Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

Im Stalle des Försters Stirn, Forsthaus Ham⸗
merkopf, Gemeinde Mutterhausen, ist die Maul⸗ und
selauenfeuche ausgebrochen.
sperrgebiet: Das Forsthaue Hammerkopf nebsi
dem Ortsteil Neudörfel der Gemeinde Mutterhausen.
Beobachtunge gebiet: Der ũbrige Gemeindebezirl
Mutterhausen.

Saargemitnd, den 21. Zult 1918.
Der Kais. Kreisdirektor.
Saarbruͤcken. den 31. Zuli 1015.
Der Konigliche Landratt
von Miauel.

————sæssßyæ⸗

Schafft das Gold zur Reichsbank.

Die nach Abbruch des Krieges von allen Seiten in
wahrhaft vaterländischer Gesinuung eingeleiteten Be—
strebungen, das im Umlauf befindliche Gold nach Mög⸗
lichkeit der Reichsbank zuzuführen, haben bisher einen
alle Erwartungen übersteigenden Erfolg gezeitigt. Hat
sich voch der Golbobestand ver Neichsbaut, der bei
Beginn des Krieges nach Ueberweisung des Reichs⸗
kriegsschazes 1458 Millionen Mark betrug, bis Mitte
dieses Monata auf 2382 Millionen Mark, also um
rund 924 Willionen Mark erhöht. Das Ergebnis legt
Zeugnis ab von dem uunerschütterlichen Vertrauen aller
Bolkakreise in unsere wãͤhruuga⸗ nud stnanziellpolitischen
Berhaltuisse und erscheint von diesem Gesichtspunkte
aus ganz besonders bedeutsam und erfreulich. Zugleich
erbringt es aber auch den untrüglichen Beweis dafür,
daß sich im Besitze des deutschen VBolkes noch reiche
Solv veserven befinden, die gerade jetzt den Zwecken
der Reich⸗bank und damit dem allgemeinen Wohl vienst⸗
bar gemacht werden lDnnen.
Seit Einführung der Goldwährung bis Ende De⸗
zember 1914 sind in Deutschland an Reichsgoldmünzen
5 134 326 000 Mk. netto (d. h. nach Abzug der wieder⸗
eingezogenen Stücke) ausgeprägt worden. Hiervon sind
im Laufe der Zahre allerdings erhebliche Beträge ins
Ausland geflossen oder auch zu industriellen Zwecken
eingeschmolzen. Wie hoch sich die Beträge stellen, läß!
sich nicht ziffernmäßig genau bestimmen, sondern nur
schätzungsweise ermitteln. Der auf dem Gebiete der
Edelmetallstatistik als Autorität anerkannte jüngst ver⸗
storbene Nationalökonom Professor Dr. W. Lexié«
schätzte den Betrag der in Deutschland noch vorhandenen
Reichsgoldmünzen Ende 1911 auf 3,3 Milliarden Mk.
eine Summe, die sich auch mit den Ergebnissen ander⸗
anderweiter Schätzungen ungefähr deckt. Da nun Mitte
Juni 1915 an Reichsgoldmünzen 2382 Millionen Mt
in der Reichsbank lagen, so würde der noch im Um—⸗
lauf besindliche, in Tresoren verwahrte und in Spar—⸗
töpfen verstedte Betrag auf ungefähr 1 Milliarde Mk
zu veraujchlagen sein. Auf Grund dieser Veranschlag⸗
ung ergibt sich, daß die seit Beginn des Krieges in
die Reichsbank eingelieferten Goldmünzen im Verhält⸗
nis zu den noch im Verkehr vorhandenen bei weitem
nicht die mögliche und wünschenswerte Höhe erreicht
haben. Die Gründe hierfür liegen wohl darin, daß
die Bedeutung, welche ein großer Goldschatz der Reichs⸗
bauk in finanz⸗, bank⸗ und wirtschaftspolitischer Be—
ziehung hat, trotz aller Auftlärungsarbeit von vielen
noch nicht zur Genüge gewürdigt und richtig einge⸗
schãtzt wird.
DImmerhin muß sich aber ein erheblicher Betrag
von Goldstücken noch in Privatbesitz befinden, der ohne
Zinsgenuß bleibt, da er im Wirtschaftsverkehr auch
nicht zirkuliert. Pflicht eines jeden Deutschen ist es
aber, in diesen ernsten Zeiten der Reichsbank jede, auch
die kleinste Verstärkung der Goldreserve zuzuwenden.

die dadurch in der Lage ist, den dreifachen Betrag in
anderen Zahlungsmitteln dem Wirtschaftsleben zuzu—
führen. In dem Kriege gegen unsere Feinde ringsum
ist es aber vor allem erforderlich, unser Wirtschafts⸗
leben zu stärken, darum kann der Ruf
Schafft das Gold zur NechBbank
nicht laut genug jedem Einzelnen eingeprägt werden
Alle ofsentlichen Kassen, die Postanstalten und die
Neich⸗,bauk nehmen die Golostücke zum Austausch gegen
andere Zahlungsmittel gern und daukbar entgegen
Darum sammelt das Gold nud führt e«“
der Reichbankzu.

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Das Saarbrücker Kreisblatt
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Kreis⸗Sparkasse
—35
GSaarbrücken.
Uel. 2741. An hbn Girg ontg bolschemntone uin 8284
Reserven ca. 1500 000 Nark.

SDie Einlagen bei der Kafse sind „mündelsicher“.
Für die Sicherheit haftet der Kreis Saarbrücken mit
seinem gesamten Bermögen und seiner ganzen Steuer—
kraft.

Räczahlungen in jeder Höhe in der Regel sofort
Einziehung von Spareinlagen bei auswärtigen Kassen
ohne Unterbrechung der Verzinsung und ohne
jegliche Kosten für die Sparer.

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Schraukfächern zur Aufbewahrung von Sparbüchern,
Feuerversicherungspolteen, Wertpapieren, Urkunden,
Schmucksachen usw. in neuerbauter Stahlkammer.
—::? Mietpreis: 3 Mk. pro Jahr. :—
Kafsenlokal: Gerichtsstraße 83 in Saarbrücken 1.
Geöffnet 8i/ —1, 3—4 Uhr, Samstaus S.1 Nnbhr.
            
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