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Amtliches Anzeigeblait
für den Kreis Saarbrücken
herausgeaeben vom Kgl. Landratsamt Saarbrücken
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schristleltung des nichtamtlichen Telles, Druck und Verlag von 6. b. Sche ur in Saar—
Fruücken (Druckort Völflingen). — Fernsprecher der Geschäftsstelle (Bahnhefstraße 90)
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Dienslu.
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Oeffentlichem Anzeiger.
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10. April 1917. 43. Jahrg.
X
Belohnung Fuchs, Hühnerfeld (S. 195). — Belohnung
dauer, Brebach (S. 195). — Ausschließung eines Metzgers
vom Verkaufe (S. 195). — Erlöschen der Pferderäude
S. 195). — Einführung der Sommerzeit S. 195). — An—
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unl der khl. Poutzeidirestibn.
299.) Bekanntrrzahnng.
Der Herr kommandierende General des stellver—
tretenden Generalkommandos des 21. Armeekorps hat
dem Königl. Förster Fuchs in Hühnerfeld, Kreis Saar—
brücken, für umsichtiges Verhalten bei der Festnahme
eines entwichenen russischen Kriegsgefangenen am 27.
2 17 eine Belohnung bewilligt und dem Genannten
seine Anerkennung ausgesprochen.
Saarbrücken, den 4. April 1917.
Der Königliche Landrat.
von Halfern.
3001) 3 Bekanntmachung.
Der Herr kommandierende General des stellver—
vertretenden 21. Armeekorps hier hat der Ehefrau
Daniel Lauer Marie geb. Sachs in Brebach für um—
sichtiges Verhalten bei der Festnahme eines entwichenen
russischen Kriegsgefangenen eine Belohnung von 10
Nark bewilligt und derselben seine Anerkennung aus—
gesprochen.
Saarbrücken, den 2. April 1917.
Der Königliche Laudrat.
von Halfern.
301.) Bekanntmachung.
Der Metzgermeéeister Bost in Quierschied hat in
verbotswidriger Weise aus dem Landkreise Saarbrücken
Fleischwaren an ein Gasthaus in Saarbrücken ausge—
führt. Er wurde infolgebessen bis auf weiteres von
dem Verkaufe von Fleische und Wurstwaren ausge—
schlossen.
Saarbrücken, den 5. April 1917.
Der Königliche Landrat.
von Halfern.
302.) Bekanuntmachnung
Nachdem die unter dem Pferdebestande des Fuhr—
unternehmers Otto Rau, hier 83, Untere Lauerfahrt
6. ausgebrochen gewesene Räude erloschen ist und
ste amtstierärztliche Abnahme der vorschriftsmäßig
ausgeführten Desinfektion des Stalles stattgefunden
sa hebe ich die ünterm 22. September 1916 angeord—
a Schutzmaßregeln hiermit wieder auf. (Saar—
rücker Kreisblatt Nr. 87 Seite 456)
Saarbrücken, den 2. April 1917.
Der Königliche Polizeidirektor.
J. A.: Zibell.
VPolizeiaossessor
bau von Sonnenblumen (S. 195). Frühgemüse zur
Massenspeisung (S. 196). — Kriegswirtschaftsamt für die
Rheinprovinz (S. 197). — Termins-Beachtung betr. Krieas—
anleihe (S. 1975.
bornnachungen uuderer ßehörden.
303.) Bekanntmachung.
Durch die Bundesratsverordnung vom 16. Februar d. J.
Reichs-Ges.⸗“Bl. S. 151) ist auch für das Jahr 1917 die Som—
nerzeit eingeführt worden. Sie beginnt am 16. April vor—
mittags 2 Uhr und endet am 17. September d. J. vormittaas
3 Uhr.
Im vorigen Jahre ist der Unterrichtsanfang während des
Sommers trotz Einführung der Sommerseit vielfach gewohn—
termaßen eine Stunde früher angesetzt worden als im Winter.
Infolgedessen mußten die betreffenden Kinder tatsfächlich 2
Stunden früher als im Winter zur Schule kommen, was nach
manchen Beobachtungen zu Störungen im Haushalt und Ver—
kehr sowie zu einer Uebermüdung der Kinder geführt hat.
Dieser Erfährung ist bei Festsetzung des Beginns der Schul—
tunden für das bevorstehende Sommerhalbijahr unter sorg—
amer Beachtung der örtlichen Verhältnisse Rechnung zu
ragen. Es kann somit auf die sonst üblich gewesene frühere
Ansetzung des Unterrichtsbeginns während der Sommermo—
nate verzichtet werden.
Der Unterricht beginnt demnach in sämtlichen Schulen
der Aufsichtsbezirke Saarbrücken J, II. Vötklingen und Neun—
irchen um 8 Uhr—
Saarbrückenl, den 53. April 1917.
Königl. Kreisschulinspektion.
J: II:- Völklingen: Neunkirchen:
Marx. i. V.: Marx, Hirtz. Hirtz. i. V.: Marrxr
304.) Bekanntmachung.
Nach den Mitteilungen des Kriegsausschusses für
oflanzliche und tierische Oele und Fette in Berlin
NW. 7, Unter den Linden 682, hat der Anbau von
Sonnenblumen durch die Schulen im vergangenen Jahre
trotz des regen Eifers, mit dem er betrieben worden ist,
für die Oel- und Fettgewinnung leider kein günstiges
Ergebnis gehabt. Dies ist unter anderem hauptsfächlich
darauf zurückzuführen, daß die Sonnenblumen meistens
auf brachliegendem Gelände angebaut worden sind.
Nach den im verflossenen Jahre gesammelten Erfah—
rungen ist diese Pflanze keineswegs so anspruchslos,
wvie man bisher angenommen hat. Sie verspricht viel—
mehr nur auf gut bearbeitetem und gedüngtem Boden
und bei sorgsamer Pflege vollen Ertrag.
Der genannte Kriegsausschuß ist auch in diesem
Jahre gern bereit, Saatgut zum Anbau von Sonnen—
blumen zu liefern. Damit aber kein Saatgut nutzlos
verloren geht und keine Zeit und Arbeit, die jetzt
für andere Zwecke auf kriegswirtschaftlichem Gebiete
bessere Verwendung finden kann, unnütz angewandt
wird, bittet er, nachdrücklichst daraguf hinzuweisen, daß
Soadatout nur von soschen Schnson bhestellt wird die nach