sich die deutschen Landwirte auch künftig gewachsen zeigen
Ddie Erfüllung dieser Aufgabe wird ihnen aber nament—
sich bei längerer Kriegsdauer nicht ohne erhebliche Opfer
und Erschwerungen möglich sein. Mit dem Kriegsaus—⸗
bruüch hat die umfangreiche Einfuhr von Futtermitteln
aus dem Auslande aufgehört. Das Verfüttern von Roggen
und Roggenmehl, das bisher vielfach üblich war, hat ver—
boͤten werden müssen, weil alles Brotgetreide und Mehl
für die menschliche Ernährung nötig ist. Die Hoffnung,
in erhöhtem Maße Kartoffeln als Viehfutter verwenden
zu können, hat sich nicht in der erwarteten Weise ver—
wirklicht, denn die Kartoffeln werden zum Ausgleich des
Feblbetrages an Brotgetreide und an andern, früher aus
dem Auslande eingeführten Nahrungsmitteln in größeren
Unifange als bisher zur Ernährung der Menschen ge
hraucht. Das Viebhfutter ist daher knapp und teuer ge
worden und eine Aenderung ift darin vorläufig nich
zu erwarten. Die Erhaltung des Rindviehs wird trotz
dem wegen der im ganzen reichen Heu- und Strohernté«
nicht auf Schwierigkeiten stoßen, die Schweinehaltung
uündd Schweinemästung wird dagegen vielfach nicht
mehr in dem bisherigen Umfange möglich sein. Infolge—
dessen hat sich der Auftrieb von Schweinen auf den
Schlachtviehmärkten und das Angebot von Schweinefleisck
in letzter Zeit in einer Weise vermehrt, daß es den
augenblicklicen Bedarf übersteigt, und es muß mit einer
weiteren starken Steigerung gerechnet werden. Diesem zei⸗
sigen Ueberangebot würde notwendig ein unliebsamer
Mangel in späterer Zeit folgen, falls nicht alle Beteilig
len dald dazu mitwirken, den Ueberfluß für die Zukunf!
nuützbar zu machen. Dies läßt sich durch die möglichst
umfangreiche Herftellung von Dauerwaren aller Art (Schin
ken, Speck, geräucherte Würste, Pökelfleisch, Konserven) er
reichen. Richten das Fleischergewerbe und die Fleischwaren—
Indufstrie hierauf ihr Augenmerk, wobei ihnen die Unter—
ftfüßung der Gemeindeverwaltungen und Genossenschaften
sicherlich nicht fehlen wird, und versorgen sich namentlich
die Haushaltungen bald mit angemessenen Vorräten an
Dauerwaären, so wird einer Vergeudung des Ueberflusses
dorgebeugt. Die jetzige Jahreszeit ist die beste für die
Herstelluna von Dauerwaren und für deren Aufbewahrung.
Ein solches Vorgehen ermöglicht es der einzelnen Haus—
haltung, zu annehmbaren Preisen im voraus einen großen
Teil ihres Bedarfs an Fleisch zu decken. Der Gesamt—
heit bringt es den Vorteil, daß dem unausbleiblich ge—
Lingeren Angebot an Schweinefleisch in den späteren Mo
naten auch nur eine geringere Nachfrage gegenübersteht.
Ein übermäßiges Steigen der Preise wird so verhütet
und einer Beeinträchtigung der Volksernährung vorge—
beugt werden. Das ist auch ein Stück Kriegsarbeit, der sich
die nicht im Felde Stehenden mit vaterländischem Pflicht—
gefühl unterziehen müssen, denn zum Durchhalten gegen
die Welt von Feinden, die uns einen Hungerfrieden auf—
zwingen möchten, muß nächst der Brotversorgung auch die
Fleischversorgung gesichert werden.
Berlin, den 9. Januar 1915.
Der Minister für Landwirtschaft, Domänen und Foruten.
Freiherr von Schorlemer
Saarbrücken, den 12. Februar 1915.
Der Königliche Landrat:
dvon Miauel.
Landkreis Saarbrücken.
Nr. 135.
Inf.Regt. Nr. 97. Gerichtigung früherer Angaben.)
3. Komp.: Res. Christ. Sauer, Quierschied, bisher verwundet,
ist gefstorben. — 10. Komp.: Musk. (Gnicht Wehrm.) Joh.
Eckle, Püttlingen, gefallen.
Hufaren-Regit. NRr. 13. 1. Esk.: Husar Jakob Staub,
Dudweiler, vermißt. — 2. Esk.: Hus. Joh. Reuter, Alten—
wald, in Gefangensch. — 4. Esk.e: Hus. Hermann Eaer.
Herrensohr. schwer verwundet.
Nr. 136.
Inf.Regt. Nr. 70. 7. Komp.: Ers.Res. Jakob Brusel,
Friedrichssthal. durch Unfall verl. Res. Jakob Weyland,
Püttlingen, gefallen.
Inf Regt. Rr. 97. 8. Komp.: Res. Geora Weiland,
Sellerbach, nicht verw., sondern gefallen.
JInf Regt. Nr. 137. 4. Komb.: Kriessfreiw. Wilhelm
John. 928o0l,z. aefallen.
Nr. 137.
„Inf.Regt. Nr. 166. GBerichtigung früherer Angaben.
6. Komp.: Res. Peter Kläs, Sellerbach, bisher verm., schwer
derw., ist gestorben. Res. Jak. Trappen, Hühnerfeld, bisher
vermißt, zur Truppe zurück. — 7. Komp.: Res. Wilhelm
Schorr, Friedrichsssthal, bisher vermißt, verw., ist gestorben
— 8 GKGomp.: Musk Stevpvhan Ludw, Scheidt. Bübingen
bisher vermißt, ist gefallen. Musk. Karl Jak. Deutich.
Bischmisheim, bisher verw, ist gestorben.
Nr. 139.
Inf.Regt. Nr. 166. 3. Komp.: Kriegsfreiw. Gustav
Venter, Herrensohr, leicht verwundet. — 4. Komp.: Ers.-Res.
Karl Foß, Herrensohr, leicht verwundet.
Nr. 140.
Inf.Regt. Nr. 166. GBerichtigung früherer Angaben.)
8. Komp.: Res. Joh. Becker, Püttlingen, bisher verwundet,
wird vermißt.
Minenwerfer-Abt. d. 21. A.-K.: Gefr. Aug. Reichrath.
Herrensohr, verwundet.
Nr. 16.
Seesold. Ferdinand Feld, Holz, leicht verwundet. Heiz
d. Res. Karl Wilhelm, Sulsbach, vermißt.
Stadtkreis Saarbrücken.
Nr. 138.
1. Garde-Res.Regt. 1. Komp.: Vizefeldwebel Frit
Jdohn, leicht verwundet.
Königin-Elisabeth-Garde-Grenadier-Regiment Nr. 3.
1. Komp.? Hob. Gren. Hermann Pesch, leicht verwundet.
Inf.-Regt. Nr. 168. 5. Komp.: Musk. Franz Stefan,
obermißt. Erf.Res. Johann Thielen, leicht verwundet. Res.
Karl Spuller, gefallen.
Res.-Inf.“Reat. Nr. 223. 5. Komp.: Musk. Wilhelm
Dahmen 2., gefallen. — 7. Komp.: Musk. Hans Bloch. schw
bderwundet.
Nr. 139.
Inf.Regt. Nr. 29. 2. Komp.: Ers.Res. Wilhelm
Burger, leicht verwundet. Musk. Joh. Pitsch, leicht verw.
Inf.Regt. Nr. 70, Saarbrücken. (Berichtigung früherer
Angaben.) 1. Komp.: Musk. Emil Schulien, bisher schwer
derwundet, ist gestorben. — 2. Res. Georg Becker, bisher
schwer verwundet, ist gestorben. Res. Heinrich Kroll, bisher
»ermißt, ist verwundet. — 4. Komp.: Res. Jakob Vogel,
hisher vermißt, ist verwundet. — 10. Komp.: Unteroffizier
Ferdinand Glaeser, bisher vermißt, ist verwundet. Res.
deinrich Hein, bisher vermißt, ist im Lasarett. — 11.
Komp.: Ref. Daniel Welter, bisher vermißt, ist verwundet.
2. Komp.: Unteroff. Karl Schneider,. bisber vermißt.
ist verwundet.
Inf.-⸗Regt. Nr. 166. 2. Komp.: Res. Hermann Diemann,
leicht verwundet. — 3. Komp.: Kriegsfreiw. Korn, gefallen.
Eini.Freiw. Franz Hippchen, leicht verwundet b. d. Truppe
Nr. 140.
Leib-Gren.⸗Regt. Nr. 8. 2. Komp.: Kriegsfreiw. Ant.
Korn, schwer verwundet.
Inf Reot. Nr. 25. 1. Komp.: Wehrmann Philipp
Becker, verwundet.
Inf.-Regt. Nr. 59. Gerichtigung früherer Angaben.)
4. Komp.: Musk. Julius Mühlen, bisher vermißt, ist verw.
Inf.Regt. Nr. 149. 9. Komp.: Unteroff. Joh. Steilen,
gefallen. — 12. Komp.: Res. Mar Laewir, vermißt.
Inf.Regt. Nr. 166. 6. Komp.: Musk. Pet. Klein 2.
leicht verwundet. — 7. Komp.: Musk. Seb. Krämer, leicht
vperwundet.
Inf.Regt. Nr. 173. 12. Komp.: Musk. Hreich. Venitz
aefallen
Nr. 17.
Seesoldat Josef Dill, gefallen. Gefr. Wilh. Schlotter—
beck, schwer verwundet. Gefr. Peter Rau, gefallen. Seesold
Georg Zimmermann, gefallen.
Refopmöchulz Blaubeuren hHürttentern
unc kirthberh aà. Jaggt. R. dtratke.
Herrliche gesunde Lage und beste Erfolge. Prospekte
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Eber hardsbau. Ksassen 1-IV.
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