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bom Roten Kreuz als Wohnung zu über—
geben. Am Bahnhof waren die auswärtigen
Häste von Herrn Bürgermeister Sohns emp—
angen und zunächst zum Sitzungssaale des
dathauses geleitet orden, un das große
Bandgemäölde, ein von Prosessor Röchling
eschaffener wertvoller Schinus des Rathauses,
u besichtigen. Bereitstehende Wagen brachten
iisdann die Gäste zur entlegenän Gerhard—
traße zu den schmucken Pfählerhäusern, wo—
elbst bedürftige, aber rechtschaffene Familien
in kostenfreies Heim gefunden haben. In der
dähe dieser niedlichen Häuserreihe befindet
ich ein vom Kreise Saarsrücken errichtetes
dreisisolierhaus, das anfänglich für
ine Pockenstation vestiumt war. Diesem
Iwecke hat es jedoch noch niemals zu dienen
zrauchen, sodaß es jetzt den Krankenschwestern
ils Wohnung überwiesen werden konnte. Zu
dieser Einweihung am Samstag nachmittag
atte sich als Vertreter Seiner Exzellenz des
derru Dberpräsidenten Herr Oberregierungs—
at Dr. v. Dultzig nebst Frau Gemahlin
us Koblenz eingefunden, als Vertreter des
derrn Regierungspräsidenten Herr Oberregie—
ungsrat Schulin aus Trier, der Landrat
des Kreises Saarbrücken, Herr v. Miquel,
Hherr Oberbürgermeister Mangold, die Vor—
tandsmitglieder des Vereins vom Roten Kreuz
ind die Vorstandsdamen des Vaterländischen
Frauenvereins aus Saarbrücken, als älteste un⸗
er ihnen die heute 76jährige Frau Geheimrat
Röchling, ferner die Vertreter der Ortsbe—
zörde und der Geistlichkeit. Herr Landrat v.
Miquel begrüßte die Gäste in dem Vorgarten
»es Schwesternhauses und dankte allen, die
hren erfahrenen Nat in nützlicher Weise die—
em Unternehmen zur Verfügung gestellt haben.
sem Unternehmen zur Verfügung gestellt haben,
in folgender Ansprache ;
SZehr geehrte Damen und Herren!
Zunächst entledige ich mich der angenehmen
lufgabe, Sie alle, die Sie hier zu unlerem fest⸗
ichen Tage erschienen sind, namens, des Vereins
om Noten Kreuz und des Vaterländischen Frauen—
—
ur, Ihr Erscheinen und sehe darin ein lebhaftes
znteresse für unser Unternehmen und erblicke darin
in gutes Anzeichen für eine gedeihliche Entwäck—
ung desselben. Insbesondere richte ich meine Be—
rüßung an den Vertreter des Herrn Territorial⸗
zelegierten, Seiner Exzellenz des Herrn Oberpräsi—
zenten, Regierungsrat von Dultzig, dessen erfah—
ener Rat uns bei dem Nustandekommen des
Unternehmens von Anfang an zur Seite gestanden
at. Ich begrüße ferner den Bertreter des Herrn
negierungspräsidenten, Herrn Vber-Regierungsrat
Schulin und bitte ihn, dem Herrn Vräsidenten un—
eren Dank auszurichten für das durch seine Ent—
endung bekundete Interesse.
Die heutige Entwicklung des Schwesternheims
»om Roten Kreuz ist der Abschluß einer mehr—
ährigen Tätigkeit und soll der Beginn einer hof—
entlich recht langiährigen und segensreichen Tätig—
eit sein. Da möge es mir gettattet sein, mit
venigen Worten auf die Entwidlungsgeschichte un—
exes Unternehmens hinzuweiten. Der Gedanke, hier
n dem südlichen Teile der Rheinprovinz ein
Schwesternhein vom Roten Kreuz zu gründen,
iahm zuerst in der am 24. November 1910 in
Toblenz abgehaltenen gemeinschaftlichen Sitzung des
Vorstandes des Rheinischen Provinzialverbandes
»om Roten Kreuz, festere Gestalt an. Es wurde
n dem infolge dieses Beschlusses an uns ergangenen
Schreiben betont, wie richtig die Errichtung einer
olchen Anstalt gerade für den Süden der Rhein—
»rovinz sei, da es, von den besonderen Aufgaben
»es Kriegsfalles abgesehen, bei der großen An—
säufung von Menschen in diesem Industriegebief
ind dem sich leider noch immer evidemisch auf—
retenden Typhus von großer Wichtigkeit sei, daß
ine genügende Anzahl gut ausgehildeter und er—
ahrener Schwestern vorhanden wäre. Hierin be—
tehe Mangel, dem abzuhelfen eine schöne und
dankenswerke gemeinschaftliche Ausgabe des Vater—
ändischen Frauenvereins und des Männervereins
»om Roten Kreuz sei. Die Vorstände der beiden
dokalvereine haben sich der Wichligkeit dieses Ge—
zankens nicht verschlossen, und — wenn auch in
»ollem Bewußtsein der Schwierigkeit und Größe
ind namentlich der finanziellen Tragweite des
Unternehmens — beschlossen, sich an diese Auf—
zabe zu machen. Man verließ sich dabei darauf,
38, diesem Unternehmen von den verschiedensten
jierbei in Betracht kommenden Vereinen und Kor—
yorationen volles Interesse und Unterftützung ent—
—V
ich deshalb dieser Aufgabe nicht entziehen zu
önnen, als durch die Gelegenheit zur Ausbildung
zon Roten Kreuzichwestern im Rahmen einer festen
OArganisation junger Mädchen des Stadt- und
dandkreises, die der sozialen Stellung ihrer Fa—
nilie nach nicht als gewöhnliche Arbeiterinnen ihren
Unterhalt verdienen können. auch nicht tatenlos
uhause sitzen wollen und denen es sonst schwer
vird, einen selbständigen Beruf, zu ergreifen, die
Möglichkeit zur Erlernung eines selbständigen
Unterhalts geboten würde.
Meine Damen und Herren! Die Erwartungen
ind Hoffnungen, die wir beim Beginn des Unter—
nehmens gehegt haben, sind in vollem Maße in
Erfüllung gegangen. Wir haben von, allen Seiten.
an die wir uns gewandt haben, die tatkräftigste
Interstüßung erhalten. In erster Linie haben sich
»rei Krankenhäuser bereit erklärt, die kostenlose
einiährige Ausbildung der jungen Mädchen zu
ibernehmen, Es sind dies das Knappschaftslazarett
im Fischbachtale bei Quierschied, das Knappschaftslazarett
in Völklingen unde das Bürgerhospital
n Sgarbrücken; erstere beide umer Geuehmigung
»es Vorstandes des Knappschaftsvereins, lehleres
inter Genehmigung des Söospitaloorstandes. Sch
preche hiermit den beiden Boͤrranden. sowie den
Chefärzten, Herrn Dr. Drümer, TDr. Lennuen unt
Sanitätsrat Dr. Mertz, meinen aufrich ie de
dafür aus.
Der Pryovinzialverein vom Roten Kreuz hat uns
eine jährliche Beihilfe von 1000 Wit. der Berbaud
»es Vaterländischen Frauenvereins der Rheinpro
hinz 400 Mk., der Land- und Stadtkreiz ESagnr—
»rücken je 359 Mk. zugesagt. Auch die Laude der,
icherungsanstalt unterstüßt uns init Geldmitlelit.
Der Landkreis hat weiterhin die Kreisiselzerbarade
inter Zustimmung der Stadt, welbe nafk den Aus
nanderseßzungsverhandlungen »wischen Stadt. und
Landkreis vorläufig noch ein Mitbenusungsrecht da—
ran hat, zur Verfügung gestellt, sonaßz die Frage
der Schaffung eines eirzenen Heims jür die Shue,
terschaft eine verhältnismäßig leike und rünkise
Lösung finden konnte. Bei allen diesen Vorderei—
ungen, bei den rielfachen Korrespondenzen habe
ch noch 2 Mitarbeiter gehaht, deren, ih Ganz be—
onders gedenken muß. Es ist dies in eriter Lime
der Herrt Kreisarzt Dr. Engels, der unermödlich
hei diesem Unternehmen tätig gewesen ist und dessen
uptimismus über manche naturgemäß auftguchende
Sorge fieis wieder hinweggeholfen hat und ferner
es errn Diplomingenieur, Hale, der Jeine künst-Aichen
Tafente bei der etwas freundlichen Ge—
— ñùz—— — —
faltung der Kreisisolierbarade und namentlich aug
hei inneren Einrichtungen hat walten lassen. Er
vurde dabei von seiner Frau, was die retn haug·
id en Angelegenheiten betrifft, in freundlichster Ven
nterstützt und möchte ich gerne an dele sh nn
en beiden Herren und der Frau Hake offentlich
afüur Danke sagen. Die Ausbildung im ersten
sahre erstredte sih auf 10 Schwestern, gon denen 8
ach turzer Zeit gausgeschieden sind. Die übrigen
haben sämtsich die staatliche Prüfung bestanden
ind knnen bis auf eine, die noch etwas iung ist,
is naatlich geprüfte Schwestern vom Roten Kreuz
ugelassen werden. Wir hoffen, daß sie die Kenntisise,
die ste, während ihrer Ausbdildungszeit sich
rworben haben, in treuer Pflichterfüllung zum
Boble der leidenden Menschheit anwenden und da—
ati Not, Elend und Krankheit mildern helfen und
leichzeitig dadurch beitragen, den shHönen Gedan⸗
en des Roten Kreuzes der werktätigen Nächsten—
iebe, immer weiter zu verbreiten. UÜnsere ganzen
ßlück- und Segeuswünsche begleiten sie guf ihrer
Tätigkeit. Die, sämtlich ausgebildeten Schwestern
ind bereits teils im diesseitigen Kreise, teils im
reise Merzig in feste Anstellungen übernommen.
Zom 1. Juli an werden 12 weitere Schwestern ihren
Ausbildungskars beginnen. Sie sehen bereits, daßß
zie Tätigleit in voller Entfaltung ist, und bald
vird sich unkder Leitung, einer Oberschwester dieses
haus füllen mit Rote Kreuz-Schwestern, die zeit—
beilis ohne Tätigkeit oder erholungsbedürstig sind,
ind werden in ihm neue Kräfte sammeln und sich
vohl fühlen in der Zugehörigkeit zu dieser Schwe—
tetuschast. Und nun, meine verehrte Anwe'enden,
arf ich Sie einladen, einen Blick in die Räume
ieses Hauses zu tun. Sie sind mit, der De vise
Schlicht, und einfach, aber mit Liebe“ hergedtellt.
Röge allzeit ein guter Geist inn ihnen walten.
Für die Zwecke des Schwesternheims sind aus
Inlaß der Einweihung von Herrn Hültenbesitzer
hermann Röchling zu Völklingen 1000 Mc. und
on Frau Geheimrat VBöcting zu Brebach 500 Mrtf
zestifset worden.
Ferner sind dem Kreisverein vom Roken Areu?
nn der letzten Zeit von Freiftau v. Stumm-Halberg
ind der Burbacher Hütte Beträge von je 10000
Mk. zum Zwecke der Unterstüßung von Kriegsve—
eranen, namentlich zur Ermöglichung, von tosten—
reien Brunnen- und Badekuren an solche, geitiftet
dordeu.
Hieran schloß sich ein Rundgang durch
das bescheidene und einfache Häuschen,
essen nach den Ideen des Herrn Di—
LIomingenieurs Hacke geschaffene Innenaus—
tattung einen reizenden Anblick gewährt. Alle
däume bilden durch ihre praktische Einrichtung,
inter Beobachtung größter Einfachheit, durch
zeschmackvolle Ausstattung der Wände ein
chöönes und angenehmes Schwesternheim. —
sach einem im Vorgarten des Schwesternhauses
ingenommenen Imbiß begaben sich die Herr⸗
chaften zu Fuß zu dem in der Nähe befind—
ichen Kaiser-Wilhelm-Sportplatz der
ßemeinde Völklingen, an dessen Fertigstellung
zur Zeit noch gearbeitet wird. In unmittel—
»arem Zusammenhang mit diesem Spielplatz
teht das neu errichtete Freibad, ein großes
etoniertes Schwimmhassin, an der Längsseite
nit praktischen Auskleideräumen versehen, eine
deihe von Douchen und Fußbadewannen ver—
ollständigen diese praktische Vadeeinrichtung.
Vom Kaiser-Wilhelm-Sportplsatz (dies
st der offizielle Name dieser Anlage) wurden
»ie Gäste nach dem Röchlingschen Krankenhause
zefahren, um dort einer Uebung der frei—
villigen Sanitätskolonne vom Roten
dreuz beizuwohnen.
Nach Beendigung dieser in allen Teilen
ehr interessanten Uebung trat die Kolonne
ur Entgegennahme der Kritik zusammen, die
derr Kreisarzt Dr. Engels im Auftrag des
delegierten für das Sanitätswesen der Rhein—
rovinz abhielt. Er sprach sich im allgemeinen
ehr lobend über die Leistungen der Kolonne
ius und betonte, daß die Ausbildung trotz des
ehr kurzen Bestehens der Kolonne als vorzüg—
ich zu bezeichnen sei. Herr Landrat v.
RNiquel pflichtete den Nusführungen des
dreisarztes bei und sprach insbesondere dem
usbildenden Arzte, Herrn Dr. Ladner,
einen Dank und seine Anerkennung aus. Zum
zchluß hob der Vertreter Sr. Exzellenz des
herrn Oberpräsidenten noch hervor, daß man
für die Förderung der Interessen des Noten
dreuzes der Familie Röchling und Herrn
Landrat d. Miquel zu besonderem Dank ver—
pflichtet sei. Auch den Mitgliedern der
SZanitätskolonne sprach Herr Oberrsgierungs—
at Dr. von Dultzig für ihre opferwillige
hingabe an die Sache des Roten Kreuzes seine
värmste Anerkennung aus und schloß mit
inem Hoch auf Se. Majestät den Kaiser.
rCUdo ufzucttee h sch.
—V— untt a lhensh
g— gnen 0 —
Von Tierarzt Dr. Habicht in Brebaßh.
Bortrag in der Generglversammlung des Pfer de ʒucht⸗
nereins Bischmizheim am 13. April 1913.
Schluß.)
Die Bewegung im Freien hat außer der
lebung der Muskulatur usw. noch einen wei—
eren Vorteil. Läßt man die Tiere nämlich
allein im Stall, dann bekommen sie Langeweile
und verfallen leicht in allerlei Unarten. So
fressen sie Kot, beißen, hauen mit den Beinen
uind verletzen sich leicht. Mit dem Gewöhnen
an das Kotfressen lernen sie dann auch an der
Ztute herumkauen. Sie knaphern der Mutter
an den Schweifhaaren, schlucken dieselben ab
ind ähnliches mehr. Reichliche Zerstreuung
zurch Bewegung im Freien hilft diesem Uebel—
tand ab.
Als Beifutter zur Muttermilch gibt man
on der vierten Woche ab ungesähr 1 Kgr. ge—
chrotenen Haser. So gewöhnt sich das Tier—
hen schon langsam an seine zukünftige Nah—
ung. Kaitblutfohlen kann man nach 4 Mo—
zaten, aber nicht früher, absezen. Das Ent—
vöhnen von der Muttermilch muß etwa 14
Tage dauern. Erst läßt man das Fohlen 3 mal
äglich saugen, dann 2mal, dann nur einmal.
dat die Milchabsonderung der Stute nach dem
»ölligen Absetzen des Fohlens noch nicht ganz
uufgehört, dann muß das Euter zunächst jeden
kag einmal, dann jeden zweiten Tag einmal
zut leer gemolken werden. Ferner reicht
nan der Stute nur wenig Flüssigkeit und
füttere sie knapp. Stute und Fohlen müssen
ietzt streng von einander getrennt sein.
Nach dem Absetzen ist das Fohlen, besonders
venn es allein aufgezogen wird, mit aller⸗
rößter Sorgfalt zu behandeln. Ein geringes
Zurückgehen wird man wohl nie vermeiden
können. Direkte Fehler aber in der Fütte—
rung und Haltung zu dieser Zeit sind kaum
wieder gut zu machen. Ueberhaupt sind Ver—
äumnisse im ersten Lebensjahr des Fohlens
päter auch durch die intensivste Pflege nicht
nehr nachzuholen. Die Absatzfohlen bringe
man, möglichst in Gesellschaft mit anderen,
auf die Weide. In Gesellschaft vergißt das
Fohlen leichter die Mutter, frißt besser und
vird zu reichlicher Bewegung angeregt.
Neben der Weide erhält das Tierchen eine
Mischung von 5 Teilen geschrotenem Hafer,
wei Teilen Weizenkleie, 2 Teilen Melasse und
2 Teilen Häksel als Beifutter. Melasse an die
Zztute kurz vor oder kurz nach der Geburt
erabreicht, schadet dem Fohlen. Dem Absatz⸗
ohlen jedoch ist sie vorteilhaft, schon deshalb,
veil die Tierchen das Futter dann mit einem
vahren Heißhunger verzehren. An Stelle der
Melasse empfiehlt sich auch sehr eine Beigabe
»on 1 Eßlöffel Roborin pro Tag. Roborin
st ein außerordentlich blutbildendes Eiweiß—
kraftfuütter, was die Freßlust anreizt und auf
das Allgemeinbefinden sehr günstig einwirkt.
von der oben genannten Futtermischung er—
halten die Fohlen 3 mal täglich soviel sie mit
Appotit verzehren. Es muß alles aufgeboten
verden, um das Fohlchen in dem guten Futter—
ustand zu erhalten, in dem es uns die Mutter
ibergeben hat. Wenn wir da keine falsche
Zparsomkeit walten lassen, werden wir auch
ehen, daß das Tier sich prächtig entwickelt
JFür unsere Fohlen schwerer Rasse, die große
körpertiefe erhalten sollen, sind auch die Le
Juminosen ein vorzügliches Beifutter, alst
Erbsen und besonders die sog. Pferdebohnen
Meau kann davon täglich das letzte Futter
»ereiten. Im ganzen gebe man täglich nich
nehr als 224 Pfund Erbsen oder Bohnen
zn diesem Quantum werden sie ausgenutzt und
seben dem Körper Fundament und Kraft durch
hren reichlichen Gehalt an Kalksalzen. Vor
illem empfehle ich dieses Futter für Fohlen der
chein-belgischen Rosse, die zu hochbeinig zu
verden drohen und die erwünschte Tiefe und
Breite des Körpers vermissen lassen. Neben
ieser Kraftfuttergabe, die selten bis zu 1006
insteigt, meist 556 pro Tag beträgt, sorgt
as Fohlen auf der Weide für den nötigen
sauhfutterbedarf. Hier verbleiben die Tiere
»en ganzen Tag. Nachts kommen sie in einen
jeräumigen, luftigen und hellen Stall. Ist
ie Witterung rauher, liegt womöglich gar
neif, dann sollen die Tiere morgens vor dem
sustrieb eine Gabe Heu erhalten, damit sie
licht mit aller Gier über das bereifte Gras
zerfallen. Bis zum 1. November etwa kann
nan das Fohlen auf der Weide lassen. Dann
zeginnt die Stallhaltung. Der Stall darf nicht
zu warm sein. Wenn die Tiere von der Weide
in einen kalten Stall kommen, werden Sie
nicht über Erkältungen zu klagen haben. Daß
olche Krankheiten die Tiere um wenigstens
) Monate in der Entwicklung zurückbringen
sanz abgesehen von etwa dauernden Schädi⸗
ungen wie Kehlkopfpfeifen usw. brauche ich
ihnen nicht erst zu erzählen. Härten Sie also
zhre Fohlen ab. Im Stall wird zu der Kraft⸗
uttergabe wie im Sommer das Rauhfutter in
zestalt von Heu gereicht. Am besten ist Lu—
erneheu, weil es mit 25,2 00 Kalk und 5, 300
Zhosphorsäure die größten Mengen von wich—
igen Aufbaustoffen für den Körper enthält
zu zweiter Linie kommt Rotklee mit 20, 160
kalk und 4,300 Phosphorsäure. Das gewöhn—
iche Wiesenheu mit 9,5 00 Kalk und 430.
ßhosphorsäure kommt erst in weitem Abstand
interher.
Nächst der geeigneten Fütterung ist auch im
Vinter für Bewegung zu sorgen. Im Allge—
neinen lasse man die Fohlen frei laufen. Aus
krziehungsgründen muß man ihnen freilich
chon von jung an öfters ein Halfter auflegen
ind sie ab und zu auch einmal anbinden. Im
Allgemeinen aber müssen die Tiere freie Be—
»egung haben. Und zwar auch im Winter
zgewegung im Freien. Selbst bei Schnee und
srost muͤssen die Tiere, wenn sie nicht in
ieser Zeit der stärksten Entwicklung schwer
eiden sollen, hinaus auf den Hof, in den
ausgarten. Jeden Tag ein paar Stunden
»aben Sie die Tiere nicht in einem zu warmen
ztall verwöhnt, dann werden sie nie mit Er—
ältungen zu tun haben. Und sie bringen im
zrühjahr einen Jährling auf die Weide, wel—
her gleich vom ersten Tag an seinen Nutzen
zur Weiterentwicklung zu ziehen vermag und
richt erst ein paar Wochen kostbare Zeit zur
Erholung von der unzweckmäßigen Winterhal⸗
ung verschwenden muß.
Sind die ersten Weidetage noch kalt, dann
ommen die Jährlinge für die ersten 14 Tage
»es Nachts in den Stall und erhalten für diese
Zeit etwas Beifutter. Ebenso im Herbst und
venn der Graswuchs nachläßt. Nachdem blei—
hen sie Tag und Nacht draußen und nähren
ich nur von der Weide. (Wohl gemerkt. Die
Tiere stehen jetzt im zweiten Jahr ihres
debens. Fohlen des ersten Jahres müssen
unders behandelt werden.) Diese ausschließ—
iche Weide-Fütterung setzt voraus, daß die
Beide gut ist und genügend Fläche zur Ver—
ügung steht. Wenn gefordert wird, daß die
zährlinge auch des Nachts draußen bleiben
ollen, dann geschieht das einmal aus Grün—
en der Abhaͤrtung, zum zweiten aber auch,
veil die Tiere im Sommer hauptsächlich des
achts weiden, vezw. spät abends und frith
norgens. Auf der Weide muß natirlich für
zchutz gegen Wind und Regen und Sonne ge⸗
orgt sein. Kommen die Tiere im Herbst wie⸗
— — —
der in den Stall, dann beginnt eine ganz in⸗
ividuelle Fütterung. Der Jährling bezw.
u / Jährige braucht durchweg einige Pfund
veniger Kraftfutter als das um ein Jahr jün—
gere Fohlen, dagegen bedeutend mehr Rauh⸗
utter. Aber, wie gesagt, man muß indivi—
uell füttern, d. h. sich nach dem seweiligen
zedürfnis des einzelnen Tieres richten. Ist
das Fohlen hochbeinig und schmal, dann muß
s besonders viel Rauhfutter haben (und Boh⸗
8 Zeigen sich Anzeichen von Schwammig—
eit wie Gallen ꝛe., dann muß es auch nirtht
zu viel Kraftfutter haben, und vor allem reich⸗
ich Gelegenheit zu ausgiebiger Bewegung. Hat
»as Tier Anlage zu Senkrücken, dann erhält
s sein Heu nur vom Boden, nie aus der
staufe und das nur in mäßigen Mengen.
dies einige Beispiele.
So wird das Tier 2 Jahre alt und wig
jaben uns mit der Frage zu befassen, ob es
run arbeiten soll oder ob es noch ein Jahr
ie Freiheit genießen darf. Daß zweijährige
Pferde auf der Weide noch viel profitieremn
zönnen, ist klar. Im Allgemeinen kann aber
der Kaltblüter mit zwei Jahren schon zu leich—
ter Feldarbeit benutzt werden. Dazu mag man
hn auch im Frühjahr heranziehen. Im Som⸗
mer gönnt man ihm zwedmäßig wieder einige
Mongate Ferien auf der Weide. Man wird auch
zier nicht nach der Schablone verfahren, son⸗
zern nach der jeweiligen Entwicklung des Tie⸗
res seine Entscheidung treffen.
beheutter gzeer
lles gagrbrücter grouhlall.
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Lage in eeer
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jerkaufen.
Ci. Stein, Villa Friede,
Forbach in Lothr.
d
Ofto Vei
W—
ß
boonn or Rurse:
1. September.
dopf, Alt, Landschaft,
Stilleben.
Anmeldungen werden jetzt
chon entgegengenommen.
* *7
Zaarbrücken 3,
Sulzbachstrahe 1,
Hotel Bristol.
——
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Naturreinen
pfelwein
— qualstãt emplehlt jn faszern und flasen
dütteruut Propztey, Tahenaudam.
saeehethun dufrarht h. Haf
J
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fingetragene Schuttmoarkæe.
Insere Emulsion verhutet bei den Schweinen inlofga
ic Ralkzufunr das Steiswerden, befordert die Verjauung,
hebt die Fresslust und schutzæt die Tiere vor
—I Pocken, Rotiaut ctc. - Pie Emulsion is
nieu Srogerien una cinschiasigen Geschaften æu
aben, wo nicht, direkt vom
Zzüttügatzmen srmlslansuerk B. Uo. daaphphen
8 2 2⸗ J
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der bermania-Brauerei Riegelsherg
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