Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

Personal⸗Chronik.
Der Königliche Forstaufseher Hugo Buchh olz ist zum
Königlichen Hilfsförster in Friedrichweiler in der Ober⸗
försterei Karlsbrunn ernannt worden.
Der Gerichtsassessor Kleinjung zu Cöln wurde zum
Staatsanwalt in Saarbrücken ernannt.

Auszug aus der Vakanzenliste für
Militär⸗Anwärter.
Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mitteilungen:
1) VLaufende Nummer. 2) Die Vakanz tritt ein: wann? wo?
bei welcher Behörde? 8) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Be—⸗
zeichnung der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden.
5) Dauer der etwa der Anstellung vorangehenden Probezeit.
6) Ob die Anstellung auf Lebenszeit oder auf Kündignng erfolgt.
7) Betrag der zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Ge.
haltsabzüge gedeckt werden kann. 8) Einkommen der Stelle—
D) Ob Ausficht auf Verbesserungen vorhanden. 10) Bemerkungen.
4. 2) 1. April 1904, Berkum, Bürgermeisteramt Villip
zu Berkum, 3) Polizeidiener, 4) Bewerber muß gesund und
kräftig, nicht unter 25 und nicht über 35 Jahre alt sein,
es wird eine gute Handschrift und selbständige Abfassung
von kleineren Berichten gefordert, 5) 6 Monate, 6) für die
Dauer der Probezeit 4wöchige Kündigung, nach Ablauf der
Probezeit auf Lebenszeit, sofern das 30. Lebensjahr vollendet
und eine Dienstzeit von mindestens 5 Jahren zurückgelegt
ist, 7) —, 8) 900 Mk. steigend 7 Mal alle 8 Jahre und
zwar 6 Mal um je 75 Mk. und zum letzten Mal mit
50 Mk. bis zum Höchstbetrage von 1400 Mk. und 150 Mk.
Wohnungsgeld, 9) —, 10) die Stelle ist pensionsberechtigt,
Militärdienstzeit kommt in Anrechnung.
2. 2) 1. Januar 1904, Birkesdorf (Kreis Düren),
Bürgermeisteramt, 8) Bürgermeistereibote und Polizeidiener,
M gute Handschrift, gute Elementarschulkenntnisse und körper⸗
liche Tüchtigkeit, Bewerber muß Radfahrer sein, 5) 6 Monate,
6) —, 7) —, 8) 900 Mt. Gehalt und 100 Mk. Kleider⸗
geld, 9 nein, 10) die Stelle ist pensionsberechtigt und witwen⸗
und waisenversorgungsberechtigt, bei der Pensionierung wird
die im Reichs- insbesondere im Militärdienste, im Staats—
dienste oder im Dienste eines deutschen Kommunalverbandes
oder einer öffentlichen Korporation verbrachte Dienstzeit
angerechnet.
3. 2) 1. und 15. Februar 1904, Eschweiler, Polizei⸗
verwaltung, 8) je 1 Nachtschutzmann, 4) Bewerber müssen
energisch, nüchtern und zuverlässig, körperlich rüstig und
im stande sein, schriftliche Anzeigen ohne grobe Fehler abzu⸗
fassen, Meldung unter Beifügung der Personalpapiere und
eines amtsärztlichen Gesundheitsattestes, Größe mindestens
1m 70 em, 5) 6 Monate, 6) auf 3monatige Kündigung,
7) —, 8) 900 Mk. Gehalt, steigend alle 3 Jahre um 100 Mk.
bis 1500 Mk., daneben 100 Mk. Wohnungsgeldzuschuß und
100 Mk. Kleidergeld jährlich, 9) event. Aufrücken in eine
Polizeisergeantenstelle, 10) die Stellen sind pensionsberechtigt,
die Militärdienstzeit wird angerechnet.
4. 2) 1. Februar 1904, Niedermendig, Gemeinde⸗
perwaltung (Bürgermeisteramt), 8) Feld- und Waldhüter,
körperliche Rüstigkeit, 5) —, 6) auf Kündigung, 7) —,
3) 600 Mk., 9 nein, 10) die Stelle ist nicht pensionsberechtigt.
 F
5. 9) 1. April 1904, Rheinbach (Land), Polizei⸗
berwaltung, 3) Polizeidiener, 4) körperlich rüstig und geistig

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geweckt, 5) 6 Monate, 6) auf 3 monatige Kündigung, 7) —,
8) 617 Mk. inkl. Kleidergeld, 9) nicht ausgeschlossen, 10)
die Stelle ist pensionsberechtigt, die zurückgelegte Militär⸗
dienstzeit wird bei der Pensionierung angerechnet, die Stelle
ist mit der Polizeidienerstelle der Stadtbürgermeisterei Rhein—
bach, für welche ein Gehalt von 327 Mek. 50 Pfg. aus⸗
geworfen ist, in Personalunion verbunden.

Saarbrücken, den 14. Dezember 1903.
Der Königliche Landrat Bötticher.

Deffentlicher Anzeiger.

Bekanntmachung.
Der Herr Regierungs-Präsident hat auf Antrag des Bürgermeisters
der Stadt St. Johann a. S. behufs Feststellung der Entschädigung
ür die zur Durchführung der Straße 17 — Großherzog
FriedricheStraße — vom Rathausplatz bis zur Nauwieser—
Straße auf dem Banne der Gemeinde St. Zohann a. S. erforder—
lichen, im Enteignungswege zu erwerbenden Grundstücksteile, der
Parzellen Flur 1 Nr. 1308/127, 1081/146, 1316/126 und 1180/156
sowie Flur 2 Nr. 868/62 und 869/62, die in den 88 25 ff. des Ent—
eignungsgesetzes vom 11. Juni 1874 vorgeschriebene Verhandlung an—
geordnet und mich zum Kommissar ernannt.
Zur Vornahme der Abschätzung der beanspruchten Grundstücke
jabe ich Verhandlung auf
Montag, den 28. Dezember d. Is. nachmittags 1,30 Uhr.
im Stadthanse in St. Johann a. S.
anberaumt.
Alle an der Enteignung Beteiligten werden zu der Verhandlung
hierdurch unter der Verwarnung geladen, daß bei dem Ausbleiben der
Beladenen ohne ihr Zutun die Entschädigung festgestellt und wegen
deren Auszahlung und Hinterlegung verfügt werden wird.
Soweit die Sachverständigen im stande sein werden, ihr Gutachten
in der Verhandlung abzugeben, wird dieses den Beteiligten sofort in
der Verhandlung oder nach Beendigung der Abschätzung mitgeteilt
verden, damit sie Gelegenheit finden, sich über das Gutachten zu äußern
Trier, den 7. Dezember 1903.
Der Regierungs-Kommissar.
van de Loo, Regierungs-Rat.

Aufgebot.
Der Kaufmann Herr Emil Adam in Brebach hat 'uns ange—
zeigt, daß die auf das Leben seiner Tochter IAä Sphie Sabine
Aamn, früher in St. Arnual, ausgefertigte Lebensfall-Versicherungs⸗
Polize Nr. 860 192 über Mk. 3000 verloren gegangen sei und hat das
Aufgebot der Polize beantragt. Der gegenwärtige Inhaber gedachter
Polize wird hiermit aufgefordert, sich innerhalb 6G Monate bei uns zu
nelden, widrigenfalls die Polize für kraftlos erklärt werden wird.
Berlin, den 13. Oktober 1903.
Victoria zu Rerlin,
Allgemeine Versicherungs⸗Aktien⸗Gesellschaft
O. Gerstenberg, Generaldirektor.

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¶SVCE
Weeeerche ——
Fabrik ein zum Besu
jüngerer Keisender der
Detaillisten und Bäcker für Saar⸗
brücken und größeren Bezirk, gegen
Gehalt, Provision und Vertrauens—
spesen. Ausfuͤhrliche Offerten mit
Lebenslauf und Aufgabe von Refe—
renzen sub H. A. 468 an Rudolf—
Mosso. Hamburg. 40

— Versende: —
30 Ltr. Weißwein z. Mk. 12, —
30 , Rotwein 3. Mk. 13,50
gegen Nachnahme; Faß leihweise
und franko zurückzusenden.
Fr. Brenufleck,
Weingut Schloß Kupperwolf,
Edesheim, Pfalz. 374

—7

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Pedaktion des nicht-amtlichen Teils. Druck und Verlag von Gebrüder Hefer in Saarhrücken
            
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