Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

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Die Reichsbetleidungsstelle wird demnächst eine Be—
standsaufnabme von Web⸗, Wirl- und Strick
waren anordnen, die am 26. März d. Is. vorgenommen
werden soll. Die Bestandsaufnahme ist von besonderer Be—
deutung für die spätere Versorgung der bürgerlichen Bevöl—⸗
terung mit Kleidungsstücken. Sie stellt in wesentlichen eine
Wiederbolung der ersten Bestandsaufnabme vom 1. August
1816 dar und soll dazu dienen, festzustellen, in welchem
Maße sich die Vorräte an Web-⸗, Wirk- und Strickwaren
jeit dieser ersten Bestaubsaufnahme verändert baben. Es
soll dadurch ermittelt werden, ob es möglich sein wird, die
Deckung des Verbrauchs der bürgerlichen Bevölkerung in
dem bisherigen Umfang vorzunehmen, oder ob eine stär—
kere Beschränkung sich als notwendig erweisen mird. Auf
eine tunlichst lückenlose Turchführung der Bestandsgufnabme
ist daher besonderer Wert àu legen. Mit der Ausgabe und
Einsammlung der Meldekarten werden die Landräte, in
Stadtkreisen die Gemeindevorstände beauftragt. Jeder Mel—
depflichtige hat seinen Bedarf an Meldekarten bei diesen
Stellen rechtzeitig zu erheben und nach Ausfüllung spätestens
am 7. Abpril 1917 an derselshen Stelle wieder ahzuliefern

Saarbrücken, den 23. März 1917.
Der Königliche Landrat.
v. Halfern.

Der Kriegsausschuß für Dele und Fette, Berlin,
schließt
Anbauverträge für Sommerölfrüchte.
Für Sommerrübsen, Leindotter und Mohn
werden außer den lohnenden Abnahmepreisen
Flächenzulagen, für Senf eine Drusch⸗
prämie gewährt. Der Bezug von Ammonigok
für die Anbauer wird vermittelt.
Näheres durch den unterzeichneten Kommissionär
des Kriegsausschusses.
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