Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

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Vr. 22.
Bekanntmachungen der Zentral-Behörden.

Montag, den 28. Mai

1906.

Bekanntmachungen

Das Preußische Staatsschuldbuch ist auch in dem ab⸗
gelaufenen Geschäftsjahr in steigendem Umfange in Anspruch
genommen worden. Während Ende März 1905 die Summe
der in das Staatsschuldbuch eingetragenen Schuldver⸗
schreibungen der 393- und 30/0igen konsolidierten Anleihe
sich auf 1781172 750 Mk. bezifferte, war dieselbe Ende
März 1906 auf 1839 932750 Mk. gestiegen, welche sich
auf 33977 Konten verteilten. Von letzteren waren 12123,
d. i. 35,700 mit einen Kapitalbetrage bis zu 4000 Mk.
gebucht; 7224, d. i. 21,200 mit einem solchen von 4000
bis 10000 Mk., 9671, d. i. 28,500, mit einem Kapital⸗
betrage von 10000 bis 50000 Mk., während der Rest mit
1959 oder 14,6010 auf Kapitalforderungen von über
50000 Mk. entfiel.
Für physische Personen standen Ende März 1906:
20623 Konten über 825 053 250 Mt. für juristische Personen
3053 Konten über 701635800 Mk. und für Vermögens—
massen ohne juristische Persönlichkeit 6491 Konten. über
202 036 600 Mk. offen. Der Rest verteilt sich auf andere
Vermögensmassen, Handelsfirmen, eingetragene Genossen⸗
schaften und eingeschriebene Hilfskassen. Die Zahl der
Konten für Bevormundete oder in Pflegschaft Stehende be⸗
irug 1674.
Von den Gläubigern der einzelnen Konten halten
29 205 ihr Domizil in Preußen, in anderen deutschen Staaten
4385, in den übrigen Staaten Europas 2094, in Asien 21,
Afrika 14, Amerika 55 und in Australien 3.
Das Staatsschuldbuch ist allen Besitzern von Schuld—
verschreibungen der konsolidierten Anleihen zu empfehlen,
welche Kapital und Zinsen gegen den Schaden unbedingt
sichern wollen, der ihnen durch Diebstahl, Verbrennen oder
sonstiges Abhandenkommen der Haupturkunden, Zinsscheine
der Erneuerungsscheine nicht selten entsteht.
Die Eintragung der Staatsschuldverschreibungen in das
Schuldbuch geschieht gebührenfrei, auch werden laufende
Verwaltungskosten von den Konteninhabern nicht erhoben.
Wird die Forderung von den Gläubigern zurückgezogen,
so wird für ihre Löschung und für die Ausfertigung neuer
Schuldverschreibungen eine Gebühr von 75 Pfg. für 1000 Mk.
mindestens 2 Mk) erhoben.
Formulare zu Eintragungsanträgen werden vom Staats⸗
schuldbuchbureau in Berlin, Oranienstraße 92/94, sowie von
den Regierungs-Hauptkassen, Kreiskassen ꝛc. und Reichsbankanstalten
 unentgeltlich verabfolgt.
Berlin, den 14. April 1906.
Hauptverwaltung der Staatsschulden.
v. Bitter.

des Königlichen Regierungs-Präsidenten.

Der Ober-Präsident der Rheinprovinz hat durch Erlaß
vom 6. März d. Is. — J.“Nr. 4780 — dem Kirchenvor—
stande der katholischen Pfarrgemeinde Kirchesch im Kreise
Mayen die Erlaubnis erteilt, behufs Aufbringung der Mittel
für den Neubau einer katholischen Kirche daselbst eine ein—
malige Hauskollekte bei den katholischen Bewohnern des
Regierungsbezirks Trier abhalten zu lassen.
Die Namen der mit der Einsammlung der Kollekte be⸗
auftragten Personen werden im Amtsblatt Nr. 19 vom 11
d. Mts. veröffentlicht.
Trier, den 7. Mai 1906.
Der Regierungs⸗Präsident.
J. V.: von Hagen

Der Herr Minister des Innern hat durch Erlaß vom
28. v. Mis. den bei dem Oberpräsidium hier beschäftigten
Regierungs-Rat Dr. Schultz zum stellvertretenden Mitglie de
des Provinzialrats der Rheinprovinz auf die Dauer sein es
Hauptamtes am Sitze des Oberpräsidenten der Rheinprovienz
ernannt.
Trier, den 12. Mai 1906.
Der Regierungs-⸗Präsident,
J. V.: Schulin.

Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht,
daß zu Gunsten der Deutschen evangelischen Diaspora ·Für⸗
sorge im Auslande am 1. Pfingstfeiertage, den 3. Juni
d. Is. eine Kirchenkollekte und in der Zeit nach dem Pfingst⸗
fest bis Ende September d. Is. eine Kollekte in den evan—
gelischen Haushaltungen abgehalten werden wird.
Irier. den 10. Mai 1906.

Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht,
daß in der Zeit zwischen Ostern und Pfingsten dieses
Jahres die Hauskollekte für bedürstige evangelische Gemeinden
der Rheinprovinz abgehalten wird.
Die Kreiskassen haben die bei ihnen einkommenden
Beträge an die Regierungs-Hauptkasse abzuliefern.
Trier, den 15. Mai 1906.

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