Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

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Heraus mit den silbernen Kugeln, heraus mit all dem Geld, das nur dem Genusse, nicht dem
Veben dient! Dem Vaterland gehört es in dieser eutscheidungsvollen Stunde.
und nicht einmal opfern sollen wir es, nein, nur jetzt für den Augenblick es uns entziehen und
den Vaterlande leihen zu unserem Besten und dazu zu eigenem, nicht unbeträchtlichem Gewinun.

Jeder muß zahlen, auch der Kleinste, jeder kann zahlen!

Auf hundert Mark lautet das kleinste Stück der Anleihe. Aber auch für den, der keine hunder;
Mark aufbringen kann, ist an vielen Orten Gelegenheit geschaffen, sich zu beteiligen. Wo es noch nicht
geschehen ist, möge man diesem Beispiel folgen! Schulen, besonders eingerichtete Zahlstellen, Ver—
trauensmänner, Genossenschaften jeder Art, auch Sparkassen können solche kleinen Einzahlungen entgegen
nehmen, sie aufsammeln und die Summe in Kriegsanleihe anlegen, deren hoher Zinsfuß auf diese Weise
den einzelnen Zahlern direkt zugute kommen soll. Ganz in gleicher Weise können Sparvereine, wie
sie jetzt schon vielfach bestehen, verfahren Vereine jeder Art können aus ihren Mitgliedern kleine Sparge—
nossenschaften bilden; Spielklubs und Kränzchen, die an jedem Ort in großer Zahl vorhanden sind, und
von denen viele für irgendeinen gemeinsamen Zweck, einen Ausflug, eine Reise oder dergleichen, aus klei—
nen Beiträgen, Spielgewinnen u. dgl. ein paar hundert Mark sammeln, können jetzt statt dessen Reichs—
anleihe erwerben. Ueberall wird sich ein allen zusagender Weg finden lassen, soweit es sich darum handelt,
jedem Beteiligten zu einem gemeinsamen Zeitpunkt seinen Zins⸗ und Kapitalanteil wieder zukommen zu lassen
Man wende nicht ein, es handle sich da überall mer um Kleinigkeiten. Bei der dritten Kriegs
anleihe haben im ganzen Reich 246000 Schüler höherer Schulen über 31 Millionen Mark aufgebracht
In einzelnen Kreisen, wo die Arbeit besonders rührig war, sind überraschende Erfolge erzielt worden.
In einem kleinen schlesischen Kreise wurden bei der zweiten Kriegsanleihe über 140 000 Mark, bei der
dritten fast 179 000 Mark allein durch die Schulen gezeichnet. Ein ähnlich gutes Verhältnis für ganz
Deutschland würde zu ganz unerwartet hohen Ziffern führen.
Viele Wenig haben noch immer und überall ein Viel gegeben. Und jetzt werden sie ein riesige«
Viel geben, wenn jeder voll und ganz seine Pflicht tut. Jeder sei sich seiner Mitverantwortung be⸗
wußt, keiner zahle, bloß um gezahlt zu haben. Jeder lege sich freiwillig und freudigen Herzens
Einschränkungen a uf. Die Einschränkungen, die wir tragen, sind ja ganz winzig,
gegenüber dem, was unsere Braven im Feldetäglich undstündlichfür unsopfern;
gegenüber dem Elend aber, vor dem unserer Führer Scharsfiun und Tatkraft und unserer Brüder Mut
und Blut uns bewahrt hat, sind sie nichts, rein gar nichts!
Nicht Almosen leidet die Größe des Siegespreises, nicht lässiges Spiel, nicht Wohltätigkeitssport,

sondern bewußlen, kräsügen Verzicht erhei
aseyp J — erhe WM 93
Anpannen der änßersten —— nae eund vpolles

Groß gehungert und groß gedarbt hat sich ja das deutsche Volk. Es wird auch jetzt sich abkargen
künnen, was Sieg und Größe des Vaterlandes sordert.

Zum Zeugen und Mitvoilzieher einer großen Zeit ist jetzt jeder Deutsche geweiht. Was wir
hente ersniden und erstreiten, wird Segen sür Hnuverte von Benerationen, Unsegen aber, was wirt
beute veriüuuen. Hundertjache VSerantwortung trägt ieder?
Ueberall im deutschen Land, von den Alpen bis zum Meer, in Stadt und Land, rüstet sich schon
das ganze deutsche Volk in allen Schichten und allen Lebensaltern zu dieser Riesenschlacht, sammelt in
stillen alle Kräfte und wolt aus zum ungeheuren Schlage.
Ainerheit und deutcher Wucht, wie Wetterschlag, zerschmetternd, ver⸗

— gau teinen Maonn.
TDannkanndie 4. Kriegsanleihe unsere Siegesanleihe werden.
Wer zahlt, was er kaun, hitft mit zu Sieg und Frieden!
AAßyp —2 α gHp
er me zahlt, was er enthehren kann,
7 — o
derlängert den Krieg!

—24 3
            
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