Bekanntmachung.
Nach 8 2 der Polizeiverordnung vom, 23. April
1891 und, der Ordnung betreffend Erhebung vpon
Lustbarkeitssteuer im Bezirke der Gemeinde Pütt⸗
sgen vom 24 111d08 u 25.2. 1810 sind im
Gemneindebezitke Puttungen Rasken und, Maske—
raden, sowie kostümierte Personen auf Stratzen,
ffentlichen Pläßen und Lokglen nur an den drei
Faftnachtstagen nach dem Vormittaasgottesdienste
ugelassen.
Für Maskenzüge und andere geordnete Zuüge
— Veranstaltungen — „ist die ortspolizeiliche Ge—
nehmigung unter Vorlage des Prograͤmms we—
istene4Sltunden vorher, nachzusuchen. Alle
masfierten und kostümierten Personen, welche auf
Straßen. öffentlichen Plätzen und in öffentlichen
Fotalen erscheinen, müssen mit einer von der
polzeibehörde ausgestellten Legitimationskarte ver—⸗
sehen sein. Diese Karte, nur, für den Tag der
Ausstellung, uUnd die darauffolgende Nacht gültig.
ist in, deutlich sichtbarer Weise an der Kopf- oder
Brustbekleidung zu befestigen.
Es gelangen zur Ausgabe:
Für Sonntag, den 2. Februar cer.:
Karten in gelhex Farbe.
Für Montag, den 3. Februar cer.:
Karten in grauex Farbe.
Für Dienstag, den 4. Februar cr.:
Karten in weißer Farbe.
Die Karten sind gegen Erlegung der Gebühr von
50 Pfg. Dei den Herren Bezirksvorstehern, den
Herren Polizeibeamten und in allen Friseurge—
schäften an den vporhergehenden Tagen in den
Vormittagsstunden zu lösen.
Püc-clingen, den 15. Januar 1913.
Die Polizeiverwaltung.
Der Bürgermeister:
Dr. Mattonet.
Bekanntmachung.
Die Prüfung der Bewerber, welche im Jahre
1913 in die Königliche Präparanden-Anstalt zu
ergig einzutreten wünschen, wird vom 8. bis
11. April ds. Is. stattfinden. Es können zur Auf—
nahmeprüfung nur solche Schüler zugelassen wer—
den, welche spätestens bis zum 1. Oltober 19183
das 14. Lebensjahr vollenden. Die Meldungen sind
bis J. März dem unterzeichneten Leiter der, An—
stalt einzureichen. Der Meldung, welche gauch die
Angabe enthalten muß, ob und wann sich der
Bewerber etwa der Aufnahmeprüfung schon unter—
zogen hat, sind beizufügen:
1. der Geburtsschein und das Taufzeugnis;
2. der letzte Impfschein;
3. ein Gesundheitsattest, ausgestellt von dem
Königl. Kreisarzte;
ein Zeugnis des bisherigen Lehrers über Art
und Erfolg des empfangenen Unterrichts oder
ein Entlassungszeugnis der Schule;
ein Sittenzeugnis des Ortspfarrers und ein
Führungszeugnis von der Polizeibehörde;
die Erklärung des Vaters oder Vormundes,
daß er die Mittel zum Unterhalt des Be—
werbers während der Dauer der Ausbildung
gewähren werde, mit der Bescheinigung, daß
er über die dazu nötigen Mittel verfügt.
Ueber die Zulassung zur Aufnahmeprüfung wird
dem Bewerber eine Mitteilung von dem Anstalts—
eiter zugehen. Eine vorherige persönliche Vor—
tellung ist nicht erforderlich. Gemäß Ministerial—
Erlaß vom 12.. Januar 10906 sind alle Bewerber
von der Aufnahme auszuschließen, die im
Deutschen — namentlich in der Rechtschreibung —
oder im Rechnen nicht genügende Leistungen
zeigen.
Auch für die Mittel- und Oberklasse werden
Meldungen angenommen.
In der Königl. Präpgranden-Anstalt beträgt
das Schulgeld jährlich 3 Mark, Zu Unterstützungen
für bedürftige und würdige Zöglinge sind Mittel
verfügbar.
Merzig, den 15. Januar 1013.
Der Königl. Präparandenanstalts-Vorsteher:
Knauber.
Personal⸗Chronik.
Der, Regierungsassessor, Heine, bisher 2.
Staatskommissar bei der Börse in Berlin, ist der
Königlichen Regierung in Trier überwiesen worden.
Der, bisherige Forstaufseher Mathias in
Lauterbach ist zum Förster ernannt worden.
Saarbrücken, den 27. Januar 1013.
Der Königl. Landrat:
—X
suchrichten gus den dereinen, der Paswirschas
und töintlerzucht im sarcht zagrbeen.
Verleihung von Erhaltungsprämien für Hengste
„Nachdem nunmehr feststeht, daß die, Hengst—
örungen am 17. Januar 1913 in der Rheinpro—
»inz beendet sind, hat der Vorstand der, Land—
virtschaftskammer den Termin für die Verleihung
der Erhaltungsprämien für Henaste in der Rhein—
»ropinz auf
J Donnerstag, den 13. März 1913,
estgesetzt. Die Prämiierung findet auf dem Aus⸗
tellungsplatße in Cöln-Merheim statt; die Stunde
des Beginnes wird noch mitgeteilt.
An der Prämiierung können teilnehmen:
Sengste, welche für die ganze Provinz ange—
ört sind und solche Hengste im Besitze von
Züchtervereinigungen, welche wegen Gewährung
zines zinsfreien Staatsdarlehns nicht dem Kör⸗
wange unterliegen, aber der Aufsicht des Ge—
tütdirektors unterstehen.
Es kommen zur, Verteilung:
2 erste Prämien zu je 5000 Mk.,
4 zweite 3000
8 dritte . 3 10900
Das Preisrichteramt bei der Prämiüerung wer—
den folgende Herren ausüben:
1. der Vorsitzende des Ausschusses für Pferdezucht
der Landwirtschaftskammer Oekonomierat Krewel—⸗
Burg Zievel/
2. der Koͤnigliche Gestütdirektor Freiherr v. Nagel;
3. Gutsbesitzer Poensgen-Hahnerhof;
4. Gutsbesißer Heinr. Destrée-Efferen;
5. Rentner Rob. vom Rath-Coöln.
Für die Anmeldung der Hengste ist ein Frage—
»ogen zu benutzen, der kostenlos von der Land—
virtschaflskammer in Bonn. Bismarchstr. 4. zu be—
iehen ist.
Als letzter Tag der Anmeldung ist der 20.
Februar 1913 beslimmt. 9J
Im Interesse einer frühzeitigen Fertigstellung
des Katalogs ist es exwünscht, die Anmeldung
möglichst frühzeitig bei der Landwirtschaftskammer
m Bonn 343u bewirken.
Geflügelzuchtlehrkursus.
In der Zeit vom 10. bis 15. Februar d. J.
indet an der Geflügelzucht- und Lehranstalt in
Neuß der dritte Geflügelzuchtkursus für die In—
zaher staatlich subventionierter Geflügelzucht—
tationen und prämiierter bäuerlicher Geflügel—
jöfe statt.
Der Herr Minister für Landwirtschaft,
Domänen und Foörsten hat würdigen und weniger
bemittelten Personen Beihülfen für die Teilnahme
an diesem Kursus in Aussicht gestellt. Diese
umfassen:
1. Die Kosten der Hin- und Rückfahrt in der
III. Wagenklasse der Eisenbahn,
2. eine Tagesentschädigung von 3 Mk. für die
Dauer des Kursus,
3. Rückerstattung der an die Landwirtschafts—
kammer zu entrichtenden Kursusgebühr von
10 Mark.
Fals auf die Gewährung der vörstehenden
Beihülfen gerechnet wird, ist dies bei der Meldung
ntsprechend zu vermerken. Für die Zeit des
Aufenthaltes in Neuß wird der Geflügelzucht—
nnspektor eine den Wünschen der Kursusteilnehmer
entsprechende Logis nachweisen.
Meldungen zu dem Kursus sind spätestens
bis zum 31. Januar d. J. an die Land—
wirtschaftskammer in Bonn, Bismardstraße 4 zu
richten. Später eingehende Meldungen können
nicht mehr berücksichtigt werden. Ueber die Zu—
lassung geht den Teilnehmern noch besondere
Mitteilung von der Landtwirtschaftskammer zu.
Rechtzeitiger Bezug von Massengütern
für das Frühjahr.
Das Kal. Eisenbahn-Zentralamt übersendet
uns folgende Bekanntmachung:
In den Monaten Februar und März pflegt
alljährlich ein gesteigerter Güterverkehr einzutre—
ten, der besonders die bedeckten Güterwagen stark
in Anspruch nimmt. In der Hauptsache kommen
Düngemittel und landwirtschaftliche Erzeugnisse
in Frage.
Da die Wirtschaftslage anhaltend günstig ist,
⸗chnet die Eisenhahnverwolfund für die Mynafe
Februar und März 10913 mit sehr starken An—
forderungen an bedechten Wagen. Damit diesen
Anforderungen möglichst rechtzeitig entsprochen
werden kann, erscheint es dringend erwünscht, daß
mit dem Bezug der Massensendungen für das
Frühjahr frühzeitig d. h. schon im Januar be—
gonnen wird.
Durch volle Ausnutzung des Ladegewichts
der Güterwagen würde die Bedarfszahl an
Wagen wesentlich eingeschränktt werden können;
ijerner würde die schleunigste Be- und Entladung
der Wagen den Wagenumlauf verbessern.
Die Verkehrtreibenden werden daher zum
eigenen Vorteil der Gesamtheit dringend gebeten,
'ich den frühzeitigen Besuch ihres Frühiahrsbe—
darfs angelegen sein zu lassen, das Ladegewicht
»er Wagen auszunutzen und die Wagen möglichst
chnell zu behandeln. Hierbei wird noch besonders
»arauf hingewiesen, daß bei Ausnutzung des
Ladegewichts der Güterwagen von 16 und mehr
Tonnen Ladegewicht ein Frachtnachlah gewährt
vird.
Landwirtschaftliche Statistik für die Kreise der
Rheinprovinz.
Wer jemals versucht hat, für einen bestimm⸗
en Zwed statistische Zahlen zu ermitteln, wird
ich, Lrinnern, welche Schwierigkeiten sich dieser
cheinbat so leichten Aufgabe entgegenstellen. Die
Schwierigkeiten liegen zum Teil in einem, Zupiel,
um Teil in einem Zuwenig der amtlichen Statistik.
Die amtliche Statistik veröffentlicht jedes Jahr
dicke Quartbände voll Zahlen, zu denen noch außer⸗
rdentliche und zum Teil besonders wichtige Ver—
zjffentüchungen, treten wie vor gallem, die Jangen
Bändereihen, der Berufs- und Betriebszählungen.
Hanz abgesehen, davon, daß diese Bände nur
venigen zur Verfügung stehen, werden nur wenige
ich ohne weiteres durch dieses Labyrinth durch—
sinden. Auf der anderen Seite ist trotz des Riosen—
umfangs, des veröfsentüchten Stoflss, wie schon
erwähnt,“ ein Zuwenig zu betiagen; es werben
nämlich, aus Gründen der Raum⸗—⸗ und Koslten—
ersparnis, in vielen Fällen nicht die Zahlen für
»ie einzelnen Kreise veroffentucht, die namentnich
ür den prattischen Gebrauch erst ein wirtices
Siid bieten. J—
Um so freudiger wird die neueste Veröfsent—
ichung der Vandwirtschafiskammer fur die Rhein—
oroornz begrütßt werden, die unler dem Ritel
„Vandwirtschastliche Sralistit für die Kreise der
Aheinprovinz's eine von dem Geschaftsfuhrer der
Buͤchstelꝛe, Herrn Dr. Hagmmann, mit gewohnler
wründuneit und Kiarheit beardeicete Zusammen—
teliung der wichtigsten amttichen Zahlen, ergänst
durch soiche aus nichlamtlichen Rueilen, den rhei—
nischen Vandwirten und Agrarpoutitern darbieceit.
Viese „Statistit'“ enthält auch eine Reihe von Au—
jaben für die Kreise, welche in den großgen
Aueilenangaben nicht zu finden sind; lie sind viel-—
nehr der Kammer für, diesen Zweck von dem
aiserlichen Stacinischen Amt uberlassen worden.
Wo angängig und zwegmäkig, sind fruhere Zei—
en zur Vergleichung herangezogen; so sind durch—
zängig neben die Ergeonisse oer Betriebs— und
verusszählung von 1800 die der Zählungen von
882 und 1898 gestellt; der Viehbvenand ist von
1818 bis zur Gegenwart dargeneilt; Aroeitslöhne
connten von mehreren Gütern von 1819 bis in un—
ere Tage mitgeiteilt werden.
Das Buch, wird für jeden unentbehrlich sein, der
ich mit der rheinischen Landwirtschaft in irgend einer
Weise zu beschäftigen hat. Es ist, von der Land—
wirtschaftskammer in Bonn zum Preile von 175
NMarf 241 hezieben
Friedrichssthal, 21. Jan. (GDienstjiubi—
häum.) Anläßlich des 40jährigen Dienstjubilaums
des Herrn Bürgermeisters Forster versammelten sich
gestern abend eine stattliche Anzahl Herren im
Hasthaus zum „Rheinischen Hof“ hierselbst, um
dem allverehrten und verdienstvollen Gemeindeober—
jaupte eine kleine Ehrung zu erweisen. Nach dem
Vortrag von einigen musikalischen und gesanglichen
Darbietungen ergriff Herr Prokurist Edelmann das
Wort und schilderte in trefflicher Rede die Ver—
dienste des Jubilars für das Aufblühen hiesiger
Hemeinde und schloß, mit einem dreifachen Hoch
ruf den Gefeierten. Herr Markscheider Hoos ver—
as ein inzwischen eingetroffenes Telegramm des
herrn Laudrats von Miquel, worin dem Jubi—
ar nebst den besten Glückwünschen auch noch der
Wunsch für eine noch mindestens weitere 1jährige
Amtsdauer ausgesprochen war. Auch von verschie—
denen anderen Rednern wurden die Verdienste des
Herrn Bürgermeisters, der sein Amt zur größten
Aufriedenheif seiner voroesekton Rohärde normaltof