Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

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Bekanntmachung.
Behufs Sicherung tunlichster Einheitlichkeit der landes—
behördlichen Maßnahmen zur Bekämpfung des Typhus im
preußischen Regierungsbezirk Trier, im oldenburgischen
Fürftentum Birkenfeld, und in den reichsländischen Bezirken
Ünter-Elsaß und Lothringen habe ich den Königlich preußischen
Geheimen Regierungsrat Schneider zum „Reichskommissar
für die Typhusbekämpfung im Südwesten des Reichs“ be—
rufen. Als sein Dienstsitz ist bis auf weiteres Saarbrücken
bestimmt. Der Reichskommissar ist angewiesen unverweilt
mit den Behörden derjenigen Bezirke, welche durch seine
Amtstätigkeit berührt werden, in Verbindung zu treten.
Der Reichskanzler.
J. V.: Graf von Posadowsky
Reichsanzeiger Nr. 271.

53 zwischen 11 und 1 Uhr zu Protokoll entgegen—
genommen.
Die Versäumung der obigen Frist hat gemäß 8 11 des
Gesetzes, betreffend die Warenhaussteuer den Verlust der
gesetzlichen Rechtsmittel gegen die Einschätzung für das
Steuerjahr zur Folge.
Wissentlich unrichtige oder unvollständige Angaben oder
wissentliche Verschweigung von steuerpflichtigem Umsatz in
der Seeuererklärung sind mit Strafe bedroht.
Coblenz, den 17. Dezember 1904.
Der Vorsitzende
des Steuerausschusses der Gewerbesteuerklasse J.
Keßler, Regierungs-Rat.

Die für das Jahr 1905 festgesetzten Gerichtstage im
Orte Püttlingen finden statt am:
Mittwoch, den 11. Januar 1905
15. Februar
15. März
19. Upril
17. Mai
7. Juni
Juli
September
Otktober
15. November
„13. Dezember
Völklingen, den 12 Dezember 1904.
Königliches Amtsgericht.

Unter Bezugnahme auf vorstehenden Erloß des Herrn
Reichtkanzlers bringe ich hiermit zur üffentlichen Kenntnis,
daß ich meine dienstliche Tätigkeit aufgenommen habe, sowie
daß mein Amtslokal sich im Rattzaus zu Saarbrücken befindet.
Saarbrücken, den 22. Dezember 1904.
Der Reichskommissar für die Typhusbekämpfung im
Südwesten des Reichs,
Schneider.

l

Unter Bezugnahme auf 8 4 der Allgemeinen Vor—
schrifien für die Markscheider im Preußischen Staate vom
21. Dezember 1871 bringen wir zur öffentlichen Kenntnis,
daß dem Markscheideraspiranten Waldemar Thees aus
Düdweiler bei Saarbrücken die Konzession zum Betriebe des
Gewerbes der Markscheider erteilt worden ist.
Bonn. den 7. Dezember 1904.
Königliches Oberbergamt.

Die Backsteinblattern in dem Gehöfte des Bergmanns
Christian Gebhard zu Clarenthal sind erloschen, die an—
geordneten Schutzmaßregeln daher wieder aufgehoben.
Gersweiler, den 7. Dezember 1904.
Der Bürgermeister,
A. Muller.

Oeffentliche Bekanntmachung.
Warenhaussteuer-Veranlagung für das Steuerjahr 1905.
Auf Grund des 89 des Gesetzes, betreffend die Waren⸗
haussteuer vom 18. Inli 1900 (Gesetzsammlung Seite 294)
wird hiermit jeder bereits zur Warenhaussteuer
veraulagte Stenerpflichtige in den Regierungs—
bezirken Coblenz und Trier aufgefordert, die Steuererklärang
über den steuerpflichtigen Jahresumsatz nach dem vorge—
schriebenen Formular in der Zeit vom 25. Januar bis ein⸗
schließlich 10. Februar 1905 dem Unterzeichneten schriftlich
oder zu Prototoll unter der Versicherung abzugeben, daß
die Augaben nach bestem Wissen und Gewissen gemacht sind.
Die oben bezeichneten Steuerpflichtigen sind zur Abgabe
der Steuerklärung verpflichtet, auch wenn ihnen eine beson—
dere Aufforderung oder ein Formular nicht zugegangen ist.
Auf Verlangen werden die vorgeschriebenen Formulare, denen
zugleich die maßgebenden Bestimmungen beigefügt sind, von
Heute ab in dem Amtslokal des Unterzeichneten sowie des
Vorsitzenden jedes Stenerausschusses der Gewerbesteuerklasise
IV tostenlos verabsolgt.
Die Einsendung schriftlicher Eiklärungen durch die
Post ist zulässig. geschieht aber auf Gefahr des Absenders
und deshalb zweckmäßig mittelst Einschreibebriefes. Münd—
liche Erklärungen werden von dem Unterzeichneten im zeit—
weiligen Regierungsgebäude Kaiser Friedrichstraße Nr.
— — — — — — — — — —— — — — — — — — —
Tecon e tlichen Teils. Druck und Verlag von Gehrüder Hefer in Saarbrücken

Die Schweineseuche unter den Schweinebeständen der
Bergleute Paul Holzer und Karl Ries II und des Stier—
wärters Philipp Richert alle zu Gersweiler ist erloschen.
Die angeordneten Schutzmaßregeln sind daher wieder auf—
gehoben werden.
Gersssweéiler, den 19. Dezember 1604..
Der Bürgermeister,
A. Müller.

Bei je einem geschlachteten Schweine des pensionierten
Bergmanns Chriftian Wilhelim und des Bergmanns Jakob
Maurer zu Clarenthal ist die Schweineseuche festgestellt
worden. Die betr. Gehöfte (Haus Nr. 125 und 34) sind
gesperrt.

Gersweiler, den 20. Dezember 1904.
Der Bürgermeister
A. Müller.

Saarbrücken, den 27. Dezember 1904.
Der KHönigliche Landrat Bötticher.
            
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