Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

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43. Jahrg

Inhalt.
Bekanntmachungen der Militär-Kerwaltung (S. 159).
— Breise der Lebensmittel und sonstiger Gegenstande
S. 159. — Bferderäude (S. 160.. — Schließung von
zollämtern (S. 160). — An- und Abmeldung von Wob—
fungen in der Büuürgermeisterei Quierschied S. 1605.
emeinderatssizunag Bliesransbach (S. 160)

445) VBekannutmachung
Die durch Berfügung des Herrn General-Verwalters
des Saargebietes vom 13. 7. 19 erlassene Berordnung be—
treffend Freigabe der Erlaubnisse zur Abhaltung von
Versammlungen (Unterhaitungsveranstaltungen gesichlossener
Refellschaften) darf keineswegs dahingehend cufnefaßt wer—
den, daß durch obige Verfügung alle bisherigen Polizei—
Lerordnungen, im besonderen die Polizeistande, aufge—
zoben würden.
Die bei Beginn der Besehung durch die franz. Militär—
behörde erlassenen Berordnungen bleiben weiterhin in
raft und sind genau zu befolgen.
Saarbrücken, den 19. Juli 1919.
Der Militärverwalter.
A. B. der Adjiutant.

Die zur Berfügung der Odersten Berwaltang voun
3. gum beigefügte Liste betreffend Maren und Lebensmittelwaren,
 deren Ausführung aus dem Saargebiet einer
orherigen Genehmigung bebürsen, wird ingettsert unv
durch solgendes erseßgt:
Apferde Fohlen, Mautese, Esel, le ν u
Schafe), Fleisch Erisches unt Getrictitn en ——
Salzfleisch. Wurftwaren, sertige und αιιμαα X
veslngel gleischtonserren in Dosen,. v
andere als Fisch, Matuaree, weisetetta ns ———
Zubfsanzen, kondenfieree er, Suse, Su e
Viebtnochen, Weigen, Sunig und Mengioeit uouα, —
Meblhh. Hafer GKörner u. Mehl, Gertee a 3
doggen Körner u. Meht Mails örner u. Iabl, Aα
vpeizen GGörner u. Biehe), Brot, Griet und Söretandee
Grieß⸗Teig, Hülsenfeuchte, Kartoffeln, Fruchtsatnen. Zuter
in allen Formen, Kotsitüren, Schotosade, Raftec, grün
und gebranut, Oele, pflanzenartige Speise-Fette, Sutter⸗
mittel. Kleie (alle Sorten), ODelkuchen u. Bialsschrot,
Seife (mit Ausrahme von Toiletteseife).
Folglich ist die Ausfuhr von Schweinen und Wein frei.
Vorftehbende Waren dürfen demnach nicht aus dem
Saargebiet versandt werden ohne vorherige Genebmigung
durch das Wirtschaftsbureau oder der Kontrolle des Ravi—
taillements. Die Durchfuhr aus benachbarten Grenzländern
ist gestattet. Postpakete, deren Transport genehmigt iit,
müssen in einer sichtbaren Weise die Angaben ihres In—
halts entbalten. Die Genehmigung wird ausf den Zettel dieser
Angaben gesetzt. Dieser Zettel ist von dem Ahbsender auf
das Paket zu kleben.

Die militärische VBerwaltungsstelle teilte unterm 25.
Juli 1919 mit, daß in dem besetzten Gebiet keine Neu—
egelung betreffend Ein- und Ausfuhr herausgegeben wer—
den kann ohne vorherige Zustimmung der Interalliierten
ommission der Rheinischen Länder. Aus diesem Grunde
ind einzig und allein die Regelungen, die hinsicotlich der
Ausfuhr durch den Kommandierenden General der X. Armee
jgetroffen werden, maßgebend.

Die Zukunft der Rheinlande und speziell
die von Mainz bildet das Tagesgespräch. Die Zeitscehrift
Le Rhin Illustre“ (Der Rhein im Bild) hat es seit ibrem
Frscheinen als ihre vornehmste Aufgabe betrachtet, das
cbeinische Leben und den rheinischen Handel zu fördern
und bemüht sich, mit entsprechenden Artikein“ auf alles
Notwendige hinszuweisen.
So wird in der jett erschienenen Nummer 11 über den
Schiffahrts- und Handelsverkebt von Maina berichtet, fer—

ner über die Industrie der Rbeinlande Noch andere in—
teressante Artikel und bhübsche Itlusirationen über die Frie—
densfeier u. s. w. vervollständigen den Inhalt. Das aitl—
gemeine Publikum zeigt in steigendem Maßse Interesse an
dem „Rhein im Bild“, was sehr zu begrüßen ift. Es wäre
nümlich nicht vorteilhaft für das linke Rheinufer gewesen,
wenn sich die maßgebenden Kreise durch falshen Ueber—
batriotismus“ davon abhalten ließen, die jetzt gegebene
Möglichkeit eines gewaltigen geschäftlichen Aufschwüngs zu
benützen.
Als noch geordnete Zustände in Deutschland waren,
vurde die linke Rheinseite schon als Stiefkind betrasbtet.
und wäre es jetzt vertebrt, damit zu rechnen, von Deutshland,
das sich durch die unglücklichen Verbältnisse selbst nicht
helien kann, irgend welche Hilfe zu erwarten.
Es sei nochmals darauf qufmerksam gemacht, daß die
Redaltion des „Rhein im Bild“ alle Anrequngen, die die
zeschäfttliche Zukunft unserer Gegend betrifft, gerne unter—
stützt.

Eiue kurgesoßte Gefchichte des Krieges 1914 -31818 ist
anscenen »vd in allen Sucandlunvwen zum Preife von
3 VRte. zu bciechben. Sie catualt surze Grtäuterunsen und
dae Beschreibuua der earichlebenen Kämbste der Jahsre 19104
zis 19168. Auderdem eine grehe Anzahl Aboldungen
frangöfischer unn deuscent Hecrführer, Bisder aus den
erichtiebencü omeigelänzen, des Schlaises in Veriattles usw
Haubt⸗Riaderlaste: Suchandiuna Vasste, Lotbaritrase
Mainß a. 3hbein.
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446)

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ilber die Pruise ver Lebensmlttel
nund saußige GBegenscaͤnde.
Vom 28. Juli ab.
Etn 5Pfund-Brot 1,70 M
21/3und⸗Brot ,858,
RPfund Brotmebl auf Brotkarten 0,38
reines Weizenmehl ,70,
Schmalz —A
Speck 6,508
ausländ. Butter, rationiert, gekormt 9,80,
holländ. Butter, nicht rationiert 13,2088,
Kristall- und Brotsucker 057.
Würfelzucker 0,— 650
standiszucker 0,70,
Marmelade 1,33098,
Weizengrieß 9.70 .
Haferflocken .80
Graupen ,64,
Reis 200 .
Liter Milch bei Abgabe an die Verbraucher 0,808,
Pfund Fleisch 3,00,
„alte Kartoffeln 0,20,
neue Kartoffeln D,26
F Salz, einschl. Düute 0,28,
„Ohne Dute 0,266,
Paket ausl. Feuerzeug mit 10 Schachteln 160
Finzelschachtel 0,16

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