9. Der Wegebau⸗Etat wird nach dem Vorschlage der
Wegebaukommission genehmigt zu 20000 für ordent⸗
liche und 11000 Mark für außerordentliche Ausgaben.
Das der Frau Heinrich Troß gehörige Grundstück Flur 3
Pars. Nr. 45961, wird zum BPreise von 1400,00 Mt.
angekauft und der Vorplatz vor der Werkstatt des
Bildhauers Häuser soll zur Erweiterung der Kirchbofs⸗
Einfahrt bergerichtet werden.
Die Pauschalverautung an 8. C. Silger für amtliche
Bekanntmachungen für die Dauer des Krieges wird vom
1. Oktober 1915 ab entsprechend erböht.
12. Die Verouttung der Hilfspolizelsergeanten Lorens und
Koch wird vom 1. Oktober 18915 ab um 20 Mt. erhöbt.
13. Dem Feldhüter Scherer wird die Vergütung für Polisei⸗
Hilfsdienste vorläufig weiter belassen.
Dem Hilfs⸗Polizeisergeanten Hubertus soll ein infolge
eines Mißverständnisses irrtümlich au eine falsche Per⸗
— Betrag nicht in Abzug govebracht
erden
Die Krankenkassenbeiträge für die Schulputzfrauen sollen
vom 1. 11. 1915 ab in voller Höhe auf die Gemeinde⸗
kasse Üübernommen werden.
Die Ausführung von Grabeinfassungen und Grabschmudck
sür die Begräbnisstätten darf nicht mehr vhne Ge—
nehmigung der Gemeindebehörde erfolgen. Dem Ge⸗—
meindebauamt muß in jedem Falle eine Skizze vor⸗
gelegt werden.
Der Antrag der Berginspektion 11 Camphausen wus
Benehmigung zur Anlegung eines Weges in Hühner⸗
seld wird abgelehnt, da eine Aenderung des Slucht⸗
linienplanes nicht eintreten soll.
Dem Marktstandgelderheber Länger wird die Pacht vor⸗
läufig bis 1. Mai 1916 erlassen.
Der Antrag des Dachdeckermeisters Bertges um Auf—⸗
nahme in den Preußischen Untertanenverband wird
befuͤrwortet.
Die Gemeindevertretung ist mit dem Versand von
Weihnachtspakletchen an die einberufenen Gemeinde⸗
glieder einverstanden.
gzu Mitgliedern des Kuratoriums des Reform-Real—
aymnasiums werden gewählt die Herren Fabrikbesitzer
karl Vopelius und Notar Michalte.
Die Versammlung nimmt Kenntnis von dem Ausgange
der Progesse in Sachen Zuschußleistung gemäß 8 58
Kommunal⸗Abgaben⸗Gefetzes.
Mit der Zahlung des Betrages von 50 Mart zur Ver⸗
abfolgung von Milch oder Suppe an arme Kinder ist
die Gemeindevertretung einverstanden.
Bon der Einstellung des Fleischverlaufs aus der Feld—⸗
schlächterei, der sich nicht bewährt hat, wird Kenntnis
genommen.
Dem Vorstande des Deutschen Kriegerbundes werden
20 Mart Weihnachtsspende für hilfsbedürftige Ange⸗
höriae von Kriegern aus dem Jabre 1813/14 bewil⸗
figt. Die übrigen Anträge werden abgelehnt.
Sulabach⸗Gaar. den 2. Dezember 19183.
Der Bürgermeister:⸗
Eyhmael.
Bekanntmachung.
Der Königliche Kreistierarzt hat weiter bie Maul⸗
und Klauenseuche in den Klauenviehbeständen folgen—
der Besitzer festgestellt:
1. Peter Schirra, Kirchstraße; 2. Peter Müller,
Bergstrahe; 8. Math. Alt, Primburg; 4. Nit. Klein,
Primburg, sämtlich in Eppelborn.
In diesem Falle gelten die gleichen Bestimmungen,
ich sie bereits am 17. v. Mts. erlassen habe.
Ottweiler, den 6. Dezember 1915.
Der Königliche Landrat.
Vekannrtmachung.
Bei? Grubenpferden des Fuhrunternehmers
Baumstuümmler in Kreuzwald ist die Pferderäude fest⸗
gestellt worden.
Bolchen, den 6. Dezember 1915.
Faiserl. Kreisdirektion
— —
4
BRekauttinmsaczung.
In Eblingen ist die Maul- und Klauenseuche er—
loschen. Die angeordneten Schutzmaßregeln sind auf.
gehoben worden.
Boblchen, den 6. Dezember 1915.
e Kaiserl. Kreisdirektion
Bekanntmachung des Generalkommandos
XxXI. Armecekorps.
Die in letzter Seit allgemein in den westlichen Be—
zirken einsetzende große Nachfrage nach Kartoffeln und der
langfame Gang der Anlieferung scheint in der Bevölkerung
eine unrichtige Anschauung erweckt zu haben, woe das
Beneralkommando zu folgender Mitteilung veranlaßt.
Die diesijährige Kartoffelernte ist in so reichlichem
Maße ausgefallen, daß der Bedarf für das Heer und die
Bevölkerung im vollsten Umfange gedeckt ist. Jegliche Ge—
jabr in der Kartoffelversorgaung ist ausgeschlossen. Durch
besondere Organisation ist Vorsorge getroffen, alle Stellen,
die Industrie⸗ und kartoffelärmeren Gebiete usw. mit den
ersorderlichen Mengen zu versorgen. Zu diesem 8wede
sind die Eisenbabnbehörden angewiesen, alle Kartoffel⸗
sendungen vorzugsweise und beschleunigt zu befördern.
Auch seitens der Militärbehörden wird allen Er—
suchen um militärische Hilfeleistung bei der An- und Ab—
fuhr der Kartoffeln, soweit es die dienstlichen Interessen
zulassen, stattgegeben werden.
Im Interesse aller Beteiligten liegt es, die Be—
mühungen der Behörden in jeder Hinsicht zu unterstützen,
den Bedarf rechtzeitig anzumelden, dabei nicht so sehr auf
die Lieferung bestimmter Sorten zu bebarren und andere
gute Eßkartoffeln nicht zurückzuweisen.
Leider hat der plötzlich einsetzende, vorübergehende Frost,
ferner ein zeitweiliger Mangel an Wagen eine kurze Stockung
in der Zusuhr und dadurch hie und da einen Kartoffel⸗
mangel verurfacht, der aber bald beseitigt sein wird.
Von der bisbher bewiesenen vaterländischen Gesinnung
und ruhigen Besonnenheit der Bevölkerung darf erwartet
werden, daß sie auch fernerhin alle derartige Schwieria⸗
keiten und Unbequemlichkeiten mit Geduld und Ruhe er—
tragen und volles Vertrauen in die Anordnungen der
Regierung und ihrer Organe setzen wird. Die Bevölkerung
kann überzeugt sein, daß die erwähnten Stellen mit allen
Mitteln bestrebt sind, zeitweise Störungen, nicht allein
in der Kartoffelversorgung, sondern auch in allen übrigen
Lebensmittelfragen, zu heben.
Der kommandierende General.
Berordnuung
Ich verbiete, unbefugt eine militärische Uniform, Krlegs
auszeichnungen, Orden und Ehrenzeichen anzulegen vder
militärische Titel anzunehmen. Zuwiderhandlungen werden
auf Grund des 8 9b des Gesetzes über den Belagerungs⸗
zustand mit Gefängnis bis zu einem Jahre bestraft
Saarbrüden, den 29. November 1915.
Der Kommandierende General
des stellbertretenden 21. Armeelorps:
Va. 13051. zualeich für das 16. Armeekorps:
L. 10790. vbves. v. Mbner
Personal⸗Chronil.
Ernannt: Der Maschinensteiger a. D. Nikolaus
Schneider in Quierschied zum Beigeordneten der
Landbürgermeisterei Quierschied im Kreise Saarbrügen.
Saarbrucken, den 13. Degzenber 1913
Der Königliche Landrat:
on Miac6uel