Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

sollte von 5 Kronen an gestattet sein. Welche Ziele die
Firma mit diesem Angebote verfolgte, konnte seinerzeit
infolge der ungünstigen Verbindungen mit dem Auslande
nicht genügend aufgeklärt werden. Es besteht aber der
dringeüde Verdacht, daß die „deutsche Firma“ es mit die
feni verlockenden Angebot auf Schwindel abgesehen hatte
Runmehr taucht die Firma wiederum in der deutschen
Prefse auf. Sie erbietet sich zur Lieferung von Schinken
Sped, Schmalz und Wurst, alles la Qualitfät“, zu perhält
nismäßig billigen Preisen. Die Ware will sie in Postpaketen
unter staatlicher Kontrolle zollfrei gegen VBoreinsen—
dung des Betrages liefern. Es besteht auch bei diesem
Angebot wieder der dringende Verdacht, daß die Firma
uͤnlautere Zwecke verfolgt, daß sie, wenn sie erst im Be—
fiße des Geldes ist, die bestellten Waren nicht liefert
Immer wieder muß vor der Voreinsendung von Geld
an unbekannte Firmen abgeraten werden, zumal, wenn
diese Firmen ihren Sitz im Auslande haben. Erst erkun—
dige man sich und, erst wenn die Auskünfte durchaus
günstig lanten, trete man in weitere Unterhandlungen
mit den Firmen ein. Man mache es sich überhaupt mög—
lichst zum Grundsatze, in dieser Zeit keine Vorauszahlungen
zu leiften. Aeußerstenfalls lasse man die Ware unter Nach—
nahme kommen.
Die Zentralstelle zur Bekämpfung der
Schwindelfirmen in Lübeck erteilt jederzeit gern,
soweit es ihr großes Archiv und ihre guten Besiehungen
nach allen Teilen des In- und Auslandes gestatten, kosten—
lose Auskünfte. Ihr wolle man auch solche Firmen und
VPersonen, die besonders die Kriegslage in unlauterer Weise
auszubeuten scheinen, möglichst unter Beifügung von Be—
weisstücken, namhaft machen, damit sie schleunigst zum All—
gemeinwohl die erforderlichen Gegenmaßnahmen ergreifen
kann. Insbesondere wolle man ihr, Wahrnehmungen über
die genannte Firma „Klages u. Co.“ mitteilen

Schwindel mit Delersaßt.

Das öffentliche chemische Untersuchunasamt in Minden
in Wests. hat 4 Proben Oelersatzmittel, welche von der
Firma Schönhardt Gem. b. H. in Hannover hergestellt
sind, untersucht. Von diesen Vroben wurden eine von
einem Privatmanne und 3 von Behörden eingeliefert Das
Untersuchungssergebnis war solgendes:
Probe 1. 98,15 Proz. Wasser,
1,85 Pros. Trockensubstang.
Probe 2. 98,483 Proz. Wasser,
1,57 Proz. Trockensubstanz.
Probe 3. 98,49 Proz. Wasser,
1,51 Proz. Trockensubstanz.
Prohe 4. 98,27 Proz. Wasser,
1,73 Prosz. Trockensubstans.
Die Trockensubstanz bestand bei allen Proben aus
Pflanzenschleim mit etwas Farbstoff. Alle 4 Proben waren
beim Eintrefsen im Untersuchungsamte von Schimmelpilzen
und andeéeren Bakterien stark durchwuchert. Das Unter—
suchungsamt hat bei der Staatsanwaltschaft in Hannover
die Einleitung des Strasverfahrens gegen die Firma Schön—
hardt wegen Wuchers und Betrugs in Uebereinstimmung mit
s8 12 des Nahrunagsmittelgesetzes vom 14. Mai 1879 6—
aAnfragt

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8gaarhebiet.
E. V.
Auskundt in allen Feuerbestattungsangelegen-

 erteilt das Vorztandsmitglied
 Herr A.
Rummel, Saarbrucken 8,
Gônigin-Luisenstr. 12, IL
Bestattungen besorgt,
auceh wahrend der Kricgszeit,
 die Schreinerei H.
KẽeI, Hinteræ. 15. Diese
unterhalt Lager in vorschriftis
 wassigs. Särgsen
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Aushilͤ ung im:
Buchtuhr. u. Stenogr.,
Maschinenschreiben,
Rechnen, Bürgerkunde,
Wechsel u Eflektenkunde,
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Aufnahme neuer Sehüler vom
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Aranmenmattatzen, Auderhesten.
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Ftreis⸗Sparkasse
GSaarbrücken.

del.2741. soithshsnnt hirgGohlh Postschelhßontg söln 8284
Kafsenlokal: Gerichtsstraße 3 in Saarbrücken 1.
Geöffnet 825—ã, 3—24 Uhr, Samstags 812,,—1 Uhr

Reserven ea. 1600 000 Mark.
Die Kasse ist eine Einrichtung des Kreises Saav—
brücken, steht unter Aufsicht der Kgl. Regierung und
ist von dieser als „münvelsicher“ erklärt.
Einziehung von Spareinlagen bei auswärtigen
Kassen ohne Unterbrechung der Verzinsung und ohne
legliche Kosten für die Sparer. — Prämiiserung min—
»erbemittelter Sparer. — Eröffnung provisionsfreier
Scheck⸗ und Neberweisungskonten zur Förderung des
bargeldlosen Zahlungsverkehrs. — Mietweise Abgabe
pon feuer⸗ und einbruchssicheren Schrankfüchern zur
Aufbewmahrung von Sparbüchern, Wertpapieren, Ur—
kunden usw. von Mk. 3.— Mietvreis an pro Jahr.
*
Kram⸗ und Viehmärkte

zu
zu Bitburg
im Jahre 1917.
Montag, den 8. Januar
Montag, den 12. Februar, mit Pferde um
Fohlenmarkt,
Montag, den 12. März, mit Stiermarkt,
Montag, den 26. März,
Montag, den 16. April,
Dienstag, den 30. April,
Montag, den 14. Mai, mit Krammarkt.
Dienstag, den 29. Mai,
Montag, den 11. Juni,
Montag, den 9. Zuli, mit Pferde- um
Fohlenmarkt,
Montag, den 13. August,
Montag, den 10. September, mit Stiermarkt
Montag, den 24. September,
Montag, den 15. Oktober,
Montag, den 29. Oktober,
Montag, den 12. November, mit Krammarkt
Montag, den 26. November,
Montag, den 10. Dezember, Nikolausmarkt
Bitburg, den 6. Dezember 1916.
Der Bürgermeisfter:
J. V: Blissenbach.

TSaarbrücken! —A
—— Englert Sulte auche ff Bier,
Straßenbahnhaltestelle zum Schlachtfeld. Saal für Vereine.
Moöreinslpfal fir Turner. Krieger Sänger Fisenhahner v»e

Die neue Verordnung über den
Lorkebr mit broigetroe Und Nohl,
welche in allen Betrieben, in denen Backwaren her—⸗
gestellt werden, sowie in allen Brot- und Mehlpver—
kaufsstellen angehracht werden muß, ist zum Preise
von 40 Pfg. (Verkaufspreis 50 Psfg.) zu haben in der
WBuchgrncerei K. . Scheur. Mäülfkzingen
            
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