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163.) Bekanntmachung.
Das Verzeichnis über die Beiträge zu den Kosten
der Rheinischen landwirtschaftlichen Berufsgenossen—
schaft nach Maßgabe der 88 26, 27, 28 und 29 des
Statuts dieser Genossenschaft liegt vom 18. Febr. ds
Is 2ab während zweier Wochen zur Einsicht der Be—
teiligten auf Zimmer 2 des Rathauses hierselbst offen
Binnen einer weiteren Frist von 2 Wochen lann
jeder Betriebsunternehmer, unbeschadet der Verpflich—
tung zur vorläufigen Zahlung gegen die Beitrags—
berechnung bei dem Sektionsvorstande Widerspruch er—
heben.
Brebach/Saar, den 14. Februar 1916.
Der Bürgermeister
Becer.
Saarbrücken. 18. Februar 1916.
Der Konioliche Landrat:
von Miquel.—
Den langjährigen Bemühungen des Saatgut⸗
züchters Dr. H. Weber zu Berlin-Halensee, dem Züch—
ter des Edel-Comfrey „Matador“ ist es zu verdanken,
daß mit Gültigkeit vom 9. Dezember 1915 ab ein
Ausnahmetarif für Comfreystecklinge in Kraft tritt
Comfreysendungen werden also jetzt zu den Fracht⸗
sätzen für Frachtgut eilgutmäßig befördert, das heißt
die Fracht wird um die Hälfte ermäßigt. .Mit Recht
behauptet daher die Landwirtschaftliche Presse, daß
es durch diese Bestimmung vielen erleichtert wird, sich
ebenfalls eine Comfreyplantage anzulegen, um auf
diese Weise gutes billiges Grünfutter für die Schweine
haltung zu erhalten und so zur Schweinefleischver—
mehrung beizutragen.
Zur Aufklärung über diese Pflanze möge hier
nur einiges gesagt sein. Genaueres findet man in
den Kulturanweisungen der verschiedenen Züchter.
Einmal angebaut, hält die Pflanze 20 bis 30
Jahre aus. Jedes Jahr kann man sie 5- bis 8 mal
schneiden. Auf gutem, tiefgründigem Boden ernte!
man pro Morgen ( Hektar) zirka 1000 Zentner
grüne Blätter, die nach den vor mehreren Jahren aus—
geführten Untersuchungen der landwirtschaftl. Ver—
suchsstation in Berlin einen Futterwert von 750 Mk
haben. Im Verhältnis zu den heutigen Preisen der
Futtermittel dürfte der Wert zur Zeit noch bedeu—
tend höher zu veranschlagen sein.
Die Schweine ziehen dieses Grünfutter jedem an⸗
deren Grünfutter vor, ebenso ist es ein ausgezeich—
netes Futter für Ziegen, Enten, Gänse, sowie für
wachsende Pserde und Rinder. Jeder Landwirt, jeder
Ackerbürger, jeder Arbeiter, der sich nur 1 bis2
Schweine hält, sollte ein paar Mark daran wenden,
um sich durch einen Versuch von der Vorzüglichkeit
der Pflanze zu überzeugen.
„Matador“Comfrey hat sich nicht nur praktisch
bei Tausenden von Landwirten bewährt, sondern sein
Wert ist auch durch wissenschaftliche Untersuchungen
festgestellt worden, besonders durch den auf diefem
Gebiete erfahrenen Professor Lehmann in Göttingen
der auf einer öffentlichen Versammlung der Vereini—
gung der Schweinezüchter Comfrey als ein vorzüg
liches „Weitungsfutter“ für Schweine bezeichnet hat
Im vorigen Jahre ist „Matador“ auch von der Saat—
stelle der Deutfschen Landwirtschafts-Gesellichaft an—
erkannt“ worden.
Es wäre daher im allgemeinen Interesse zu wün—
schen, daß im kommenden Frühjahr diese Pflanze ganz
allgemein angebaut würde, zumal niemand nötig hat,
dafür ein besonderes, gutes Stück Land zu opfern,
indem jede verlorene Ecke beim Hof, im Garten oder
hinter der Scheune damit ausgenukt morden fann
MO—»darlehen
zu zeitgemassen Bedingungen gibt die Preussische
Central-Bodenkredit A. G. Nahere Auskuntt durch
Ludvu. Gutzen. Saarhrũicken 1. Fisenhahnstfrasse 30
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