Für eine von Fleischbrühe kaum zu unterscheidende
svuppe wird klein geschnittener Sellerie, Mohrrübe
Lauch, Petersilienwurzel und für die Person ein halber
Teelöffel Hefe in etwas Fett angeschwitzt, dann das
notwendige Wasser hinzugefügt und die Gemüse bei
sangsamem Feuer weich gekocht. Diese Brühe kann,
ganz nach Wunsch, als Tassenbrühe gereicht werden,
oder sie kommt als sättigende Gemüsesuppe mit irgend
iner dickenden Einlage auf den Tisch. Soll das Fett
erspart werden, so wird das Gemüse mit der Hefe
zusammen einfach mit Wasser angesetzt, das notwendige
Zalz hinzugefügt, eine in Scheiben geschnittene
Zzwiebel auf der Herdplatte gebräunt und alles zu—
sammen weich gekocht.
Für Gemüsegerichte werden auf ein Pfund Ge—
nüse 10 Gramm Nährhefe berechnet. Die Gemüse
verden dabei wie gewöhnlich vorbereitet und mit der
defe zusammen, die kalt angerührt dazugegeben wird,
veich gekocht.
Bei den Tunken kommt auf eine Menge, die für
bier Personen reichen soll, ungefähr ein gestrichener
Eßlöffel voll.
Ein besonders wohlschmeckender Selleriesalat ent—
steht, wenn man den sauber gebürsteten Sellerie schält
in Stücke schneidet und diese Stücke mit wenig Wasser,
dem nötigen Salz und auf eine große Sellerieknolle
einen Eßlöffel Hefe weich kocht. Damit der Sellerie
seine schöne weiße Farbe nicht verliert, wird ein Eß—
söffel voll Citrovin hinzugefügt. Sind die Sellerie—
sttücke weich, wird die Tunke mit einem Kaffeelöffel
oll Stärkemehl gedickt, mit Ei-Ersatz gefärbt und
etwas feingerieben Zwiebel darangegeben. Der Salat
wird dann noch mit Citrovin und Salz abgeschmeckt
und ist so nicht nur sehr wohlschmeckend, sondern auch
bekömmlich. Soll dieser Salat, was ihn sehr ver—
billigt, eine Verlängerung durch Kartoffeln erfahren
so wird das heiße Selleriewasser mit den heißen Kar—
offelscheiben gemischt, wodurch die Tunke glänzend
und dicklich wird und deshalb das Kartoffelmehl fort—
bleiben kann. Mit diesen Kartoffelscheiben werden
run die Selleriestückchen gemischt und dann das Ganze
nit Salz, Pfeffer oder Zucker, feingeriebener Zwiebel
and Citrovin gewürzt.
Saarbrücken, den 9. Juni 1919.
Der Landrat.
von Halfern.
379) Bekanutmachnunug
RNachdem die französische Militärverwaltung die Schlacht—
ziehpreife erhöht hat, werden die Schlachtviehpreisfe, wie
solat, festgesetzt:
a) für Kälber, Schafe und Schweine von 380 Mt. auf
160 Mt. für das Pfund Lebendgewicht,
bp)für Rinder, Stiere und Kühe (Klasse A) von 1,10 Mt.
auf 1,65 Mtk. (GKlasse B) von 0,90 Mtk. auf 1,35 Mk.,
Klasse 0) von O65 Mt. auf 1. — Mt. für das Pfund Ve—
sbendgewicht.
Saarbrücken, den 13. Juni 1919.
Der Landceat.
von Halfern.
380) Bekanntmachung
Damit in allen Kreisen hinsichtlich der kirchlichen
Prozessionen einheitlich verfahren wird, hat der
Hherr militärische Verwalter des Landkreises ange
Irdnet, daß die Prozessionen genehmigt werden unter
der Bedingung, daß weder ein Beflaggen noch ein
kalutschießen stattfindet. Gleichwohl können Fahnen
die einen durchaus religiösen Charakter haben, aus
zehäugt werden.
Saarbrücken, den 14. duni 1919.
dver vandrat.
von Halfern.
wrachweisung
über die Preise der Lebeusmittel
Vom 15. Juni ab.
Ein 4/2 Pfund-Brot 1,50 Mt
„21/Pfund-Brot 0,85,
1Pfund Brotmehl auf Brotkarten 0,37,
F reines Weizenmehl 0,70,
Schmalz 6,50,
Speck 6,50
ausländische Butter, rationiert 9,60
holländ. Butter, nicht rationiert 13,25,
Kristall- und Brotzucker 0,54 ,
(vom Februar bis Juli)
Würfelzucker 0,56,
(vom Februar bis Juli)
stristall- und Brotzucker 060,56.
(vom August bis Oktober)
Würfelzucker 0,58
(vom August bis Oktober)
— Marmelade 1,308,
Liter Milch bei Abgabe an die Verbraucher 0,70,
Pfund Fleisch 3,00
Kartoffeln 0,20,
F Preßhefe 2,00 ,
F Salz, einschl. Düte 0,28,
„ohne Düte 0,268,
Saarbrücken, den 14. Juni 1919.
Der Landrat.
von Halfern.
381,
382) Bekannutmachuug.
Nach Mitteilung des Preußischen Staatskommissars fün
Volksernährung wird die Heubewirtschaftung vom 15. Jun—
ds. Is. ab und die Stro hhbewirtschaftung vom 15. Juli
58. Is. ab aufgehoben.
Saarbrücken, den 15. Juni 1919.
Der Landrat.
bon Hackeru.
IIIt5D:/ y,z, — —
383) Bekauntmachuug.
Infoloe Ausbruchs der Pferderäude habe ich über das
Behöft der Grube Velsen zu Velsen die Sperre verhänat
SGersweiler (Saar), den 13. Juni 1919.
Die Polizei-Berwaltung.
Der Bürxgermeister:
malter
384) Bekanntmachung.
Die Wahllisten für die Neuwahlen der Mitalieder und
Ztellvertreter der Aerztetammer der Rheinprovinz und der
dohenzollernschen Lande für den Regierungsdezirk Trier
iegen in der Zeit vom 16. bis 30. Juni d. Is. in dem
Amtslokale des Landrats bezw. in kreisfreien Städten de«
Bürgermeisteramts auf.
Einwendungen gegen die Liste sind unter Beifügung
der erforderlichen Bescheinigungen innerhald 14 Tagen nach
erfolgter Auslegung der Listen bei dem Borsitzenden der
Aerztekammer anzubringen. Gegen die hierauf ergehende
Entscheidung findet innerhalb 14 Tagen die Beschwerde
an den Herrn Oberpräsidenten der Rheinprovinz statt, des⸗
sen Entscheidung endgültig ist.
Crefeld, den 6. Juni 1919.
Der Vorstand der Aerztekammer
der Rheinprovinz und der Hohenszollernschen Lande
Sanitätsrat Dr. Rumpe, Vorsitzender.
Saarbrücken, den 18. Juni 1913.
Der Landrat:
von Halfern.
at
„lnion“ Netall-Bbesbllschaft m. h. J.
Dũsseldorf 27.
dpezial-fahrik fün bayen-Heigemetalle.