Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

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Haupfübernsich:
des enclpültigen Fegehnizses der Volks!zhlunn meJ Dezemben IHihd im bandäreis daardrücken.

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Jüdingen
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Summe der Gemeéeinden des
Kreises I18850 307 116 8381717 198 — 79158 —
Saarbrucken, den 6. Oktober 18911.

16

—* liias⸗ 88 Zid 29
Der Rgl. Landrat.
I. V.:
Dr. Colberse.

Bekanntmachung.
Die landwirtschaftliche Winterschule in Saar—
ouis, für die Kreise Saarbrücken und Saar—
ouis, beginnt am 3. November d. Is. ihren
14. Lehrgang. Derselbe dauert bis Ende März
1912. Das Schulgeld beträgt für einen Schüler
m 1. Winter 30 Mk., im 2. Winter 25 Mk.
Die Lehrgegenstände für diesen Winter sind:
ßrundlehren der Chemie, die für den Landwirt
vichtigsten Elemente und deren Verbindungen,
als Grundlage für Tüngung und zweckmäßige
Fütterung pp. sowie den technischen Nebenge—
verhe. Allgemeine und spezielle Tierzucht.

Pferde-, Rindvieh-, Schweinezucht pp. Für die
dandwirtschaft nützliche und schädliche Tiere.
Molkereiwesen. Ausgewählte Abschnitte aus der
Physik. Allgemeine Wirtschaftslehre. Buchfüh—
zung. Religionslehre. Aufsatz und Schriftoerkehr
»es Landwirts. Landwirtschaftliches Rechnen
ind Raumlehre. Zeichnen. Feldmessen und Nivel—
ieren. Wer 15 bis 25 Jahre alt ist, guten Leu—
nund hat, findet Aufnahme. Ueber 25 Jahre
ilte Landwirte werden als Hospitanten aufge—
tommen. Die 2 Semester die Schule besucht
aben, erhalte Abgangs-Zeugnisse. —
Für die tägliche Benukung der Eisenbahn zum

Schulbesuch können Monats- oder Schüler-Fahr—
karten genommen werden. Anmeldung bei Herrn
Tirektor, Oelonomierat Murzel in Saarlouis
Saarbrücken, den 10. September 1011.
Der Königliche Landrat.
J. A.
Dir. Colberg.
Polizeiliche Anordnung.
Nachdem in dem Gehöfte des Bäckers und
Krämers Ludwig Diehl zu Dilsburg und des
Acderers und Wirtes Johann Bauer zu Kirschhof
die Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt
Lorden ist, werden mit Ruüͤcksicht auf die z. Zt.
bestehende gröhere Gefahr der Verbreitung die—
ser Seuche auf Grund der 88 19 bis 29 und
4q2 des Reichsgesetzes betreffend die Abwehr
ind Unterdrückung von Viehseuchen vom 23. 6.
1888 und 1. 5. 1894 in Verbindung mit den
88 57 bis 64 der Bundesratsinstruktion vom
27. 6. 1895 sowie des Erlasses des Herrn
Ministers für Landwirtschaft, Domänen und
Forsten vom 15. 3. 1911 — I. a. III. c 3557 —
die nachstehenden Maßregeln angeordnet:
Es wird je ein Sperrbezirk und je ein Be—
abachtungsgebiet gebildet:
4. Sperrbezirke:
Die Sperrbezirke erstrecken sich:
l. Auf den an der ProvinzialbStraße von der
Abzweigung des Weges nach Holz bis zur
Abzweigung des Weges nach Berschweiler
liegenden Teil von Dilshurg.
IJ. Auf den ganzen Ort Kirschhof.
B. Beobachtungsgebiete:
Die Beobachtungsgebiete umfassen:
J. Den übrigen Teil des Ortes Dilsburg.
II. Die Orte Heusweiler, Eiweiler, Hellenhausen
und die Neumühle.
Fürdie Sperrbezirkewerdenfolgende
Maßregeln angeordnet:
1. Sämtliche Wiederkäuer und Schweine unter—
liegen der Stallsperre.
2. Die Plätze vor den Stalltüren und Ge—
höftseingängen der vrerseuchten Gehöfte, so—
wie die gepflasterten Wege an den Ställen
und auf dem Hofe sind mehrmals täglich
durch Uebergießen mit Kalkwasser zu des—
infizieren.
Das Geflügel ist so einzusperren, daß es
den Hof nicht verlassen kann.
4. Die Hunde und Katzen sind festzulegen.
5. Das Betreten der verseuchten Ställe ist nur
den Besitzern, den mit der Wartung und
Pflege der Tiere beauftragten Personen
und Tierärzten gestattet.
Händlern, Schlächtern, Viehkastrierern und
anderen, in Ställen gewerbsmäßig ver—
ehrenden Personen ist das Betreten der
verseuchten Gehöfte untersagt.
Die Abgabe roher Milch aus den verseuchten
Gehöften ist verboten. Das Verbot erstreckt
sich auch auf Molkereirückhstände, nicht je—
doch auf Butter und Käse.
Die Einfuhr von Klauenvich in den Sperr—
bezirk ist ohne polizeiliche Erlaubnis ver—
boten.
Mit Rücksicht auf die Notwendigkeit der
Feldarbeit wird die Benutzung der Zug—
tiere der unverseuchten Gehöfte des Sperr—
bezirkes zur Feldarbeit unter der Voraus—
setzung gestattet, daß der vor den verseuchten
Sehöften liegende Teil der Straße von den
Tieren nicht betreten wird.
znnerhalb der Beobachtungsgebiete
gelten folgende Anordnungen:
.Der Auftrieb von Klauenvieh aus dem Be—
obachtungsgebiet auf Märkte ist verboten.
Der Durchtrieb von Klauenvieh aus Ort—
schaften, die nicht im Beobachtungsgebiet
liegen, durch das Beobachtungsgebiet ist nur
mit Genehmigung des Landrats gestattet.
Die Ausfuhr von Klauenvieh ohne die Ge—
tehmiaunge des Landrafs ist veorhofen
            
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