Königlichen Kasse ein Konto im Staatsschuldbuch ohne
jede Schreiberei und Umständlichkeit und möglichst billig
zu erwerben.
Für Beschäftigung der Schulkinder durch Ausflüge und
andere Veranstaltungen ist Sorge zu tragen. Die
Lehrpersonen bleiben somit im Dienste. Urlaub kann
nur bei Dringlichkeit erteilt werden. Die Herren
Schulleiter haben umgehend ausgiebige Beaufsichtigung
der Schulkinder, — nicht nur in den Dämmer⸗ und
Abendstunden — anzuordnen.
Saarbrücken, den 14. Februar 1917.
Königl. Kreisschulinspektion
1: II: Völklingen: Neunkirchen:
Marx. i. V.: Marx, Hirtz. Hirtz. i. V.: Marx.
Dieselben Geschäfte wie die Königlichen Kassen
übernehmen auch die mit Kasseneinrichtuag versehenen
Reichsbankstellen, jedoch gegen Erhebung einer geringen
Prorision.
Die Billigkeit und Einfachheit dieser Kapitals—
anlage in Verbindung mit ihrer Sicherheit und der
Kostenlosigkeit der laufenden Verwaltung erscheint ge—
eignet, die Eintragung von Kapitalien in das Staats—
schuldeuch und zwar besonders auch in den Kreisen
kleinzrer Kapitalisten noch beliebter zu machen, als sie
es schon jetzt ist. Wie vielfach schon jetzt von den Vor—
tel!len des Staatsschuldbuchs Gebrauch gemacht wird,
zeigt der Umstand, daß bereits mehr als 1700 Millio—
nen Mark dort eingetragen sind, wobei noch bemerkt
sein mag, daß über 36 Prozent der Konten auf Posten
bis zu 4000 Martk einschließlich lauten.
Dieselben Einrichtungen wie für die Preußischen
Staatsanleihen und das Staatsschuldbuch sind auch für
die Reichsanleihen und das Reichsschuldbuch getroffen.
137.) Bekanntmachung.
Bei einem Pferde der Witwe Quirin in Rentrisch
und bei drei Pferden des Heinrich Hettrich in Scheidt
wurde amtstierärztlich die Pferderäude festgestellt.
Die erforderlichen Schutzmaßnahmen sind ange—
ordnet.
Brebach, den 7. Februar 1917.
Die Polizeiverwaltung.
Der Bürgermeister.
Becker.
355. Bekanntmachung.
Mit Rücksicht auf die Betriebsverhältnisse der
Staatseisenbahnen werden Schulausflüge mit der Eisen—
bahn für die Dauer des Krieges untersagt. (II. C. 17.
—A
Saarbrücken, den 10. Februar 1917.
Königl. Kreisschulinspektion
13 II: Völklingen: Neunkirchen:
Maryh. i. V.: Marx, Hirtz. Hirtz. i. V.: Marx.
Brekanntmachung.
Im Anschluß an mein Schreiben vom 24. Januar
1917 — 1J. 413 — teile ich ergebenst mit, daß in den
GBehöften von Witwe Kranz-Fischer und Witwe Raskop
hierselbst die Maul- und Klauenseuche festgestellt wor—⸗
den ist.
Wittlich, den 6. Februar 1917.
Der Landreamntsverwalter.
1385
Brkauntmachung.
Auf Anordnung des Generalkommandos hat der
Herr Regierungspräsident vom 12. ds. Mts. ab für
zunächst 14 Tage die Schließung der Schulen verfügt.
Saarbrücken, den 15. Februar 1917.
Der Königliche Landrat.
v. 5alfern
Erhöhung der Höchstpreise für Klee⸗- und Grassamen
In der Sitzung der „Offiziellen Preiskommission tember 1916 festgestellten Höchstpreise für die nach—
für landwirtschaftliche Sämereien“, die am 13. Januar stehend bezeichneten Samenarten zu erhöhen. Als
1917 im Landwirtschaftsministerium stattgefunden hat, Höchstpreise gelten daher vom 15. Januar 1917 ab
ist vereinbart worden. die in der Sitzung am 19. Sep⸗ für 50 Kilogramm:
Stufe I.
Stufe III.
Höchsteinkaufspreis
der Häudler
von Händlern zum
Verkauf an Händler
und beim Einkauf
vom Auslande
bochstvertauss ·
preis
aun Verbraucher
Höchstwerlaufsprebß
der Hãndler
an Hãndler zum
Vertauf
an Verbraucher
Hoͤchste inkaufspret
der Händler von
Produzenten
Rotklee, seidefrei, mitteleuropäisch
Weißklee, seidefret
Schwedisch Klee, seidefrei
Wundklee
Inkarnatklee
Timothe, seidefrei
Westerwoldisches Raygras
Berlin, den 29. Jannar 1917
4 Akää“
240 225
182 170
192 180
192 180
104 94
104 94
110 100
—
210
160
170
170
85
85
9927
—2
200
152
163
162
80
80
86
Vermebrung der HNartoffeln in gärtneriichen Betrieben durch
Sitecunge.
Der Könioliche Bartenbaud ektot und Gartendirektor
der Stadt Altona Tutenberg macht auf ein Verfahren der
Kartofselkultur aufmerksam, das von dem Gärtnereibeiger
Ziebuhr in Niendorf bei Hamburg vorgeschlagen und im
berflossenen Jahr in verschiedenen Gärtnereien erfolgreich
durchaetiührt wurde. Das Verfahren besteht in folgendem:
Ende Januar und im Monat Februar breitet man im
temperierten Gewächshaus bei 12 Grad Reaumur die Saat⸗
kartosseln aus. In einigen Tagen zeigt sich an den ge—
lunden Knollen die Keimbisdung. Die andgekeimten Knofiea
werden in entsprechenden Abständen in mit Erde ge—
üllte Kästen geleagt, mit Erde gans bedeckt und in ein
Verwehrungsbert gestellt. Belichtung. Feuchtigkeit und
Wärme (12 Gray Ry) bringen die Keime bald zur Ent—
wicklung. Sobad die Triebe 10 bis 15 Zentimeter lang
zeworden stnd und die genügende A—zahl Seitenaugen
aufweisen, werden sie entspitzt und wer angrteben zur Ver⸗
mehrung verw»detr Auf diese Werse können von einer
Kartofjelknolle 50 und mehr Kartoffelpflanzen herango
zogen werden, die ebenso hobe Erträge bringen, wie die
uus einer Knolle entstandenen. Die in den Töpfen befind
lichen bewurzelten Pflanzen werden im Frühbeet unter
Blas gehalten und nach Eintritt qünstiager Witterung du