in der Gemarkung Güdingen, Kreis Saar—
Iden, belegenen Grundflächen habe ich auf
Dienstag, den 8. August 1911, nach—
mittags 21/2 Uhr, an Ort und Stelle
legt.
Trier, den 3. August 1911.
Der Enteignungskommissar.
gez. Dr. Beermann.
Regierungsrat.
Beblanntmachung,
Infolge Verdachts der Rotlauf-Seuche habe
üher das Gehöft des pens. Bergmannes Jo—
“cschmidt zu Ottenhausen die Sperre
changt.
hetsweiler (Saar), den 26. Juli 1911.
Die Polizeiverwaltung.
Der Bürgermeister:
A. Müller.
Bekanntmachung
Ifolge Ausbruchs der Rotlauf-Seuche habe
— iher die Gehöfte des Metzgers Gustav
Zhwarz zu Gersweiler, des Drehers Georg
Köhl zu Ottenhausen und des Bergmanns Jo—
m Thönes zu Ottenhausen die Sperre
chängt.
hyersweiler (Saar), den 26. Juli 1911.
Die Polizeiverwaltung.
Der Bürgermeister:
A. Müller.
Bekanntmachung.
Inolge Ausbruchs der Rotlauf-Seuche habe
sch über das Gehöft des ps. Bergmanns Jo—
hann Heck zu Ottenhausen die Sperre ver—
ngt.
ßersweiler (Saar), den 24. Juli 1911.
Die Polizeiverwaltung.
Der Bürgermeister:
A. Müller.
Bekamtmachung.
die Schweine⸗Seuche in dem Gehöfte des
Wirtes Nikolaus Petry zu Gersweiler ist er—
lochen. Die angeordneten Sperrmakregeln sind
dieder aufgehoben.
Gersweiler (Saar), den 22. Juli 1911.
Die Polizeiverwaltung.
Der Bürgermeister:
A. Müller
Bei einem geschlachteten Schweine des Metz⸗
ders Peter zu Bildstock ist Rotlaufseuche
amtlih festgestellt worden, das Schwein war
aus dem Stalle der Wwe. Buch daselbst, letz—
tere besitzt keine weiteren Schweine mehr. Fer—
ner jt ein Schwein des Bergmanns Peler Wie—
en daselbst als ansteckungsverdächtig anzusehen.
Es ind deshalb die notigen Schutzmaßregeln
ut Verhütung der Weiterverbreitung an—
eordnet.
driedricisthal. den 24. Juli 1911.
Die Polizeiperwostung.
— dem Schweinebestande des Bergmannes
ainn Bagmne g. zu Altenw,ald, Franzstr. 16,
De amtlich Rotlauf festgestellt.
I habe Gehöftsperre angeordnet.
culIzbach-Saar, den 31. Juli 1011.
Die Polizeiverwaltung:
Der Büraermeister.
dr über den Ort Bettingen wegen
und Klauenseuche verhängte Sperre wird
Kehoben und der Ort in das bestehende Beo—
Wngsgebiet hineingezogen.
Saarlouis. den 21. Juli 1911.
Der Königl. Landrat
—XRE
1855 —
Bekanntmachung
betreffend den erneuten Ausbruch der Maul- und
Klauenseuche in Neunkirchen.
‚Nachdem die Maul⸗- und Klauenseuche erneut
im Schlachthofe in Reunkirchen amtlich festgeitellt
ist und der gesamte Viehbessand in dem angrenzen⸗
den Grundstück Nr. 73 untergebracht worden ijst,
wird auf Grund der maßgebenden gesetzlichen Be—
timmungen und Verordnungen Folgendes bestemmt:
Der Sperrbezirk A. umfaßt das Gehöft Nr. 73.
Das Beobachtungsgebiet B. erstreckt fich auf den
nach Wellesweiler zu gelegenen Teil der Gemeinde
Reunkirchen zwischen Blies und Eilenbahn bis zur
Mozartstraße.
ODttweiler, den 31. Juli 1911.
Der Königliche Landrat:
gez. Dr. jur. von Halfern
Die wegen der Maul- und Klauenseuche aufge—
sobenen Monatsmärkte werden wie ursprünglich
estgesetzt wieder abgehalten. —
Die für die Kälber- und Schweinemärkte er
assenen Beschränkungen werden aufgehoben.
Trier, den 28. Juli 1911.
Die Polizeiverwaltung.
In Folpersweiler ist die Maul- und
Klauenseuche ausgebrochen. Für die genannte
Gemeinde habe ich gemäß 82 der Verordnung
des Kaiserl. Ministeriums vom 18. 11. 1889
die Ortssperre verfügt.
Saargemünd, den 27. Juli 1911.
Der Kreisdirektor.
J. A.
Loew
In Bingen ist die Maul- und Klauenseuche
estgestellt worden. Ueber die genannte Ortschaft
ist die Sperre verhängt.
Bolchen, den 30. Juli 1911.
Der Kreisdirektor.
In den Gehöften der Landwirte Ludwig
Schwab, GEGustav Süs, H. Kramer und
Adam Schwarz in Maßweiler ist die Maul—
und Klauenseuche amiästierärztlich festge—
tellt worden.
Zweibrücken, 27. Juli 1911.
Kal. Bezirksamt Zweibrücken.
Pöhlmann
In dem Gehöfte des Bächers Ambos in Eindd
wurde Maul- und Klauenseuche felge sellt.
Die von Herrn Kol. Bez.Tierarzt provisorisch an—
weordneten Schutzmaßregeln werden besätigt. Durch
Abschlachtung ist die Seuche wieder als erloschen
u betrachten. Die Ortschast Einöd wird bis auf
Weiteres als Beobagtunssgebiet erklärt und haben
ierfür die mit Verfügung vom 27. 2. 1911 ge
roffenen Anordnungen zu gelten.
Gleichzeitig wird mitgeteilt, daß bei einer Kuh
des Schmiedes Adolf Bastian in Kleinsteinhausen
und unter dem Viehbestande des Adam Knerr
und des Friedrich Knerr Maul- und Klauen
euche amtstierärztlich festgestellt wurde.
Für die verseuchten Gehöfte, das Sperrgebiet
und das Beobachtungsgebiet haben die oben ange
führten unterm 27. 1Il. 1911 erlassenen Anord—
nungen zu gelten.
Zweibrücken, den 31. Juli 10911.
Kal. —2 Zperbrücken.
Teufel.
Saarbrücken, den 7. August 1911.
Der Königl. Landrat.
V“. Miaoue⸗l
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Aufruf.
Deutsche Volksgenossen? Der „Deutjche
Tag“ in Vosen und die Verhandlungen im Ge—
amtausschuß des „Deutschen Ostmarkenvereins“
haben den deutlichen Beweis erbracht, daß die im
Dstmarkenverein vereinigten nationalen Männer
fest entschlossen sind, für eine zielbewußte, un—
geschwächte Fortführung der Ostmarkenpolitik
im Sinne Bismarcks mit voller Kraft eimzu—
treten, unbekümmert um alle entgegengesetzten
Strömungen. Gerade in den letzten Wochen,
in denen die Vereinsleitung gezwungen war,
in der Oeffentlichkeit mit aller Entschiedenheit
zgegen jede Einschränkung der Siedelungstätig—
eit Stellung zu nehmen, sind dem Verein aus
allen Teilen des deutschen Vaterlandes zahl—
reiche Kundgebungen warmer Teilnahme zuge—
zangen. Ein Beweis, daß das Verständnis für
die bittere Not unserer Volksgenossen in der
Ostmark in immer weitere Kreise des deut—
schen Volkes dringt.
„Die Ostmarkenfrage ist nicht nur eine der
wichtigsten, sie ist heute die wichtigste des
preußischen Staates und damit eine Lebens—
frage für ganz Deutschland.“
Wer bezweifelt noch die Wahrheit dieses
staatsmännischen Wortes angesichts der zehn⸗
ausende von Hektaren, der ungezählten Brot—
stellen, die seitdem in der Ostmark an die Po—
ien verloren gegangen sind? Kaum ein Tag
pergeht, an dem uns nicht Kunde wird von
weiteren Verlusten deutschen Bodens,
vom Mißbrauch der Religion zu national⸗pol⸗
nischen Zwecken, vom Boykott der Polen gegen
den gesamten deutschen Erwerbsstand, von der
an Hochverrat grenzenden Hetzarbeit in der pol⸗
nischen Presse in zielbewußtem Zusammenar—
beiten mit den polnischen Vereinen. Banken und
Henossenschaften.
Diesem Ansturm des Polentums gegenübet
vertritt der „Deutsche Ostmarkenverein“ die
deutsche Selbsthilfe. Er ward auf Bismarcs
Rat vor 17 Jahren gegründet. Er will di?
Kraft aller Deutschen ohne Unterschied der reli—
giösen und politischen Meinungen zusammen—
fassen. Er will den bedrängten Deutschen der
Ostmark mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Er will die Wankenden und Schwachen stützen
und den Starken den Kampfesmit beleben. Die
Verteidigung der Ostmark ist nicht allein Sache
der Staatsregierung und der im Kampfgebiet
selbst lebenden Volksgenossen, sie ist die Ehren—
pflicht aller Deutschen, wo immer sie
wohnen. Auch ihre Sache wird im Osten ge—
rührt.
So richten wir an unsere deutschen Mit—
bürger die Mahnung und Bitte, sich unseren
Reihen anzuschließen und damit das große ge—
meinsame Werk zu fördern.
Der Hauptvorstand:
von Tiedemann-Seeheim,
Maior a. D. und Rittergutsbesitzer,
1. Vorsitzender.
Wagner, Jultizrat,
1. stellvertretender Vorsitzender.
Raschdau, Kaiserlicher Gesandter z. D.
2. stellvertretender Vorsitzender.
Schoultz, Generalsekretär.
Anmeldungen sind zu richten an die Hnupt⸗
geschäftsstelle Berlin W. 62, Bayreuther Straße
13. Der Mindestjahresbeitrag beträgt 4,00.4.
Neueintretende Mitglieder brauchen für das lau—
fende Geschäftsiahr nur die Hälfte des Jahresbeitrags
zu entrichten. Höhere Beiträge, ein—
malige Spenden und Vormächtnisse sind will—
kammeon