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FKreisblatt.
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Amtliches Anzeigeblatt für den Kreis Saarbrücken verbuuden mit Oeffentlichem Anzeiger.
gerauzgegeben vom Eönigl. Landralamt Saarbrucen. Redattlon des nich tamttichen Teilet Drut und Nr. 41. — 38. Jahrgang.
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ür da eisbla et ã swo — en 85, gt. Abonnen 2
———— on ag, n Oktober 12.
Insertionsgebühren: die 6gespaltene Zeile oder deren Raum 30 Pf, bei wiederholter Aufnahet
od Rachlaß. Echluß der Inseratenannahme für die jeden Wontag erscheinende Ausgabe: Freitags. bei
r eren Anzeigen Tonnerstags Anzeigenaufträge find an den Verlag des Sgarbrücker Kreisblatles zu richten
Seschafigflele in Boltuüngen Bilbelmste 24. (Fernspr 12, und in Saarbrücken, ae xxstr. SFernspr.
zekuntochungen ger zZentruüsbehöruel.
Der Herr Ober-Präsident der Rheinprovinz
hat durch Erlaß vom 18. d. Mts. (III. J.Nr.
3475) dem Komitee zur Errichtung eines Fer—
zinand Freiligrath-Denkmals in Rolandsech die
Erlaubnis erteilt, zu diesem Zweche im Novem⸗
zer dieses Jahres eine öffentliche Ausspielung
»on beweglichen Gegenständen zu veranstalten
ind die Lose in der Rheinprovinz zu vertreiben.
Es sollen 50 000 Lose zu 1 Mark vertrieben
ind 836 Gewinne im Gesamtwerte von 17 100
Mark ausgespielt werden.
Trier, den 22. September 1912. IJ. A. 6187
Der Regierungs-Präsident.
J. V.: Schulin.
Bekanntmachung,
betreffend
Benachrichtigung und Anleitung ũüber die Be⸗
handlung von Luftballons oder Drachen und
zugehörigen Apparaten, welche aufgefunden
werden.
Zum Zwecke wissenschaftlicher Erforschung der
höheren Luftschichten läßt man kleinere oder
größere mit Gas gefüllte Luftballons steigen,
oder auch Drachen vom Winde emporheben,
welche Instrumente tragen, die selbsttätige Auf⸗
zeichnungen über die Temperatur, die Feuchtig-—
keit, die Windstärke usp. ausführen. Da diese
Ballons usw. zu klein sind, um Menschen tragen
zu können, so wird vorausgesetzt, daß sie —
von verständigen Leuten gefunden —, in zwed—⸗
mähßiger Weise behandelt und aufbewahrt und
chließlich an den Eigentümer zurücgeschickt wer—
den.
Zu diesem Zwecke seien folgende Vorschriften
gegeben, von deren strenger Befolgung nicht nur
der Wert der Aufzeichnungen, sondern auch die
döhe der an den Finder zu zahlenden Belohnung
abhängt.
1. Die Ballons sind mit entzündlichem
Hase, Wasserstoff oder Leuchtgas gefüllt und
nüssen deshalb fern vom Feuer gehalten werden.
Besteht die Hülle derselben aus Papier, so zer⸗
reiße man sie, um das Gas entweichen zu lassen.
Bei Stoff⸗- oder Gummihüllen binde man den
Ballon auf, richte die Oeffnung nach oben und
ntleere das Gas durch Drücken, ohne den
Stoff viel zu zerren oder zu reiben; danach wickle
man ihn glatt zusammen.
Wird ein Ballon bemerkt, der noch in der
Luft fliegt, so geht man ihm nach und suche zu—
nächst den an ihm hängenden Apparat aufzu—
'iinden, der in einem Kästchen oder Körbchen steckt,
und ihn vor Beschädigungen zu sichern. Be—
onders vermeide man, den Apparat hart an—⸗
ufassen oder mit den Fingern in ihn hineinzu⸗
greifen. Ehe man ihn abschneidet, sichere man
den Ballon gegen das Davonfliegen, indem man
yn irgendwo festbindet, bis sein Gas entleert
si.
Gummiballons, welche meist einen Durch⸗
nesser von 1 bis 2 w haben, pflegen in der
döhe zu platzen und lassen dann den Apparat
nittels eines Fallschirmes zur Erde niedersinken;
gewöhnlich bedeckt dieser den Apparat, oder er
hängt in einem Baum fest, während der Apparat
inter ihm hängt, oder am Erdboden liegt. Bei
dem Herunterholen ist vor allen Dingen ein
herabstürzen des Apparates zu vermeiden.
Der Apparat ist nunmehr unter Vermeidung
aAler umötigen Erschütterungen in einem trocknen,
nicht zu warmen Raum aufzubewahren, bis er
ntweder abgeholt wird, oder bis eine für seinen
kücktransport mit der Post bestimmte Kiste ein⸗
rifft, in welcher sich nähere Anweisungen sowie
Fragebogen befinden, der tunlichst genau aus⸗
ufũllen ist.
An dem Ballon oder am Apparate findet
man einen Briefumschlag, der die Adresse ent—
dält, an welche sobald als irgend möglich unter
jenauer Angabe der Nummer des Apparates,
des Namen und Wohnortes des Finders, sowie
des nächsten Postamtes eine telegraphische Depesche
1bzuschicken ist.
Die Zinsscheine Reihe VI Nr. 1 bis 20 zu
den 31,20igen Prioritäts-Obligationen III. Serie
Lit. Bder Bergisch-Märkischen Eisenbahn über
die Zinsen für die zehn Jahre vom 1. Juli 1912
his 30. Juni 1922 nebst den Erneuerungsscheinen
für die folgende Reihe werden
vom 1. Juli d. Is. ab
ausgereicht, und zwar
durch die Kontrolle der Staatspapiere in
Berlin SW. 68, Oranienstr. 92/94,
durch die Königliche Seehandlung (Preußische
Staatsbank) in Berlin W. 56, Markgrafenstraße
—64,
durch die Preußische Zentral-Genossenschafts—
'asse in Berlin C. 2, am Zeughause 2,
durch sämtliche preußische Regierungshaupt—
assen, Kreiskassen, Oberzollkassen, Zollkassen und
zauptamtlich verwaltete Forstkassen,
durch sämtliche Reichsbankhaupt- und Reichs—
zankstellen und sämtliche mit Kasseneinrichtung
ersehene Reichsbanknebenstellen, sowie
durch diejenigen Ober-Postkassen, an deren
Zitz sich keine Reichsbankanstalt befindet.
Formulare zu den Verzeichnissen, mit welchen
die zur Abhebung der neuen Zinsscheinreihe be—
echtigenden Erneuerungsscheine (Anweisungen,
Talons) den Ausreichungsstellen einzuliefern sind,
verden von diesen unentgeltlich abgegeben.
Der Einreichung der Obligationen be—
darf es zur Erlangung der neuen Zinsscheine
nur dann, wenn die Erneuerungsscheine abhan—
den gekommen sind.
Berlin, den 19. Juni 1012.
hauptverwaltung der Staatsschulden.
v. Bischoffshausen.
Der Herr Minister des Innern hat durch Er—
aß vom 7. d. Mts. (IIe. 2333) dem Volksheil⸗
tättendberein vom Roten Kreuz in Berlin die
krlaubnis erteilt, zu Gunsten der Heilstätte für
en Mittelstand und des Krankenhauses mit
-chwesternschule in Hohenlychen eine öffentliche
Verlosung von Silbergegenständen in 3 Serien
nit je 120000 Losen zu 3 Mark zu veran—
talten und die Lose in der ganzen Monarchie
zu vertreiben.
Es sollen in jeder Serie 120 000 Lose zu
e 3 Mark ausgegeben werden und 3668 Ge—
vinne im Gesamtwerte von 120000 Mk. zur
Iusspielung gelangen.
Die Ziehung der ersten Serie wird vor—
russichtlich im Februar 1913, die der zweiten
und dritten Serie im Februar der Jahre 1914
ind 1015 stattfinden.
Trier, den 17. September 1912. J. A. 5999.
Der Regierungs⸗Präsident.
J. V.: Schu lin.
— ————
bohunnmochungen
—ILI
Auf Beschluß des Bundesrats findet im Deut⸗
chen Reiche am 2. Dezember d. J. eine allge—
neine Viehzählung stalt. Gleichzeitig wird die
Zahl der in der Zeit vom 1. Dezember 1811
bis einschließlich 30. November 1912 vorgenom—
nen, amtlich nicht beschauten Schlachtungen er—
nittelt werden.
Ich vertraue, daß es wie bei früheren Zäh—
ungen, so auch diesmal gelingen wird, Perso—
ien in genügender Zahl zu gewinnen, die sich
zem Zählgeschäfte ohne Anspruch auf eine Ver—
zütung unterziehen und möchte zu diesem Zwecke
die Herren Staats- und Gemeindebeamten des
Regierungsbezirks, insbesondere die Herren Leh—
rer, zur Beteiligung an der Zählung anregen.
Ich mache noch darauf aufmerksam, daß die
Viehzählung und die Zählung der im Eingange
„etvähnten Schlachtungen lediglich wissenschaft—
nengen und volkswirtschaftlichen Zwecken dienen
soll; eine Verwendung der Ergebnisse zu steuer—
ichen Zwecken ist ausgeschlossen.
Trier, den 21. September 1912. J. B. 6477.
der Regierungs-Präsident.
J. V.: Schulin.
Nachdem der Herr Oberpräsident der Rhein—
rovinz durch Erlaß vom 30. Juli 1912 (II.
Nr. 2600) dem Kirchenvorstande der katholischen
Pfarrgemeinde Berglicht im Kreise Bernkastel
zie Erlaubnis erteilt hat, zum Besten des Er—
veiterungsbaues der Pfarrkirche in Berglicht im
Jahre 1913 eine einmalige Hauskollekte bei den
satholischen Einwohnern der Regierungsbezirke
achen, Coblenz und Trier abhalten zu lassen,
verden nachstehend die Namen der Sammler,
oweit der Regierungsbezirk Trier in Betracht
ommt, zur öffentlichen Kenntnis gebracht:
1. Alt Matth. aus Gräfendhron,
2. Bauer Jakob aus Merschbach,
.Gorges Johann aus Berglicht,
Junk Matth. aus Merschbach,
Künzer Josef aus Gräfendhron,
Marx Konrad aus Berglicht,
Petry Jakob aus Merschbach,
Petry Matth. aus Gräfendhron,
Resch Joh. Adam aus Berglicht,
Resch Michael aus Berglicht,
Reusch Peter aus Berglicht,
.Resch Josef aus Berglicht,
2. Thömmes Joh. Ad. aus Gräfendhron.
4. Spies Johann aus Merschbach.
Trier, den 21. September 1912. II. F. 2113
Der Regierungs-Präsident.
J. A.: Rudorff.