Bekanntmachung.
Ein dem Grubenschmied Christian Schweich hier,
Schutzenstraße 46, gehöriges Schwein ist an Rotlaufseuche
gefallen und ein dem Bergmann Mathias Herrmann,
Rehbachstraße 16, gehöriges Schwein ist an Backsteinblattern
rkrankt. Ueber die betreffenden Gehöfte ist die Sperre ver—
hängt worden.
Dudweiler, den 17. August 1903.
Die Polizeiverwaltung.
Der Bürgermeister,
Petermann.
Bekanntmachung.
Ein dem Bergmann Johann Günther zu Fischbach,
Friedhofstr. 8, gehöriges Schwein ist an Rotlaufseuche
gefallen. Das Gehöft ist polizeilich gesperrt.
Dudweiler, den 17. August 1903.
Die Polizeiverwaltung.
Der Bürgermeister,
Petermann.
Bekanntmachung.
Die Schweinerotlaufseuche in dem Orte Gersweiler ist
erloschen. Die angeordneten Sperr- und Schutzmaßregeln
iind infolgedessen wieder aufgehoben worden.
Gersweiler, den 10. August 1903.
Die Polizeiverwaltung.
Der Bürgermeister,
A. Müller.
Bekanntmachung.
In dem Gehöfte des Bergmanns Georg Huppert
zu Rockershausen sind bei einem Schweine die Backstein—
blattern fesigestellt worden. Ich habe daher über das Gehöft
die Sperre verhängt.
Püttlingen, den 18. August 1903.
Der Bürgermeister,
Pickard.
Auszug aus der Vakanzenliste für
Militär-Anwärter.
Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mitteilungen:
1) Laufende Nummer. 2) Die Vakanz tritt ein: wann? wo?
bei welcher Behörde? 3) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Be—
zeichnung der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden.
5) Dauer der etwa der Anstellung vorangehenden Probezeit.
b) Ob die Anstellung auf Lebenszeit oder auf Kündignng erfolgt.
7) Betrag der zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Ge.
haltsabzüge gedeckt werden kann. 8) Einkommen der Stelle⸗
) Ob Aussficht auf Verbesserungen vorhanden. 10) Bemerkungen.
1. 2) 28. September 1903, Cöln, Königl. Polizei⸗—
präsidium, 8) 24 Schutzmänner, 4) Bewerber mülssen
mindestens 6 Jahre gedient haben, von tadelloser Führung,
lese- und schreibfähig, mindestens 1 m 65 em groß, durch⸗
aus gesund, nüchtern und gewandt sein, 5) 6 Monate,
während welcher der Wohnungsgeldzuschuß nicht gewährt
wird, 6) bei erwiesener Qualifikation nach Ablauf der Probe
auf 1 monatige Kündigung, 7) —, 8) ie 1200 Mk. Gehalt
und 180 Mk. Wohnungsgeldzuschuß, sowie freie Dienst⸗
bekleidung, 9 ja, bis zum Höchstgehalt von 1600 Mk.,
Aussicht auf Beförderung zum Schutzmannswachtmeister,
Behalt 1500 bis 1800 Mk., 10) die Stellen sind pensions—
derechtigt, Militärdienstzeit kommt bei der Pensionierung in
Anrechnung, Bewerber, welche noch im aktiven Militär⸗
dienst stehen, erhalten den Vorzug.
2. 2) 1. September 1903, Kirn, Bürgermeisteramt
Kirn (Stadt), 3) Nachtwächter, 4) Bewerber muß nüchtern,
nicht uüͤber 40 Jahre alt, gesund und kräftig sein und lesen
und schreiben können, 5) —, 6) auf 1A4 jährige Kündigung,
7) —, 8) 360 Me. jährlich, 9 —, 10) die Stelle ist nicht
vensionsberechtigt.
3. 2) 1. Oktober 1903, Saarbrücken, Königl. Land⸗
zericht, 3) 2 Kanzleigehilfen, 4) gute Handschrift und die
Fähigkeit, richtig und schnell abzuschreiben, 5) —, 6) auf
Umonatige Kündigung, 7) —, 8) der auf 5 bis 105 für
die Seite Schreibwerk festzusetzende Schreiblohn beträgt etwa
30 bis 100 Mk. monatlich, 9) bei guter Führung und
Leistung durch Erhöhung des Schreiblohns innerhalb der
unter 8) gezogenen Grenzen, 10) die Bewerbungen sind an
den Herrn Landgerichtspräsidenten in Saarbrücken zu richten.
4. 3) sofort, Trier, Königl. Gefängnis, 3) Hilfs⸗
aufseher, 4) vollständige Gesundheit, körperliche Rüstigkeit
und Gewandtheit, ein Lebensalter nicht unter 25 und nicht
iber 85 Jahren, eine mindestens 2jährige aktive Militär—⸗
zienstzeit, eine gute Volksschulbildung, 5) —, 6) auf monatige
Zündigung, ob später feste Anstellung erfolgen kann, ist
noch nicht vorauszusehen, 7) —, 8) monatlich 90 Mk.
Remuneration, 9) nein, 10) Gesuche sind unter Einreichung
ines selbstgeschriebenen Lebenslaufs, der Militärpapiere, des
Zivilversorgungsscheins, eines ärztlichen Attestes über den
jegenwärtigen Gesundheitszustand an den Vorsteher des
sönigl. Gefängnisses zu Trier zu richten.
5. 2) 1. September 1903, Widdeskoven, Bürger⸗
meisterei Evinghoven (Kreis Grevenbroich), Bürgermeister—
amt, 8) Polizeidiener, 4) kräftig, gesund, ordentliche Hand—
ichrift, nicht über 35 Jahre alt, 5) 6 Monate, 6) nach der
Probezeit auf 3 monatige Kündigung, und bei weiterer guter
Führung auf Lebenszeit, 7) —, 8) Gehalt 800 Mt, und
Kleidergeld 120 M. jährlich, 9) —, 10) die Stelle ist
pensionsͤberecht, Militärdienstzeit, sowie Dienstzeit bei Staats⸗
»der deutschen Kommunalbehörden wird angerechnet.
6. 2) sofort, wird bei der Einberufung bestimmt,
Kaiserl. Oberpostdirektion Cöln, 3) Landbriefträger, 4)
Elementarschulbildung und körperliche Rüstigkeit, 5) 6 Monate,
6) auf 3moͤnatige Kündigung, 7) —, 8) 700 Mk. Gehalt
und der gesetzliche Wohnungsgeldzuschuß und u. U. Teuerungs⸗
zulage, 9) das Gehalt steigt bis zu jährlich 1000 Mk.
7. 2) 1. September 1903, Eppelborn, Polizeiverwaltung,
3) 2. Polizeidiener, 4) körperliche Rüstigkeit, nicht unter
30 Jahre alt, mindestens 1m 70 em groß und Fähigkeit
zur Vornahme von Vernehmungen, 5) 3 Monate, 6) auf
Zmonatige, beiden Teilen zustehende Kündigung, 7) —,
3) 900 Mke. Gehalt, steigend alle 3 Jahte um 50 Mt. bis
1200 Mk. und 72 Mk. Kleidergeld und 200 Mk Wohnungsgeld
für Verheiratete, 120 Mk. für Unverheiratete; die
Ausrüstungsgegenstände werden geliefert, 9 ja, 10) die
Stelle ist pensionsberechtigt, bei der Pensionierung wird
die im Reichs-,.Staats-, Militär- und Kommunaldienst ver—
zrachte Dienstzeit voraussichtlich angerechnet, z. Zt. ist die