Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

583 —

Terminkalender für den Monat DSezember 1939

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8424
53
21431
—A
A

Beamte,
welche
zu berichten haben

Die Erledigung
anordnende
Verfügung

Gegenstand

25

20.

Die Herren Bürger—
neister zu Heusweiler
und Ludweiler.

6. April 1894,
Nr. 4031.
3. Dezember 1908,
Nr. 17119.
25. Wärz 1905,
R. A. 976.
25. Mai 1906,
K. A. 2114.
20. April 1914,
Nr. 4060.
3. Juli 1914,
KX. A. 3501.
4. Juni 1830.
Nr. 2830.
10. Dezember 1810,
Nr. 12197.
9. November 1910,
Nr. 10267.

Einreichung der Kostenrechnungen über die viertel—⸗
jährlichen Lieferungen von Hafer, Heu und
Srroh sür Gendarmerie-Dienstpserde. (In
diesem Fahre nicht erforderlich.)
Einreicheng beglaubigter Abschriften von Heirats—
urkunden von Angehörigen eines ausländischen
Vertragsstaates für das laufende Halbiahr.
Unfall-Entschädigung der Mitglieder der Jugend—
Vereinigungen.
Einreichung der Jahres-Rechnung der Georg-Heckel⸗
Stiftung.
Nachwehung der neu eröffneten und eingezonenen
öffentlichen und Prirat-Heilansialten. (Febl—
anuzeige nicht erforderlich.)
Erntestatistik über die Weinkreszenz.

36

20.

Sämtliche Herren
Standesbeamten.

27 20
28 20.
—A

Sämtliche Herren
Bürgermiüter.
Bürgermeister zu
Kleinblittersdorf.
Sämtliche Herren
Büuͤrgermeister.

30

25.

Die Herren Bürger—
neister zu Brebach und
Keinblictersdorf.
Sämtliche Herren
Pürgermeister.
Sämtliche Herren
VBüermei“ec.
Sämt iche Herren
—A

31
—Rd

25.
25

17. März 1897,
Nr. 2981.
). März 1908, Nr. 2795.
17. Mai 1909, Nr. 5588.
10. Mai 1812.
K. A. 2741.

Verzeichnis der Meliorationsverbände. (Fehlan—
zeige nicht erforderlich.)
Veränderungen der Feuerwehren und Löschgerät—
schaften. (Fehranzeige nicht erforderlich.)

z3 128.

Verzeichnis über erfolgte Anstellungen von Milikär—
anwärtern im ver lossernen Vitreijhr nach An
lage K Aniellungsgrand'ätze. (Fehlauzeige nicht
erforderlich.)
Einreichung einer Nachweisung über die verab—
reichten Fouragerationen im verflossenen Vier—
teliahr. (In diesem Jahre nicht erforderlich.)

uso

Herr Oberwachtmeister
Schmitt und lämtliche
be itenen TDendarmen.

27. Juni 1907,
NAr. 7161.

23ff 5 A
Morhhiutt üher e Lagereng und pu
7 31 Igzaatk g!
o72)) 600709. Ung sbr süurt n.
1. Bestandteile der Kartoffeln.
Die Kartoffel ist kein toter Gegenstand, sondern
ein lebender Wilanzenteit. Sie ist mit Nährstoffen
besonders Stärke) angefüllt, mit deren Hilfe sie im
Frühjahr neue Pflanzen bilden soll. Während der
kalten Winterszeit ist daher das Leben in der Kartoffel—
knolle nicht erloschen, der Stoffwechsel ist nur (wie bei
Tieren im Winterschlaf) auf das denkbar kleinste Maß
herabgesetzt. — Dabei ist die Kartoffel durch ein sehr
wafserhaltiges Gewebe ausgezeichnet, sodaß sie zum
Unterschied von den trockenen Samenkörnern der Ge—
fahr des Erfrierens und Faulens stark ausgesetzt ist.
— Aus alledem folgt, daß die Aufbewahrung der Kar—
toffeln mit großer Sorgfalt durchgeführt werden muß.
2. Was ist bei der Lagerung zu vermeiden?
1. Beim Transport zum Lagerraum ist eine me—
chanische Verletzung der Knollen möglichst zu verhüten.
Diese sind nämlich mit einer schützenden Korkhaut um—
geben, deren Verwundung durch Stoß, Druck, Quetsch—
ung usw. den Fäulniserregern das Eindringen ermög—
licht. Verletzee Knollen faulen deshalb meist.
2. Die Luft des Aufbewahrungsraumes darf nicht
zu warm sein, weil das die Fäulnis sehr begünstigt
und erwünschten Anlaß zu Keimung und vermehrter
Atmung gibt. Am besten beträgt die Temperatur nur
venige Grad über Null, auf keinen Fall darf sie
zehn Grad Celsius übersteigen.
3. Ebenso wenig darf die Temperatur zu weit
sinken. Bei null Grad wird die Kartoffel süß, weil
die Atmung stockt und der zur Veratmung gebildete
Zucker sich anhäuft. Unter dem Nullpunkt zerreißt das
gefrierende Wasser Gewebe und Schale, sodaß auf das
Auftauen sofort das Faulen folgt.

4. Die Lagerung muß trocken und lhujtig sein.
Feuchtigkeit leistet wie Wärme der Fäulnis Vorschub.
Die anfangs trockene Luft wird durch die Ausdünstun—
gen der Kartoffeln feucht und stickig, wenn keine Luft⸗
erneuerung möglich ist.
5. Die Kartoffeln dürfen nicht in großen Massen
aufeinauder liegen, weil sonst der Luftwechsel in den
interen Teilen nicht möglich ist und der Druck der auf⸗—
lastenden Mengen die untersten Knollen beschädigt.
6. Faulende Knollen dürfen nicht zwischen ge—
unden bleiben, weil sie ihre ganze Umge-ung anstecken
ind durch Verschlechterung der Luft allgemein die Fäul—
nis fördern.
7. Kartoffeln dürfen nicht längere Zeit dem Licht
rusgesetzt sein, weil sie keine Wurzeln, sondern Sten⸗—
gelausläufer sind und deshalb durch Bildung von
CEhlorophyll ergrünen, was ihre Genußfähigkeit her—
absetzt.
Das fünffache Geheimnis der Kartoffel-ufbewah⸗
rung lautet also:
Kalt, frostfrei, trocken, luftig, dunkel.
3. Wie verwahrt man kleine Kartoffelmengen?
Wer einen Kartoffelvorrat kaufen will, muß ror⸗
jer in seiner Wohnung nach einem geeigneten Raum
Imschau halten. Es ist genau zu prüfen, ob nicht spä—
ter durch angrenzende geheizte Räume die Temperatur
zu hoch werden kann. Insbesondere haben in vielen
dellern städtischer Wohnungen Heizanlagen, Heiz⸗ und
Warmwasserröhren und dergleichen viel Unheil ange—
richtet. Gegen Frost kann man die Kartosseln schützen,
zjegen Wärme aber ist man machtlos. — Feuchte Räume
ind ebenfalls unbrauchbar.
Wer keinen geeigneten Keller und auch keinen
entsprechenden Raum in der Wohnung hat, suche ihn
ruf dem Boden oder in einem Nachbarhause. Wer gar
eine Gelegenheit findet, unterlasse es, einen Vorrat zu
alten: er schadet sonst sich und der Allgemeinheit. (Die
            
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