Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

kinstellung von Drei⸗ und Vierjährig⸗Frei—
zisligen sür die Matrosenartillerie-Abteilung
diautschou (Küsten-Art.) in Tsingtau (China).
Einstellung: Oktober 1912, Ausreise nach
Tsingtau: Januar 1913 bezw. 1914, Heimreise:
Frühjahr 1915 bezw. 1916. Bedingungen: Min⸗
estens 1,64 m groß, kräftig, gesunde Zähne,
»or dem 1. Oktober 1893 geboren (Güngere
deute nur bei besonders guter körperlicher Ent—
vicklung).
In Tsingtau wird außer Löhnung und Ver⸗
»flegung täglich 0.80 Markb Teuerungszulage
jewährt.
Meldungen mit genauer Adresse sind unter
Beifügung eines vom Zivilvorsitzenden der Er⸗
aßkommission ausgestellten Meldescheins zum
reiwilligen Diensteintritt auf drei bezw. vier
zahre zu richten an:
dommando der Stammabteilung der Matrosen⸗
Artillerie Kiautschou, Cuxhaven.

Vorstehende Bekanntmachung bringe ich hier⸗
nit zur öffentlichen Kenntnis. Die Herren
Bürgermeister werden ersucht, für die Verbreitung
erselben in den interessierten Kreisen in ortsüb⸗
icher Weise zu sorgen.
Zaarbrücken, den 3. November 1911.
Der Civilvorsitzende der
Ersatzkommission Saarbrücken-Land.
pon Miquel

Der Herr Minister der geistlichen und Unterrichts—
ingelegenheiten hat eine Kommission eingesetzt zur
Sammunge von Briefen und Tagebüchern aus
riegszeiten. Er, geht hierbei von der Erwägung
us, daß zu den historischen Dokumenten einer großen
Zeil nicht nur die amtlichen Aktenstücke und die
eußerungen und Niederschriften der sührenden Per⸗
onshteiten. sondern auch die Schriftstüde aller
Ari gehörenn, aus denen man die Auffassungen und
mpfinbungen der verschiedenen Voltsklassen in
hrer breiten Masse entnehmen kann. Der Minister
fft auf die nachdrucklichste Unterstützung vonleiten
er Besitzer von solchen Schriftstücken, wie aller in
Hetracht kommenden Stellen, wie der Geistlichkeit
nd Lehrerschaft, der Selbstverwaltungsorgane, Krie⸗
ger⸗, GEeschichts- und sonstigen Provinzialvereine.
Ddie Sammlung Ve die Originalbriefe und Tage—
dücher, Soldaten sederbücher, Notizbücher und son—
uge Schrifssiucke aus Kriegszeiten umfassen,„und
war die Briefe usw. aus dem Felde, wie die Briefe
zus der Heimat. Statt der Orxiginale genügen he—
ziaubigte Abschriften und Abdrücke. Die Schrift⸗
fücke Lönnen sowohl geschenkweise wie unter Vor—
hehalt des Eigentumsrechts angenommen werden.
Zer Empfang wird in den, amtlichen Organen mit
Rennung der Geber bestätigt.
Da Zweifellos hier in Saarbrücken sich viele
olcher Aufzeichnungen namentlich aus dem Kriege
870,71 in Privatbesitz befinden, richte ich an die
Bürgerschaft die ergebene Bitte, das Unternehmen
durch Ueberlassung, von Schriftstücken dieser Art
zefälligst zu unterstützen.
Eine Sammelstelle für solche Schriftstücke be—
e sich auf dem Bürgermeisteramt, Zimmer
r. 31.
Zaarbrücken, den 13. November 1011.
Der Oberbürgermeister:
Mangold.

Die über das Gehöft des Maurers Jos. Ruck
ws Kentrisch wegen Rotlaufseuche verhängte Stall—
verre wird hiermit aufgehoben.
Brebach., den 13. November 1911.
Die Polizeiverwaltung.
Der Büuͤrgermeister.
Becker

Die Quierschiederstraße zu Fischbach wird, wegen
Chauffierung derselben vom Hause des Gastwirtes
Kraus bis zum Weiherdamm von heute ab bis
uuf weiteres für den Durchgangsverkehr gesperrt.
Die Umleitung. des Verkehrs erfolgt durch die
Berg- und Schulstraße.
Zie Sperrung ist durch entsprechende Schilder
zenntlich gemacht.
Uebertretungen werden auf, Grund, des 3 2 der
dosizeiverordnung vom 10. August 1909 bestraft.
Ddudweiler den 10. November 1011.
Der Bürgermeister,
Jost.

Es ist bei mir der Antrag gestellt worden,
en öffentlichen Fußweg in Flur 2 des Gemeinde⸗
ezirks Dudweiler in der Richtung, wie er jietzt
wischen den Parzellen 355,9 und 367/102 einer⸗
eits und 418,106, 272,/105, 271/104 und 103 an-—
ererseits verläuft, einzuziehen und als Ersatz · in
er Verlängerung des öffentlichen Fußweges, wel⸗
her von der Sodarbrückerstraße zwischen den Par⸗
ellen 355/99 und 302,108 und 303/ 109 durchführt,
ber die Parzelle 421,107 einen neuen Fußweg
n. der gleichen Breite zu legen, der auf den
ffentlichen Fußweg, welcher entlang der Varzelle
12 verläuft, einmündet.
Dieses Vorhaben wird gemäß 857 des Zu—
tändigkeitsgesetzes vom 1. August 1883 Gesetzsamm—⸗
ung Seite 237) hiermit öffentlich bekannt ge—
nacht, mit der Aufforderung, Einsprüche hiergegen
innen 4 Wochen, vom Tage der Bekanntmachung
ib, bei Vermeidung des Ausschlusses, bei der
interzeichneten Wegepolizeibehörde anzubringen.
dudweiler den 10. November 1911.
Die Wegepolizeibehörde.
Der Wohegedmehster—
J'o st.

Bei einem geschlachteten Schweine der Witwe
zakob Eisel, hierselbst, Kaiserstr. 50, ist Rotlauf⸗
Ache festgesteillt, und deshalb über das Gehöft
ie Sperre verhängt.
Friedrichsthal, den 9. November 1911.
Die Polizeiverwaltung.

Die über die Stallung des Walzenmachers
zudwig Heintz hierselbst, Friedendstraße 17, ver—
angte Sperre wird wieder aufgehoben.
Friedrichsthal. den 10. November 1911.
Die Volizei-Verwaltung.

Der Fürsorgezögling, Metzgerlehrling Friedrich
8 ü q dessen Signalement unten beschrieben ist, ist
eit einiger Zeit ffüchtig und entzieht sich der Unter⸗
ringung in die Fürsorge. Ich ersuche um Recherche
ind Festnahme desselben. Im Ermittelungsfalle
itle ich ihn nach hier abliefern zu wollen. Si g⸗
unlement: J. Familienname: Büch. 2. Vor⸗
ame: Friedrich 3. Stand und Gewerbe: Meßszger⸗
ehrlinge 4. Anscheinendes Alter: 18 Jahre. 5.
eboren am 22 ugust 1803 zu Guichenbach.
eis Saarbrücken. 6. Vetzter Aufenthalt: Guichen⸗
ach, 7. Größe: 167, Meter groß. 8, Gestalt:
räftlig. 9. Haare: dunkelblond, stark. 10. Gesicht:
inglich, gesunde Farbe. 11. Stirn: gewöhnlich.
2.*Augen; grau. 13. Augenbrauen; braun, bogen⸗
zrmig. 14. Nase: gewöhnlich. 15. Mund: gewöhn—
sch. 16. Ohren: gewöhnlich, 17, Zähne: vollstän—
ig, ein wenig schräg gestellt. 18. Kinn: gewöhn—
ich. 19. Hände und Füße gewöhnlich. 20. Gang
ud Haltung: gerade, Kopf nach vorn gebeugt.
i Sprache: Muttersprache deutsch, Männerstimme.
2. Besondere Kennzeichen: linker Fuß beim Gehen
swas schleppend, Narbe am linken Unterarm. 23.
Zekleidung: unbekannt.
Riedgelsberg, den 14.. Nopember 1911.
Die Polizeiverwaltung.
Der Büuͤrgermeister,
Lanqer

Nachdem die Rotlaufseuche unter den Schweine—
seständen des Jakob Becker und des Heinrich
zotzner zu Neudorf erloschen ist, wird die über
sie Gehöfte verhängte Sperre aufgehoben.
Wüttlingen, den 6. November 1011.
ie Polizeiverwaltung.
·rBuͤrgermeister,
Dr. Matfonef.

Wie durch amtstierärztliche Untersuchung fest—
estellt, ist unter dem Schweinebestande des Christ.
serdinand zu Altenkessel die Rotlaufseuche ausge—
rochen. Ueber das Gehöft habe ich deshalb die
Zperre verhängt, und die erforderlichen Schutz—
naßregeln angeordnet.
ßutflinden. den 7. November 1011.
Die Polizeiverwaltung.
Der Bürgermeister,
Dr. Matftonet

Die Schweineseuche unter dem Schweinebestande
»es Buchdruckereibesitzers Hampel und des Hüt—
enarbeiters Friesenhahn zu Völklingen ist er—
oschen und fsind daher die angeordneten Sperr⸗
saßregeln wieder aufgehoben worden.
Bworttingen, den 9. Nopvember 1911.
Die Polizeiverwaltung.
Der Bürgermeister:
J. V.:
Der Beigeordnete:
Klonz.

Unter dem Schweinebestande des Michel Schmidt,
Agent zu Völktlingen, ist die Rotlaufseuche aus—
Jebrochen und wurde daher über das betreffende
Hehöft die Sperre verhängt.
Völklingen, den 10. November 1911.
Die Polizeiverwaltung.
Der Bürgermeister:
J. V.:
Der Beigeordnete:
KlIonz.

Der Ort, Großhemmersdorf wird aus dem an—
äßlich des Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche
u Kerprich⸗ Hemmersdorf errichteten Beobachtungs—
gebiet genommen.
Saarlouis, den 8. November 1911.
Der Königliche Landrat:
v. Schütk.

Die über einen Ortsteil von Knausholz wegen
lusbruchs der, Maulf- und Klauenseuche unter dem
hiehbestande des Bergmanns Graf daselbst ver—
ängte Sperre wird aufgehoben, ebenso das an—
li dieses Seuchenfalles errichtete Beobachtungs⸗
nebiet.
Saarlouis, den 10. November 1911.
Der Königliche Landrat.
vp. Schuk.

Die über den Ort Ihn wegen Ausbruchs der
Maul- und Klauenseuche verhaͤngte Sperre wird
zufgehoben.
Saarlouis, den 11. November 1911.
Der Königliche Landrat.
J. V.:
Kolewe,
Regierungs-Assessor.

Unter dem Viehbestande zu Linslerhof ist
Maul- und Klauenseuche festgestellt worden. Ich
jabe daher über den Hof die Sperre verhängt.
Der Ort Bisten, Berus und Ueberherren be—
inden sich im Beobachtungsgebiet.
Saarlouis, den 13. November 1911.
Der Königliche Landrat.
von Schütk.

Die über den Ort Leidingen anläßlich des Aus—
ruchs der Maul- und Klauenseuche unter dem
hiehbestande des Feldhüters Kaas daselbst ver—
ängte Sperre sowie des anläßlich dieses Seuchen—
alles errichtete Beobachtunasgebiet wird aufage—
poben.
Zaarlouis, den 13. November 1911.
Der Königliche Landrat:
„ISchüut.

Bekaunntmachung
etreffend die weitere Ausdehnung der Maul- und
Klauenseuche in Illingen.
Nachdem in Illingen die Maul- und Klauen⸗
euche in dem Gehöfte des Jakob Born „im Rosen⸗
hal' Nr. 1520 amtlich festgestellt ist, wird hierdurch
in neuer Sperrbezirk umfassend die Straße im
Kösenthal von Haus Nr. J1bis Schluß gebildet.
Der bisherige Sperrbezirk wird, nachdem der
erseuchte Viehbestand geschlachtet und die Des—
nfektion ordnungsmäßig ausgeführt ist, aufgeho—
en und zum Beobachtungsgebiet erklärt; ebenso
vird der Ört Hosterhof in das aus der Gemeinde
Fünngen, bestehende Beobachtungsgebiet einge—
hlossen.
Die für das Sperrgebiet und das Beobach—
ungsgebiet am 27. Oktober ds. Is. J. Nr. 16 925
etroffenen Maßnahmen bleiben bestehen.
Uebertretungen werden unnachsichtlich vestraft.
Drttweiler, den 8. November 1011.
Der Königliche Landrat.
J. A.;
v. Gierke,
Regierungas⸗Assessor.

q Busendorf ist die Maul- und Klauenseuche
rloschen.
Die angeordneten Sicherheitsmaßregeln sind auf⸗
ehoben.
Bolchen, den 11. November 1011.
Der Kreisdirektor:
J. V.:
Eichstädt.
            
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