Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

b24) Bekanntmachung.
Die Rotlauf-Seuche in dem Gehöfte des Wirtes
Jakob Weinkauff zu Gersweiler ist erloschen. Die ange—
ordneten Sperrmaßregeln sind wieder aufgehoben.
GBersweiler (Saar), den 11. Juli 1917.
Die Polizei⸗Verwaltung.
Der Bürgermeister:
Muüuller.

25) Bekauntmachung.
Nachdem die Räude unter dem Pferdebestande des
Bierverlegers Joh. Weber zu Dudweiler, Sulzbachstr.
15, erloschen, ist die über das Gehöft verhängte Sperre
aufgehoben worden.
Dudweiler, den 12. Juli 1917.
Die Polizei⸗Verwaltung.
Der Bürgermeister:
Jost.

ß26) Bekanntmachung.
Die Herren Schulleiter werden ersucht, die Be—
kanntmachung des Herrn Regierungspräsidenten vom
3. JZuli 1917 betr. Butteranlieferung in den länd—
lichen Gegenden des Regierungsbezirks in den Klassen
der Oberstusfe eingehend besprechen und den Inhalt
tunlichst zu Diktaten, Aufsätzen und kleinen Niedér—
schriften verwenden zu lassen.
Saarbrücken 1, den 13. Juli 1917.
Königl. Kreisschulinspektion
—* II: Völklingen: Neunkirchen:
Marx. i. V.: Marx, Hirtz. Hirtz. i. V.: Marx.
Bekanntmachung.
Unter Bezugnahme auf Verfügung IIC 100, 5. 7. 17.,
die wir den Schulen in den nächsten Tagen zufertigen,
ersuchen wir die Herren Ortsschulinspektoren (Rektoren uff.),
Anträgen der Bürgermeisterämter auf Zuweisung der Hilfs—
kräfte gefl. umgehend stattzugeben und die Namen hierher
mitzuteilen. Für die Klasse dieser Lehrpersonen fällt der
Unterricht in der beanspruchten Zeit aus, wenn nicht
etwa Vertretung sich unschwer einrichten läßt.
Saarbrücken 1, den 13. Zuli 1917.
Königl. Kreisschulinspektion
1: II: Völklingen: Neunkirchen:
Marx. i. V.: Marx, Hirtz. Hirtz. i. V.: Marrx.
8281 Bekanntmachung.
Der Mangel an Schuhwerk wird mit jedem Tage
größer und fühlbarer. Schonende Behandlung und
Benutzung des Schuhwerks ist namentlich im Hinblick auf
die kommenden Wintermonate dringend geboten. Wir
ersuchen die Herren Schulleiter, in allen Klassen die
Kinder über die pflegliche Behandlung des Schuhwerks
»elehren zu lassen und das Barfußgehen in der warmen
Jahreszeit nicht nur zu gestatten, sondern sogar zu
fördern; auch können Holzsandalen empfohlen werden.
Saarbrücken 1, den 14. Juli 1917.
Königl. Kreisschulinspektion
1: II: Völklingen: Neunkirchen:
Marx. i. V.: Marx, Hirtz. Dirtz. i. V.: Marx.
Kreissammelstelle
des Kreises Saarbrücken für Schul⸗
sammlungen.
629) Beranntmachnuug.
Einige Ortssammelstellenleiter führen Klage, daß
die Beerenernte deshalb so wenig ergiebig sei, weil
die Bevölkerung die Ernte in sinnloser Weise meist
schon vor der Reife einbringe. Die Herren Ortssammel—
tellenleiter werden ersucht, in allen Klassen auf die
Einstellung dieses schädlichen Gebahrens hinzuwirken
und durch Vermittlung der Schube der Bepölkerung

unseres Kreises zu bedeuten, daß doch die gesamte von
den Kindern einzubringende Ernte den Sammlern ver—
bleibt, so lange das Bedürfnis der einzelnen Gemeinden
nicht voll gedeckt ist. Meine Bekanntmachung vom
1. 7. 17 — Kreisblatt Nr. 72 vom 2. 7. 17 — ist in
geeigneter Weise wiederholt zur vüffentlichen Kenntnis
zu bringen. Auch sind die privaten Sammler zu
ermuntern, sich den Sammelausflügen der Schule an—⸗
zuschließen.
Saarbrücken, den 13. Juli 1917.
Der Leiter der Kreissammelstelle
des Kreises Saarbrücken für Schulsammlungen
Marx, Kreisschulinspektor
Ich habe bei Revisionen festgestellt, daß die ein—
nalige Behandlung der Sammelvorschriften in den
zchulen nicht genügt, um volles Verständnis bei allen
dindern zu erzielen und vor allem die Nachachtung zu
ichern. Die Herren Ortssammelstellenleiter werden
des halb ersucht, anzuordnen, daß eine planmäßige Wie—
derholung der Unterrichtsstoffe Platz greift und daß
zrundlegende Vorschriften, wie z. B. die, daß die
geernteten Brennessel nicht mehr naß werden oder daß
sKerne nicht etwa geröstet werden dürfen, täalich kurz
n Erinnerung gebracht werden.
Saarbrücken, den 15. Juli 1917.
Der Leiter der Kreissammelstelle
des Kreises Saarbrücken für Schulsammlungen.
Marx, Kreisschulinspektor

Der Verfügung betr. Wildgemüse ist vielfach nicht
genug Rechnung getragen worden.“ Es ist nicht nur
Aufgabe der Ortssammelstellen, die Küchen zu beliefern,
ondern auch die Verwertung der Gemüse in der Familie
einzubürgern. Zu diesem Zwecke sollen alle Klassen
»er Mittel- und Oberstufe wöchentlich Sammelausflüge
nachen und über den Bedarf der Liefervereinbarungen
hinaus Gemüse sammeln, das den Kindern für ihre
Eltern zu belassen ist. Auch diese Mengen sind in den
Wochenberichten anzuzeigen.
Saarbrücken 1, den 14. Juli 1917.
Der Leiter der Kreissammelstelle
des Kreises Saarbrücken für Schulsammlungen.
Marx, Kreisschulinspektor.
Beim Einsammeln und Trocknen frischer Blätter als
Teeersatzmittel ist besonders zu beachten:
1. Die Blätter sind ausschließlich nur bei trockener
Witterung zu sammeln und 3war jede Sorte getrennt für
ich und möglichst sauber, d. h. ohne Stiel oder Holzteile.
Mißfarbene oder alte Blätter taugen nichts, verderben viel—
nehr die übrige Ware.
2. Die gesammelten Blätter müßten möglichst bald und
nit größter Sorgfalt getrocknet werden, am besten in nicht
zu starker Sonne, damit sie nicht zu schnell trocknen und
dadurch an Aroma stark verlieren.
3. Muß im Schatten getrocknet werden, so nur in luf⸗
igen, staubfreien Räumen, z. B. auf Dach-, Schul-— oder
sirchenböden und entweder auf vollkommen reinem, staub—
retiem Fußboden, oder wenn möglich auf Hürden. Die
Blätter sollen dabet in dünner Schicht ausgebreitet, oft⸗
nals gewendet und solange getrocknet werden, bis sie
brüchig geworden, sind. Je stärker der Luftzug, um so
schneller die Trocknung und um so schöner die Ware.
4. Das Einpacken der getrockneten Blätter, jede Sorte
getrennt für sich, geschieht in Säcken und zwar am besten
n der Frühe oder in feuchten Tagen, weil sie dann ge—
chmeidiger und weniger brüchig sind.
5. Nur so gesammelte und getrocknete Blätter eraeben
»ine gute tadellose Ware.
Saarbrücken 1, den. 19. Juli 1917.
Der Leiter der Kreissammelstelle
des Kreises Saarbrücken für Schulfammlungen:
Marre Kreisschulinfpeftor.

Saarbrücken, den 20. Zuli 1917.
Der Königliche Landrat:
“. 501lferu
            
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