140 —
Auszug aus der Vakanzenliste für
Militär⸗Anwärter.
Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mitteilungen:
1) Laufende Nummer. 2) Die Vakanz tritt ein: wann? wo?
bei welcher Behörde? 8) Rähere Bezeichnung der Stelle. 4) Be⸗—
zeichnung der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden.
5) Dauer der etwa der, Anstellung vorangehenden Probezeit.
6) Eb die Anstellung auf Lebenszeit oder auf Kündignng erfolgt
7) Betrag der zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Ge—
haͤltsabzüge gedeckt werden kann. 8) Einkommen der Stelle.
919 Ob Aussicht auf Verbesserungen vorhanden. 10) Bemerkungen.
1. ) 1. Inli 1904, Aachen, Königl. Polizeidirettion,
3) Schutzmann, 4) Dienstarad: Unteroffizier, Eigenschaften:
Rüchternheit, Energie, gutes, morolisches Verhalten, körper⸗
liche Gesundheit und Ruüsmakeit, jetzige Größe mindestens
voll 1m 70 em, gutes Auffassungsvermögen, genügende
Gewandtheit in der Schriftlichen Darstellung und Schulden⸗
freiheit, 5) 6 Monate, 6) zußächst probeweise, nach bestandener
Probe erfolgt die Anstellung unter dem Vorbehalte eines
jederzeitigen Kündigungsechts mit einer Frist von 1 Monat,
eine späsere Anstellung auf Lebenszeit ist nicht ausgeschlossen,
7) — 8) 1200 Mt. Anfangsgehalt und 180 Mk. Wohnungsgeldzuschuß
und freie Dienstkleidung (Uniform), 9) ja, durch
stufenweises Aufrücken in die höheren Gehaltsklassen bis
zum Höchstgehalt von 1600 Mk., auch ist Aussicht auf
bemnächstigen Bezug einer Teuerungszulage vorhanden, 10)
während der Probezeit wird nur eine Remuneration in Höhe
des nfangegehalis der Schutzleute von 1200 Mk. jährlich
gezahlt
2. M) 1. Oktober 1904, Eupen, Bürgermeisteramt, 8)
Polizeisergeant, 4) körperliche Rüstigkeit, Fähigkeit zur Er—
stattung schriftlicher Anzeigen, deutliche Handschrift, 5) 6
Monate, 6) auf Lebenszeit, nach S5 jähriger Dienstzeit auf
3 monatige Kündigung, 7) —, 8) 1000 Mek. und 50 Mk.
nicht pensionsfähiges Kleidergeld, 9) steigt alle 8 Jahre
im' je 100 Har bis zu 18500 Mi.,10) die Stelle ist
pensionsberechtigt, die Militärdienstzeit kommt bei der
Pensionierung in Anrechnung.
3. 2) sofort, Eupen, Bürgermeisteramt 8) Vollziehungs⸗
beamter, 4) körperliche Rüftigkeit, Fähigkeit zur Erstattung
schriftlicher Anzeigen, deutliche Handschrift, außerdem Kenntnis
der einschlägigen Bestimmungen über die Zwangsvollstreckung.
wenigstens Fähigkeit, sich solche in Kürze anzueignen, 5) 6
Monate, 6) auf 8 monatige Küundigung, 7) —, 8) 600 Mk.,
9) steigt alle 3 Jahre um je 50 Mtk. bis zu 900 Mt. 10)
die Sielle ist pensionsberechtigt, die Militärdienstzeit kommt
hbei der Pensionierung in Anrechnung.
4. 2) sofort, Gerolstein, Bürgermeisteramt, 3) Bürger⸗
meistereifekxeiär, 4) Bewerber müssen ihre Befähigung zur
selbständigen Erledigung der Geschäfte der Gemeinde- und
Polizeiverwaltung sowie des Standesamts nachweisen bezw.
die Befähigung besitzen, sich die verlangten Kenntnisse in
ürze anzueignen, 5) 6 Monate, 6) auf Lebenszeit, 7) —, 8)
1200 Mk., steigend von 2 zu 2 Jahren um 100 Mk., so
daß nach Beendigung des 7. Dienstjahres das Höchstgehalt
von 1600 Mk. erreicht ist, 9) —, 10) die Stelle ist pensions—
berechtigt, bei der Pensionierung kommt die Militärdienstzeit
in Anrechnung.
5. 2) sofort, M.«Gladbach, Städtische Verwaltung, 3)
mehrere Polizeisergeanten II. Gehaltsklasse, 4) gesund und
kräftig, nicht über 35 Jahre alt und nicht unter Im 70 cm
groß, 5) 6 Monate, 6) aus gegenseitige 3monatige Kündigung,
3) 8) je 1200 Me. jährlich, steigend von 8 zu 8 Jahren
um 80 Mk.bis zum Höchstgehalt von 1600 Mt., außer⸗
dem freie Diensttleidung, 9) ja, bei guter Führung und
praktischer Bewährung ist Aussicht auf Beförderung in die
Gehalisklasse und auch eventl. nach längerer Dienstzeit
zum Wachtmeister vorhanden, das Gehalt der Polizeisergeanten
i. Gehaltsklasse steigt bis 1900 Mfk., 10) selbstgeschriebener
Lebenslauf, Führungsatteste, Zivilversorgungsschein, Militär—
papiere und Gefundheitsattest sind einzureichen, die Stellen
find pensionsberechtigt, die zurückgelegte Militärdienstzeit
vird bei einer event. Pensionierung angerechnet.
Saarbrücken, den 18. Juli 1904
Der Königliche Landrat Bötticher
Deffentlicher Anzeiger.
Pekguatengschung.
Der Hüttenarbeiter Jakob Sparwald zu Gersweiler beab⸗
ichtigt, in dem Gemeindebezirk Gersweiler, Flur 1. Varzellen Nr
65/170, 770/171 und 4709 / 101, ein
zu errichten.
Dieses Unternehmen wird hiermit in Gemäßheit des 8 17 der
Bewerbe-Ordnung und der Ausführungs-Anweisung vom 9. August 1899
nit der Aufforderung zur allgemeinen Kenntnis gebracht, etwaige Ein—
vendungen binnen 14 Tagen bei mir schriftlich in 2 Exemplaren oder
zu Protokoll anzubringen. Später eingehende Einwendungen können
rnicht mehr berücksichtigt werden.
Beschreibungen, Zeichnungen und Pläne liegen innerhalb der Ein⸗
pruchsfrist während der Dienststunden auf meiner Amtsstube aur
xinsicht offen.
Die Einspruchsfrist nimmt ihren Anfang mit dem Tage, an dem
die diese Bekanntmachung enthaltende Nummer des Kreisblattes er—
cheint. Termin zur mündlichen Erörterung der rechtzeitig erhobenen
kinwendungen wird auf
Donnerstag, den 11. August d. Is, vormittags 9 Uhr,
auf meiner Amtsstube anberaumt mit dem Hinzufügen, daß im Falle
des Ausbleibens des Unternehmers oder der Widersprechenden gleich—
vohl mit der Erörterung der Einwendungen vorgegangen werden wird
Gersweiler, den 14. Juli 1904.
Der Bürgermeister,
A. Muller.
30
1 Aιιαναναν Bapvern-DD—
in Aschaffenpurg.
4 Staat ich genebmigte Lebranstalt für
Maschinsnhau, Elektrotechnik, Hoch- und Tiefhau
(Baugewerkschule). Prospekte kostenlos. 29
⁊ Neævuanfnahme 15. April u. 5. XNor-Für
den Saarbezirfk sucht'Günstige Gelegenheit
erste franzöos ische zuꝝ Selhstandigkoit.
Gognaefirma Hamburger Cigarren⸗Engros-Haus
einen 28richtet Leuten, die sich etabliren woll.
u. Sicherheit bieten können, unter
uerr 8 günst. Beding. Cigarengeschäfte ein.
n Bezi
Aus fuhru ae Nagebote egered. Gefl. Off. sub E. M. 3395 an Ru-Ann
epr Nε., Aachen. dolf Mosse, Hambura 2s
VFedaktion deße BBeerseo 6der — in Scarbrücken.