Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

19 Gemeinderatssitzung Friedrichsthal.
Zn der gestrigen Sitzung des Gemeinderats wurde bei
Anwesenheit von 12 Mitgliedern Folgendes beraten und
beschlossen:
Alis Kreistagsabgeordneten den Unternebmer Andreas
Karst in Friedrichstbal zu wählen;
der Instandseßzung des Saugoasmotors im Elektrizitätswerl
 zuzustimmen und die weitere Beschlußfassung über
die durch den Bruch der Kurbelwelle erforderlichen Maß—
nabmen der verstärkten Betriebswerkskommission zu
übertragen;
von den durch Ausführung des neuen Wohnungsgesetzes
erforderlichen Maßnahmen (Einrichtuna eines Woh—
nungsnachweises, Erlaß einer Wohnungsordnung und
Einführung einer Wohnungssaufficht) Kenntnis zu
nebmen und sich mit der Leitung des Wobnungsnachweis⸗
büros durch den Gemeindebaumeister einverstanden zu
erklären.
von der eingegangenen Bewerbung um die Stelle der
Fürsorgeschwester Kenntnis zu nebmen und zunächst
noch das Ergebnis der eingebolten Auskünfte abzu—
warten.
Vei Lehrerdienstwohnungen einige notwendigen Arbeiten
auszuführen, andere beantragte Arbeiten einstweilen
zurückzustellen:
zu beschließen, den Krieger- und Militärvereinen
wihrend der Dauer des Krieges die Kosten der Begräb—
nismusik solcher Kriegsteilnebmer zu erstatten, die deinem
Vereine angehören:
Dem Caritasverband für die Diözese Trier eine ein—
malige Spende von 100 Mark zu bewilligen und dem
Rheinischen Verein für Kleinwohnungswesen mit einem
Jabresbe trag von 2) Maärk beizutreten;
einige Mittetlungen in PVersonalfragen entgegen zu
nebmen.
Friedrichsthal, den 5. November 1918.
Der Bürgermeister: Ballke.

* *
Nreissammelstelle
X— er —
des KRreises Ggarbrücken für Schul⸗
sammsungen.
Den Herren Ortseinkäufern gebe ich bekannt, daß
die Vergütung für Bucheckern von 19 auf 21 Psg.
erhöht worden ist.
Vorschüsse für die Buchelsammlung sind vom
Haupteindäufer unmittelbar anzufordern.
Nach einer von der Reichsfuttermittelstelle ein—
getroffenen Mitteilung können Bucheln auf gewöhn⸗
lichem weißem Frachtbrief als Eilguüt unter Kriegs—
ausnahmelarif 2 K. 34 befördert werden. Es emp—
fiehlt sich, die einzelnen Stationen hierauf aufmerk—
sam zu maden.
Unter der Rudeit „Inhalt“ in der Mitte des
Frachtbriefs ist zu vermerken: Bucheln zur Verwen—
dung im Inlande.
VBezüglich der Führung der Bücher sei bemerkt,
daß bei sämtlichen Eingangsposten nicht nur das Da—
tum der Anlieferung und die PMenge, sondern auch die
Nummer des Shlag- oder Oelbezugsscheins, welcher
für das angelieferte Quantum ausgehändigt worden
ist, angegeben werden muß. Vie Eingänge der von
den freien Sammlern eingebrachten Mengen sind von
denjenigen der organisierten (Schul-“) Sammlung ge—
trennt zu verbuchen.
Saarbrücken, den 7. Noveniber 1918.
Der Leiter der Kreissammelstelle
des Kreises Saarbrücken für Schuljammlungen.
Marr, Kreisschulinspektor.

— — —

—E —
Snarbrücken, den 12. November 1918.
Der Königliche Landrat.
vppu Halfern

Personalnach richten.
Grnannt: der Gemeindebaumeister Schmidt in Sulzbach
zum Beigeordneten der Bürgermeisterei Sulzbach im Kreise Saar—
Reũcken

2U0—

Nach Mitteilung der Landwirtschaftl. Bezugs- und Ab⸗
satzgenossenschaft Trier sind im Landkreis Saarbrücken fol—
gende Bucheckern-Sammelstellen errichtet worden:
Rektor Valerius, Brebach:
Lehrer Mayenfels, Kleinblittersdorf;
Rektor Weber, Friedrichsthal;
Lebrer Greff, Sulzbach;
Rektor Herrmann, Dudweiler;
Rektor Jun, Quierschied;
Lehrer Hoffmann, Gersweiler;:
stektor Köhmen, Völklingen;:
Hauptlehrer Prümm, Püttlingen;:
Rektor Krisam, Heusweiler;
Rektor Lehnhoff, Güchenbach;
Lehrer Helbeck, Ludweiler;
Städt. Sammelstelle, Saarbrücken 3 (Fürstenstraße).

Keine Jurcht vor Holzsohlen!
Es gibt heute schon Holzsohlen, auf denen man begnem
und weich gehen kann. Wer Sperrholssohlen und Holzhalb⸗
sohlen getragen hat, weiß. daß diese Sohlen nicht einmal
klappern. Und das Klappern wäre doch noch das Weniaste!
Wir verlangen von der Sohle Dauerhaftigkeit, Wärme
und Wasserdichtigkeit. Diese wichtigsten Eigenschaften des
Leders dürfen wir auch von der Holzsohle erwarten. Sperr⸗
dolzsohlen (leichtes Hoiz, das besonders wasserdicht gemacht
ist, mit Lederabfällen) und Holzhalbsobhlen haben sich in
Stadt und Land bestens bewährt. Sie sind nicht unbequem,
weil sie der Form des Fußes durch Aushöhlung in der Länge
und in der Breite geschickt angepaßt sind.
Von allen Ersabsohlarten kommen gerade die Solz⸗
sohlen dem Leder am nächsten. Die von der Reichsregierung
zur Soblenerprobung und Sohlenbeschaffung eigens er—
rid tete, dem Reichswirtschaftsamt unmittelbar unterstellte
Kriegsorganisation hat auch dafür gesorgt, daß sich die
Kenntnis der Holzsoblenverarbeitung bei den Schuhmachern
weiterverbreitet hat.
In einer Lehrwerkstätte für Schuhmacher in Berlin hahen
dandwerker aus allen Gegenden unseres Vaterlandes die
zeschtckte und zuverlässige Verarbeitung der Holssohlen er⸗
—
Fachgenossen weitergegeben. Die einsichtigen Schuhmacher
witsen längst, daß sie ihren Kundenkreis mit Ersaßzsohlen
anr dann zusfriedenstellend bedienen können, wenn sie sich
mit der besonderen sachgemäßen Verarbeitungsweise der
Holzsohlen vertraut gemacht haben.
Heutzutage bildet die Kenntnis der Holzsohlenverar—
beitung ein sehr wichtiges Stück unter dem Fachwissen des
tücktigen mit der Zeit gehenden Handwerkers. Das wird
auch für das Vertrauen der Kundschaft sebr bald entscheidend
ein.

5 5 I 22
Aegiaghut zahr puten
—JD—— D
Eingetr. Genossenichaft ult beschräufter KHa'tpticht
als Balstatt: Surbacher Bollsbant gegründet 1873.
Ferusprecher 213 und 351 (Hauptgeschast, 1201 (Fillale St. Josann),
106 weigstelle Burbach).
*
Bardepositen
3 Küůndignngesrist
Zinsen. —

Zinzablungen könunen auch auf unser FeichrWwank. Ziro⸗Konto
saardrũuden sw. gquf unser Vo erropoolnett 1170/ erfoilgen

——

Boinger dünger⸗Gese ichastavs.
Alesen I¶ Saar vrüden —A
Momasmehl und —
Erzengnisse des Kalispndilats
. du Syndikats⸗Pretsen und ⸗Bedingungen.
            
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