuhrmann, Gewerkschaftssekretär, Saar⸗
brücken.
4. Wil helim Pitg, Gastwirt, Neunkirchen.
b5. Fran Elisabeth Röhl, Cöln.
6. Veit Rummel, Gewerkschaftssekretär. Coblenz.
7. Math. Nonn, Gewerkschaftssekretär, Trier.
8. Jakob Braun, Steinarbeiter, Mayen.
9. Josef Klein, Gastwirt, Cöln-⸗Mülheim.
10. Frau Sophie Behrens, Saarbrücken.
11. Sudwig Heinrich Cullmann, Gecschäjtsflihrer
Oberstein.
12. Fritz Sieben, Metallarbeiter, Kreuznach.
Die unter A-B und Oaufgeführten Wahlvorschläge
sind miteinander verbunden.
Erläuterungen.
Die Wahl am 19. Januar erfolgt in allgemeiner, un⸗
mittelbarer und geheimer Wahl nach den Grundlätzen der
Verhältniswahl. Jeder Wähler hat eine Stimme. Der
Wähler wählt den Wahlyvorschlag. Der Wahlausschuß er—
mittelt, wie sich die Abgeordnetensitze auf die Wahlvorschläge
verteilen.
Im einzelnen gilt folgendes:
Die Namen auf den Stimmzetteln dürfen nur einem
einzigen der obigen Wahlvorschläge entnommen sein. Der
Wähler ist also in der Auswahl der Bewerber beschränkt.
Er muß sich zu einem Wahlvorschlage bekennen. Er kann
sich damit begnügen, auf seinem Stimmzettel einen Namen
seines Wahlvorschlages zu nennen. Dadurch wählt er den
ganzen Wahlvorschlag. Die Benennung von Personen aus
verjichiedenen Wahlvorschlägen hat die Ungültigkeit des
Stimmzettels zur Folge. Der Stimmzettel darf keine Ver—
wahrung und keinen Vorbehalt enthalten, sonst ist er un⸗
ültig.
ẽ Die Verbindung von Wahlvorschlägen ist für die Art
der Ausübung des Wahlrechtes ohne Bedeutung. Gewählt
wird grade so, als wenn keine Verbindung bestände. Die
Verbindung erhält erst Bedeutung bei der Feststellung des
Wahlergebnisses. Hierbei wird zunächst die Stimmenzahl
der verbundenen Wahlporschläge zusammengerechnet. Diefe
Vorschläge werden also den anderen Wahlvorschlägen gegen—
über zunächst als ein Wahlvorschag behandelt. Nachhe;
werden die Stimmen nach der Eirelvorschlägen getrennt,
um zu ermitteln, wer den oder die Sitze erhält.
Coblenz, den 18. Januar 19109.
Der Wahlausschuß des Kreises 21.
von Giröninq,
Wahlkommissar.

bekununtgchungen dlog Logsegtössmtos
ucd der postzosulitesltihl.
Viehseuchenpolizeiliche Anordnung.
Unter dem Milchviehbestande der Gemeinde Sußzbach
Schlachihof Sulzbach) ist der Aushruch der Maui- und
Klauenseuche amtstierärztlich festgestellt worden. Der Specr—
bezirk wird auf das verseuchte Gehöft E(Schlachthof) be—
schränkt. Von Beschränkungen in der Benutzung des Schlacht—
hofes zu Schlachtzwecken wird abgesehen.
Ein Beobachtungsgebiet wird nicht gebildet.
Auf meine Bestimmungen über den Sperrbezirk im
Kreisblatt vom 31. 12. 18 mache ich besonders aufmerksam
Saarbrücken, den 3. Sanuar 1919.
Der Landrat.
von Halfern.

15)

16) Bekannutmachung.
Mit Ermächtigung des Staatssekretärs des Reichs—
ernährungsamtes wird für jeden nach dem 1. Januar
gelieferten Zentner Kartosfeln Aufbewahrungsgebühr
in Höhe von 1,25 Mark festgesetzt.
Reichskartoffelstelle.

Vorstehendes bringe ich hiermit zur Kenntnis mit
dem Bemerken, daß vom gleichen Tage ab der Klein—
verkaufspreis auf 10 Mark pro Zentner erhöht wird
Saarbrücken, den 9. Jannar 1919.
Der Landrat.
            
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