Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

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Mühlenbesitzer Schäfer, Geislautern,
Beigeordneter Hoffmann, Ludweiler,
Beigeordneter Kohler, Völklingen,
Steiger Michel Baltes, Püttlingen.
Als Kreisausschußmitglied anstelle des verstorbe—
nen Kommerzienrats L. Vopelius für den Rest
dessen Wahlzeit bis Ende 1919 (8 78 der Kreisord—
nung wurde der Hüttenbesitzer Karl Vopelius
zu Sulzbach einstimmig gewählt.
Desgl. als Mitglied des Zuwachssteueramtes
Kreisausschusses) zur Vollziehung von Verglei—
hen in Zuwachssteuersachen (Ziffer 23 der Aus—
führungsbestimmungen des Bundesrats vom 27. 3.
1911) der Rentner Albrecht Korn von hier.
Desgl. als Mitglied der Kommission zur Kon—
trolle der Kreisspar- und Darlehnskafse (89 der
Satzung) der Direktor Frech zu Schloß Halberg.
Desgl. als Mitglied der Kommission zur Rege—
lung der Grundsätze und Ausführung der allge—
neinen Verteilung der Einquartierung auf den
skreis (8 71 des R. G. vom 25. 6. 1868) der Bei—
geordnete Heinrich Simon zu Sulzbach, sowie
als stellvertretendes Mitglied der Hüttenbesitzer
Karl Vopelius zu Sulzbach.
Desgleichen als Kreis-Deputierter auf die Dauer
von 6 Jahren (gemäß 8 31 Kr.O.) der Oberberg—⸗
rat Jordan zu Camphausen.
Endlich 10. als Provinzial-Landtagsabge—
ordneter für den Kreis Saarbrücken für den
Rest der Wahlzeit bis 1918 (88 19, 22 Prov.O.)
der Vorsitzende der Königlichen Bergwerksdirek—
tion, Geheimer Oberbergrat Fuchs hier.
Eine Vorlage des Kreisausschusses betreffend Er—
veiterung des Wirtschaftsgebäudes und des Stal—
les der Männerabteilung der Heilstätte Sonnen—
berg wurde einstimmig genehmigt.
Es folgten verschiedene Mitteilungen.
Saarbrücken, den 27. Februar 1915.
Namens des Kreistages:
Der Vorsitzende:
o. Miquel, Landrat.
Bekanntmachung.
Mit Rücksicht darauf, daß ein allgemeiner Mangel an
Arbeitskräften herrscht und eine Beurlaubung von an der
Front stehenden Soldaten zur Ausführung von Feldar—
zeiten gruͤndsätzlich nicht erfolgen wird, ersuche ich mit
der Bestellung der Frühjahrssaaten möglichst frühzeitig zu
zeginnen. Vor allem aber ersuche ich jedes und auch das
hleinste Stückchen Erde nutzbringend zu verwerten. Keine
Fläche, die sich irgendwie zur Bebauung eignet, darf in
diesem Jahr brach liegen. Sollte aus irgend einem Grund
der einzelne Eigentümer nicht seine eigenen Liegenschaften
selbst bebauen können, so bitte ich die sich zur Bebauung
eignenden Flächen dem Vorsteher zu melden, damit die—
jelben eventl. anderweit bebaut werden können.
Ludweiler. den 1. März 1915.
Der Bürgermeister.
W. Poller.

Bekanntmachung.
Im Laufe dieser Woche fFindet eine nochmalige Auf—
nahme der vorhandenen Vorräte an Brotgetreide, Mehl
und Hafer statt. Diese Aufnahme, die in erster Linie
zu Kontrollzwecken erfolgt, wird sich aber auch noch weiter
auf die Vorräte von weniger denn 2 Zentner erstrecken,
die bei der vorigen Aufnahme bekanntlich nicht berücksichtigt
worden sind. Wer von den vorhandenen Beständen Saat—-⸗
gut beansprucht, hat außerdem die Größe der damit zu
zestellenden Felder anzugeben.
Wer unrichtige oder unvollständige Angaben macht, wird
mit Gefängnis bestraft.
Ludweiler, den 1. Märsz 1915.
Der Bürgermeister.
W. Volsler.

Saarbrücken, den 5. März 1915.
Der Königliche Landrat:
von Miadouel.

Das Saarbrücker Kreisblatt
erscheint Dienstags und Freitags.
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