Die Quittungen der Darren sind mit den Rechnungen
stets unverzüglich hier vorzulegen.
Saarbrücken, 14. Oktober 1918.
Der Leiter der Kreissammelstelle
des Kreises Saarbrücken für Schulsammlungen.
Marx, Kreisschulinspektor.
692) Bekanntmachnng
Ueber das Gehöft des Bergmanns Johann Schiff zu
Dudweiler⸗Herrensohr, Rosenstr. 6, ist, nachdem bei einem
notoeschlachteten Schwein Ausbruch der Schweineseuche tier⸗
arztlicherseits festgeslellt wurde, die Sperre verhängt und
find die erforderlichen Schutzmaßregeln angeordnet worden.
Dudweiler, den 3. Oktober 1918.
Die Polizei⸗Verwallung.
Der Bürgermeister:
Jost.
93) Gemeinderatssitzung Friedrichsthal.
In der letzten am 4. Oktober er. stattgehabten
Sitzung des Gemeinderates wurde bei Anwesenheit von
13 Mitgliedern folgendes beraten und beschlossen:
1 Die Gehälter der Beamten nach dem Vorschlage
des Kreisausschusses den Teuerungsverhültnissen
entsprechend anderweit zu regeln;
den Angestellten und Arbeitern eine einmalige
Teuerungszulage in Höhe eines Monatslohnes zu
gewähren;
sich mit dem Ankauf einiger Grundparzellen
unter gewissen Bedingungen einverstanden zu eèͤr⸗
klären;
den Zuschuß an den Ziegenzuchtverein von 130
auf 160 Mark für den Ziegenbock zu erhöhen;
sich mit der Einstellung des zweiten Stieres und
Erhöhung der Entschädigung auf 2200 Mark jähr—
lich einverstanden zu erklären;
zur Einrichtung einer Bibliothek und eines
öffentlichen Lesezimmers einen angemessenen Be—
trag zur Verfügung zu stellen;
die Lichtzinserhebung für Friedrichssthal dem
Ferdinand Molz zu übertragen;
auf die 9. Kriegsanleihe einen Betrag von 20900
Mark zu zeichnen;
einige Mitteilungen entgegen zu nehmen.
Friedrichsthal, den 7. Oktober 1918.
Der Bürgermeister.
Ballke.
Saarbrücken, den 15. Oktober 1918.
Der Königliche Landrat:
v. Halfern.
—— — ——
Gemüse aus Roten Beeten.
Dieses Gewächs, auch Rote Rahne und Rote Rübe
genannt, wird im größten Teil Deutschlands meist nur
in Form von Salat oder Kompott genossen. In den
östlichen preußischen Provinzen allerdings ist auch die
„Rote Beeten-Suppe“ von jeher eingebürgert, in Ost—⸗
und Westpreußen und Posen ist sie geradezu eine Art
provinziellen Nationalgerichts. Ganz besonders wohl—⸗
schmeckend und nahrhaft aber ist das Gemüse von
Roten Beeten. Dier Krieg nötigt uns, unseren Organis—
mus noch immer mehr auf pflanzliche Nahrung ein—
zustellen, als es bereits geschehen ist. Aber die pflanz⸗
liche Ernährungsweise verlangt auch viel Abwechslung.
Jedes neue nahrhafte Gemüsegericht ist daher will—
kommen. Hier das Rezept für Gemüse von Roten
Beeten: Gewaschen, weich gekocht, abgeschält und sein
geschnitten oder noch besser fein gehobelt, werden sie
mit wenig Wasser, das den Boden des Kochgefäßes
etwa 3 Zentimeter bedeckt, zum Auswallen gebracht.
Dann verdickt man sie mit etwas vorher angerührtem
Mehl oder Kartoffelmehl, oder mit 2 oder 3 feinge—
riebenen rohen Kartofsfeln und schmeckt das Gericht
süß-sauer ab. Ein Zusatz von Aepfeln und Ver⸗
pdendung von Nelten oder anderen Gewürzen und
Zucker erhöht den Wohlgeschmack. So zubereitet geben
die Roten Beeten ein vortreffliches und auch jetzt unter
Berücksichtigung des Mangels an Fett und Fleisch dicht
herstellbares, nahrhaftes Gemüse, das sich als Haupt⸗
mahlzeit für die Spätherbst- und Wintermonate für
jedermann eignet. Wer es noch nicht kennt, ver⸗
suche es!
Die Ernte an Roten Rüben ist in diesem Jahre
außerordentlich reich ausgefallen. Während frischer
Rolkohl nur bis Welhnachten zu haben ist, kann die
Hausfrau mit frischen Roten Beeten den ganzen Win⸗
ier hindurch und bis in das späte Frühjahr hindurch
Essen bereiken. Jede Familie weiß es zu würdigen,
wenn sie gerade in den schwierigen Monaten nicht auf
Dörrgemüfse angewiesen ist. Wie wir hören, sollen
demnächst in den öffentlichen Küchen der meisten Städte
Gemüseportionen von Roten Beeten ausgegeben
werden.
340
*
Allgemeine Ortskrankenkasse
für die Bürgermeistereien Bischmisheim und Klein⸗
blittersdorf zu Brebach.
Am Donnerstag, den 17. Oktober ds. Is. nachmittags
um 8 Uhr, findet zu Brebach im Lokale des Gastwirtes
herrn Gettmann eine Sitzung des Ausschufses
statt, mit folgender Tagesordnung:
1. Erhöhung des Grundlohnes;
3. Teuerungszulage für Kassenangestellde;
3. Kassenbericht;
4. Verschiedenes.
Die Sitzung ist nach 8 74 der Satzung nicht öffentlich
mnd oden nur die gewählten Vertreter Zutritt und Stimm⸗
recht.
Brebach, den 8. Ollober 1918.
Der Vorsitzende:
Karl Clemens.
Saarbrücken!, Telephon 1003.
ert Gute Küche .. ff. Bier.
Straßenbahnhaltestelle zum Schlachtfeld. Saal sfür Vereine
Vereinslokal sür Turner, Krieger. Saänger. Eisenbahner ⁊c
Eicheln und Roßlastanien
ind zu Gunsten der Reichsfuttermittelstelle
Geschäftsabteilung Berlin W. 35 beschlag⸗
nahmt und müssen an den bestellten Haupt⸗
ankäufer, die
Firma Conrad Appel in Darmitadt
bezw. an die
srtislammelstelle sür Echulsammlungen
baarbrücden ¶
abgeliefert werden. — Daselbst werden
auch die gersmen Roßkastanienschalen preis⸗
wert angeẽkauft.
5885s55
Reinsummer
ür Flügel und Pianos.
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Schlosir. ze.
Postkarte geuügt.
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Zaesen ¶ Saarbrücken 3Kagetes
Womesmehl vnd —
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zu Syndikats⸗Preisen vud ⸗Bedingungen.