Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

Auch die, welche die größten Opfer gebracht haben,
lun weiler ihre Pllicht! — sie zeichnen Kriegs-Anleihe —
Haft Iu dein Gewissen besruot, —
was In seor aonmort

ekalomben deutschen Blutes sind geflofsen um das Valerlaud
Freudig mit dem hehren deutschen Rationalhymnus „Deutschland
deutschland über alles“ warf sich unsere heldenhaffe Jugend dem
Feinde entgegen und schlug ihn, nicht aqtend der Gefahren und
unsäglichen Opfer. Zu Hunderltausenden decken siiee die blutige Walstaft,
unsere Besten, die Blüte unserer Volkskraft, unsere Intelligenz darunter. Zu
hause weinen Frauen mit verwaisten Kindern, Mütter und Bräute um ihr
alles, ihr Liebsses, ihr Glück auf Erden. Aber ein Trost ist ihnen allen geblie⸗
ben, ein Anker, an dem sie alle, die Schwergeprüften. sich wieder aufrichten:
das Bewußtsein, daß ihr Blut nicht umsonst geflossen ist. Das Vaterland, das
teure, Heimat und Herd sind unberührt geblieben von der Kriegsfurie, Feid
und Flur stehen wie vordem wohlbestellt, von der Sorge des Landmannes
dehötet. der herrliche deutsche Wald erhebt unser Herz, Städte und Dörfer
grüfzen am Fiußz und im stillen Tal in der Frühjahrssonne. Nicht
rauchende Trummerjstätlen, nicht Zerstörung und furchtbare Verwü—
stung, keine zerstampfien Fluren, auf Jahrzehnte vernichtete Kultu—
ren, keine zerschossenen Wälder erinnern uns an das unsägliche Elend,
das der männermordende Krieg über das von ihm betroffene Land verbrei—
tet. Der deulsche Opfergeist hat all das abzuwenden gewußtl von der heimat⸗
lichen Erde. Viel herbe, kaum zu tragende Opfer mußlen hingegeben werden,
um das zu erreichen. Aber alle, die betroffen wurden von der grausigen
Ernte des Kriegsgottes, preisen sich und die Ihrigen noch glücklich, daß die ge⸗
brachten Opfer Schirm und Schutz waren für Herd und Familie. Sie hadern
pichtf mit dem grauscmen Geschick sie ktragen's tapfer, wie sich's der deulschen
Frau aeriemt. Der Feinde Vornichtunaswille hat auch mit dem

Opfermut der deutschen frau
zu rechnen. Und wo das Valerland ruft, wo es neuer Mittel bedarf, die hel⸗
denhofte Arbeit der gefallenen Opfer zu festigen und fortzuführen, da verhallt
der Ruf an ihrem deutschen Herzen nicht vorgebens. Die deulsche Frau, die
oielgeprüfte Kriegerswitwe, die deütsche Mutler, läßt es sich nicht nehmen, un—
zgeachtet allen Herzeleides, dem Vaterland in Not auch noch alles auf den
Altar zu legen, was es zur siegreichen Durchsührung des mit kostbarem Blute
Erkauften bedars. Deutsche Frauen halten dem Reich, dem Vaterland und der
heimat die Treue und zeichnen KriegsAnlelhe, soviel in ihren Kräften steht!
(Kundgebung des Vereins Deutscher Zeitungs⸗Verleger.)

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