leistet habe, was allseitis mit Dank anerkannt
wurde. 8 Mitslieder wurden neu in
den Véerein aufgenommen. Auf Antrag
mehreérer Mitglieder wurde CGemeinde-Vor-Steher
Helbrück zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
An Stelle der ausgeschiedenen Vor-Standsmitglieder
wurden die Herren Gorius,
Donate, Scheérer, Stutz und Didrich gewädlt.
Der Vorsitzendé richtete die Bitte an die
Mitglieder, recht viele Lämmer zu züchten,
um Jen Iinport zu beseitigen, auch machte
ér die Stallschaukommission darauf auf—
merksam, möglichst auf die Klauenpflesge
zu achten.
Friedrichsthal, 21. April. (Vom Ziegenzuchtverein)
Die am gestrigen
Sonntag nachmittag im Bonner'schen Saale
abgehastene Versammlung des Ziegenzuchtvereins
Friedrichsthal-Bisdstock hatte sich
eines zahlreichen Besuches zu erfreuen. Auch
mehrere der eingeladenen Gemeinderatsmitglieder
waren der Einladung des Vereins,
welcher sämtliche Gemeinderatsmitglieder
eingeladen hatte, gefolgt. Der Vercinsvorsitzende,
Herr schornsteinfegermeister
Weißenbach-Bildstock, teilte
nach Eröffnung der Versammlung den An—
wesenden ein Schreiben des Zuchtinspektors
Menz aus Trier mit, wonach derselbe
dienstlich verhindert war, seinen versprochenen
Vortrag zu halten. Ferner teilte der
Vorsitrende mit, daß das Absageschreiben
des Zuchtinspektors Menz erst am Samstag
in seine Hande kam, daß er sofort versucht
hat, den Tierarzt Herrn Ha UCK aus
Sulzbach für den Vortrag zu gewinnen, aber
auch dieses sei ihm fehl geéeschlagen, weil
Herr Hauck anderweitig schon verpflichtet
war. Um die Anwesenden jedoch für den
Verlust des angesagten Vortrages zu ent—
schäâdigen, hatte sich in letzter Stunde der
Schriftführer des Vereins, Herr Königl. Grubenaufseher
Paulus-Friedrichsthal, bereit erklärt,
einen Vortrag über „Die Ziegenzucht?“
zu halten. Der Vortragende entledigte sich
seiner Aufgabe unter Benutzung der ein—
schlägigen Literatur. Als Hauptpunkt des
Vortrages, der sich in den Grenzen der Liegenzucht
im Allgemeinen bewegte, sei die
Rentabilitätsberechnung aus unwiderleglich
aufgestellten Grundzüugen besonders er—
wähnt: Die Futterkosten pro Ziege wurden
im Bétrage von 20 Pfg. pro Tag als Unterlage
angenommen. Nach diesem Grundsatze
kostet die Fütterung der Ziege pro
Jahr 365 20 Pfg. — 73 Mark. Der Nutzen
éiner Ziege unter Zugrundelegung eines
durchschnittlich täglichen Milchertrages von
vier Schoppen aus die Jahresdauer von 10
Monaten angenommen, ergibt sich éine
—
pen Milch. Den Schoppen Milch zu 12 Ptg.
angenommen, ergibt sich die Jahresnutzleistung
einer Ziege auf 12 X 1200 — 144
Mark. Hierzu der Durchschnittsertrag einer
Ziege durch Werfen von z2wei Lämmern
à 450 MKk. — 9,00 Mark, ergibt, ohne die
Dungleistung, einen Jahresertras von 153
Mark. Rechnet man die Futterkosten, wie
vorstehend schon erwähnt, von jährlich 73
Mark ab, so verbleibt ein Reinnutzertrag
pro Ziege und Jahr von 80 Mark. Nach
der amtlichen Viehzaählung am 1. Dezember
1912, hetrug die Ziegenzahl in der Gemeinde
Friedrichsthal 950 Stück. Der Vortragende
legte seiner Gesamtberechnung nur 900 Ziegen
zu Grunde. Die Gesamtnutzleistung der
Ziegen in der hiesigen Gemeinde ergeben
mithin den Betrag von 72 000 Mark. Red—
ner gab an der Hand des Merkbuches für
Ziegenzüchter von Herrn Kreistierarzt G.
Franke-Köln näheren Aufschluß über Be—
handluns und Pflege der Ziege und sprach
zum Schlusse seines vortrefflichen Vortrages
den Wunsch aus, daß alle Ziegenzüchter
sich zusammenscharen möchten, um das von
den Zuchtvereinen aufgestellte Zuchtziel zu
arréeichen, zrum Wohle und Nutzen der Ziegenzüchter.
Dem Vortragenden wurde für
zeine lehrreichen Ausführungen allgemeine
nerkennung zuteil. — Nach Erledigung
/on sonstigen Vereinsangelegenheiten wurde
4. a. beschlossen, im Laufe dieses Jahres
n hiesiger Gemeinde eine Lokal Ziegenrusstellung
abzuhalten. Als Ausstellungsolatz
wurden die Gartenanlagen von den
zastwirten Herren Hrch. Dietrich und
Michel Schichtel zu Bildstock bestimmt. In
lieser Ausstellung sollen zwei Hauptklas
zen ausgestellt werden und zwar Klasse 1.
ziegen vach dem Sahnenschlage: weiß und
»hne Hörner; in Klasse 2: bunte Ziegen
»hne Hörner. — Es wurde ferner beschlos—
zen, die pächste Vorstandssitzung bei Wirt
dietrich⸗Bildsstock und die Vierteljahrsver.
ammlung im Lokale von Michel Schichtel
u Bildstock abzuhalten. In diesen Ver
zammlungen soll alles weitere über die Aus
ztellung besprochen werden. — Nach Be—
3prechung weiterer Vereinsangelegenheiten
connte die anregend verlaufene Versammiung
nach7 Ubr durch den Vorsitzenden
veschlossen werden.
P. Friedrichsthal, 21. April. Am Don
nerstag, den 1. Mai (Christi- Himmelfahrts
ag), hachmittass 2 Ubr, findet eine Ver
baudsvorstands- und um 3 Uhr die Früh
saahrsverbandsversammlung des Kreisziegen
uchtrerbandes Saarbrücken zu Bischmis
heim im Lokale von Herrn W. Dausend
ztatt. Die Tagesordnung ist den einzelner
Jerbandsvereinen bereits zugestellt. Die
Ceilnehmer werden gebeten, soweit wie mög
ich sich um 12 Uhbr im Hotel Kühner zu
Schafbrücke einzufinden, von wo aus eine
gzemeinschaftliche Besichtigung der Kreis—
jegenaufznchtstation staäattfindet
—-37816334.
Abonnent Emmersweiler. Wenn das Lamm
dörner bekommt, so haben wahrscheinlich Groß⸗
»ater oder Großmutter bezw. noch weiter zu—
rückliegende Ahnenreihen Hörner besessen. Das
oflegt dann bei Enkeln oder Urenkeln wieder
durchzuschlagen. Betupfen Sie die Hornzapfen
des Ziegenlammes mittels eines Glasstäbchens
ropfenweise mit rauchender Salpetersäure
starkes Gift). Zwischen dem Aufbringen der
inzelnen Tropfen ist einige Minuten Pause
zu machen. Das Lamm muß gut festgehalten
verden, damit nichts von der Säure auf die
daut oder in das Auge kommt, im letzteren
Falle wird das Tier blind. Wenn Sie später
mal das Lamm als Zuchtziege verkaufen
wollen, so müssen Sie dem Käufer sagen, daß
zie Ziege enthornt worden ist. da diese sicher
Zörner vererben wird.
hesenstücher Anzeiger
—ILLI
Die Obersförsterei Bolchen versteigert am
Ddonnerstag, den 8. Mai 1913, vormittags 9
Uhr, anmn Bahnhof Hargarten:
Nutßholz: Tannen: Stämme und Abschnitte,
61 Festmeter.
stiefern: Stämme und Abschnitte,
22 Festmeter.
Fichtenderbstangen 371 Stück.
Bohnenstangen 670 Stück.
Brennholz: 106 Rm. Scheit und Prügel.
606 Rm. Reiser J. (Kohlholz).
Néßhberos durch die LNyoseinteilunden.
—IXIIIIII
aus dem Gemeindewalde Püttlingen.
Am Freitag, den 2. Mai 1913, nachmittags
»on 3 Uhr ab, werden in der Gastwirtschaft
Jakob Geibel zu Püttlingen folgende Holz—
arten öffentlich ausgeboten:
Distrikt Puhlbusch:
1 Eichenstamm 2. Klasse mit 1,84 fm Inhalt
Nr. 516,
5rm Eichen-Knüppel und Reiserknüppel,
27 ,„ Buchen-Scheit, Knüppel und Reiser—
knüppel,
1, Birken-Scheit;
Distritt Hofenph und Hundsberg,
Nr. 540 bis 631.
9 rm Buchen-Knüppel und Reiserknüppel,
34 „Birken-Knüppel und Reiserknüppel,
22 „Birken-Reiser 3. Kl. (Erbsenreiser),
30 „Kiefern-Knüppel und Reiserknüppel,
105 Stück Fichtenstangen 3. bis 5. Klasse.
LKüttsinaen, den 24. April 1913.
Der Bürgermeister:
Dr. Mattonet.
eaantn nr
findetracene Schurt morke.
Insere Emulsion verhutet bei den Schweinen inlolge
jer alutuhr das Steifwerden, beéesfordert die ver
Huung hebt die Fresslust und schutat die Tiere vor
Ausxcnag, Pocken, Rotlauf ete. — Die Emutsion ist
in alen Drogerien und einschlagigen Geschanten zus
haben, wo nicht, d vom
—E — — —
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Nahe Bahr'
Johannerstr. 3
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