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Verkahren beeinflußt. Die Farbe des Welnes het
allerüngs von der Bärbung der FIrüchte ab.
Wo Massenanban getrieben und die Ernle ver⸗
auft werden soll, dort muß auf die Geschmadstich
note holländische Johannisbeersorte.
ung oes konsumierenden Publikums Rüchsicht ge—
sommen werden. In zweiter Linie kommt es auch
arauf an, solche Sorten, zu wählen, die grohe
ßeeren erzeugen und durchschnittlich alljährlich reiche
Ernten garantieren. Am meisten beliebt sind die
undeiresen und die weißen Johannisbeeren. Die
eßteren erzielen immer den höheren Preis, und do
ie, besonders süß und milde im Geschmad lind,
ollte man sie mehr wie sonst anpflanzen. Bei
Htassenkulturen soll man auch darauf Rücksicht neh—
nen, daß die Beeren möglichst zu gleicher Zeit
eifen, damit ein größeres Quantum auf den Markt
zebracht werden kann. Großkaufleute können ja
jur mit solchen Lieferanten in Verbindung treten
ind zahlen bei größeren Abschlüssen gern einige
Hroschen mehr. Bei den sauren Kirschen kann man
zleichfalls die sonderbare Wahrnehmung machen,
zaß diese Früchte bei einer reichen Ernte einen
„ohen Preis haben, während sie bei Mißernten un—
eachtèt bleiben.
Zur Anpflanzung sind folgende Johannisbeer—
orten zu empsehlen, und zwar von den weißen:
ie Kalserliche Weiße, die Holländische Weiße und
ie Großfrüchtige, Von den roten Beeren sind zu
tennen: die Holländische Rote, die Langtraubige,
ie Fruchtbare und die Frauendorfer Johanniseeren.
Unter den schwarzen Johannisbeeren zeich—
sen sich aus: die Neapolitanische, die Bang up
ind die Viktoria. Es darf aber nicht vergessen
rerden, daß der Ertrag auch wesentlich von dem
ur Verfügung stehenden Boden abhängt und daf
ꝛt eine hier empfohlene Sorte weniger befriedig!
Us eine der vielen nicht erwähnten. In diesem
zalle wirs man eben die Erfahrung mitsprechen
assen müssen, und letzteren muß sogar ausschlag⸗
ebend sein. Walter
achrien gus den dereinen, Mor Lunswirischust
unsd icinttrzucht im sreise suurhrüstten.
Ausschreiben
etreffend die Prämiierung bäuer—
iicher Geflügelhöfe und staatlich
subventionierter bezw.
anerkannter Geflügelzucht—
stationen.
Die Landwirtschaftskammer wird unter der
Loraussetzung, daß der Herr Minister für Land⸗
virtschaft, Domänen und Forsten für das
Ftatsjahr 1914 wiederum eine Staatsbeihülfe
zon 800 Mk. zur Prämiierung bäuerlicher
Beflügelzuchtbetriebe bewilligt, diesen
Wettbewerb auch für die Folge fortsetzen. Von
dieser Summe werden voraussichtlich wieder
526 Prämien gebildet, die in Beträgen von
200 bis 100 Mk. abgestust zur Verteilung kom⸗
nen werden.
Bei der Prämiierung sollen nur solche Ge⸗
lügelzüchter berücksichtigt werden, deren Ge—
flügelzuchtbetrieb nach praktischen Gesichtspunk⸗
en geleitet wird und deren Geflügelhöfe sowohl
hinsichtlich des Bestandes als auch hinsichtlich
hrer baulichen Anlage, ihres Reinertrages und
hrer Buchführung geeignet sind, auf weitere
Kreise durch ihr Beispiel fördernd und be—⸗—
lehrend einzuwirken.
Daher sind an die Zuerkennung der Prä—
mien im allgemeinen folgende Bedingungen zu
nüpfen:
Die Geflügelhaltung muß möglichst mit
einem landwirtschaftlichen Betriebe in
Berbindung stehen und sich im allge—
neinen dem Umfang desselben anvassen.
Ausmahmsweise können auch Nichtlandvirte,
die aber in ländlichen Bezirken
ihren Wohnsitz haben, zum Preisbewerbe
zugelassen werden.
Es dürsen nur die von der Landwirt-—
schaftskammer für die Rheinprovinz an⸗
erkannten Nutzrassen gezüchtet und ge—
halten werden. Die Zuchttiere mülssen
reinrassig sein und moͤglichst mit Hülfe
bon Fallennestern — durch Einzel⸗ oder
Stammkontrolle — auf ihre Leistung kon—
crolliert werden.
der Bestand des Geflügelhofes soll min⸗
destens 25 Tiere umfaffen und in erster
dinie aus Hühnern beftehen.
die Größe der Stallungen und des
Auslaufs müssen dem Bestande ent—
prechen, die Einrichtung des Stalles muß
eine praktische, die Wartung und Pflege
der Tiere eine gute sein.
Ueber den Eierertrag ist in Form von
Tagestabellen genau Buch zu führen,
ebenso über den Verkauf von Brut-⸗ und
Bebrauchseiern, deren Erlös gesondert
anzugeben ist. Auch die eigene Nachzucht
und der Erlbs aus verkauftem Zucht-Schlacht⸗
und Gebrauchsgeflügel ein—
cchließlich Wassergeflügel ist entsprechend
nachz uweisen.
Das Gewicht und der Preis sowohl der
inzelnen aus dem eidenen Betriebe ver—
vendeten Futterarten als auch der zu⸗
sekauften, fowie alle baren Aufwendun⸗
jen fur die Geflügelhaltung sind auf—
zuschreiben.
die unter 3 und 6 geforderten Aufzeich⸗
nungen haben sich auf den Zeitraum vom
. Zanuar bis 31. Dezember 1912, sowie
hom 1. Januar bis 31. Dezember 1913
zu erstrecken. Erwünscht ist es,
venn auch die Aufzeichnungen
Eilertabellen ꝛe) vorhergehen—
der Zahre mit vorgelegt wer—
den können.
Bäuerliche Geslügelhöse, welche in den
etzten drei Jahren prämtiert worden sind,
können bei dem Wettbewerbe für 1913/14
nicht berücksichtigt werden.
Entsprechend dem Zwecke der Prämiie—
rung ist ein angemessener Prozentsatz des
weldpreises (mindestens 2/,) nach den
oon der Landwirtschaftskammer hierüber
u erteilenden Vorschriften zur weiteren
berbesserung des Betriebes zu verwen—
den.
Anmeldungen zu diesem Preisbewerb nebst
er unter 1-27 gesorderten Nachweisen (unter
Zen rtzung der von der Kammer herausgegebe—
ien Eiertabellen und Buchführung) sind durch
Aie Vermittlung der zuständigen Lokalabteilung
es landwirtschaftlichen Vereins für Rheinpreu⸗
zen bis zum 1. Februar 1914 an die Land⸗
virtschaftskammer einzureichen.
Im Hinblick auf die durch die Prämiierung
weckmäßig eingerichteter, gut geleiteter und
»eshalb vorbildlich wirkender Geflügelzucht⸗
tationen bisher erzielten günstigen Erfolge
vird auch wieder ein Wettbewerb unter den
taatlich subventionierten Geflügelzuchtstationen
eranstaltet und hierfür eine Summe von 500
MNark ausgesetzt, mit der voraussichtlich 6 Prä⸗
nien à 120 Mk., 100 Mk. 90 Mk., 75 Mk.,
35 Mk., 50 Mk. gebildet werden.
Für die Prämiierung kommen im großen
tnd ganzen neben der erfolgreichen Wirksamkeit
benfalls die oben angeführten Gesichtspunkte
n Betracht. Meldungen zu diesem Preisbe—
verb sind gleichfalls durch die Lokalabteilung
bis spätestens 1. Februar 1914 an die Land—
vbirtschaftskammer unter Beifügung der ange—
jebenen Nachweise zu richten.
Zur Vermeidung von Mißverständnissen
vird ausdrücklich bemerkt, daß sich auch die
ßeflügelzuchtstationen, deren Inhaber Land—
virte sind, um die vom Herrn Minister be—
villigten Staatspreise bewerben können.
Die Preisverteilung erfolgt voraussichtlich
im Lause des Frühjahrs 1914, nachdem die Be—
sichtigung der für die Preisverteilung auf
Brund einer genauen Prüfung der einge—
sandten Unterlagen in Betracht kommenden
zöfe und Stationen durch eine Sachverstän—
zigen-Kommission stattgefunden hat.
Die Meldungen sind pünktlich
um vorgeschriebenen Termin ein—
zureichen, andernfalls auf eine be—
timmte Berücksichtigung nicht ge—
ochnet werden kann.
Abgabe des steuerfreien Zuckers für die
Bienenfütterung.
Den Bienenzüchtern ist auch für dieses Jahr
teuerfreier denaturierter Zucker zugestanden
vorden. Die Denaturierung erfsolgt entweder
nit 500 gewaschenem feinen Sand oder Quarz⸗
and oder mit 0, 100 Tieröl oder mit 100 ge⸗
nahlener Holzkohle. Der Bienenzuchtverein
der Rbeinprovinz empfiehlt den Bezug von
zucker, der mit Sand denaturiert ist, da nach
zen angestellten Versuchen selbst die Holzkohle
»urch den Körper der Bienen geht und im
Vachse wiederzufinden ist. Der zur Denaturie⸗
ung verwandte Sand ist an der Bonner land⸗
virtschaftlichen Untersuchungsstation geprüft
ind in jeder Weise als einwandfrei bezeichnet.
Aus den Ausführungsbestimmungen ist folgen⸗
es von Interesse:
„Der durchschnittliche Bedarf an Zucker für
in Bienenvolk kann auf 7,5 Kg. jährlich an⸗
jenommen werden. Die steuerfreie Menge ist
ius dem Grunde niedriger bemessen worden,
im eine Kontrolle über die Verwendung des
zuckers entbehrlich zu machen. Die Imker
ind daher nicht verpflichtet, die im Laufe
es Jahres durch Eingehen, Zusammen⸗
egung oder Perkauf von Bienenvölkern ein⸗
retenden Veränderungen der Hebestelle anzu—
eigen und den für die in Abgang kommen⸗
en Völker nicht verbrauchten Teil des steuer⸗
reien Zuckers nachträglich zu versteuern oder
is zur Anrechnung auf den im folgenden
zahre steuerfrei abzulassenden Zucker unter
mtliche Ueberwachung zu stellen. Sie haben
ediglich die Verpflichtung dafür zu sorgen,
aß der steuerfreie Zucker ausschließlich zur
gienenfütterung verwendet wird. Sind sie
ierzu, wegen Verminderung oder Aufgabe
er Bienenhaltung, selbst nicht imstande, so
bonnen sie den Zucker an andere Imker ab⸗
jeben, ohne daß er diesan auf die ihnen
Aehende steuerfreie Menge angerechnet
vird.“
Nähere Mitteilungen über den Bezug und
»en Preis erteilt die Westdeutsche Zentrale für
ßzienenzucht, Bonn, Georgstraße 19.
Obstbau in Landkreisen.
Nach dem letzten Verwaltungsbericht des Kreises
Simmern hat sich das Interesse der Bevölkerung
ür die Obsthaumzucht weiter gehoben. Es ge—
hieht von allen beteiligten Seiten, viel, um die
eimische Obstbaumzucht zu heben. So wird schon
ei der Schuljugend die Tust und Liebe dazu ge—
»edt. Auf Kosten des Kreises wurden im oe
ꝛnen Jahre wieder in 9 Gemeinden 201 bi
iaben je ein Obsthäumchen gescheptt. Die An⸗
anaung geschieht danß— ven den Eltern der
znaben gehörigen Grundstücken u i es
Zachderständigen an sogenannten nung I
iese Eintichtna fin det aligenteinedgtagen
osten beliefen sich auf 293 Mart. wovbon de
olalgbtestung des danrwirtsäahüchenovgndie
»0 Mark übernommen hat. Die Landwirtschafts
ammer gah an die Obshüchter eine größere n
ahl Pfropfreiser zum Veredeln und Umveredeln
on Kernobstsorten ab. Am 20. September ist in
zimmern wiederum, ein Obstverpachungslursus durch
„ie Landwirtschaftskammer abgehalten worden, in—
»em über Verpacken, Verkauf und Versand Be—
ehrungen erteilt worden sind, auch das Verpacken
praktisch vorgeführt wurde. Die Beteiligung war
eine gute. Die Aussltellung, welche von 112 Aus—
tellern beschict war, war gut gelungen. Sie setzte
den Besucher über die Leistungen im Obstbau
ind die gemachten Fortschritte geradezu in
Staunen. Der Kreis Nimptisch erzielte 1912 auf
73 Kilometer Chausseen an Obstpacht für Kirschen
.O000 Marl, für Winterobst 178655 Mark. In
beiden Kreisbaumschulen stehen über 40000
äume.
VRnbau von Hülsenfrüchten.
Die Königliche Verwaltung der Armee⸗Kon⸗
erven⸗Fabrik in, Mainz bittet diejenigen Land⸗
virte, die Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen und
rinsen) in größerem Umfange anzubauen pflegen,
hre genaue Adresse umgehend ihr mitzuteilen. Es
sandelt sich in diesem Falle um Lieferung der
—— an die vorstehende Arme-Konserven⸗
abrik.
Erier, 14. Aug. Verbandstag rheini—
scher Kaninchenzüchter.) Am Sonntag, den
17. August, tagte in Trier der Kongreß des Pro—
inzial⸗Verbandes rheinischer Kaninchenzuchter. Der
Brovinzialverband hat sich gebildet aus den, Kreis—
erbänden, welche sich wiederum aus den einzelnen
Lereinen zusammensetzen, sodaß auf dem Kongref
Züchter des„gesamten Rheinlandes vertreter
varen. — Als sich, vor sechs Jahren in Trier
der erste Kaninchenzüchterverein bildete, ahnte woh
nemand, daß in einer so kurzen Spanne Zeit die
Sache der Kaninchenzucht einen so riesigen Auf—
chwung nehmen könne, wie es tatsächlich der Fall
st. Jetzt existieren in Trier mit seinen Vororten
ereits 6 Vereine, und durch die rege Werbetätig—
eit Trierer Züchter haben sich gleichfalls Vereine
n der näheren Umgebung, gebildet. — In der
Welt derr Haninchenzüchter hät Trier einen guten
lang. Auf allen Ausstellungen haben die Tiere
inserer Züchter die höchsten Preise davon acragen
Trierer sind es, die in den Fachzeitungen oft das
Wort ergreifen und zu den geschätztesten Mitar—
zeitern zählen. Auch befindet sich am hiesigen Platzi
ie, erste rheinische Kaninchenfellverwertungs-Zen.
rale, das größte Unternehmen seiner Art im
)eatschen Reiche, wo jährlich Tausende von Ka—
inchenfellen aus allen Gegenden Deutschlands und
es Auslandes zu Pelzwaren verarbeitet werden
(Trier. Landesztg.)
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