Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

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vissen, sondern auch der Städter, der Besitzer
ines Schrebergärtcheus ist. ist fuür die Anpflanzung
on Kürbifsen migt gerade zu hahen, Dem einen
eansorucht bie Pflange, zu viel Feuchtigkeit, dem
ndern ieder mmmt Fer zu, viel Blatz weg, und
inem dritten endlich erscheint die Anpflanzung
des Kürbis nicht lotmend. Wir machen uns nichts
raus warum aiss da, die Pslanze iin Garten
ssehen“, fann man wohl dfter hören. Ein ieder
af etwas zu seiner Entschuldigung hervorzubringen
nd ich glaͤube, daß mancher seine Ansicht ändern
dürder wenn ihm die vieifestige Verwendung des
Zürbis in der Küche bekannt wäre.
Der Kurbis beanfprucht, wenn er gut, gedeihen
oll diel Feuchtigkeit. Reben dieser verlangt er
zber nuͤch noch meglichtt lodere, vabrhafte Erde,
ind er wird besonders da gutgedeilsen, wo der
kroboden viel Rährstoffe enthält. so z3. B. auf
Komposthaufen, die ja mit Vorliebe mit den ver⸗
hiedenen Kürbiffen bepfianzt zu werden pflegen.
Wo Kompostt aufen nicht vorhanden sind, oder
vpo der Gartentefher diese zu anderen Zweden be—
simmt' hat, da nürbisse ihnen naturgemäß viele
Rährstosfe entziehen, wähle man ein gutgedüngtes,
nßzücht freiliegendes Beet und bepflanze dieses
lie Mai mit in Töpfen herangezogenen Kürbis—
flanzen. Das Beet darf nicht schattig liegen,
sondern muß der Sonne ungehindert Zutritt lassen,
nußerdem empfiehlt es sich, den Pflanzen ab und
u einmal einen Dungguß, zu geben, falls der
oden nicht besonders reich an Nährstoffen sein
olse. Das Auspflanzen der Kürbisse geschieht in
Abständen von 50 Zentimetern. „Je mehr Ranken,
e mehr Früchte“, heißt es. Man darf daher
die Ranken niemals abschneiden; sollen jedoch
Kiesenfrüchte herangezogen werden, dann sind der
Pfianze nur 223 Früchte zu belassen.
Wo der, Gartenbesitzer kein besonderes Gewicht
uf frühe Ernten legt, so können mit gutem Er—
big auch noch Mitte Mai, Kürbiskerne ins freie
dand gelegt werden, wobei zu beachten ist, daß
rischer Samen rascher und besser keimt als älterer.
die Keimfähigkeit beginnt erst bei 10 Grad C.
VPärme. Ausfsacten unter Glas lassen sich gleich—
alls machen. Die allgemein ühliche Methode ist
g daß man die Kerne Mitte Mai ins freie Land
egt.
Die Reife der Kürbisse erkennt man au, der
Farbe sowohl els auch an dem hohlen Klang,
der beim Klopfen vernehmbar ist. Nicht voll zur
Reife gelangte Früchte kann man. im Zimmer nach—
reifen lJassen, wäthle aber, für diesen Zweck einen
nöglichst luftigen und hellen Raum.
Zur Samengewinnung nehme man nur die größ—
en und schönsten Früchte; bei dem einen sind
die Samenkörner weiß, bei einigen anderen schwarz,
on Form glatt und am oberen Ende abgerundet.

Die Erdbeerhimbeere.
Machdruck verboten.)
Unter oem Namen „Erdbeerhimbeere“ wird
ine Neuzüchtung in den Handel gebracht, die,
venn sie das hält, was ihr nachgerühmt wird,
die Beachtung aller Gartegbesiher verdient, da
nit ihr, ein Beerenobttif den Markt aeng
das nicht nur, vom Frmahr bis zum Herbst
eiche Ernten liefert, sondern dem Gartenfreund
auch nur wenig Arbeit bereitet, da ein Beschnei
den nicht notwendig ist und auch ein Schutz gegen

»as Erfrisren der winter harten Pflanzen
all kommt. Die eee i wei
ind erscheinen bereits kurze Zeit nach dem Aus⸗
reiben, in übergus reicher Zahl; die scharlach—
oten Früchte haben einen angenehm erfrischenden
Seschmack und sollen hier und da, eine Gröhze
rreichen, die unseren größten, Erdbeerforten gleich
ommt. Die Früchte eignen sich nicht allein zum
Rohessen, sondern auch zur Bereitung von Marme⸗
und Gelee und natürlich auch zu Einmache⸗
zwecken.
Schließlich 9 noch bemerkt, daß die Erdbeer⸗
himbeere im Winter über der, Grde abstirbt und
illzährlich aus dem Wurzelstoch neu treibt.

vfsg
———
Die Goldgrube des Landwirtes.
Deutschland ist bekanntlich bis heute das einzige
rand der Welt, welches Kali in erheblichen Mengen
»ergmännisch gewinnt. Etwa 120 Schächte stehen in
Befrieb, die jährlich rund 100 Milliogen Doppel⸗
entner Nehhaldn dern mit einem Gesamtkalige—
halt von 10 Millionen Doppelzentnern in einem
Werte pon 480 Millinen Mark. Ueber 95 vro⸗
ent dieser Förderung gelangt als Dünger gquf die
Felder der Landwirte. Auf den ersten Anbliä
einen uns dieses ungeheure Mengen zu sein. Sie
nachen aber noch miht einmal den zehnten Teil
des in Gestalt von Stalldünger auf den Ader ge⸗
»rachsen Kalis aus. Wird doch der Kaligehalt
des Stelldüngers der gesamten Welt auf 150 Wiil—
ionen Doppeßzentner geschätzt, was unter Zugrundeegung
 des Preises für das bergmännisch gewon—
nene Kali 2700 Millionen oder annähernd 3 Mil—
iarden Mark ausmacht. Vollständig verschwinden
dengegenüber die Kalimengen. die man aus Ben—
Pi er (50 000 bis 100 000 Doppelzentner),
dolzasche 60000 bis 100000 Doppelzentner), Rü—
»enmelasse 60000 bis 100 000
Beruguano (20000 bis 80000 Ddoppeheninerß.
WPollschweiß. 60000 Doppelzentner). Tangasche
20 000 Doppelzentner). Nrerweren ¶0 000
is 2000 Doppelzentner). kalchaluigen Abfällen
2000 Doppelzentner). Verarbeitung kalihalüger
Hesteine (10 000 Toppelzentners. inegesamt d
zeschätzt nicht einmal eine halbe Willionen Doßzp⸗
elzentner, gewinnt. Auf die deuntsche Kandwirtchaft
 eutfallen allein 18 Milliarden Doppeheni—
nier Stalldünger mit etwa 103 NMillionen Dop⸗
»elzentner Kali. welch leßiere Menge also unge—
ähr der gangzen jetzigen berabaulichen Kaliprodafjon
 entspricht. Allerdings gehteron dem in dem
ee enthaltenen Kaündurch unzwecmäßige
Aufsbewahrung desselben und unsachßemähe Behand—
ang e twa ein Drittel Anangzaenußt verloren.
Bedentt man, daß außerdem im Stalidünger
m Preise noch weit hoͤher slehende ungeheure Phos⸗
Hhot⸗ und Fihhie gineen enthalten sind, so lernt
nan erst recht den wahren Siun des Wories von
er eerhe des Landmannes“ verstehen. Da
aber im Stalldünger einerseits nur ein Bruchsei
zes von den Pflafzen dem Boden entzogenen Ka—
is dem Acer wieder zurückgegeben wird, anderer—
eits die Verwitterung nicht imstande ist, innerhalb
»es Winters aus dem Kaligehalt des Erdbodens
en noch verbleibenden Verlust zu dedken, so sehen
vir daraus, welcher Ausdehnung unsere blühende
dalindustrie noch Fähig ist, zumal der landwirthaftliche
 Betrieb in allen Erdteilen immer jinten⸗
were Formen annimmt. Wird doch der fruühher
eie de Brachbau der der Aderkrume Zeit tietz
ich durch Auswitterung wieder an lösbarem Kali
nzureichern. immer mehr verdräng

Warnung vor Honig⸗ und Wachsfälschungen.
Die Giide der Nahrungsmittelfälscher kann es
ch nicht versagen, auch den Honig in den Bereich
er verwerflichen, die Gesundheit des Volkes ge—
ihrdenden Tätigkeit zu ziehen. Es ist kaum zu
—
on Fabrikanten, Händlern uswp. zu Werke geht
nd das leibliche Wohl sihrer Mitmenschen des
hnöden Mammons wegen aufs Spiel setzt. Es
t aber gauch eine sehr profitable Sache mit dem
älschen, des Honigs; denn dem Konsumenten, ist
s Anfolge mange? der Kenntnisse in den meisten
ällen direkt unmöglich zu unterscheiden. Die vielen
zezeichnungen, uñter denen dieser Schund in den
dandel kommt, als Tafelhonig, Speisehonig. Kaiser⸗
onig, Berghonig, Schweizer honig, Blütenhonig
der Kunsthonig, machen es dem Käufer notür—
ich nicht klar, was er vor sich hat. Hier müßte
ie Regierung einschreiten und das Wort „Sonig“
erartigem Zeuge gegenüber, das mit echtem Honig
ichts, aber auch gär nichts gemein, hat, als den
u Unrecht geführten Namen „Honig“, verbieten.
Wie wir aus dem bemerkenswerten preisgelrön—
en Werke; „Der Imler der Neuzeit“ von Otto
zauls (mit 109 Abbildungen und 8 farb. Tafeln,
Künstlerleinen Mk. 7,80) im Verloge von 3. J.
Veber in Leipzig, ersehen, sind die Fälschungen
elbst verschiedener Natur. Sie bestehen entweder
nder Hauptsache aus Kartoffel- und Rübensirup
ind ähnlicher Surrogate, oder aus verschiedenar—
igen Zugermischungen. F
In seltenen Lhen weisen diese Falsifikate auch
wen verschwindend kleinen Prozentsatz Bienenhonig
uf.
Beim Einkauf von, Honig ist genau auf, die
ktikette zu achten. Schon der Name allein kann
em Käufer verraten, welches Erzeugnis er vor
ich hat. Die vorstehend angegebenen, hochtraben⸗
en Bezeichnungen suchen dem Konsumenten nur
Zand in die Augen zu streuen und decken die
Minderwertigkeit des Produktes selbst zu.
Am meisten in die Augen springend ist aber
zäufig, der Preis dieser verwerflichen Fälschungen
ines der ideglsten und herrlichsten Nahrungsmittel.
kin Pfund Bienenhonig vermag niemand zum
ßreise von 35 oder 40 Pfg. abzügeben. Man hat
Sentschieden mit einer Nachahmung zu tun, und
elbst dann, wenn der Verkäufer die Echthelt auf
die Bibel beschwört.
Es so lte tatsächlich nicht möglich erscheinen, daß
»s Leute gibt, die es mit ihrem Gewissen verein⸗
daren können, z. B. Lotoshonig als Volksnah⸗
rungsmittel anzupreisen. Wären wir doch noch in
der guten alten Zeit, der Stadtbüctel hätte Arbeit
die Hülle und Fülle.
Es ist selbst für den Fachmann keine leichte
Aufgabe zu sagen; „Dieser oder jener Honig, ist
Fälschung“. Selbst die Chemie läßt, uns hier
äufig im Stiche. Sie kdann nur solche Kunsthonig—
orten als Fälschung erkennen, denen außer Zucker
auch noch andere Stoffe heigemischt sind; denn
reiner Honig it in Alfohol söslich, während die
remden Bestandteile einen Niederschlag bilden.
Als Schulbeispiel der schweren Erkennung der
donigfälschungen sei am Schlusse noch angeführt.
daß Kunsthonig mit Zusatz von Invertzucker, d. i.
Rokrzuder, der infolge Behandlung mit verschie—
enen Säuren in Lävulose und Dextrose geswalten,
überhaupt nicht als solcher zu erkennen ist.
Aber nicht allein der Honig, nein, auch das
Wachs unterliegt Fälschungen. Die schnöde Ge—
vinnsucht macht vor nichts Halt. Sie zieht die
eiliosten Empfindungen des Menschen in den Kreis
rer Berechtigungen, und scheut vor nichts zu⸗—
ich, warum sollfe sie nun das Wachs nicht auch
ren profitablen Gelüsten dienstbar machen. Die
cufigsten Verfälschungen des Wachses sind die mit
rdwachs und Paraffin. Ceresin (Erdwachs) wird
us Ozokerit, einem in Galizien vorkommenden
raunen, wachsartigen Mineral GBergwachs, Berqa⸗
ilz) gewonnen.
Pgaraffin wird aus Kohle, Teer oder auch Torf
ergestellt und dient hauptfaͤchlich zur Verfälschung
er, Wachskerzen.
Ein sicheres Erkennungsmittel besitzen wir in
er Schwefelsäure, die reines Wachs restlos auflöst,
ine Fälschung mit Paraffin und Erdwachs jedoch
urch Zurückbleiben eines Bodensatzes kennzeichnet.
lacheschten gus den dergsnen, der Lanlwirithüst
3 31
uns süglutirzunt im sarese gaerrüczon.
J. Wanderversamnlung des Verbendes der rhei⸗
nifchen Obst⸗ und Eartenbauvereine.
Am Sonntag, den 12. Oktober, mittags 12 Uhr,
m Hotel ,‚Zur Traube“, und Montag, den 13.OB—
oher, ds. Is. nachmittags 3.39 Uhr. in der „Ton⸗
alle“ zu Euskirchen, finden die Wanderversammungen
 des Verbandes der Obst- und Gartenbau—
ereine im Bezirke der Landwirtschaftskammer für
ige Rheinprovinz, mit folgender Tagesordnung
att:
1. Eröffnung durch den Verbandsvorsitzenden Frhr.
von Solemacher, Bonn.
2. Zukünftige Maßnahmen für den rheinischen Ohst⸗
nd Gemüsebau; Referent: Obstbau⸗Inspektor
Pagner, Bonn.
Der württembergische Obsthau, im Vergleich zu
dem rheinischen, unter Berücksichtigung der Eus—
irchener Ausstellung; Referent: G. Schaal, Ge—
chäftzführer des württembergischen Obstbauver⸗
ins in Stuttgart.
Praktische Ersahrungen im Gemüsebau; Referent.
deter Wankum, Gemüsezüchter, Mulheim a. d
zuhr⸗Dümpten.
Spalierobstzucht an Häuserwänden; Referent
IRbergärtner Boll, Huübertusburg bei Leutes
dorf a. Rh.
Die Gründung neuer Obst- und Gartenbauver—⸗
ine und deren Angliederung an den Verband;
Zeserent: Provinzialstraßenmeister Wallbaum,
Fuskirchen.
.Obst- und Gemüseverwertung im Haushalt,
Referent; Obstbaulehrer Nordmann, Kreuznach.
3. Der Obstbau an den Landstraßen; Referent
Kreisobstbaulehrer Kilp, Weßszlar.
3J. Die Blumen in unseren Hausgärten; Referent:
de Werner, Handelsgärtner, Beuel.
10. Anträge a4ad Wunsche.
Die Besprechung der Vorträge findet Montag
im Schluß der Wanderversammlung ttatt.
Die Wanderversammlung ist öffentlich und ist
edermann willkommen.
Sowohl Mitglieder der Obst- und Gartenbau—
ereine als auch Nichtmitglieder, Obst- und Ge—
nüsezüchter, Landwirte, Baumschulenbesitzer und
ßärtner sind zur Teilnahme an diesen Verhandungen
 freundlichst eingeladen.
Im Anschluß an die am Sonntag, den. 12.
Ottober, stattfindende Wanderversammlung findet
im 2 UÜhr im Hotel Joisten ein Festessen statt.
Deffentlicher Wetterdienst.
Der Herr Minister für Landwirtschaft,
domänen und Forsten macht darauf aufmerk—⸗
am, daß die „Anweisung zum Gebrauche der
vetterkarten“ von dem Leiter der öfsentlichen
Zetterdienststelle zu Weilburg, Herrn Pro—
essor Freybe, in seinem Auftrage neu bear—⸗
eitet worden und daß der Neudruck nunmehr
m Verlage von Paul Parey in Berlin 8W. 11,
dedemannstraße 10/11, erschienen ist.
Der Preis des Einzelheftes beträgt 8 Pfg.
zeim Sammelbezuge kosten 50 Stück 1.25 Me.,
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zaarbrütken 3, Passagestraszt 7.
In den Kreisen der Lichtverbraucher herrscht leider heute
mmer noch Schon langst
sehr verbreitet Ein lrrtum. bewundert *
ieder die Bequemlichkeit, Sicherheit, Reinlichkeit und
Schonheit des elektrischen t jeder uberzeugt, daß alle
ehtes und vor aliem ISIL giese Eigenschaften von
xeiner anderen existierenden Beleuchtungsart ubertroffen
werden. Um so mehr ist es daher auch zu bedauern,
daß sich dureh 43 das elektrische
Licht sei eine die Annauhme, Luxusbeleuchtung,
 manche davon abhalten lassen, diése vorzugliche
Beleuchtung bei sich einzufuhren. Und doch ist durch
die Einfuhrung der Metallfadenlampen erwiesen worden,
o
daß elektrische Beleuchtung
dei richtiger Anordnung dieser Lampen billiger ist als
indere Beleuchtungsarten. Man bedenke, daß dann die
grennstunde der gebrauchlichsten Lampen nur 1 bis 2 Pfennig
In 33 dessen wird niemand behauptenkonnen,
aß dieser Preis wenn man er—
wagt, daß Gas- 2 teuer SEI, upd Petroleumampen
 dasselbe kosten, außerdem Ersatz an Zylindern und
Strũûmpfen erfordern und dazu ungesund und gelahrlich sind.
Verkauf moderner und preiswerter
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Belkuchtungstönper
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