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Züchters. Diese besteht selbstverständlich in
rster Linie in der geeigneten Fütterung.
Legen wir uns die Frage vor: Ist es besser,
ie Tiere künstlich aufzuziehen oder an der
Mutter saugen zu lassen? so möchte ich wohl
zu ersterem raten. Die Erfahrung hat ge—
ehrt, daß das Saugen nicht immer von Vor—
eil ist, sowohl für die Mutter als auch für
das Junge. Die Mutterziege wird hierbei viel
u viel beunruhigt, jeden Augenblick suchen
die jungen Zicklein nach den Zitzen.
Daß hierdurch die Milchproduktion der
ziege vermindert wird, läßt sich nicht be—
irelten. Auch geschieht andauerndes Saugen
ehr viel auf Koften des Wohlbefindens der
ziege. Oft sah ich schon Ziegen, die durch
reiwöchiges Saugen ganz abgemagert waren.
58 ist später sehr schwer, solche Tiere wieder
zuf die Höhe bezüglich der Milchmenge zu
ringen. Bill man dazu Jungtiere vom
Zaugen abgewöhnen, die noch der Milch be—
dürsen, so ist dies oft sehr schwer. Es 'ostet
»iel Arbeit, die jungen Tiere dazu zu bringen,
ie ihnen nun in Gefäßen verabreichte Milch
i trinten. Es tritt dann eine kolossale
ztockung im Wachstum der Ziclein ein, die
on nicht geringer Bedeutung ist. Das zweck⸗
näßigsie bleibt deshalb die Aufzucht, wobei
ie Tiere mit der ihnen dargereichten Milch
rnährt werden. Die beste Milch für die Auf—
ucht ist natürlich die Muttermilch, besonders
nden ersten Lebenswochen. Sobald das
Junge zur Welt ist, wird es gleich von der
Nutter weggenommen und an einen gut
einperierten Ort gebracht, wo ihm dann nach
in paar Stunden die erste abgemolkene Milch
hargereicht wird. Es ist dies äußerst wichtig,
veil deren Bestandteile die Ausscheidung des
9. Darmpechs beschleunigen. Vielfach kommt
»s vorn, daß die Jungtiere, in den ersten
ebenswochen Durchfall bekommen. Es ist
zann der Misch, die selbstversindlich immer
azuwarm verabreicht werden muß, eine kleine
RNenge Wasser zuzuseten, weil der noch
hwene magen die oft sehr fette Milch nicht
ertenaen fannu. Mit Erfolg fügt man auch
er Bilch vine Messerspitze voll Gerbsänure bei,
ie in iebear Anpothete zu heHen ist. Durch—
all kann gsser auch durch Verabreichung von
neefintrter Milch entstehen; es kann dies
zun zubssen Folgen führen. Oft stellt sich
aduanm Darmentzündung ein, die sehr leicht
en 7Tod des Tieres herbeiführt.
Boim Füttern achte man auch darauf, daß
ich die Tiore nicht zu viel benässen, was sehr
iht Erkältung nach sich zieht, besonders in
cu ersten Lebenswochen. Vor allen Dingen
nitserne man zich nicht, ehe die Tiere das ihnen
inzesellte Sefäß geleert haben, oder doch
voenlasttens keinen Aphetit mehr zeigen.
Bragl!ich der zu verabreichenden Milchmenge
nöchte ich bemerken, daß den jungen Tieren
»or cllem genügend gegeben wird. Gewöhn—
ich geschieht dies auch ansangs, jedoch später,
venn die Zidlein ein Alter von drei bis vier
Vochen erreicht haben und ein größeres Quan—
um bedürfen, wird gespart, oder die Milch wird
u sehr „getauft“. Hierin liegt eben die fehler—
zafste Aufzucht, die Tiere werden zu früh ent—
vöhnt. Gewiß, es ist keine billige Aufzucht
äglich 125, bis 2 Liter Milch an ein Jungtier
u versüttern. Aber wo dies nicht geschieht.
a kann von einer gesunden Entwicklung nicht
ie Rede sein.
Trotzdem die Milch das beste Nahrungs—
nittel für die Aufzucht ist, so läßt sich doch
hne Nachteil ein teilweiser Ersatz schaffen,
und dieser besteht aus Hafergrütze. Mit der
berfütterung von Hafergrütze beginnt man am
»esten, wenn die Tiere ein Alter von zwei bis
)rei Wochen erreicht haben. Die Hafergrütze
ocht man zu einer dickflüssigen Suppe, wovon
nan pro Tier auf jede Mahlzeit ein halbes
iter rechnen kann, dem man das gleiche Quan—
um Milch zusetzt. Wo mehrere Tiere zu—
ammen aufgezogen werden, ist diese Methode
sehr zu empfehlen und hat sich ausgezeichnet
»ewährt. Die Tiere verzehren dieses Futter,
venn sie einmal daran gewöhnt sind, und
ieses dauert gewöhnlich nur ein bis zwei Tage,
eidenschaftlich gern. Die Entwidlung der Tiere
st bei diesem Futter eine gute, vorausgesetzt,
»aß es sich auch um gesunde Exemplare handelt.
Wie lange müssen junge Ziegen Milch be—
rommen? Diese Frage wird oft aufgeworfen
ind sehr verschieden beantwortet. Bis zu zwei
Monaten darf an Milch ja nicht gespart wer—
den, und nach diesem Alter, wo die Tiere schon
anfangen sonstige Futtermittel zu verzehren,
ch denke hier an Brot, gequetschten Hafer,
veiches Gras usw, ist es sehlerhaft, sofort mit
ꝛer Milchfütterung aufzuhören. Wer seinen
Tieren eine gute Aufzucht angedeihen lassen
will, muß, vom Tage der Geburt ab gerechnet,
nindestens3 bis 3u/2 Monate Milch füttern.
Aber vicht allein die Fütterung ist für die
Entwicklung der Tiere allein ausschlaggebend,
ruch andere Momente kommen hier in Betracht,
ind zu diesen gehört in erster Linie die Be—
vegung. Nichts hemmt die Entwiglung der
ungen Zicklein mehr als Mangel an Bewegung.
dier durch leidet die Verdauung kolossal und,
vas besonders schlimm ist, die Tiere werden
rumm. Es ist nichts verkehrter, als die jungen
diere schon sofort an die Kette zu legen uͤnd
sie zu ewiger Stallhaft zu verbannen Solche
Beschöpfe sind zu bedauern. Am lebhaftesten
ritt dies zutage, wenn man Gelegenheit hat,
olche Tiere später als Zuchttiere wiederzusehen.
drumme Knie, hessige Hinterbeine und noch
»iele körperliche Fehler mehr sind die Folgen
iner solchen Behandlung. Es wird doch wohl
eder, der Zicklein aufzieht, im Stalle eine kleine
zcke absperren können, wo ihnen doch wenig—
tens eine einigermaßen unbeschränkte Be—
vegungsfreiheit zuteil wird. Dann aber auch
st fleißige Bewegung im Freien für die Tiere
von sehr großem Vorteil. Wer sah noch nicht
m Scheine der warmen Frühlingsmittags—
onne junge Hicklein sich im Freien tummeln?
die freuen sich die kleinen Geschöpfe, wie geht
ber Stoc und Stein, auf Kisten und alles
nögliche wird hinaufgeklettert, und unbewußt
die Glieder gekräftigt. Deshalb mög—
ichst viel Bewegung, denn eben hierdurch kann
ie junge Ziege dauernd gesund erhalten
leiben.
Beachten wir bei der Aufzucht diese Punkte,
o werden wir vor vielem Schaden bewahrt
leiben, und derjenige, der es bis jetzt an einem
»der andern fehlen ließ, möge es im nächsten
zuchtjahre nachholen.
Leistungsprüfungen für Nutzgeflügelrassen.
Die Leistungsprüfungen für Nutzgeflügel—
assen auf dem Wettlegehof bei Neuß werden
m Herbste dieses Jahres mit einjährigen
Tieren (Jungtieren) der Rassen: rebhuhn—
arbige Italiener, weiße Italiener (sog. Leg—
ornis), weiße Wyandottes, Silberbrakel, weiße
Irpingtons, schwarze Rheinländer fortgesetzt
ind die teilnehmenden Stämme gleich ein
weites Jahr, also bis zum 30. September
915, geprüft werden. Es stehen für die besten
zeistungen wieder zahlreiche Geld- und Ehren—
reise zur Verfügung.
Der äußerste Termin für die Anmeldung
»on Stämmen für die Leistungsprüfung ist auf
»en 1. August festgesetzt. Die Meldungen sind
»is zu diesem Zeitpunkte an die Adresse:
„Rheinischer Wettlegehof in Neuß“ zu richten.
Im Interesse dieser wichtigen Prüfungen
verden die rheinischen Geflügelzüchter hiermit
zebeten, sich möglichst zahlreich zu beteiligen.
Die Bedingungen für die Leistungs—
»rüfungen und der Anmeldebogen werden auf
Anfrage unentgeltlich von der Landwirtschafts—
ammer für die Rheinprovinz in Bonn, Bis—
narckstraße 4 übersaondt
Ddie Behandlang der Erdbeernslanzungen.
Wohl jedermann ist Freund der köstlichen,
iromatischen Erdbeere, und man sieht fast in
edem Garten, sei er auch noch so klein, Erd—
zeerbeete. Wenn auch die Behandlung dersel—
en keine Schwierigkeiten macht und der all—
ährliche Ertrag zufriedenstellend ist, so kann
»urch Anwendung eines veränderten Kultur—
»erfahrens der Ertrag ganz erheblich gesteigert
verden. Sehr oft wird es auch vorkommen,
»aß die Erdbeerernten nicht befriedigend aus—
allen, ja, daß die Fruchtbarkeit gänzlich aus—
leibt. —
Die Erdbeere verlangt einen humusreichen,
alkhaltigen Lehmboden, im Sandboden ist die
dultur nur möglich, wenn man lehmhaltige
ẽrde darunter mengt. Ferner müssen die
zeete so angelegt sein, daß sie Luft und Licht
aben, sie dürfen also nicht im Schatten stehen.
der Erfolg hängt ferner zum allergrößten
deile von der Veschaffenheit der zum Pflanzen
erwendeten Setzlinge ab. Wenn wir die letz—
eren der eigenen Erdbeeranpflanzung entneh—
nen wollen, so genügt es nicht, daß wir dazu
edes bewurzelte Pflänzchen bestimmen. Bei
iniger NAufmerksamkeit kann man wahrneh—
nen, daß die Fruchtbarkeit unter den Pflan—
en sehr verschieden ist; es gibt solche, die über—
reich tragen und solche, die gänzlich unfrucht—
zar bleiben. Wenn wir die Blüten der letz—
eren näher betrachten, so finden wir, daß
ie entweder rein männlich oder rein weiblich
ind. Namentlich Pflanzen mit rein männ—
schen Blüten kommen sehr häufig vor. Diese
eichnen sich außerdem noch durch ein üppiges
bachstum und vieler Ausläufer aus. Nun
ommt es oft gar zu leicht vor, daß man von
iesen die kräftigen, bewurzelten Pflänzlinge
immt, und so kann es passieren, daß die
eue Pflanzung zum größten Teil unrrucht⸗
ar bleibt.
Aus diesen Erfahrungen tut man gut, schon
etzt die fruchtbarsten Stauden zu zeichnen und
iur von diesen die kräftigsten Ableger zu be—
tutzen. Zur besseren Bewurzelung und Er—
tarkung müssen die von den Ausläufern ge—
rennten Pflänzlinge schon nach der Ernte ab—
senommen und verschult werden, das heißt,
iie abgenommenen Pflänzlinge werden vor—
äufig auf gutes Land verstopft. Im Monat
lugust bis Mitte September werden neue Erd—
eerbeete angelegt und werden die verschulten
zflänzlinge dazu verwendet. Das Pflanzen
»arf nicht mit dem gewöhnlichen Gemüsesetz—
zolz geschehen, da dadurch sich die Wurzeln
eicht umlegen und zusammengedrückt werden.
gesser ist es, mit der Hand ein Loch zu machen
»der mit dem Handspaten. Diese leichte Mühe
vird durch das kräftigere Anwachsen und Ge—
eihen reich belohnt, während schlecht ge—
flanzte Setzlinge viel längere Zeit zu ihrer
Entwickelung brauchen. Die Erdbeere stellt an
die Dungkraft des Bodens hohe Anforde—
rungen, doch ist es gefährlich, zur Düngung
rischen Stallmist zu verwenden, da durch den—
elben der größte und gefürchtetste Feind der
ẽrdbeere, der Engerling, angelockt wird. Man
zünge deshalb lieber mit verrottetem Dünger.
Auf ein Beet von 1,20 Meter Breite werden
)rei Neihen gepflanzt, die gegenseitige Ent—
ernung betrügt 30—-50 em, je nach der Sorte
bei Trockenheit ist fleißig zu gießen.
Im Monat Oktober werden die angepflanz—
en Beete mit kurzem Dünger abgedeckt.
Die erste Arbeit im Frühjahr besteht in
em Ausputzen der Erdbeerpflanzen, das heißt,
lle über Winter erfrorenen Blätter werden
nit dem Messer abgeschnitten. Der im Spät—
jerbst aufgelegte kurze Dünger wird vorsich—
ig untergegraben. Es werden sich dann bald
eue Blätter entwickeln. Gleichzeitig mit der
intwickelung der Blätter und Blüten werden
ich die ersten Ausläufer (Ranken) zeigen.
e n um größten Teil abschneidet, da⸗
utterpflanzen ä
e pflanzen nicht so sehr geschwächt
Zur Exreichung eines vollkommenen Frucht⸗
ansatzes ist es notwendig, den Erdbeerpflan—
en während ihrer Blütezeit reichlich Wasser
zuzuführen. Früchte von außerordentlicher
hröße werden erzielt, wenn dem Wasser ge⸗
inge Mengen von natürlichem Dünger oder
Ammoniak beigemengt werden.
Um die Erdbeerfrüchte vor dem Beschmutzen
mit Erde zu bewahren, werden entweder Erd—
beerhalter von Draht angewendet oder man
nimmt trockene Holzwolle und legt dieselbe
unter die Früchte.
Nach Beendigung der Ernte werden die
Ausläufer abgeschnitten. Die alten Beete wer—⸗
»en gut gelockert und mit aufgelöstem Geflügel—
nist gedüngt, um die nach der Ernte ge—
chwächten Erdbeerpflanzen zur Bildung kräf—
iger Blätter anzuregen, welche für die Ver—
urbeitung und Ablagerung der Reservestoffe
sür die nächstjährigen Blütenknospen unbe—
dingt nötig sind. Im Monat Oktober werden
zum letztenmal die Ausläufer weggeschnitten
und dann die Beete für den Winter vorbe—
reitet .
8 Siegen, 8. Jili. (Wom Verband rhei—
risch-westfälischer Tierschutzvereine.)
der Verband rheinisch-westfälischer Tierschutzverein
sat hier seine diesjährige Tagung abgehalten, die
nter der Leitung des Vorsitzenden Rentners O.
hartmann, aus Köln eine ganze Anzahl von den
Lierschutz berührenden Fragen behandelte. Nach der
ßegrüßung der auswärtigen Gäste durch der
Bürgermeister Delius im Namen der Stadt Sieger
ourden der Geschäftsbericht und, der Kassenbe
icht entgegengenommen. Ueher Ziele und Zweck—
»er Fahrschalen verbreitete sich dann der Fuhr
arksdirektor Adolphs aus Köln. Er führte aus,
»on den Führern öffentlicher Droschken müsse der
Zesuch einer Fahrschule gefordert werden, auch
müßten die Fuührherren ihr Personol, dem der
wertvolle Pferdebestand anvertraut sei, zu dem
Besuch der Fahrschulen anhalten, deren in den
letzten Jahren in verschiedenen Städten eine gänze
Reihe entstanden seien., Der Fuhrparksinspektor
Schünemann aus Mülheim (Rhein) verbreitete sich
ann über das Kupieren der Pferde, das er als
eine zwecklose Tierquälerei, bezeschnete. Dieser Un—
sitte könnten wenigstens die Behörden insofern be—
zegnen, als sie nur Tiere faufen sollten, deren
Ichweif nicht verstümmelt sei. Auch würde es sich
ür landwirtschaftliche Vereine empfehlen, auf ihren
lusstellungen nur solche Tiere zu prämiieren, die
nicht kupiert scien. Der Vorsitzende. Hartmann,
Zöln, spreoch dann über „Die Verwendung von
Lsferden und Maschinen bei Ausschachtungen und
Daterialientransvort bei Bauten“. Er führte hier—
u aus, daß die schlechten Zufuhrwege, die man
n der Regel bei Bauplätzen antreffe, eine stete
Quelle vron Jierauälereien seien, weshalb es
wünschenswert wäre, bei größeren Ausschachtungs—
arbeiten Fe'dbahnen mit Dampf oder elektrisch be—
riebenen Lokomotiven zu verwenden. Bei Bauten
n Straßen oder eng bebauten Bezirken seien
drane oder Bagger zur Hebung des Abraums
u verwenden. Vom Tierschutzverein in Bonn ist
ie Frage aufgeworfen worden, ob die Verlosung
ebender Tiere auf Jabhrmärkten und dergleichen
kierquälereien zeitige. Die Frage wurde bejaht,
a von Fällen berichtet wurde, wo die gewonne—
en Tiere in den Händen betrunkener Burschen
Quälereien ausgesetzt gewesen sind. Es wurde emp—
ohlen, auf die Gemeinden einzuwirken, daß sie
ruf Grund der Gewerbeordnung mit Verboten
Jjegen die öffentliche Ausspielung von Tieren vor—
zehen. Weiter stellte der Bonner Tierschutzverein
die Frage, melsche Erfahrungen mit dem Gebrauch
‚on Pferdeschuhen gemacht worden seten, die den
ßferden angezogen werden, wenn sie auf glat—
em Vflaster zu Fall gekommen sind, um ihnen
»as Aufstehen zu erleichtern. Aus verschiedenen
Städten wurde hierzu berichtet, daß man mit den
ius Kokosfasern hergestellten Schuhen gute Er—
ahrungen gemacht habe und ihre Einführung nur
mpfehlen könne. Ein von dem Schlachthofdirektor
Kkein aus Lennep eingebrachter Antrag lautet:
Der Verband rheinischwestfälischer Tierschutzver—
ine wolle bei den Herren Oberpräsidenten von
Rheinland und Westfalen vorstellig werden, eine
Regierungs-Polizeiverordnung zu erlassen, welche
die Beförderung von Vieh, besonders von Klein—
bieh und Schweinen, nur auf solchen Fuhrwerken
gestattet, an denen eine Vorrichtung vorhanden
sst, oder beim jedesmaligen Abladen angebrach,
verden kann, die als bequeme Rampe von der
Tieren beim Ein- und Ausladen begangen werden
ann.“ Grund zu diesem Antrage hat die Be—
obachtung gegeben, daß die Tiere vielfach von
»en oft hohen Wagen herabgezerrt werden, wo—
»urch Knochenbrüche vorkommen. Nach längerer
Zesprechung wurde die Angelegenheit bis zur
ächstiährigen Versammlung vertagt. Der Wupper—
aler Verein empfiehlt die Anlage von Teänk
»runnen bei den Güterbahnhöfen und bittet, nach
bieser Richtung hin in den einzelnen Ortschaften
virksam zu sein. Zum Schluß richtete Hext Deä⸗-nucke,
Saarbrücken, die Aufmerksamkeit der
Zersammlung auf die humanere Tötung der
5tubenfliege. Abgesehen davon, daß das
agelange Festsitßzen der Tiere an dem Leimpapier
ZQuälerei sei, wirke der stete Anblick der zah—
»elnden Tiere auf die Jugend verrohend. Die
Ingelegenheit soll im Auge behalten, werden.
lußerhalb der Tagesordnung machte dann der
Schwelmer Tierschutzvercin noch darauf aufmerksam,
aß der 8 33 des Feld⸗ und Forstpolizeigesetzes den
Hereinen ein Mittel an die Hand gäbe, den Vogel—
ang auch in den Monaten zu erschweren, in
enen er geseßlich erlaubt sei. Nach diesem Para—
raphen werde nämlich jeber bestraft, der,auf
remiden Grundstüden unbefugt nicht jagdbare Vögel
ängt. Nachdem als nächstiähriger Tagangs,
rrSagrbrüäcken bestimmi war. wurden die
Jerhandlungen geschlossen.
Städuscher Vogel'chtitz. Die Fürsorgetätigkeit
„er Gemeinden' erstrekt sich heute auf die per—
chiedensten Gebiete und immer treten neue Auf—
jaben hinzu. Eine Anregung für tädtischen Vogel⸗
hutz, die recht segensreiche Arbeit vexspricht, gibt
nhh Kommungalblatt für Ehrenbeamte“, Vrofessor
zchwarz. Rothenburg, dem der Hessische Städte—
cg die Organisation des, Natur- und, Vogel—
chuͤtzes übertragen hat. Daß der Vogelschutz nich
tur im Interesse unserer defiederten Sänger liegt
Indern auch für die Allgemeinheit von prak
ischem Nutzen ist, zeigt sich überall dort, wo be—
eits ein privater Vogelschutz besteht: Verringerung
er, Insektenplage und dadurch Förderunge der
Ibst- und Gemüsekulturen und weiter Einschrän—
ung der Mückenplage. Der genannte Gelehrte
ellt für einen zu organisierenden Vogelschutz meh—
ere leicht zu Vdefolgende Leilsäße auf, Danach
oll schon in den Schulen durch Stiften von
ogelwandtafeln, durch Anlage von kleinen Vogel—
ndachohen, Aufftellen pon Futlerhäusern und
re Besorgung durch die Juͤgende felbst, auch
re Aufertigung im Handfertigkeitsunterricht aus
je heranwachsende Generalion eingewirkt werden
iuf Schulaustiüngen nuß auf das Rohe der Wald—
und Feldplünderung hingewiesen werden. Strenge
Durchführung der Polizeworschriften gegen Nester⸗
lünderer und Vogelfänger und Maßnahmen gegen
»as Ueberhandnehmnen von Spaßen, Krähen und
Zatzen. Die Gemeinden müssen dafür sorgen, daß
ꝛei, etwaigen Verkoppelungen unkruchtbare, mit
Hesträuch bewachsene Bergköpse, auch Gräben reser—
biert werden und Oedtland bleiht, einzelne Bäume,
alte Pappeln, Hainbuchen, hohle Weiden als Nist⸗
nd Ruhestatten stehen bleiben, auch natürliche
Höhlen und Gestrüpp an Wegen. Von ähnslichen
Hesichtspuntten muß bei den städtischen Anlagen
rso woani —5 der städtischhe Wald sarn wo
Ae roße, wirtschaftliche Rachteile anginge,
iamentlich an den Inatuin — — bewirt⸗
chaftet werden, schon danit due immer seltener
werdenden Bäume und Straͤucher erhalten bleiben.
Die Friedhöfe, sind möglichst naäch“ den Vrinzipien
des Vogelschutzes zu behandeln und mi Fuatter
tellen. auch Tränken zu versehen. Die auf“irh
ürmen nistenden Vögel, auch Schwalben an städti.
chen, Gebäuden und Storchnester müssen unbe—
dingt geschont werden. In den städtischen Kran⸗
lenhäusern und Gärten sind kleine Vogelschutz-Jehölze
anzulegen, Futterappacate aufzusteklen, die
von den Felonvaleszenten bedient und unterhalten
werden. Bei der Aglage von elektrischen Leitungen
st, dafür zu sorgen, daß sie mit den modersien
—
gefährlichen Stellen geschützt sind. Die städtischen
Särtner, Friedhofswärter, Straßenbahnbeamte,
Obstbaupfleger, Förster und Feldhüter sollten mög⸗
ichst alle im Laufe der, Jahre an, einem Lehe⸗—
ursus für Vogelschutz auf einer Musterstation teil—
iehmen. Diese Anxregungen, dürften für, viele Ge—
meinden ein dankbares Feld der Betätigung sein.
e
ugg egrkrher egigälat
338 wle Det ene
39 383777295 383333
rarz) —
Väün dünnß n
inda 4125
(mundoldionor).
Für alle Verpflichtungen haftet der Kreis
Saarbrüucken.
Cassenlokal: Saarbrücken 1, Gerichtssstr. Nr.?
Kassenstunden: 813-1, 3—4 Uhr.
Samstag nachmittag geschoasen.
Annahmestellen;:
Atenwald bei Ludwig Hoöge“, Schlohhergstr. 83
rebach, bei, Wilhelm Blind, Provinzialstr. 68.
Srefeld, bei Jal. Merer, Obersteiger.
Ddudweiler bei Ph. Fink, Kaufmann, Bahnhof—
straße 11.
friedricusthal hei Huppert, Hauptlehrer, Kaiser—-straßbe
8374.
Fürstenhzusen bei Vitus Prümm, Lehrer, Schul
straßbe 12.
Gersweller bei Heinrich Baltz, Bäckermeister,
Hauptstrabe 44.
iuichenbach bei Haeber, Lehrer a. D. Kirch
strabe 29.
deusweiler bei Joh. Bapt. Doerr, Kaufmann
Provinzialsstrabe 180.
Geinhlittersdorf bei Nikolaus Burger, Ein—
nehmer, Saarbrückerstraße, 16.
ouisanthal bei Karl Schenkelberger, Glas—
hüttendirektor. Bahnhofstraße 50.
düttlingen bei Albert Dörr, Lehrer, Haupt—
strabe 37 — RitterstraBe.
Zuierschled bei Nikolzsus Scunzider. Maschinensteiger
a. D., Holzerstrabe 2.
Sulzbach bei Karl Simon, in Firma G. H.
Simon Wwe., Eisenhandlung.
vehrden bei Peter Thomas, Lebhrer.
Mühlenstraße 52.
———
A
e
apltelwein
28 2
oezũgl.Tafelgetrnk, in den
et?ten7 Jahr. von uber
1500 Kausfern unverangt
belobt und em
»fohlen, liefert unter
Jarantie für absolute
daturreinheit zu 24Pfęg.,
deinettenwein zu 28 Pf.
per Liter.
A. Hörith, Relterei,
Dttersweier 22 (Bdn.)
putent Mofruhen
nodernste, nur eigene Fa—⸗
zrikate, nach jedein Maß,
schon von 44 Mk. an.
Drahtgitter,
drahtmatten, Siebe
mit Holzrand,
drahtwaren jeder Art
ehr billig und prompt.
J
Gg. Veck,
)rahtflechterei mit eleltr
Betrieb Saarbrücken 2,
Triererstraße 56.
*Plustr. Preisl zu Diensten.
Türen
mit Zubehör, alle Fuß⸗
„odenbretter u. Bauarlikel.
Große Vorräte.
Preisliste umsonst.
Jos. Weyland,
Lüren⸗ und Fenstersabrik
Forbach i. Lothr.
— znh N
harathhunsirh zun önfyueht. Fadfl
—
9
kingetragene Schutrmarke.
Insere Emulsion verhutet bei uen Schweinen infolge
jer Kaliczufuhr das Steitwerden, befordert die Ven
juung, hebt die Fresslust und schutat die Tiere vor
qusschlag, Pocken, Rotlauf etc. æ Die Emulsion ist
n allen Drogerien und einschlagigen Geschaften zu0
haben, wo nicht, direkt vom
Wuoatzähn bmotziangutpk b. Uols. daapheken 2
2⸗ V n e
damtäts-apast· biee
der bermania-Berauerei ßiegelsherh
zollte infolge seines erfrischenden u. anregenlen
Geschmackes, hohen Nahrstoff-u. geringen
Alkoholgehaltes in keinem Hause fehlen und
ist vor allem für Kranke, Schwache (Blutarme)
ind Genesende, auch für stillende Mütter, beonders
zu empfehlen.
Originalflasche 15 9, Flaschenpfand 10 ,.
Zu haben in sämtlichen Filialen des Saar·
rucker-Eisenbann-Konsum-Vereins sowie fast
Uen einschlägigen Geschäfte