Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

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RBaarbrücker Kreisblat!
Kreisblat!
Amtliches Anzeigeblatt
fur den Kreis Saarbrücken

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Oeffentlichem Anzeiger.
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10. Mai 1916. 42. Jahrs.

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Mittwoꝛ.

Etreu⸗, Heide⸗ und Weidenutzung auf nicht —— val anstekenden Krankheiten (S. 228). — Verbot des Ab⸗
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ero ane —— — nahme baumwollener Spinnstoffe und Garne (S. 225).
Acterliüchen die om 15. Nol magt bestelt swo. werden durch die bemeinde besell
das dorbot der housshluchlungen Wied sputestens u 1. Ohsbber dutsgehohen. ⸗¶
dus Admuhen unn bersttorn don brotgesrelle gls Orlpfutsor s derboten.

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bohunnnucungen er senlroustehörten.
378.) Ausfuͤhrungsanweisung
zur Berordunnug über Streu⸗, Heides und Weideuutzung
ꝛuß nicht landwirtichaftlick genutzten Urundstücken vom
13. April 1916 (Reichs-Gesetzbl. S. 2759.
Höhere Verwaltunasbehörde im Sinne des 531 Abs. 2
Verordnung ist der Regierungspräsident, sür Berlin
Oberpräsident.
Bei der Ausübung der diesen Behörden durch die
Bundesratsvperordnung übertragenen Befugnisse wird dem
Grundgedanken, dem die Verordnung dient, in erster
Linie Rechnung zu tragen sein. Infolge der Anforderungen
des Krieges und der schlehten Ergebnisse des Ernute—
ahres 1913 namentlich vinsichtlich des Raubfutters ist es
zur Aufrechterhaltung der Gesamtwirtschaft notwendig, die
in der Verorbnung erwähnten Rutßungen in höherem Maße
in Anspruch zu nehmen, als in Friedenszelten. Der all
gemeine Futtermangel hat die stärtere Heranziehung dee
Strohes zu Futterzweden zur Folne gehabt und im Vereir
mit den Ausorderungen der Heeresborwallung an die Stroh
norräte zu einer qußterordentlichen Knappheit an Raub
kutter und Strenu geführt. Durch die Ausnutzung der
Waldweide, des Futterreisige, der Heide unnp. findet ein
unnittelbare Vermehrung der Futberbestände statt, währent
bie Verwendung von Waldftren mittelbar gu demsfelben
Jiele führt, indenn dadurch eine entsprechende Menge vor
Futterirroh freigemacht wird. Das Interefse der Allgemein
veit daran, daß ihr diese Rohstoffe zugefübrt werden
ijt dahber so aroß, daß die Privatiuteressen zurücktreten
müfien. Infolae des bestebenden Mangels an diesen Stoffer
aber wird die RNachsrage vach ihnen sich steigern. Di
dadurch bedingten bhöheren Preise mürden weder inm höheren
Answpendungen noch darin ihre Begrundune finden, daß
die Ausubung der Nußsung der fonftigen Zwedbestünmufth
der Grundstücke etua arsßere Nachteile brinat als z35
Friedenszeiterr. Wird aber der für die Nutzung au zuh
leube BPreis zu hoch, dann findet keine hineichende In
anfternchnaßme derielben siatk. Diese Gesichtspunkie fid
ber der Preisfestsezung zu brachten. Unterlanen für sie
würden sich sppwootzl für die Walkdstren als aucn für die
Waldmeide unschwer aus Ablösungemnin. ä. ermitteln lassen
Bezünglich der Heidenußung wird aber die Preisfestfseßzung
vielsach auf Schwierigkeiten stoöen. Bei der Heranziehunf
der Heideflächen für die Ranbintter- und Streuverforgunß
soweht als auch für die Hecscellung von Heidenehl durch
den Kriegsausschuß für Ersatzfütter ainn man dapon aus
daß die wirtschafttichen Verbältnisse der Besfitzer in keine
Welie gestört werden sollen, wenn es sich um die regel
mäßige Nußung der in der Nähe des eigenen Wirtschafte
betriebes gelegenen Heideflächen handelt. Diese Rücksicht
nahme ist aber bei entlegeneren Heideflächen, die bizher
überhanbt nie zur kegelmäniden Nukuind dgetommen sind

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nicht angezeigt. Derartige Flächen sind in viel arößerent
Umfange vorbanden, als sie für die Futterversorgung unv
die Sutterfabrikation wäbrend der Kriegszeit irgend Ver—
wendung finden können. Zu Beginn der Tätigkeit dee
striegsausschusses ist es gelüungen, den Heideanfssonchs um—
fangreicher Flächen zum Preise von 28 Yere vettar
zu erwerben. In dem Maße, in dem die Sabrifation
in den Kreisen der Heidebesitzer bekannt wurde, sind aber
die Preise in gang ungerechtfertigter Weise gestiegen, so
daßs ichließzlich silr den Aufwuchs eines vektars 66-86
Mark gefordert wurden. Bei solchen Preifen wird die
Herstellung von Heidefutter unmöglich. Die Erfahrung die
er Sabrikation bat gezeigt, daß sie sich nur daun durd⸗
führen läßt. wenn der Doppelzentner Heide frei Waggon
auf der Absendestation nicht mebr als 8 Niark löostei.
Diese Vreisstellung war nur durch Benußsung der vom
derru Kriegsminister in entgegenkommender Weise zur Ver—
fügung gestellten Kriegsgefangenen bei der Seidewerbung
und bet den oben erwähnten Grundpreisen für die Heide
möglich. Werden die Preise für den Heideaufwuchs uünter
den obiagen Voraussetzungen höher als auf 26 Mari
ie Hektar sestgeseßzt, so würde die Fabrikation von Heide
metzl. die sich in jeder Beziebung bewährt bat und wesfeni—
lich zur Linderung der Zutternot beifräat. labingelest
werden. J
Berlin, den 23. April 1916. X
..‚ger Minister Der Minister Der Minifter
kür Handet u Gewerbe. für Sandwirtschaft, ves Juneran)
3. M.: Domänen u. Forsten. J. A.“
aes. Lusensko. J. A.: v. Jarosku
aez. Graf v. Keyserlinal
3705 Beknuntmachuna
betr. Kaffce
Der Kriegsausschuß für Kaffee, Tee und deren
„Ersatzmittel G. m. b. H. in Berlin macht befannt
„daß von den ordmungsmüßig angemeldeten und bei
hm verbuchten Bestünden an Rohkaffee vorerst eine
Quote von insgesamt 10 Prozent jeder einzelnen
Sorte zum Verkauf und zur Röstung unter folgenden
Bedingungen freigegeben wird:
„l. An den Verbraucher darf Kaffee unr in ge—
„röstetein Zustande verkauft werden.
2. In jedent einzelnen Falle darf nicht mehr als
„ts Psund gerösteter Kaffee verkauft werden. Der
„Vorkauf ist nur gestattet, wenn gleichzeitig an
„denselben Käufer mindestens die gleiche Gewichts-„menge
 Kaffee-Ersatzmittel abgegeben wird.
„3. Der Vreis für Pfund gerösteten Kaffee und
            
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