sochrichten gus den dereinen, der Londwirtschust
uud saleintierzucht im sareise utrhrüstton.
Unsere Hühner. Von besonderer Seite wird
uns geschrieben: Die natürlichen, günstigen Be—
dingungen für das Gedeihen derjenigen unserer
Haustiere, die den größten und wichtigsten Teil
hrer Nahrung in der freien Natur finden, treten
jeht, ein. Darum kommt auch jetzt erst die geeig—
netste Zeit zur Aufzucht des jungen Hausgeflügels,
speziell der jungen Legehühner, die den Ersatz bil—⸗
den sollen für den jährlichen Abgang an alten
abgewirtschafteten. Zwar verstößt dies gegen alle
Regein der Zunftigen und deren übelberatener Ge—
folgschaft, die um jeden Preis, selbst wenn es
sich als nötig erweisen sollte, die frierenden Kücken
im geheizten Badhofen einzulogieren, im Mai en
4. oder 6wöchige Kücken herumlaufen haben. ber
man bedenke, daß bei, den „meisten Frühbrutan—
hängern ganz andere, Interessen im Spiele sind,
als bei dem Legehuhnzüchter. Der Svport— und
Ausstellungszüchter braucht fruͤhzeitig fertige Jung—
nere für seine Ausstellung; der Mastzüchter brauch:
Brathend'l und Poularden so früh, als irgend er—
reichbar.. Der Bruteier-Verkäufer sucht seint Brut
eier son fruh als möglich an den Mann zu bringen
Ddas Ziel vdes Legehuhnzüchters, Gewinnung guter
und, früher Eierleger, wird gewiß durch Frühbrut
reicht ahber, mit einem größeren Kostenaufwand.
Mit erheblich geringerem Aufwand an Kosten,
Sorgen ünd Rühe erreicht man dasselbe durch, Mai
oder Junibrut, und bei Benutzung geeigneter harter
und schnellwüchsiger Kreuzungen mit noch geringe
ren. Aufwendungen, durch Spätbrut. Mang, be
laͤchle nicht, geringschätzig die auf,, dem Lande
dielfach verbreitele Spaͤtzucht im, Juli oder August.
Den Methoden der Bauern liegen meist alte
durch die, zähe Arbeit vieler Generationen be⸗
stäätligte Erfahrungen zugrunde, die entschieden
höher zu dewerten sind als die Erfahrungen, vieler
Sport⸗ und Ausstellungszuchter, deren sprunghaftes
zu wenig ausdauerades Arbeiten betannt ist. Ist
es auch nicht in Abrede zu stellen, daß frühe
Brulen zuweilen Tiere liefern, die unter hesonders
günstigen Umständen, vor Eintritt des Winters lege
keif werden, so, bleibt doch, der „geringe Mehr—
ertrag an Eiern in einem starken Mißverhältnis zu
den aufgewandten Mehrkosten, weil die frühbe—
gonnene Legetätigkeit in der Regel sehr bald infolge
einfallender Kälte oder Nässe eine Unterbrechung
efährt. die dann auch meist bis Weihnachten an—
halit, dem Zeitpunkte, wo auch die Mai— und. Ju ni⸗
bruͤlen, und selbst pielfach die Spätbruten mit dem
Legen“ beginnen. Mai⸗ und Junibrut gebührt der
Vvorzug nus folgenden Gründen: Wärme und
Fuͤlle des Kleintierlebens sind, in ständiger Zu—
nahme, so daß die Kücken in den günstigsten
naturlichsten Verhältnissen aufwachsen und vor allem
reichlichere, dem natürlichen Bedürfnis entsprechende
lerische Rahrung vorfinden, die keine andere, bünst⸗
uche. noch so zwedkmäßig, zusammengestellte Nah⸗
rung Afetzen kann, Seibst in einem, mittelmäßzig
groden dluslauf treten die Vorteile dieser Ernäh—
kungsweise deutlich in die Erscheinung. Die Füt—
terung verbilligt sich; die natür liche Ernährung, be—
wirkt schnellere, fräftigere Entwiglung ‚der Tiere,
und endlich erzieht die Gewöhnung an selbsttätiges
Aufsuchen der tierischen Nghrung, die heranwachsenden
Tiere zu eifrigen Futtersuchern, die nicht
träge herumstehen und auf den Futternapf warten.
Wie wichtig das letztere ist. dürfte iedem Ge⸗
flügelhalter bekannt sein.
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Zwecks Verteilung des Gewinnes ist bei der
Kasse eine Prämienverlosung festgesetzt wor—
den. Zur Teilnahme sind sämtliche regelmäßige
und ständige Sparer der Kreissparkasse zuge—
lassen, welche als Handwerker, Gewerbetrei—
bende, Angestellte, Beamte, Militärpersonen,
Dienstboten oder Arbeiter tätig sind und deren
Finkommen Mk. 2000 pro Jahr nicht über—
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solcher Personen.
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Nr. 3, bis zum 15. Mai 1913 entgegengenom—
men, woselbst auch die vom Vorstand festge—
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Saarb an, den 30. April 1913.
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