Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

der Lehrkursus ist auf eine einjährige Dauer
mit 10 Lehrmonaten festgesetzt, jedoch mit der
Maßgabe, daß diejenigen Schüler, die sich als
Weinbergsverwalter ausbilden wollen, die An⸗
alt mindestens 2 Jahre besuchen müssen. Für
a zweite Jahr ist ein erweiterter Lehrvlan
vorgesehen.
Der Unterricht erstreckt sich auf folgende
hegenstände: Weinbau und Kellerwirtschaft,
Abst⸗, Acker⸗, Pflanzen- und Gemüßfebau,
Bodenkunde, Düngerlehre, Botanik, Chemie,
Mineralogie, Physik im Grundriß und An—
chluß an die Hauptfächer, Betriebslehre, Buch⸗
ührung, Rechnen, Feldmessen, Nivellieren,
deutsche Sprache, Religion.
Alle Schulen sind mit tüchtigen Lehrkräf⸗
ꝛen, darunter besondere Weinbau⸗, Obstbau⸗
und Landwirtschaftslehrer, und den erforder⸗
lichen Lehrmitteln ausgestattet. Ausgedehnte
—AV
den. Mit jeder Schule ist ein Internat ver⸗
zunden, in dem die Schüler gegen Zahlung
reines Schul- und Kostgeldes von zusammen
300 Mk. jährlich Aufnahme finden können.
Nicht in der Anstalt wohnende Schüler haben
ein Schulgeld von 80 Mk. jährlich zu zahlen.
dospitanten zahlen monatlich 6 Mk. Lehrgeld.
Die Direktoren der Schulen sind gerne be—
eeit, jede gewünschte weitere Auskunft zu er—⸗—
teilen und den Schülern und ihren Angehö—
rigen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Meldungen zum Schulbesuch werden bis zum
20. September von den Direktoren entgegen⸗
genommen.
Düsseldorf, den W. Juni 190913.
Der Landeshauptmann der Rheinprovinz.

kegl. Lehranstalt für Wein⸗, Dbsi⸗ und Garten⸗
bau zu Geisenheim a. Rh.
Wir bringen hiermit zur Kenntnis, daß
in der Königlichen Lehranstalt im Jahre 1913:
1. ein Obstverwertungskursus für Frauen
in der Zeit vom 28. JZuli bis 2. August,
J. ein Obstverwertungskursus für Männer
ind Haushaltslehrerinnen in
der Zeit vom 4. bis 14. Auaust
ibgehalten werden.
Die Kurse beginnen an den zuerst genann⸗
en Tagen vormittags um 9 Uhr. Der Unter⸗
eicht wird theoretisch und praktisch erteilt, so⸗
daß die Teilnehmer Gelegenheit haben, die
derschiedenen Verwertungsmethoden einzu⸗
iben.
Das Honorar beträgt für den Kursus zu
l.ꝛ für Preußen 6 Mk., für Nichtpreußen 9
Mark; für den Kursus zu 2.: für Preußen
10 Mk., für Nichtpreußen 18 Mark.
Anmeldungen sind an die Direktion zu
eichten.
Alles Nähere ist aus den Satzungen der
dehranstalt, die unentgeltlich verabfolgt wer—⸗
den, zu ersehen. —

Bekanntmachung.
Die Schweine-Seuche in dem Gehöfte des Berg⸗
stanns Heinrich Gales zu Ottenhausen ist erloschen.
Die angeordneten Sperrmafregeln sind wieder auf⸗
zehoben.
Gersweiler (Eaar), den 30. Juni 190913.
Die Polizeiverwaltung.
Der Bürgermeister.
Müuller

Belannimachung.
Bei einem geschlachteten Schweine des Tage—
Bhners Karl Gaiser hierselbst, Hohenzollern—
sttraße 82, ist Rotlaufseuche festgeftellt worden
ind ist über das Gehöft die Sperre verhängt.
Friedrichsthal, den 7. Juli 1913.
Die Polizeiverwaltung.

Bekanntmachung.
Die Rotlaufseuche bei einem Schweine des
ßlasmachers Jakob Berwanger hierselbst ist
rloschen und werden die angeordneten Schutz⸗
naßregeln wieder aufgehoben.
Friedrichsthal, den 8. Juli 19183.
Die Polizei-Verwaltung.

Bekanntmachung.
Nach 8 8 des Ausführungsgesetzes vom 3.
suni 1912 zur Maß⸗ uͤnd Gewichtsordnung
om 30. Mai 1908 finden Nacheichtage statt:
1. In Püttlingen vom 16. bis 22. Juli
1913 im Kaisersaale.
2. In Altenkessel vom 23. bis 28. Juli
1913 im Saale von Wilh. Müller.
3. In Rockershausen vom 29. bis 30. Juli
1913 im Saale von Adolf Knopp.
Ich mache darauf aufmerksam, daß sämt—
iche Gegenstände in gut gereinigtem Zustande
orgelegt werden müssen, daß die Einziehung
ver Gebühren während der Abhaltung der
Nacheichungstage erfolgt und daß vor dem
Jahre 1915 keine Nacheichtage im hiesigen Be—
sirke mehr stattfinden. Diejenigen Inter—
essenten, welche von den Nacheichtagen keinen
hebrauch machen, haben, wenn die polizeilichen
Revisionen z. B. inzwischen die Notwendig⸗
eit einer Nacheichung ergeben, ihre Gegen⸗
stände alsdann dem Eichamte in Saarbrücken
vorzulegen.
Es empfiehlt sich daher, die durch Abhal⸗
ung der Nacheichtage gebotene Gelegenheit
nicht unbenutz vorübergehen lassen, sondern
imtliche eichpflichtigen Gegenstände zur Nach⸗
ung vor ulegenvierderl 37
esonders daraufhin, daß jeder Viehhalter,
er sich mit dem Verkauf von Milch und Rahm
faßt, zu diesem Fce Besitze vorschrifis
näßig geeichter Maße sein. muß.
Die genaue Zeit Tag und Stunde) wann
der einzelne Anteressent seine eichpflichtigen

Begenstände zur Nacheichung in das Eichlokal
u bringen hat, wird später bekannt gegeben.
Püttlingen, den 30. Juni 19183.
Die Polizeiverwaltung.
Der Bürgermeister:
Dr. Mattonet.

Bekanntmachung.
Wie durch amätstierärztliche Untersuchung
estgestellt, ist unter dem Schweinebestande des
Narkscheiderzeichners Heinrich Jung und des
zergmannes Friedrich Mülot zu Neudorf die
zchweineseuche ausgebrochen. Ueber die Gehöfte
sabe ich die Sperre verhängt und die erforder—
ichen Schutzmaßregeln angeordnet.
Püttlingen, den 4. Juli 1918.
Die Polizeiverwaltung.
Der Bürgermeister.
Dr. Mattonet.
Bekanntmachung.
Die Polizeiverordnung vom 8. März 1874,
etreffend die Benutzung der Feldwege in der
zürgermeisterei Ludweiler, wird hiermit auf—
ehoben.
Andweiler, den W. Juni 1913.
Die Polizeiverwaltung.
Der Bürgermeister.
Poller

Bemeinde-Angelegenheiten von Fürstenhausen.
Gemeinderatssitzung am 3. Juli 1913.
Anwesend waren unter dem Vorsitze des Unter—
zichneten die Herren Gemeindeverordneten: Rbh⸗
ng, Gemeindevorsteher; Klein, Kaufmann; Dörr,
zdüttenbeamter; Zimmer, Maschinist; Kappel, Berg—
nann; Hafner, pens. Bergmann; Reutler, Rentner:
deutler J. Bergmann; Schmidt, Bergmann; Schrei⸗
er, Bergmann, Brossette, Hüttenmeister; Schütz,
ens. Bergmann; Bracht, Kgl. Bergrat; Fersing,
Naurermeister; Hofmann, Kgl. Oekonomie-Verwal⸗
er: Weilburg, Direktor; Siegwart, Glasmacher;
Itpeter, Metzgermeister. Die Tagesordnung wurde
zie folgt erledigt: Zunächst wurden die neuge—
Ȋhlten Gemeinderatsmitglieder mittels Handschlags
n ihr Amt eingeführt. — Sodann wurde die
Zersorgung der beiden Ortsteile Fürstenhausen und
kenne zusammen mit Gas abgelehnt. Bei der
veiteren Frage, ob der Ortsteil Fenne, allein
nit Gas versorgt werden soll, stimditen 12 Ge—
neindevertreter dafür und 4 dagegen, während
ich 2 der Abstimmung enthielten. Bezüglich der
Jersorgung des Ortsteils Fürstenhausen mit Licht
oll sofort mit Elektrizitätsfirmen in Verbindung
etreten und die Angebote derselben der, Ver—
retung zwecks weiterer, Beschlußfassung belannt⸗
egeben werden. Bezüglich des Ortsteils Fenne
oll mit der Gasanstaltsbetriebsgesellschaft ein Ver—
rag durch die Kommission näher beraten werden.
die Kommission wird wie folgt neugewählt: Herr
zergrat, Bracht, Herr Rentner Reutler, Herr Di—
ektor Weilhurg, Herr Maurermeister Fersing, so—
vie Herr Gemeindevorsteher Röchling. Bezüglich
es Schulhausneubaues nimmt Vertretung, Kennt—
iis von der Verfügung des Herrn Regierungs—
»räsidenten vom 6, Suni cr. II. A. 1290 und de—
chließt, daß der Bau mit dem in Ausslicht ge—
tellten jährl. Ergänzungsstaatszuschuß von 1000, M.
ur Ausführung, gebracht werden soll. Mit dem
ßau Voll erst im Jahre 18014 begonnen, werden.
7. Der, Fluchtlinienplsan des Terrams zwischen der
kisenbahn und, der Kreisstraße wird entsorechend
ettaesetzt. — Dem Antrage des Squptiehrers a.
.. Rops bezügl. der vor, der sörmlich festgefetzten
zaufluchtlinie errichteten Einfriedigungsmauer wird
tattgegeben. Von, einer grundbuchamtlichen Ein—
ragung wird, Abstand genommen. —, Piit einem
ßrundstüdstausch erklärt sich die Vertretung ein—
erstanden. — Die, Herstellung eines Heugbfuhr—
veges. im Distrikt „im hintersten Dunkelader“ durch
ie Gemeinde wird abgelehnt. — Anftelle des
usscheidenden Bürgermeuüͤlereiratsmitgliedes Herrn
Metzaermeisters Altpeter wird Herr Bergrat Bracht
nit 11 gegen 7 Stimmen zum Mitglied des Bürge—
neistereirats gewählt. — Die bisherigen Mil—
lieder der Baukommission und zwar die Herren
Bracht, Röchling, Fersing und Reutler Heinrich
durden wiedergewählt. Außerdem soll in Zu funft
der Bezirksvorsteher von Fenne zu den Bera—
ungen der Baukommission zugezogen werden. —
)er Maulwurfsfang soll vom J. Abril 1014 4b
en beiden, Feldhütern so übertragen werden, daß
Zneicher die Maulwürfe auf Bann Furstenhaufen,
ind Gerner diejenigen auf Bann Fenne fängt.
die Bezahlung erfolgt pro Stüch. — Einem An⸗
rag auf Niederschlagung von Wassermesser miete
odird stattgegeben. — Den Zuschlag ʒur Lieferung
er Pflastersteine, zum Ausbau der Viktoriastraße
rhält Luise Bellzu Kusef mit 750 Mart als
Nindestfor dernde. — Zur KRandsteinlieferung zum
lusbau der Viktoriastraße wird dem Matthias
ldorf in Mayen als Mindestforderndem der Zu—
hlag mit 181238 Mi. erteilt Der Verkauf
ines Landstreifens wird bis zur Festsetzung der
raglichen Fluchtlinie vertagt.
VNölklingen, den 7. Juli 1913.
Der Bürgermeister.
NMe Dar Reigeordnete Klonz.
Versonal⸗Chronik.
Ernannt: Assessor Ottendorff in Aachen
um Staatsanwalt in Saarbrücken.
Versetzt: Gerichtsvollzieher Jung von
dillesheim nach Sgarbrücken.

Saarbrücden, den 14. Juli 1913.
Der Königl. Landrat:
2nMiaouel.
ugen.

und onstidbe

3wangsversteigerungen.
Fönigl. Amtsgericht Saarbrücen.
Am 20. August 1913, vormittags 914 Uhr, soll
r dem Kgal. Amtsgericht 11, Zimmer 32, im
Vege der Zwangsrolistreckung das in Saarbrüden
elegene, auf den Namen des Baugewerksmenters
udwig Schmidte zu Saarbrügden eingetragene
dturdstück: Flur 5Nr. 164/16, Gärtnerstraße 16,
Szeb.Rolle 822. gofraum mit a) Wohnhaus, 2,05
— mit 2500 Mk. Mukne—Rork. versteigert

Am, 20,0, August 1913, nachmittags 322 Uhr,
ollen im Gasthaus, zum Rassauert' in Dur
beiler, die in Dudweiler velege ien, aafden
damen des Ingenieurs Alvns Finger in Saar—
rücen eingetragenen Grundstückee Füuc4 Nr B10.
52.Geb.⸗Rolle 548, Alter Stadtweg Hofraum mih
RWohnhaus und Hausgarien, 3,80 Ir groß mit
80, Mk. Nutzungswert und Fiur4 Nr. 814232
aselbst, Hofraum, 0,38 ar groß, im Wege de⸗
nan gaea nnslitredung versteigert wertde

Am 28. August 1918, vormittags 10 Uhr, sol.
vor dem Koͤl.“ Amisbericht 110inmer dir 53
m Wege der ——— das in Saar.
rücken gelegene, guf den Ramen der Frau sSütten.
rbeiter Georg Melchior, Elisabeth geb. Schmidi in
arbrüden eingetragene Grundstud Flur 19 Nr
249.110, Geb.Kolle 2032,. Krummegaß 14, Sof—
aum ⁊.2,38 ar groß y Wohnhaus, Nutzungs
vert 288 MNk. Geb Kolle 2033 a) Wohnhaus
Ge m miinujsaswert verstegens wverken

Am, 18. September, 19183, nachmittags 2 Uhr
olhlen in der Gastwirtschaft Dissieux (früher Keß—
ser) die in Bliesransbach belegenen, auf
sen Namen des Schmiedes Peter Merßz zu Blies—
ansbach eingetragenen Grundstücke im Wege der
wanasvollstreckung versteigert werden

Güterrechtsregistersachen.
stönigl. Amtsgericht Saarbrücen.
Die Eheleute Peter Barthel, Bergmann
n Dudweiler-Jägersfreude, und Philippine
sjeb. Lauter haben durch Ehevertrag vom 17
zuni 1913 unter Aufhebung des bisherigen
gesetzlichen Güterstandes die Errungenschafts—
jemeinschaft vereinbart. Hinsichtlich des Ver—
nögens der Eheleute wird auf den Vertrag
erwiesen. Güterrechtsregister Seite 2435.
Die Eheleute Heinrich Albert Baum—
jarth, Konditor, und Dorothea Berta geb
dehler in Saarbrücken haben durch Ehevertrag
»om 6. Juni 1913 unter Aufhebung des bis—
sjerigen Güterstandes der Errungenschaftsge—
neinschaft vollständige Gütertrennung verein—
art. Den ehelichen Aufwand hat der Mann
allein zu tragen. Hinsichtlich des Vermögens
der Eheleute wird auf den Vertrag verwiesen
sßüterrechtsregister Seite 2436.
Die Eheleute Jakob Linn, Unternehmer,
ind Maria geb. Jennewein, Inhaberin eines
vlas⸗ und Gebäudereinigungs-Instituts zu
zaarbrücken, haben durch Ehevertrag vom 17.
Juni 1913 unter Aufhebung des bisherigen
esetzlichen Güterstandes vollständige Güter—
rennung vereinbart und die Verwaltung und
utznießung des Mannes an dem Vermögen
der Frau ausgeichlossen. Güterrechtsregister
Zeite 2437.
Die Eheleute Johann Mang 10, Bergmann
n Riegelsberg, und Maria geb. Simons haben
urch Ehevertrag vom 19. Zuni 1913 unter
lufhebung des bisherigen gesetzlichen Güter—
tandes die allgemeine Gütergemeinschaft ver—
inbart. Güterrechtsregister Seite 2438.
Die Eheleute Georg Max Baumgaert—
rer, Kaufmann in Saarbrücken, und Anna
Zusanna Adolphine Mathilde Rühl haben
zurch Ehevertrag vom 21. Angust 1896 Güter—
rennung des rheinischen Rechts vereinbart.
Zeit 1. Januar 1900 besteht Gütertrennung
iach Art. 56 88 des Preuß. Ausführungsge—
etzes zum Bürgerlichen Gesetzbuche. Güter—
echtsregister Seite 2439.
Die Eheleute Friedrich Bettinger, Ma—
ler in Saarbrücken, und Emma geb. Neumüller
haben durch Ehevertrag vom 17. Juni 1913
unter Aufhebung des bisherigen gesetzlichen
Büterstandes vollständige Gütertrennung ver—
rinbart. Den ehelichen Aufwand hat der Mann
allein zu tragen. Hinsichtlich des Vermögens
der Ehefrau wird auf den Vertrag verwiesen
Büterrechtsregister Seite 2440.
Die Eheleute Wilhelm Göritz, Sandformer
n Güdingen, und Karoline geb. Göritz haben
zurch Ehevertrag vom 19. Juni 1913 unter
lufhebung des bisherigen gesetzlichen Güter—
tandes die allgemeine Gütergemeinschaft ver—
inbart. Güterrechtsregister Seite 2441.
Die Eheleute Heinrich Goffing, Schlosser,
uind Magdalena geb. Karcher zu Scheidt haben
urch Ehevertrag vom 23. Juni 1913 unter
lufhebung des bisherigen gesetzlichen Güter—
tandes den Güterstand der allgemeinen Güter—
zemeinschaft vereinbart. Güterrechtsregister
Zeite 2442.
Die Eheleute Adolf Uhlisch, Installateur
ind Althändler, und Fanny geb. Oster, ohne
Zztand, geschiedene Ehefrau Fritz Gimbel zu
Zaarbrücken, haben durch Ehevertrag vom 23.
Juni 1913 unter Aufhebung des bisherigen
Jesetzlichen Güterstandes vollständige Güter—
rennung vereinbart. Den ehelichen Aufwand
Jat der Ehemann allein zu tragen. Hinsicht—
lich des Vermögens der Frau wird auf den
bertrag verwiesen. Güterrechtsregister Seite
443.

Vorladungen und Aufgebote.
Kal. Amtsgericht Saarbrücken.
Aufgebot.
Die Ehefrau des Steinlieferanten Karl
darmann, Katharina geborene Hektor in
dleinblittersdorf, hat das Aufgebot das über
die im Grundbuche von Kleinblittersdorf Band
z Artikel 104, in Abteilung 3 Nr. 2, zu Gunsten
»es Handelsmannes Moritz Levy zu Saarge—
nünd eingetragenen Hypothek über 184,550 Mk
Bürgschaftsschuld nebst Zinsen und 4 Mark
tosten gebildeten Hypothekenbriefes beantragt
Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert
pätestens in dem auf
den 20. Januar 1914, vormittags 11 Uhr,
bor dem Königlichen Amtsgericht in Saar—
hrücken, Zimmer 32, anberaumten Aufgebots—
termine seine Rechte anzumelden und die Ur—
kunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftlos—
erklärung der Urkunde erfolgen wird.

Ladung.
Der Peter Hoff, 38 Jahre alt, geboren
am 30. Märs 1875 zu Malstatt-Burbach, dessen
lufenthalt unbekannt ist, wird beschuldigt, von
jier in nicht rechtsverjährter Zeit als Wehr—
nann ohne Erlaubnis ausgewandert zu sein,
»hne von seiner bevorstehenden Auswanderung
»er Militärbehörde Anzeige erstattet zu haben.
bertretuna gegen 8 3608 des Strafae
Inicho

Derselbe wird auf Anordnung des König«
lichen Amtsgerichts qauf
den 30. Juli 1913, vormittags 9/, Uhr,
vor das Königliche Schöffengericht in Saar—
brüclen, Zimmer Nr. 31, zur Hauptverhandlung
deladen.
Auch bei unentschuldigtem Ausbleiben wird
zur Hauptverhandlung geschritten werden.
duchralen gus den berelnen, der Lonswirtschust
und sAlelptlerzucht im sretse guurhrücten.
Ziegenzuchtverband für den Kreis Saarbrücken
Die am 6. Juli d. J. in Buchenschachen
tattgefundene J1. Berbandsausstellung
des Kreis-Ziegenzucht-Perbandes
Zaarbrücken war trotz der ungünstigen
Vitterung gut besucht. Aus allen Teilen des
dreises waren ca. 260 Tiere aufgetrieben.
stachdem die Ziegen nach dem Punktiersystem
zewertet waren, eröffnete der Herr Landes—⸗
uchtdirektor Oekonomierat Dettinger aus
Bonn gegen 3 Uhr die Ausstellung. Herr Det⸗
inger beleuchtete in seiner Ansprache die Be—
»eutung der Ziegenzucht in den Industrie—
gjegenden und gab seiner Freude Ausdruck,
»aß es auch den Ziegenzuchtvereinen an der
zaar in kurzer Zeit gelungen ist, die Ziegen—
ucht bedeutend zu fördern. Ferner wies Herr
Dettinger ganz besonders darauf hin, daß die—
ser günstige Fortschritt in der Hebung der
ziegenzucht nur möglich war, weil das deut—
che Volk unter der glücklichen Regierung sei—
tes Friedenskaisers auf eine langjährige Frie—
denszeit zurückblicken kann und schloß seine
Ansprache mit einem begeistert aufgenomme—
ien Hoch auf Seine Maiestät Kaiser Wil—
helm II.
Im Laufe des Nachmittags stattete auch
herr Landrat v. Miquel aus Saarbrücken
n Begleitung des Kreistierarztes Herrn Drv.
Finkenbrink, sowie der Ehrenvorsitzende des
Lerbandes, Herr Schlachthofdirektor Hauck aus
Zulzbach, der Ausstellung einen Besuch ab
uind sprachen sich diese Herren sehr lobend
uber die Ausstellung aus.
Gegen 6 Uhr konnten alsdann in der Wirt—
chaft Volz zu Riegelsberg, in deren unmittel—
zaren Nähe sich der Ausstellungsplatz befand,
»ie Prämiierungen bekannt gegeben werden.
An Preisen in barem Gelde wurden 535 Mk.
owie zwei Ehrenpreise im Werte von 30 bezw
20 Mk. vergeben.
Der ganze Verlauf der 1. Verbandsausstel⸗
lung im Kreise Saarbrücken war trotz der
ungünstigen Witterung sehr zufriedenstellend.
Der für den 7. d. M. angesetzte Ziegenmarkt
var wegen der unaünstigen Mitterung schwack
pesucht.
Am Sonntag, den 13. d. M., nachmittags
3 Uhr, findet in der Wirtschaft Volz zu Rie—
gelsberg die mit der Ausstellung zusammen—
zängende Verlosung statt, wobei Gegenstände,
vie Ziegen und Lämmer ꝛe. im Werte von
300 Mark verlost werden.
J. Paulus, Verbandsschriftführer
Vas kann der Ziegenzüchter und Ziegenhalter
zur Entwicklung seiner Zungtiere tun?
Trotzdem bei der Aufzucht der Ziegen—
ämmer die generativen Eigenschaften eine
zanz bedeutende Rolle spielen, so hat doch
»er Ziegenzüchter und Ziegenhalter einer
janzen Menge Anforderungen gerecht zu wer—
»en, die sich hauptsächlich auf die Zeit nach
»er Geburt beziehen.
Greifen wir einmal in diejenige Zeit zu—
»ück, wo für die eigentliche Zucht gar nichts
zeschah. Abgesehen von dem degenerierten
s„chlage genossen die zur Welt gebrachten
Jungen vielerorts nicht die notdürftigste
flege. Ein Ziegenlamm von 2283 Monaten
var vor ungefähr 15 Zahren für 2253 Mark
iberall zu kaufen. Warum?
Die eigentliche Aufzucht kostete infolge der
nangelhaften Ernährung und sonstigen Pflege
ange nicht so viel wie heute. Deshalb sind
die Vorwürfe mancher Laien ungerechtfertigt,
die da behaupten, die Preise für Jungtiere
vären fabelhaft hoch. Ein Ziegenlamm von
juter Abstammung richtig aufgezogen, kann
seute unmöglich für ein spottbilliges Geld ab⸗
gegeben werden. Und daß die heutigen Preise,
vie vielfach behauptet wird, auf die allge—
neine Entwicklung der Zucht hemmend ein—
virken, möchte ich wohl bestimmt bestreiten.
Venn jemand für ein entsprechendes Jungtier
tichts bezahlen will, so ist er eben kein Züchter
ind wird auch schwerlich einer werden. Der
züchter, der seine Jungtiere zu kräftigen, ge—
unden und leistungsfähigen Zuchtexemplaren
seranziehen will, hat mancher Zuchtforderung
serecht zu werden und viele Vorschriften zu
efolgen.
Wie ich schon eingangs erwähnte, spielen
die generativen Eigenschaften der Eltern bei
der Aufzucht eine große Rolle. Niemals kaufe
nan ein Ziegenlamm oder einen Jungbock
oͤhne Abstammungsnachweis. Es ist dies die
Bewähr dafür, daß die Eltern erstklassig waren,
orausgesetzt, daß es in der Tat so ist; denn
das Beleg muß sehr als Vertrauenssache an«
gesehen werden. Am besten und praktischsten
vird es immerhin sein, wenn man sich selbst
on der Beschaffenheit und Leistung der Eltern
iberzeugen kann.
Jedoch ist dies nicht immer angängig.
krotzzdem die Einrichtung der Herdbuchver—⸗
ände bestehnn oh bel unbekannten An—
äufen nur zur Vorsicht geraten werden. Der
züchter, das heißt derjenige, der seine Tiere
selbst zieht, hat dieses Risiko nicht zu be—
fürchten; er wird nur das Beste zur Zucht
aussuchen, denn auch hierin ist das Beste gerade
zut genug.
Ist das Junge nun zur Welt gekommen,
hedarf es der unaus—defeßten Pflege de
            
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