Haarbrücker
reisblatt.
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Amtliches Anzeigeblatt für den Kreis Saarbrücken verbunden mit Oeffentlichem Anzeiger.
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deransgegeben vom Königl. Landratzamt, Saarbrcken. Redaltton des nichtamtlichen Teilez, Druck und Ar. 20. 38. Jahrgang. Infertlonsgebühren: die sgespaltene Zeile oder deren Kaum 20 Pfg, bei wiederholter Auf nahmt
Jerlag vonteS Scheur in Vbiklingen Zweigniederlassung SEgarbrũcken). Ter Abonnementspreis Tode Rachlaß. ESchluß der Inseratenannahme für die jeden Montag erscheinende Ausgabe: Freitags, bei
e rebutt belragt jahriich eer auswärts dei den Postanftalten 5.00 Axr. Die Abonnenlen der Montag 13 Mai 1912 grueren inzeigen Tonnersiags VAnzeigenauiträge find an den Verlag des Saarbrücker Kreigblattes zu richten
a ban e Nauesle Ranichlen und der Boitlinger Zeitung erhalten das Kreisblatt koftenlos alsSonderbeilage V— Geschaftafteile in Voltiingen Wilhelmste24, (Fernspr. 12) und in Saarbrücken, Karcherstr. 7, Fernspr. 1214
Behgunmocungen
des sönglichen Pegerungs-Prüsflüensen
Bekanntmachung,
die Prüfungder Hufschmiede betreffend.
Von der Prüfungsstelle für Hufschmiede Amts⸗
latibekanntmachung vom 11. April 1888 S. 120
ind vom 81. Mai 1808 S. 132/83) ist eine Prü—
ung
auf Mittwoch, den 26. Juni 1912.
anberaumt worden.
Hufschmiede, welche den selbständigen Betrieb
»es Hufbeschlaggewerbes zu beginnen und das hierzu
jach dem Geseße vom 18. Juni 1884 (GeS. S.
305) erforderliche Prüfungszeugnis zu erwerben be—
ibsichtigen, werden hiermit aufgefordert,
mindestens 4 Wochen vor dem Tage der Prü—
fung hei dem Vorsitzenden der Prüfungsbehörde,
dem Königlichen Departementstierarzt, Veteri⸗
rär⸗-Rat Dr. Steinbach hier, unter Ein—
reichung des Geburtsscheines, etwaiger Zeugnisse
äber die erlangte gewerbliche Ausbildung sowie
inter Einsendung der Prüfungsgebühr von zehn
Mark sich zur Prüfung zu melden.
ODie Einberufung der Prüflinge, welche das er—⸗
orderliche Handwerkszeug selbst mitzubringen haben,
rfolgt unter Angabe der Stunde und des Orts
der Prüfung durch den Vorsikenden der Prüfungs—
ehörde.
I. Der theoretische Teil der Prüfung
erstrecht sich auf:
b. die Anatomie des Fußes und des Hufes,
2. die Zirkulation des Blutes und das Wachs—
tum des Hufes und den Hufmechanismus,
3. normale und anormale Hufe,
J. die verschiedenen Stellungen und Gangarten der
Pferde, J
die Entstehung und Beseitigung der yer—
Hiedenen Hufkrankheiten, wie Steingallen,
Hornspalten, Zwanghufe, lose und getrennte
Wände, Vernagelung, Nageltritt, Kronentritt,
Flach⸗ und Platthuf, Vollhuf, Hufperschlag,
Jodi Stock⸗ und Stetzhuf. Strahlfäule
14. s. w.,
Vorteile des rationellen Hufheschlages,
die Hufpflege Erweichen, Einschlagen, Be—
chneiden, Berunden und Einfetten der Hufe)
des beschlagenen und, nicht beschlagenen Hufes
einschließlich der Fohlenhufe,
den Beschlag regelmäßiger Hufe,
den, Beschlag für besondere Gebrauchszwece
Reit⸗, Renn-, Gewichtseisen u. J. w.),
den Beschlag anormaler Hufe (Flach-, Voll-,
zwang- und Rehhuf u. s. w.),
zden Beschlag mit Patenteisen (Streche und
Fglatteneisen).
den Beschlag bei fehlerhaften Gangarten (das
Streichen und Einhauen der Pferde),
den Winterbeschlag EStollenbeschlag),
die Hufeinlagen,
den Klauenbeschlag und die Klauenpflege des
kindes,
die grundlegenden Regeln über den Wert, die
Beschaffung, Aufbewahrung, und Behandlung
der zu verarbeitenden Rohmaterialien sowie
über die Kennzeichen ihrer guten oder schlechten
Beschaffenheit,
17. die Schmiede- und Feuerungsanlage, die Ge—
räte und Werkzeuge,
18. das Zeichnen von Hufbeschlagvorlagen sowie
die Buchführung für das Schmiedehandwerk,
19. Die Behandlung widerspenstiger Pferde (Rind⸗
M. welche sich nicht beschlagen lassen wollen
un
20. die Haftung, des Hufbeschlagschmiedes in Be—
uug auf Kunstfehler, ordnungswidrige Behand⸗
suung der Pferde und durch Tiere hervorge—
rufene Verletzungen.
3. Der praktische Teil der Prüfung
erstrecht sich auf:
. das Schmieden der Eisen und die usabrn
—J Beschlages für gesunde und kranke Hufe
4n 3Wwar:
a) der dintereisen für linken und rechten Fuß.
b der Vordereisen (Pantoffeleisen) für linken
und rechten Fuß und
2) der Eisen für die unter A Ziffer 8 bis
15 aufgeführten Beschlagsformen,
2. die Abnahme der alten, Eisen,
3. den Gebrauch des englischen Hufmessers zum
Ausschneiden der Hufe,
4. des Richten, Aufpassen und Aufschlagen der
Fisen,
5. Erlernung des Einziehens der Hufspaltnieten
un
z. das Zurichten und Auswirken der Fohlenhufe.
Trier, den 17. April 1912. I. B. 2666 I.
Der Regierungs-Präsident.
J. V. Alsen.
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Aufruf.
Der Krieg zwischen Italien und der Tür—
ei, der seit längerer Zeit die Gemüter bewegt,
zat das Deutsche Rote Kreuz entsprechend seiner
zumanitären Aufgabe veranlaßt, der Italienischen
hesellschaft vom Roten Kreuz und der Ottoma—
ischen Gesellschaft vom Roten Halbmond seine
zilfe für die Pflege der Verwundeten und Kran—
en anzubieten.
Von seiten Italiens ist dieser Antrag mit
er Begründung dankend abgelehnt worden, daß
»as Italienische Rote Kreuz aus eigenen Kräf⸗
en den Anforderungen dieses Kampfes zu ge—
ügen imstande sei.
Der Türkische Rote Halbmond dagegen heißt
ie Hilfe des Roten Kreuzes sehr willkommen.
der Rote Halbmond, eine nach den Grundsätzen
er Genfer Konvention zu wirken entschlossene
Hesellschaft, befindet sich im ersten Stadium sei—
ier Entwickelung und wird voraussichtlich eine
achdrückliche Wirksamkeit vorerst nicht entfalten
önnen. Einrichtungen zur Behandlung von Ver—
oundeten und ˖Kranken nach den Vorschriften
inserer jetzigen Wissenschaft sind nur in spär—
ichem Umfange vorhanden; es fehlt an In—
rumenten, Arzneien und Verbandsmaterial
benso wie an Personal, das solche Hilfsmittel
achgemäß zu verwenden versteht. Das Deutsche
dote Kreuz unterzieht sich seiner Aufgabe, zu
elfen, um so lieber, als nicht bloß aus den
deihen seiner Angehörigen, sondern auch aus
ielen anderen Kreisen des Deutschen Volkes
ie Stimmen sich mehren, die zu einem Hilfs—
nternehmen drängen, und eine große Anzahl
ngesehener und mit den Verhältnissen Tripoli—
aniens wohl vertrauter Männer auch ihrerseits
ür tunlichst nachhaltige Unterstützung der in
driegsnot befindlichen Türken und Araber ein—
reten wollen.
An das Deutsche Volk richten wir daher die
ringende Bitte, Gaben für den beregten Zwech,
or allem Geldspenden an die nachstehend an—
zegebenen Sammelstellen abzuführen. Jeder,
ruch noch so kleine Beitrag wird um so will—
ommener sein, je rascher er dargeboten wird.
Das Central⸗Komitee der Deutschen Vereine vom
Roten Kreuz.
Vorstehenden Aufruf veröffentliche ich hier—
nit wiederholt mit der Mitteilung, daß nach
den neuesten Meldungen des Chefarztes Profes—
or Dr. Goebel das von der Deutschen Hilfs—
»Rpedition in Charian in Tripolitanien errich—
»te Lozarett seit Mitte Februar ds. Is. in
voller Tätigkeit ist und die beste Gelegenheit
findet, sehr segensreich zu wirken. Alle verfüg—
daren Betten und viele Notbetten sind mit schwer—
ranken Offizieren und Soldaten belegt,
Aerzte und Helfer angestrengt beschäftigt, um
hrer ernsten Aufgabe gerecht zu werden. Immer
vieder tritt in den Darstellungen des großen
fFlends, das in Charian herrscht, der Wunsch
»es Professors Goebel hervor, daß er die dop—
»elte Zahl von Aerzten und von Betten haben
nöchte, um den Befallenen, meist Typhuskranken.
virksam helfen zu können.
Schon jetzt aber sind für die Expedition er—
seblich größere Beträge aufgewendet worden,
ils solche durch Sammlungen bisher aufgebracht
vurden, und es erscheint als unbedingt nötig,
iuf die Gewinnung neuer Einnahmen Bedacht
u nehmen, wenn das Zentralkomitee der Deut—
hen Vereine vom Roten Kreuz nicht aus Man—
jel an Geld ihre Abordnung in Tripolitanien
nitten aus der Arbeit abberufen und nach Hause
urückkehren lassen muß. Ein solch plötzliches
zurückziehen der Deutschen Hilfsexpedition ist
iber nicht blos vom humanitären Standpunkte
aus sehr zu beklagen, sondern auch im Interesse
»es Ansehens der Deutschen Vereine vom Roten
Zreuz nach Möglichkeit zu vermeiden.
Ich wiederhole daher hiermit die dringende
Zitte um weitere Geldspenden, welche das hiesige
randratsamt Schloßplatz Nr. 8 entgegennimmt.
Saarbrücen, den 30. April 1912.
Der Vorsitzende des Kreisvereins vom
Roten Kreuz.
von Miquel,
Königlicher Landrat.
ij
zokgnntn ustgen
Gelegentlich des vom 18. bis 15. Mai ds. Is.
ierselbst stattfindenden Oberrheinischen Zuver-—
ässigkeitsfluges sind zur Hilfeleistung für die
Flieger besondere, durch gelbe Flagge mit der
ufschrift „Deutscher Zuverlaäͤssigkeitsflug am, Ober—
hein 18120 gekennzeichnete Kraftfahrzeuge bestimmt.
Diese Kraftfaährzeuge werden von der Einhaltung
iner Höchstgeschwindigkeit in geschlassenen Drt
chaften befreit.
Im Interesse der öffentlichen Sicherheit und zur
Ermöglichung eines möglichst schnellen und unbe—
sinderten Verkehrs der betreffenden Kraftfahrzeuge
nuß unbedingt verlangt, werden, daß Hunde und
Federvieh in den in Betracht kommenden Tagen
von, den, Straßen fern gehalten werden, und
Zinder ohne, Aufsicht die Straße möglichst nicht
»etreten. Kleine Kinder sind zweckmäßig überaupt
nicht auf die Straße zu lassen. Auch dürfte
s im Interesse jedes Einzelnen liegen, sich mög—
ichst auf den Bürgersteigen zu bewegen und die
zahrstraße möglichst frei zu lassen.
Die von den Kraftfahrzeugen einzuschlagenden
Pege können im Voraus nicht bezeichnet werden.
Saagrbrücken. den 10. Mai 19812.
Der Koͤniahche Landrat.