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Bekanmtunachung.
Viehfenchenpolizeiliche Anordnung.
Der Königliche Kreistierarzt hat weiter die Maul⸗
und Klauenseuche in den Stallungen des Franz Frisch
und Jakob Hofmann in Gennweiler sestgestellt. In
diesem Falle gelten die gleichen Bestimmungen, wie
ich sie am 2. d. Mis. erlassen habe.
Ottweiler, den 6. Januar 1916.
Der Kgl. Landrat.
50)
51) Bekannturachung.
Unter dem Viehbestand des K. Oekonpmierates Karl
Schneider in Rittershof ((Gemeinde Hasfel) ist die Seuche
amtstierärztlich festgesteilt worden. Der Hof ist Sperrbe—
zirk, die Gemeinde Hassel Beobachtungsgebiet.
St. Ingbert. den 8. Jannar 1916.
HQonintiches Bezirksaut.
52)
Bekantamochung
Aiertssffelve arganag votr.
Da es der Stadt Zweibrücken und einigen Land—
gemeinden des Amtsbezirks Zweibrücken nicht möglich
war, innerhalb des legteren ihren Bedarf an Kar—
toffeln zu decken, da die Abgabe an solchen entgegen
den Beseimmungen der Bundesratsvervrbdnungen vom
9. und 28. Oktober 1913 — R. G. BI. S. 647 und 711
— verweigert wurde, wird hiermit seitens des Vor—
sitzenden des Kommunalverbandes Zweibrücken-Land
die Ausfuhr von Kartoffeln aus der Stadt Hor⸗
bach und den 44 Landgemeinden ds Amtsbezirks
Zweibrücken und seitens des Vorsitzenden des Kom—
munalverbandes Zweibrücken⸗Stade die Ausfuhr von
Kartoffeln aus der Stadt Zweibrücken von der Er—
laubnis des Vorsitzenden des betreffenden Kommunal
verbandes abhängig gemacht.
Wer ohne diese Erlaubnis Kartoffeln ausführt,
wird mit Gefämgnis bis zu einem Jahr bestraft.
Zweibrücken, den 80. November 1915.
Der Vorsitzende des Kommunalverbands
Zmeibrücken Land:
Pöhlmann.
Der Vorsitzende des Kommunalverbands
Zweibriicken Stadt:
Der. Wenz.
Beokanntnachreng.
In Armsdorf ist die Maus- und Slauenseuche
erloschen. Die angeot dneten Schutzuoßregeln sind auf⸗
zehoben worden.
Bolchen. den 6. Januar 1816.
Kail. Rreisdirektor
Verfvnal xg hrouit.
Die Wahl des Obersseutnants a. D. und Guts—
besitzers Alerander SPwindtvon Schwind zu Esch—
bergerhof zum Kre:etierten des Kreifes Saarbrücken
ist bestätigt worden.
Saarbricken. de⸗
Der Krr
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Sanuar 1916.
NHa u drat:
— — —— — — —
* * 38 —32
Vermehrter Kenuseban
23 3443 *
zur Unterssützung der Valfgernührung.
Voröffentlichungen des Preuß. Landwirtichaftsministeriums.)
Schou im vorigen Jahre sind beträchtliche Mengen
bon Nahrungsmitteln dutrd vermehrten Gemüsebau ge—
wonnen worden, wenngleich die außersroentliche Trockenhett
des lehten Borsommers vielfach die Erfolge der aufge—
wendeten Bemühungen wesentlich herabgemindert hat. Dies
darf aber keineswess davon abhalten, im kommenden
Frübjahr diese Bestrebungen mit gesteigertem Eiser wieder
aufzunehnen, und wenn die Witterungsverbältnisse des
Jahres 18916 normale sind, was nach dem gang ungewöhnlich
ocen Sabet 19153 m—emen I. wird auch der ge—
wünschte Erfols nicht ausbleiben. In den landwirtschaft⸗
lichen Betrieben wird dem Gemüsebau in der Kriegszeit
schon an sich eine erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt, es
ist aber erwünscht, daß sich andere Berufskreise, nament⸗
lich die städtische Bevölkerung, mehr als bisbher dem Ge—
müsebau zuwenden. Manches Stück Land, das bisher gar
nicht kultiviert wurde, oder als Ziergarten usw. Verwen⸗
dung fsand, kann für diesen Zweck herangezogen werden
Es wäre falsch, zu slauben, daß solche keinen Hilfen
für das große Ganze kleinen Ausschlaa geben. Wenn
auch die Arbeit des Einzelnen nur einen kleinen Beitrag
liesert, so ergibt die Summe aller Beträge doch einen
namhaften Erfolg.
An Anweisungen für die Ausführung solcher Kul—
turen sehlt es nicht; sowohl in Fachschriften wie in der
lotalen Preffe ist in dankenswerter Weise immer wieder
auf den Wert des Kleingemüsebaues hingwiesen, nd
die erfolgreichsten Arten und Sorten genannt und An—
leitungen zur Kultur gegeben worden. Ein werentliches
Verdienst könnten sich die bestehenden gärtnerischen In—
stitute erwerben, wenn von ihnen noch in böherem Maße
als bisher die Bestrebungen zur Förderund des Gemüse—
baues in der Kriegszeit unterstützzt würden. Musterhaftes
hat in dieser Beziehung der Valmengarten in Zrankfurt
a. M. geleistet. Schon im letten Jahre wurde ein Teil
der sonst der Pflanzen- und Blumenzucht dienenden Kul—
ur⸗Ländereien, Gewächshäuser und Mistbeetanlagen dem
Nutßgartenbaun gewidmet; es wurden Musterpflanzungen an—
gelegt und den zahlreichen Besuchern des Gartens vor—
teführt: infolgedessen steigerte sich die Nachfrage nach Klein—
jartenland im Umkreise der Stadt erheblich. Die in dem
Harten erprobten Sorten der Hauptgemüsearten, wie Früih—
artoffeln. Bohnen,. Erbsen, Tomaten, Zugcermais, Kohl
Salat, Spinat, Wurzel- und Knollengewächse aller Art
wurden den Interessenten bekanntgegeben, so daß die Ver—
waltung des Palmengartens den Mitte!?punkt für die die
Fürderung des Gemüsebaues im Hausgarten betreffenden
Bestrebungen bildete. Es wäre dringend erwünscht, daß
die bestehenden Garteninstitute ähnlicher Art eine aleich—
artige Wirksamkeit entfalten. Der gegianete ZSeitpunkt hicr—
für ist gekommen, da gerade jeßt zur Winterszeit das Er—
forderliche eingeleitet und vorbereitet werden muß.
2.. Berlin, den 27. Dezember 1915.
3 —
Zur Gewianung von Fett.
Der preußische Landwirtschaftsminister gibt fol⸗
gerides betannt:
Bei der gegenwärtigen Knappheit an Fetten ist
es dringend geboten, für die volllommenste Gewinnung
der vorhandenen Fette Sorge zu tragen. Die Verbut—
erung der Milch ist vielfach noch recht unvosltommen,
meil einerseits mangelhast arbeitende Milchsevaratvren
oermendet werden, andererseits das ganz unzeitgemäße
Sattengaufrahmungsverfahren noch im Gebrauch ist. Der
hierdurch der Butterversorgung des deutschen Reiches
erwachsende Ausfall ist von sachverständiger Seite auf
mindestens 260 000 Dztr. berechnet worden, was etwa
5000 der jährlichen Gesamtbuttereinfuhr des deutichen
Reiches eutsprechen würde.
Wird es ninm auch niemals gelingen, die theore—
tisch mögliche vollste Entrahmung bei der gesamten zu
Butter verarbeiteten Milchmenge zu erreichen, so un—⸗
terliegt es doch keinem Zweifel, daß sich bei richtigem
Verfahren noch ganz bedeutende, jetzt mit der Mager—
nilch meist zur Verfütterung gelangende Butterfett—
mengen gewinnen ließen. Dies muß aus volkswirt—
schaftüchen Gründen — wegen der Butterknappheit —
vie aus privatwirtschaftlichen — wegen des großen
Einnahmeverlustes bei den hohen Preisen des Butter—
ettes — nach Kräften erstrebt werden. Das Ziel wäre
am vollkommensten erreichbar durch Anlieferung aller
nicht im eigenen Haushalt benstigter Milch in die Mol—
tereien. Soweit dies nicht durchgeführt werden kann
nüßte die NMiich wenigstens mit guten Separatoren
entrahmt werden. Die Nifgabe aller landwirtschaft
ichen und milchwirtschaftlichen Interessenvertretungen
Vereine usw. ist es, auf die Zweckmäßigkeit zeitwei—
iger Untersuchungen der Magermilch auf etwa zu hohen
Fettgehalt fowie auf die Beschaffung guter Separatoren
zinzüwirken, die Landwirte auf brauchbare Geräte hin