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Bekanntmachung.
Nachdem die Schweineseuche unter dem Schweinebestande
des Zäpfers Wilhelm Klos in Brebach erloschen ist, wird
zie über das Gehöft verhängte Sperre aufgehoben.
Brebach, den 9. August 1905.
Die Polizei-Verwaltung.
Der Bürgermeister,
Becker.
Die über die Gehöfte der Bergleute Johann Fletgen
and Jakob Schaum-Meyer hierselbst wegen Schweine—
euche verhängte Sperre ist nach Erlöschen der Seuche auf—
gehoben.
Quierschied, den 11. August 1905.
Die Polizeiverwaltung,
Dony, Bürgermeister.
Bekanntmachung.
Nachdem die Rotlaufseuche (Backsteinblattern) bei einem
erkrankten Schweine des Krämers Georg Beitz hier amtlich
festgestellt ist, wird über das betreffende Gehöft die Sperre
verhängt.
Zuierschied, den 11. August 1905.
Die Polizei-Verwaltung,
Dony, Bürgermeister.
Bekanntmachung.
Die Schweineseuche in dem Gehöfte von: 1. Friedrich
Jakob Jung zu Dudweiler, Luisenstraße 3 und 2. Christian
Dontag zu Dudweiler, Scheidterstraße 157, ist erloschen.
Die angeordneten Schutzmaßregeln sind deshalb aufgehoben.
Duüdweiler, den 15. August 1905.
Die Polizei-Verwaltung.
Der Bürgermeister,
Petermann
Die Königliche Maschinenbau- und Hütten—
schule zu Duisburg eröffnet am 4. Oktober d. Is. in
u ihren beiden Abteilungen
Maschinenbauschule für Schlosser, Schmiede,
Maschinenbauer, Kesselschmiede und ähnliche Gewerbe—
treibende;
Hüttenschule für Eisen- und Metallhüttenleute
ind ⸗Gießer, Arbeiter von Kokereien, Glashütten,
Zementfabriken und der chemischen Großindustrie
einen neuen Lehrgang.
Das Programm der Anstalt wird auf Verlangen kosten⸗
rei zugesandt.
Die Anstalt gehört nach Ziffer 3 der Ausführungs—
bestimmungen zur Prüfungsordnung für die mittleren und
unteren Staatseisenbahnbeamten zu den „anerkannten
Fachschulen“, deren Reifezeugnisse für die Annahme zum
Wertmeisterdienst folgende Vergünstigungen gewähren: Nur
die Reifeprüfungen der von der Staats-Eisenbahn-Verwaltung
merkannten Fachschulen gelten als Nachweis der erforder—
sichen theoretischen Kenntnisse (5 37,4 der Prüfungsordnung).
Solange Bewerber mit solchen Zeugnissen vorhanden sind,
dürfen andere Bewerber nicht angenommen werden. Die
Letzeren haben eintretendenfalls eine besondere Prüfung ab—⸗
zulegen und zwar auch dann, wenn sie das Reifezeugnis
einer nicht anerkannten Fachschule besitzen. — Min.-Erlaß
oom 23. Mai 1900.
Duisburg, den 1. Juli 1905.
Der Direktor Barthel.
Notruf.
Kaum sind die Wunden, die das Jahr 1900 durch
deberschwemmung einem großen Teile unserer Bürgermeisterei
jeschlagen, etwas vernarbt, als schon wieder eine schwere
Zeimsuchung über die Gemeinde hereingebrochen ist. Ein
Wolkenbruch mit Hagelschlag hat am 5. ds. Mts. einen
zroßen Teil unserer friedlichen Feldfluren heimgesucht. Die
Ernte dieses Jahres ist in den betroffenen Fluren vernichtet.
Die Aecker sind durch die ungeheuren, von den Bergen
jerabstürzenden Wassermassen zerrissen, der Mutterboden ist
ortgespült oder durch Schutt und Geröll unbrauchbar ge—
nacht, die Wiesen sind verschlammt und versandet, die Gärten
»erwüstet. Mehr als 150 Familien sind durch das Un«
vetter schwer betroffen. Gebrochen steht der Landmann da,
zange Sorgen und Not wehren ihm in die Zukunft zu
zlicken. Konnte der dürftige Boden unseres steinigen
Bebirgslandes schon in guten Jahren seine genügsamen Be—
vohner nur mit Mühe ernähren, so ist jetzt die Not eine
jehr große.
In dieser Not weiß der Bauer nur einen Rat. Die
arme, vermögenslose Gemeinde und die vom Unwetter ver⸗
schont gebliebenen Bewohner können der Not allein nicht
annährend steuern; die Gemeindeumlage betragen 3300/0,
zie Kirchensteuern bis zu 62010. — Es steht nur eine
Hülfe offen; sie liegt in dem Mitgefühl und in der tat—
fräftigen Anteilnahme edler Mitmenschen. Darum helft
hm Alle, dem armen Bauer, helft Ihr vor allem, Ihr
zlücklichen Stadtbewohner, denen die Gewalt der Wetter
das tägliche Brot nicht nimmt, helft aber auch Ihr, Ihr
glücklichen Landleute, die Ihr in diesem Jahre eine Ernte
n Eure Scheunen heimfahren köunt.
Gaben zur Unterstützung der schwer Betroffenen
nimmt der mitunterzeichnete Bürgermeister gern entgegen.
Morsbach im Kreise Waldbröl, den 16. Juli 1905
Das Unterstützungs-⸗Komitee:
Esser, Pfarrer in Morsbach.
Gerardi, Pfarrer in Holpe.
Glum, Pfarrer in Holpe.
Dr. Kaufmann, Arzt in Morsbach.
Rudolf Freiherr von Schorlemer, Gutsbesitzer,
Burg Volperhausen.
Voß, Bürgermeister in Morsbach.
Saarbrücken, den 21. August 1905
Der Königliche Landrat.
J. V.: Freiherr Quadt, Regierunas⸗Assessor.
Oeffenticher Anzeiger.
“6 Drucksachen aller Ari
F ahnen liefert die
Rei necke, Hannover. Gebr. Hofer'sche Buchdruckeren
RPedaktidn des nicht mmilichen Teils Druc und Verlag bon Febrider 2er in Saarbrücken—